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in Frankreich hervorgebracht bat, daß Fürst BiSmarck bei seiner Anwesenheit in Wie« z« dem französischen Botschafter in Wien, Herrn Teifferenc, sich dahin ausgesprochen, daß die » Freundschaft zwischen Deutschland und Oesterreich durchaus nicht gefahrbringend für Flank- reich sei, daß im Gegentheil in naher Zukunft' die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich inniger werden würden. — Die von den französischen Zeitungen für die Intimität mit Deutschland von letzterem verlangte Gefälligkeit, Elsaß-Lothringen an Frankreich zurückzugebe«, kann nur aus der bekannten französischen Eitelkeit erklärt werden.
Englands Borrath an entthronten Barbarenfürsten mehrt sich wider
Serieren
so voreilig
«sehrt sich.M^
Willen schneller, als ihm selber lieb sein mag. Hatte man auf den flüchtigen Kaffernkönig wochenlange Jagd machen müssen, so hat sich jetzt der afghanische Emir, vor seinen rebellischen Unterthanen flüchtend, ungebeten als Gast bei den Engländern eingefunden. AsS Simla wird hierüber gemeldet, daß Jakub Khan am Freitag Abend in Begleitung feines Sohnes und einem Gefolge von 15 Personen, von 200 Mann escortirt, bei General Baker im englischen Lager inKhutschi eingetragen fei, nachdem es vorher brieflich um Aufnähme gebeten habe. In Kabul - herrscht vollständige Anarchie. — Nachdem sich also der von den Engländern ernannte Emir von Afghanistan nach Verlauf kaum eines Sommers als durchaus unbrauchbar erwiesen hat und die so theuer bezahlten Grrungrnschafteu des letzten Krieges in Afghanistan gänzlich wieder verloren gegangen sind, wird es England schmerzlich bedauern, daß eS so voreilig alle sicheren Positionen in dem so außerordentliche Terrain- fchsierigkciten bietenden feindlichen Gebiet aufgegeben hat. — General Baker ist mit der Avantgarde bis Khutschi, 42 engL Meilen von Kabul, vorgsdrungen, doch ist es fraglich, ob General Roberts mit dem GroS der Armee über die unwegsamen Höhen des Schuturgardan so schnell zu folgen im Stande sein wird, um bei dem täglich zu erwartende« Angriff die Ava«tgarde wirksam unterstützen zu können. General Rs- Serts hat eine Proklamation erlaffen, in welcher er den Vormarsch der englischen Truppen gegen Kabul ankündigt und die friedlichen Einwohner auffordert, auf ihre Sicherheit bedacht zu sein. Diejenigen, welche nach Veröffentlichung der Proklamation mit Waffen betroffen werden sollten, würden als Feinde behandelt werden.
Einen recht tiefen Einblick in die Zustände in Konstantinopel gewähren die Gesetzwidrigkeiten, welche dort bei Ergreifung des rumäni- schen Attentäters nach dem Mordanfall auf das Leben des Sultans vorgekommen sind. Der Sultan soll im ersten Zornesansbruch sofortiges Erhängen des Attentäters verlangt haben, als das jedoch nicht zulässig erschien, weil der Attentäter rumänischer Unterthan war, wurde er auf dem Transport zur Polizeiwache von einer Bande Bewaffneter Überfällen und mit Säbelhieben tödtlich verwundet. Wie man annimmt, waren die Mörder von dem Polizeipräfekten, welcher sich bei dem Sultan durch Beseitigung des Attentäters beliebt machen wollte, hergeschickt worden. — Die internationale Commission hat die Regulirung der militärischen Grenze zwischen Bulgarien und Ostrumelien beendigt und dieselbe mit 5 gegen Rußlands Stimme angenommen. — In einer uußerordeutlichen Cabinetsßtzung unter Vorsitz des Sultans trug dieser vor, daß er deu befreundeten Mächten versprochen habe, fiskalische Re- formvorschläge zu machen, er wolle den Credit des türkischen Reichs retten, ohne jede Anleihe, vor Allem durch die Entwickelung der inneren Hülfsmittel des Landes. '. \
- «7".t?^llN, 2. Okt. Der „Nordd. Bllgem. Ztg." zufolge tritt
^^r Ausschuß des Bundesraths für das Eisenbahngütertarifwesen vor- «ussichtüch noch ,m Laufe dieses Mchiats wieder zusammen, nachdem inzwischen die Materialien bezüglich der von den betheiligten Regierun- gen für angemessen erachteten G iederuNg des Tarifs bezüglich der Nor- mal,Einheitssätze und der zulässigen Abweichungen davon eingegangen fern wurden. Der Gegenstand dürfte in der nächsten Reichstazssesflon zur Erledigung kommen. Die Meldung verschiedener Blätter, daß dem
Besonderes gelegen sei, schreibt: Die Etatsarbeiten sind" völlig beendigt. Der Etat liegt gröbst
.M davon eittgeZangen er nächsten ReichZtagsfesfion M «»e Meldung verschiedener Blätter, daß dem Fürsten Bismarck an der Erledigung des Tarifgesetzes vorläufig nichts , sei unbegründet. — Die „Nordd. Allg. Ztg." -einige nachträgliche Arbeiten , schon gedruckt vor. Dessen Einbringung wird nach Erledigung der ersten Landtags-Formalien sofort erfolgen. Der Gesetzentwurf über die Verwendung der aus dem Be- trage der Reichssteuern an Preußen zu überweisenden Geldsumme ist Nota^ *m Euudesrathe vorgelrat und zur Zeit Gegenstands schriftlicher
— Der Cultusminister v. ^ut^um^ ber in Folge seiner Erhebung aus diesen Posten sein ReichstagSmandat für den Wahlkreis Löwenberg niedergelegt hatte, wird von seinen Wählern wiederum als Sandwat ausgestellt werden. Die Ersatzwahl findet am 20. Oktober
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— Der Präsident der Seehandlung» Wirklicher Geheime- Rath Brtter, wurde zum Präsidenten der Prüfungs-Kommission für höhere Verwaltun^sbeamte ernannt.
kä 6— Der Statthalter von Elsaß-Lothringen, General - FeldmarschaT
v. Manteuffel, hat folgende Ansprache an die Bewohner von Elsaß - Lothringen erlaffen: „Ich trete das Amt als Kaiserlicher Statthalter in den Reichrlanden, das Se. Majestät mir zu übertragen Allergnädigst geruht haben, mit dem heutigen Tage an und bitte Gott um Kraft, dasselbe zum Richme des Reiches und zum Wohle von Elsaß-Lothringen zu üben." ;
— Wie den „Hamb. Nachr." mitgetheilt wird, ist Graf Wilhelm Bismarck, der jüngere Sohn des Reichskanzlers, zum Hülfsarbeiter im B«r«au des Statthalters von Elsaß Lothringen designirt.
-t Aus den Bereinigten Staaten von Amerika ist Herr Macdonald, Superintendent des Postanweisungs - Amts, begleitet von Herrn Harrison als Bevollmächtisten, zum Abschlüsse eines neuen Vertrages über den Austausch von Postanweisungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten in Berlin eingetroffen.
— Schleswig, 1. Okt. Ja Ausführung des Allerhöchsten Erlasses vom 19. März d. J. ist der Amtssitz des Ober-Präsidiums und des Provinzial-Schulkostegiums heute von Kiel nach Schleswig verlegt worden. »nKd« m,tttS«stzstrWv8tch,t8 $td xzswA
— München, 2 Okt. (S. Z.) Prinz Wilhelm traf heute Morgen aus Ulm kommend hier ein und stieg im Gasthof zu den vier Jahreszeiten ab. Der Kronprinz wird gegen Ende der Woche hier erwartet. «MtM. Av. Mir ors tzMtnchiszM^s
— Wien, 2. Oktbr. Durch Kaiserliche Entschließung vom 30. September sind, wie die amtliche „Wiener Zeitung" meldet, für die Dauer der nächsten Session des Reichsraths der Graf TrautmannSdorff« Weinsberg zum Präsidenten und die Fürsten Alexander Schönburg- Hartenstein und Konstantin Czartoryski zu Vize-Präsidenten, des Herrenhauses ernannt worden.
— Brüssel, 1. Okt (R. v. St.-A.) In der heute zuCharleroi stattgehabten, sehr zahlreich besuchten Versammlung der Besitzer von Eisenwerken wurde konstatirt, daß Bestellungen auf lange Termine eingelaufen wäre«, sowie daß die Gesammtheit der von den ausländischen Plätzen eingelaufenen Berichte zu der Annahme berechtige, daß ein Aufschwung der Industrie eingetreten fei, der umsomehr Aussichten auf Dauer habe, als er sich auf alle Länder zu erstrecken scheine.
— Seit dem 1. Januar wurden 24 eongreganistische Schulen der Stadt Paris durch Verordnung des Seinepräfekten in Laienschulen um« gewandelt; am 1 Oktober eröffneten sie unter der Leitung der neuen Lehrer ihre Pforten.
— Madrid, 30. Sept. Die in Barcelona, Saragossa, Balla- dolid, Ferrol und Sevilla vorgenommenen Verhaftungen stehen in Beziehung zu den von der spanischen Botschaft in Paris eingegangenen Berichten, nach welchen einige Führer der demokratischen und radikalen
Partei, wie Martos, Salmeron, Ruiz Zrrrilla, eine Verschwörung gegen )ie Regierung des Königs Alfons gebildet haben. Außer den vorge- ündenen Schriftstücken sind Waffen und eine geheime Druckerei in Ge- chlag genommen worden. Unter den verhafteten Officieren ist General Lagunero; auf zwei andere verabschiedete Generäle wird gefahndet. Bier Generäle erhielten Pässe zu sofortiger Ueberstedelung ins 8toS* land. (K. Z.)
— London, 1. Oktbr. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Simla, von heute: Genera! Roberts tritt heute den Vormarsch gegen Kabul an< Der Gssundheitszustand der Truppen ist ein guter.
— Die türkische Regierung hat eine Note an Edhem, den Botschafter in Wien, gerichtet, in welcher sie ihrer Genugthuung über seine neuerliche Unterredusg mit dem Fürsten Bismarck Ausdruck gibt.
— New-Kork, 1. Oktbr. Der Hamburger Postdampfer „Gellert" ist heute hier eingetroffen.
über seine
Hanau, 3. Oktober 1879.
- ^(Control-Versammlung.) Samstag den 4. Oktober
4. B<
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nahm in
Präsident
die Commission, welche den Main von Bamverg nach.' Mainz, zwecks der geplanten Errichtung einer Ket- teuschleppschiffahrt, mittelst eines DampfbootchenS befährt, hier an und " er Anzahl von etwa 20 Personen, worunter unser Ober- eihßir v Ende, sowie bayerische, badische und hessischeBe« amten und sonstige Interessenten sich befanden, für die Nacht Äohnnng im „Hotel Carlsberg". Heute Morgen fuhren die H r en weiter nach Mainz und'schwß sich unser Oberbürgermeister Herr Rauch, im Inte« M M Mch, W HSnau nichtunwichtigenSache, Dieser Com-
igen Gerichtsvollzieher Herren Sturm und Linn zei« Blatte an, wo sich ihre Wohnungen resp. Hureau's be- worauf wir auch an dieser Stelle nochmals aufmerksam zu machen Lsaumm wollen, weil die Competenz der Gerichtsvollzieher eine „ hüte: ist und sie jedenfalls' vom rechtsuchenden Publikum oft aufgesucht werden. Hier im Äuszuge Näheres über deren Wirkungskreis: „Die Gerichtsvollzieher sind Amtspersonen für die selbstständige Ausführung von Zustellungen (z. B. der Terminsvorladungen^Erkennt-