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W*i Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt (Ä ^^Si« Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletreUcher BMage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.
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Nr. 224.
18 79.
Amtliches
Gefunden: Ein runder Wetzestei^.
Eine Broche mit 4 Tlas-
perlMl Eine Milchkanne. Eine neue Knabcnweste.
Zugeflogen: Ein Fasan.
Zugelaufen: Ein kleiner gelber Hund.
Verloren: Ein goldenes Medaillon mit goldemem Schlößchen.
Entlaufen: Ein weißer Spitz.
Hanau am 26, September 1879.
Aus Königlichem Landrathsamt- ^^ ^
Laudwirthschastlicher Kreis-Verein Hanav.
Sonntag den 28. September, Nachmittags 4 Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen zuHanau: Bortrag des Herrn Dr. He sse aus Marburg über die Grundzüge des Molkereiwesens. (Richtige Behandlung der MUH behufs Bereitung von Butter und Käse.)
Der Borstand-
Ha»au am 22. September 1879. ”!?® Der Landrath.
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R. F. Die zweite Kaiserreise nach dem Elsaß hat, wie sich schon jetzt übersetzen läßt, ihre Wirkung nicht verfehlt. Die liebenswürdige und imposante Erscheinung unseres Kaisers, den alle Welt als einen der Ersten und Heften unter den Fürsten verehrt, hat abermals die Herzen vieler Elsässer für das Reich, dem sie jetzt an? etzören, gewonnen und es ist vollkommene Ursache vorhanden, daß der Reichsgedanke auch noch weitere Fortschritte in Elsaß-Lothringen wachen wird. Ueber die Anwesenheit des Kaisers in Straßvurg bemerken wir noch Folgendes: Nach der glänzenden Parade am Freitag fanden am Sonnabend und Montag die Manöver des 15. Armeekorps statt, denen her Kaiser in toller Frische beiwohnte und wiederholt Gelegenheit hatte, bim com- r- andirenden General v. Fransecky für die tüchtigen Leistungen der Truppen zu danken. Bei dem Festmahle, welches der Kdiser am Sonnabend den Spitzen der Behörden, den elsäffer ReichstagSabgeordneten und anderen hervorragenden Personen gab, ließ der Kaiser Stsaßburg und die Reichslande hochleben und dankte dem Oberpräsidenten von Möller, der den Grund für so freundliche Gesinnungen in Elsaß. Lothringen gelegt habe. Bei dem Empfang der städtische» Deputation am 22. September sprach sich der Kaiser in ähnlicher Weise aus und äußerte noch die zuversichtliche Hoffnung, daß es der neuen Regierung Elsaß-Lothringens unter dem General'Feldmarschall v. Manteuffel gelingen werde, den Uebergang zu dem neuen Zustande so mild er " lich zu vollziehen. Am Sonntage wohnte der Kaiser, die Kais«
""^ ^r Großherzog und die Großberzögin von ~ ' der ThomaSkirM bei, wo. d-- ^«-r^.«"--
. „ : eine Stelle des 6. Capitel-
hielt. Am Sonntage erschienen auch Hie La rm glänzenden Fchzuge vor dem Kaiser. D._ „„„ ________ ______ schmucken Reitern und 32 vier- und sechsspännigen Wagen mit 450 Mädchen in Nationaltracht. Nachdem der Festzug der Landleute vorüber war, besuchten der Kaiser und die Kaiserin auch den Straßburger Münster, wo sie von dem ehrwürdigen Erzbischof Räß empfänden und geleitet wurden. Während dre Kaiserin in Begleitung ihrer Nchterj'M Großherzogin von Baden, schon am 21. September nach BademBaden zurückgekehrt waren, erfolgte die Abreise des Kaisers von Straßburg nach Metz am Dienstag, wo dem Monarchen ebenfalls ein glänzender Empfang zu Theil wurde. In Metz hält sich der KÄfer nur zwei Tage auf und reist am Donnerstag nach Baden-Baden zurück. Wegen des kurzen Aufenthaltes in der Grenzstadt Metz unWbMben auf besonderen Wunsch des Kaisers auch diesmal die Begrüßungen durch Vertreter der französischen, holländischen und belgischen Regierung.
Der BundeLrath hielt am Montage unter dem Vorsitze des Staats- mrmsters Hofmann eine Plenarsitzung ab, in welcher vorwiegend die Uebertragung der Competenzen bundesstaatlicher Gerichte auf das Reichsgericht berathen wurde. Auch hat der Bundesrath bei dieser Gelegenheit einer Erhöhung der Tagegelder und Umzugskosten für Reichbeamte seine
Prinzen und der Großherzog Gottesdienste in i eine Predigt über
S«fertiott6.
Preis i
Die Ispalttge EarmondzeLe ob. deren Raum
10 Pfg.
Die eipalt. Zeile
20 Psg.
SH&aiValtigeSeile
30 Psg.
Freitag den 26. September . ■■ r^ ' ................
Zustimmung ertheilt, da sich die bisherigen Sätze als ungenügend erwiesen haben. — Die feierliche Eröffnung des Reichsgerichts in Leipzig wird am 1. Oktober erfolgen. Der Etaatssecretär im Reichsjustizamt Vr. Friedberg wird den Präsidenten des Reichsgerichts Vr. Simson und die Reichsgerichtsröthe vereidigen, worauf Dr. Simson die Eröffnungsrede halten wird. Der Feier werden außerdem noch Vertreter der sächsischen Behörden, der Stadt und der Universität Leipzig beiwohnen.
Die Parteifrage in den preußischen Landtagswahlen wird in wenigen Tagen entschieden sein, denn am nächsten Dienstag finden die Wahlen der Wahlmänner statt, von deren Ausfall ja dann die Wahl
der Abgeordneten abhängt.
Das hervorragendste Ereigniß in der auswärtigen Politik ist die Anwesenheit des Fürsten Bismarck in Wien, von der mit gutem Grunde gesagt werden kann, daß sie ein Bündniß zwischen Deutschland und Oesterreich gegen den europäischen Frieden störende Uebergriffe gewisser anderer Möchte herstellen wird. Schon der Empfang des Fürsten Bis« marck in Wien bewies, daß man in Oesterreich vollkommen mit den politischen Gedanken des deutschen Reichskanzlers einverstanden ist. Der Graf Andraffy, der deutsche Botschafter Prinz Reuß, der zur persönlichen Dienstleistung vom Kaiser Franz Joseph dem Fürsten Bismarck beibeorderte Hauptmann von Steininger, sowie ein feines Publikum empfingen in sympatischer Weise den Fürsten Bismarck bei seiner Ankunft in Wien am Sonntag Abend. Am 22. September hatte Fürst Bismarck zunächst Conserenzen mit dem Grafen Nudrassy und dem Baron Haymerle, darauf fuhr der Fürst nach der Hofburg und hatte daselbst eine Audienz beim Kaiser, die nahezu eine Stunde dauerte. Darauf
ereignete sich die hrchbedeuisame Thatsache, daß der Kaiser Franz Joseph dem Fürsten Bismarck im Hotel Jmperial persönlich einen ein sehr deutlicher Beweis für die Werth« smmck in den höchsten österreichischen Kreisen
Besuch abstattete, gewiß ein sehr deutlicher Beweis für die Werth- schätzung, der sich Fürst Bismaick in den höchsten österreichischen Kreisen erfreut und ferner ein Beweis für das politische Einverständniß Deutschlands und Oesterreichs. Hei der darauffolgenden Hoftasel im Schön- brunver Schlosse saß Fürst deutsche Botschafter zur '
Kaisers und der ter zur Linien. Nach der Tafel verabschiedete sich der räch Salzburg reiste, i«. herzlicher Weife.Den dem Für« Am 23. und 24. Sept. hatte der Fürst noch verschte-
Kaiser, weicher na-
_________ _ ___,_____ depe Conferenzen mit den österreichischen Staatsmännern und am 25. reiste derselbe nach Berlin zurück. Wir erwähnen noch, daß das politische Einverständniß zwischen Deutschland und Oesterreich auch zu einer Erleichterung der Handelsbeziehungen beider Staaten führen wild.
Ueber die Weitercntwjckelung der englischen Maßregeln zur Bekämpfung des afghanischen Vuffiandes laufen nur spärliche Nachrichten ein. Aus Simla wird gemeldet, daß sich die Afridis und anber6fc der Nähe des Khyber- Passes ansässige Stämme für die Sicherheit der zu ihren Gebieten gt hörigen Theile der Straße nach Kabul verbürgt und die Shinwaris aus. freien Stücken Proviantvorräthe angebo^n hätten. In Alikkeyl ist M 1 ~ ' -------- ' " " ' "
Afghanistan bei dem englisc ficherungen der Treue Md.DMdfchaft.
lige Gesandtschaft des Emirs »M -shaber eingetroffcn mit neuen Ber« . . , ist. — Das britische Lager am
Schutargardan wurde omIN.NaM von den Lusständischen angegriffen, die Verluste waren jedoch, Mr unerheblich. — Die britische Mission in Mandaloy, der Hauptstadt Birma's, ist angewiesen, baldmöglichst abzureisen.— Der -Müngene Kaffernkönig soll bis auf Weiteres
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Während die französis- rückhaltung zeigt und ihre $ es der Minister Ferry dem
tonte, coucentrirt, beschch
Regierung nach wie vor eine große Zu- ste auf die Lösung innerer Fragen, wie terrichtSwesen gegenüber neuerdings be- -..... —...... , -.,_,..,.,„.„ j’i^ die französischen Zeitungen wieder mit Dingen, die ihnen im Grunde genommen nicht viel angehen. So haben verschiedene Pariser Blätter ^bre Anwesenheit des Deutschen Kaisers in Elsaß» Lothringen in den schwärzesten Bildern gemalt und außerdem die Entdeckung gemacht, daß die Parade der deutschen Truppen bei Straßburg recht miserabel ausgefall!» und- das französische Militär schon in vielen Beziehungen dem deutschen überlegen sei.
Düster und verhängnißboll läuten wieder einmal die Nachrichten aus Konstantinopel; dort hat thatsächlich ein Attentat auf den Sultan, wovon man schon vor einigen Tagen munkelte, stattgefunden. Der Verbrecher, Namens Constantin Karajanopulo und von Geburt ein Grieche,