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Samstag den 20. September

1 mu gnMrßrkA ntern^ MM ch^ Ah -OK n»b feiern Winter-Cursus der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Vereins für

die Provinz Oberhessen zu Friedberg betr.

Der diesmalige Winter-Cursus der hiesigen Ackerbauschule beginnt Wontag den 3. November in 2 Claffen und währt bis gegen Ende März. Der Unterricht erstreckt sich auf die Fortbildungsfächer, sowie auf die verschiedenen Zweige der Naturkunde und Landwirthschaftslehre; er wird in diesem Winter von zwei ausschließlich für die Kusialt ange- stellten Landwirthschaftslehrern, von dem Grvßtz. Kreis-Veterinärarzt, dem Vereins Wiesenbaumeister und mehreren anderen geeigneten Hülfs- lehrern ertheilt. Die nöthige Anschauung wird durch vorzügliche Lehr­mittel, sowie durch Exemsionen auf nahe gelegene Gutswirthschaften erreicht. AusnahwSsähig sind alle unbescholtene Jünglinge, welche die Volksschule dutchgemacht haben. In die 2. Klaffe werden nur solche junge Leute ausgcnl mmkn, welche früher die 1. Klasse mit Erfolg durch, gemacht haben oder nochweisen, daß sie sich anderswie die Kenutniffe angeeignet haben, welche das Lehrziel der 1. Klasse bilden, alle anderen Schüler kommen in Letztere. ? «; ~

Das Schulgeld beträgt für die 1. Klaffe 45, für die 2. Klasse 35 Mark.

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Montag den

Anmeldungen nimmt das unterzeichnete Curatorium und der Ru- palts-Dirigent Prof. Vr. Tobisch entgegen, von welchen beiden Stellen auch gewünschtenfallS anderweitige bezügliche Auskunft ertheilt wird.

Friedberg am 8. September 1879.

Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberz. Dr. Braden, KreiLrath. Küchler, Kreisassessor. Schmidt, KreiSschulinipektor.

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Straßburg, 19. Septbr., Morgens. (K. Z.) An dem Diner, welches gestern Nachmittag 5 Uhr bei dem Kaiser Statt fand, nahmen außer den Personen seines Gefolges auch die hier anwesenden Excellenzen Theil. Abends 9 Uhr bewegte sich der aus allen Musik- corps des 1b. Armeecorps bestehende große Zapfenstreich bei schönstem Wetter durch die Stadt nach der Präfectur, wo dem Kaiser eine Sere­nade gebracht wurde. Der Kaiser erschien wiederholt auf dem Balcon, Um den versammelten jubelnden Menschenmafien zu danken. Heute Vor? mittag Vsll U^r begibt sich Se. Majestät durch das Schirmeüer-Thor nach dem Parodefeld bei Königshöfen; das Wetter ist vortrefflich.

Berlin, 18. Sept. (K. Z.) Nach wiener Blättern sollte Fürst Bismarck morgen früh in Wien eintreffen und noch am nämlichen Tage vom Kaiser von Oesterreich empfangen werden. Auch diese Nach­richt kann nicht richtig sein, da die Abreise des Fürsten von Güstern noch nicht gemeldet ist und der Kaiser von Oesterreich erst morgen Abend oder übermorgen von den Jagden zurückkehrt, welche er jetzt mit dem Könige von Sachsen abhält. Die von dem Berliner Magistrate geplante Bildung einer Gewerbedeputation zur Prüfung des gesammten städtischen Gewerbewesens einschließlich der Hülfskafien, welche nament­lich den Zweck hat, auch zu der Frage des JnnungSwesenS Stellung zu nehmen, begegnet in allen zunächst dabei interessirte« Kreisen einer sehr lebhaften Zustimmung. Die ganze Angelegenheit ist in der jetzt vorge­schlagenen Weise von dem Oberbürgermeister v. Forckenbeck selbst ge­ordnet worden und es ist an der Zustimmung der Stadtverordnetenver­sammlung nicht zu zweifeln. Inzwischen sieht man auch seitens der Behörden allen fachmännischen Kundgebungen über die weitere Entwick­lung des JnnungSwesens mit Spannung entgegen, um an der Hand dieses Materials weitere legislatorische Schritte einzuleiten. Es sind in dieser Richtung bereits Verhandlungen mit den BundeSstaaten in so fern eingeleitet, als man Erhebuugrn über die verschiedenartigen be­stehenden Verhältnisse angeordnet hat, welche wohl einer etwanigen spä­teren Gesetzgebung als Grundlage dienen werden. So eben erschien die Uebersicht über die Geschäftsthätigkeit des Reichstags in der letzten Session vom 12. Februar bis 12. Juli d. J. in zwei Theilen, deren einer das Etatswesen umfaßt, während der zweite die übrigen Borlagen, Anträge u. s. w. enthält. Die Uebersicht, das sorgsame Werk des ver-

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peaudirectors Geheimrath Happel, steht an Bokständigkeit ..nung ihren Vorgängern nicht nach.

Die Nordd. Allg. Ztg. schreibt: Der König hüt auf den An« trag. des.eMnMschen OSerkirchenraths bestimmt, daß die erste ordmt- liche. SeMaltznode für die evangelische Landeskirche der neun älteren Provinzen der Monarchie am 9. Oktober d. I. in Berlin zusammen«

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Die N. Pr. Ztg. meldet das Folgende:Aus Anlaß der KaiserzusammenkuNst in Alexandrowo ist dem Generalfeldmarschall Frhrn. v. Manteuffel die erste Classe des russischen Wladimir-Ordens verliehen Mrden. Den russischen Andreas-Orden besitzt der Feldmarschall bereits. Der Wirkt. Geh.-Rath v. Giers, .Adjnnct des Reichskanzlers und Ver­walter des russischen Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten, hat das Großkreuz des preußischen Rothen Adler-Ordens unb der Kriegs­minister Generaladjutant Graf Miljutin den Schwarzen Adler-Orden erhalten."

DerPost" zufolge wird sich Feldmarschall Freiherr v. Man- teuffel am 28. b noch Straßburg begeben.

Ein Privattelegramm der Rordd. Allg. Ztg. aus Deutsch« Crone vom 19. d. meldet: Das hiesige Kreisgericht verhandelte heute die Anklagesache wider Cardinal Grasen Ledochowski wegen Uebertretung der Maigesetze (betreffend die Berhängung der großen Excommunication gegen den st aas Streuen Propst Lizak in Echroda) und verurtheilte den­selben zu 2000 W., eventuell 70 Tagen Gefängniß und in die Kosten.

Zu der Feier, welche bei Gelegenheit der Eröffnung des Reichsgerichts in Leipzig am 1. Oktober veranstaltet wird, werden sich nach derK. Z." der Staatssecretär Dr. Friedberg, der vorgestern von Ems zurückge kehrt ist, der Ministerialdirektor Hanauer und der Geh. Regierungsrath Dr. Meyer als Vertreter des Deutschen Reiches nach Leipzig begeben.

Der Centralverband der Kaufleute Deutschlands tagt seit dem 14. d. in Leipzig. Aus den bisherigen Verhandlungen sei Folgendes in Kürze mitgetheilt. Bezüglich des Antrages auf Besteuerung der Consum- und Hausfrauenvereine Deutschlands wurde nach längerer De­batte beschlossen, zu erklären, daß die Steuerfreiheit der Erwerbsgenos- senschasten ein Unrecht gegen die einzelnen selbstständigen Gewerbetrei­benden sei, daß der Vorstand des Verbands beauftragt werde, behufs Bekämpfung und Beseitigung der Steuerfreiheit genannter Genossen­schaften die Nöthigen Schritte zu thu». Ferner wurde beschlossen, in Rücksicht darauf, daß von Seiten der meisten Handelskammern die In­teressen der Detailisten nicht wahrgenommen würden (weil hie Kammer- mitglieder großentheils Grossisten unb Fabrikanten seien), dahin zu wir­ken, daß die Detaillifien sich bei den Wahlen zur Handelskammer stark betheiligen, damit sie geeignete Vertreter erlangen. Hinsichtlich der Fir­menschilder der Frauen soll die Reichsregierung ersucht werden, eine ge­setzliche Bestimmung dahin zu treffen, daß alle Firmen, deren Inhaber Frauen sind, nicht nur die Anfangsbuchstaben der Vornamen, sondern die vollständigen Vornamen unterzeichnen und nur Firmenschilder mit letzteren führen dürfen. In Bezug auf die Einführung gemeinsamer | Waarenbezüge und Barzahlung erkennt die Versammlung als wünschens- werth und im Interesse des Berufes der Colonialwaarenhändler liegend an, daß die Zweigvereine des Verbandes überall, wo es sich ermöglichen läßt, zu gemernscmen Waareneinkäufen auf Grundlage der Baarzahlung zusammentreten. Weiter beschloß die Versammlung, hinsichtlich derjeni­gen Firmen, welche mit Post-, Consum- und Hausfrauenvereinen arbei­ten, sich damit begnügen zu wollen, daß der Gegenstand überhaupt zur Besprechung gelangt sei. (Trib.)

Baden-Baden, 18. September. (R. u. St.-A.) Die 52. Natürsorfcherbersammlung, zu welcher bis jetzt ca. 1000 Theilnehmer eingetroffen sind, ist heute durch Dr. Baumgärtner (Baden) eröffnet worden. Nach der Begrüßung der Versammlung durch den Staats- Minister Turban, Namens der badischen Regierung, und durch den Ober-Bürgermeister Gönner, Namens der Sadt, hielten Geheimer Rath Kußmaul (Straßburg), Professor Hermann (Zürich) und Medizinal- Rath Hirschfeld (Dresden) Vorträge. Heute Nachmittag unternahmen