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Storno 9 «fort. Hklbj. 4 M. 50 ^ Vierteljährlich
2 Warl 25 Pfs- gür auswärtig« abouncntea mit dem betreffen, den Postaujrchlug. Lieemzelne Nummer 10 Pjg.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, ' und Samstags mit der Berliner Provinzial Correspondenz.
Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Nr. 218.
Freitag den 19. September
Amtliches.
Gefunden: Ein Regenschirm. Ein Stück von einer Reisfeder. Ein Sonnenschirm. Ein Messer mit 2 Klingen. Ein Cigarreuabschnei-
der. Eine Meter lange weiße Spitze.
Z u g e f l o g e n: Ein Kanarienvogel. W Hanau am 19. September 1879.
Aus Königlichem LandrathSamt.
Der gegen den Taglöhner Georg Schiller von Offenbach wegen Diebstahls erlassene Steckbrief wird hiermit als erledigt zurückgezogen-
Hanau, 17. September 1879. — ! gc
Der Polizei-Anwalt |
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R. F. Noch immer dauern sie an, die erhebenden Kaiserlage, an
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1879
genommen wird, nur mehrere Slawenblätter und die russischen Zeitungen sind voll Gehässigkeiten über den Besuch des Fürsten Bismarck in Wien. Auch gewinnt jetzt ein Gerücht, wonach zwischen Deutschland und Oesterreich ein Schutz- und Trutzbündniß im Werke sei, an Glaubwürdigkeit. Hoffentlich wird Fürst Bismarck auch in einem neuen deutsch österreichischen Handelsverträge ein Mittel zu einer weiteren Annäherung zwischen Deutschland und Oesterreich finden, -r- Bezüglich der Besitznahme des Sandschaks Rovibazar stehen die Dinge für Oesterreich gut. Die österreichischen Truppen waren bis znm 15. September bereits bis Pojepolje vorgedrungen und von der dortigen Bevölkerung freundlich empfangen worden. Außerdem conferirte der österreichische Obercommandirende
Herzog von Württemberg mit dem türkischen Bevollmächtigten Husni Pascha in Priboj wegen Herstellung einer Demarkationslinie.
Bas Herz der französischen Regierung ist wohl für einen Augenblick etwas erleichtert worden von dem auf ihm lastenden Alp der radikalen Bestrebungen, da der alte Revolutionär Blanqui in der Stichwahl zu Bordeaux von dem republikanischen Candidaten Achard durch eine Mehrzahl von etwa 250 Stimmen besiegt wurde. Die Wiederholung der Candidatur Blanqui's wird jedoch nicht lange auf sich warten lassen, Änn die Radikalen treten in den letzten Tagen immer herausfordernder auf, feiern u. A. die zurückkehrenden Commuuards in Wort und Schrift in wahrhaft demagogischer Weise, und dieses nicht nur in Paris, wo am SsnnabLud zum Empfang von einigen Hundert Amnestüten auf dem Südbahnhvse fast 20,000 Personen erschienen waren, sondern auch in den radikalen Provinzialstädten. — Lei den Ersatzwahlen zur De- putirteRkammer wurde in Totes du Nord ein Monarchrst und im Drome- Departement ein Republikaner gewählt. — Französische Blätter beginnen sich zu brüsten mit der „Freundschaft", welche nach einer Unterredung Fürst Gortschakoffs mit einem Correspondenten des „Soleil" Rußland stets für Frankreich gehegt hat, und suchen die „Feindschaft", womit Fürst Bismarck den russische« Kanzler „beehrt" haben soll, trotz der russischer Seits erfolgten Berichtigung dieser Auffassung der Gort« schaköfs'schen Aeußerungen, aufrecht zu erhalten — und am liebsten thatsächlich in's Dasein zu rufen. Daß dadurch die im russischen Cabi- net vorhandene Verstimmung über Deutschlands Beziehungen zu Oesterreich nicht vermindert werden wird, ist erklärlich, doch würde es thöricht sein, hieraus etwa die Möglichkeit eines Zusammenstoßes zwischen Rußland und Deutschland herleiten zu wollen.
Die holländischen Kammern sind am 15. d. durch eine Thronrede "" ' - ' '""ein die sehr freundschaftliche» Beziehungen Hollands Mächten hervorgehoben werben;
denen das Herz jedes echten Deutschen höher pulsirt und der Sinn sich den glorreichen Errungenschaften des letzten Jahrzehnts zuwendet. Nach Beendigung der Karsersestlichkeiten in Stettin war der Kaiser am Dienstag mit den königlichen Prinzen nach Berlin zurückgekehrt, aber nur kurz war die Rast und der Aufenthalt des erlauchten Greisen, dem das Ge- fühl erhabener Pflichterfüllung die Zugendkräfte wieder zu verleihen scheint, in der Reichshauptstadt, denn am Mittwoch Abend begab sich der Kaiser mit großem Gefolge bereits nach Elsaß-Lothringen zu den Manövern des XV. Armeekorps. Die Reise des Kaisers ging zunächst nach Straßburg und später noch Metz. Die große Parade des XV. Armeekorps wird in der Nähe von Wetz stättsinden. Es liegen sichere Anzeichen vor, daß der Kaiser Wilhelm in Elsaß-Lothringen die beste Ausnahme von Seiten der Bevölkerung, zumal derjenigen der Torf- schasten erfahren wird. Auch werden eine Anzahl Kriegervereine nicht nur aus dem Elsaß, sondern auch aus Baden und der Rheinpfälz aus dem Paradefelde bei Straßburg erscheinen, um ihrem Protektor und obersten Kriegsherrn ihre Huldigung darzubringen.
Wohl nicht ohne inneren Zusammenhang mit der Lnweftnheit deS Kaisers ^ MM'LMriMv ist im dieser Woche im MeichsanzeigM« die definrtrve Bestellung der Munster für Elsaß-Lothringen bekannt gemacht worden. Au der SMe der Regierung für stehen bekanntlich der MMWäll Freiherr v. Mm Staatssekretär und verantwortliche Minister Herzog.
Bon den seit Montag wieder aufgenommenen 8 Bundesraths ist noch nicht viel zu melden. Es wuri üblichen Formalitäten erledigt, und fiel die Wahl zum' &ÄÄW M_______...... gegengenommen:f solche bezüglich der Uebertragung gerichtlichyS'Mwpe- _____„... . ___________ __
lenzen mehreM Bundesstagten apf das Keichsgericht,Zsolche wMn Ein- RoöeM ihre BeihiÜfe zur Bekämpfung des afghan Ächtung von HWssenaten bei dem Reichsgerichte, wegen Deklaration lögHchert hätten, so wissen doch die Engländer sehr der allgemeinen BWmmungeF-Mm MkagM^vdv DamPfkWln, wMA. ' " — ^^-^ 1,1
Umprägung von ZwanzigpfennigMckeu in Ein- und Zweimarkstücks it. f. w. Dre Umprägung der Zwanzigpfennigstücke in Ein- und Zwei«
gegengenommen: solche bezüglich der
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ie« Verwickelungen nehmen noch immer an
_.Mch berichtet wird, daß die Häupter der an den Grenzen RWanistans wohnenden Völkerschaften dem englischen General - ■ ' Manischen Ausstandes zu-
Markstücke hat sich öeshälL nothwendig gemacht, weil W Zwanzigpfen- nigstücke wegen ihrer Kleinheit mißliebig im Publikum sind. :
Die Auflösung dW "preußische« Landtages, welche den Neuwahlen vorherzugehen hat, ist nunrtzeA durch ÄnWche Verordnung, gegebew zu Ä^^M^^»^
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>ätten, so wissen doch die Engländer sehr wohl, daß die Au^ solcher Versicherungen sehr zweifelhaft ist. Am ersten würden über noch Herr der Situation werden, wenn sie Kabul, den
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vorherzugehen hat, ist nun« Stettin am 15. SepteMer, auzeigeEstlheHem s^ _____ ________
sters des Innern an, woyWtzje,Whhm der WaMiänsteräT'30,^ September und diejenigen der Abgeordneten am 7. Oktober MWM'i
ufibrbi^ schejnen^Moch ^ Lärm der Bor-
der britischen Armee erst in drei Wochen beginnen und frühestens Ende Oktober Kabul erreichen, selbst wenn diese auf keinen de-
sterden Widerstand stoßen würden. Einen solche« zu leisten beabsich- en aber, die Aufständischen, und suchen dazu auch die benachbarten ämme in dem östlich von Ghuzni gelegenen Distrikte Zarmut aufzu- T^azu kommt noch, daß sich Jakub Khan's Schreiben vorn 4° stember, worin er dem Vicekönig von Indien die Aufrichtigkeit seiner schaft und seiner guten Absichten betheuert, als der Ausdruck der üblichsten Heuchelei erwiesen haben soll, da nach den neuesten Nach-- n der Emir Mitschuld trage an der Ermordung der englischen Geschäft. In Kabul sei Ordre ertheilt, jede direkte Verbindung mit ägländern abzusch neide«, der Weg nach Kabul sei von einer großen Menge afghanischer Truppen eingenommen und Dakka von einer starken Streitmacht des den Engländern feindlichen Mohmundfiammes besetzt. — Das aus London mitgetheilte Gerücht, wonach die englische Gesandt-
Die Nachwahl m LaWnbmg für den Reichstag hat zu einer Stichwahl geführt. Der nationalliberale Candidat Westphal erhielt 3293, der konservative Candidat von Schrader 3038 Stimmen. ZK- schen Westphal und Schröder ist also eine Stichwahl erforderlich, "saH
In Oesterreich und auch anderwärts ergeht man sich in Combinationen über die Ziele der Anwesenheit des Fürsten Bismarck in Wien, wozu wir konstatiren, daß die Mission unseres Reichskanzlers in Wien von den deutschösterreichischen uäd ungarischen Blättern sehr warm auf-