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wieder dem Theater seinen Besuch abzustatten, und wird eS ihm Ver­gnügen bereiten, demnächst manchmal den freundlichen Lesern von den Aesbachtungeu, die er da gemacht, zu erzählen.

Doch ehe der Spaziergänger sich für heute verabschiedet, kann er Noch der trostlosen „Aujuste" die tröstliche Versicherung geben, daß sie ihren geliebten stattlichen Krieger noch diese Woche Wiedersehen wird. Hoffentlich hat er ihr die Treue bewahrt und wird sie ihm dann durch ein Extra-Tractement die Mühen und Drangsale des friedlichen Feld- Zugs bald vergessen machen. M. 8.

Briefkasten des Spaziergängers.

M. hier. Dar .... Benehmen des betr. Herrn am Sedantage noch beson­ders zu erwähnen, wäre ihm am Ende erst recht gar nicht unangenehm. Halten Sie es lieber damit: requiescat in pace. Uebrigens, wie schon oft gesagt, liegen «ns persönliche Besprechungen fern.

P. & W. hier. Mit Dank benutzt. Frdl. Gruß.

G. hier. Kommt im nächsten. Spaziergang.

Lokaler.

HansA, 11. September 1873.

— (Schw nr gericht.) In gestriger Sitzung wurden K. Rup- pert und Ehefrau von Oberzell wegen Körperverletzung (die Anklage lautete auf räuberische Erpressung), Ersterer zu 3 Wochen Gefängniß, welche durch die seitherige Untersuchungshaft als verbüßt zu betrachten seien, und Letztere zu 8 Tagen Gefängniß verurtheilt; I. W. Rüder von Bergen, der Bestechung beschuldigt, jedoch freigesprochen.

— Nach mehr als 50jähriger Dienstzeit ist Herr Professor Flied- ner auf sein Nachsuchen in den Ruhestand v-rsetzt worden und schließt daher mit Ende des nächsten Woche seine Lehrtätigkeit. Der allgemein geachtete Lehrrr hat unserer Stadt seit 37 Jahren angehört, nämlich 14 Jahre lang als Lehrer an der Realschule und zwar während der letzten 4 dieser Jahre als stellvertretender Inspektor der gesummten städtischen Schulen und die übrige Ze t als Lehrer am Kgl. Gymnasium. In An­erkennung seiner wissenschaftlichen Thätigkeit ist ihm vor 3 Jahren der Titel „Professor" ertheilt worden.

— Heute Morgen stürzten zwei Arbeiter beim Stellen des Wehrs an der Heuerbrücke kopfüber in die Kinzig, konnten aber glücklicher­weise noch das Ufer auf der Hanauer Seite erreichen, so daß sie außer ihren durchnäßten Kleidern mit dem Schrecken davon gekommen sind.

— Für heute. Nachmittags 5 Uhr: Öffentliche Sitzung des Gememde-Ausschusses im unteren Saale des Neustädter Rathhauses. — Abends 9 Uhr: Spritze Nr. 2 im „König von Schweden"; Nr. 3 bei Beck.

— Der Justizminister und der Minister des Innern haben unter'm 27. v. M. eine Ausführangs - Verfügung zur Schiedsmanns- Ordnung erlassen. Danach ist, falls das Landgerichtspräsidium die Bestätigung eines Schiedtmmnes versagt, der Gewählte und der Vorsteher des Wahl­körpers, letzterer zur Vornahme einer Neuwahl, zu benachrichtigen, Er­folgt die Bestätigung, so veranlaßt der Landgemchtspräsident die Ver« ritugung der Reugewähiten durch das Amtsgericht ihres Wohnsitzes. Der LanögcrichtLpräsidmt hat von Zeit zu Zeit entweder in Person oder durch einen beauftragten Richter die gesummte Amts Verwaltung der Schiedsmänner seines Bezirks einer Revision zu unterziehen. Das Amts- grriüst hat alljährlich in den ersten drei Monaten des Kalenderjahres die Protoküllbücher der schiedsmänner seines Bezirks behufs Ermitte­lung ihrer ordnungsmäßigen Führung einzusehen. (H. M)

— Von zuverlässiger Säte her wird der „F. Z." berichtet, daß

Proklam.

§ a n a it. Nachdem sich ergeben hat, daß der Nachlaß des verstorbenen Tapezierers Jacob Gauff dahier überschuldet ist, wird Termin zur summarischen Anmeldung der Forderungen der Gläubiger, sowie zum Güteversuch auf

den AU. A Mts.,

Morgens 10 Uhr

<Cont.-Zeit), anberaumt, was mit dem Bemer­ken bekannt gemacht wird, daß die nicht er­scheinenden Gläubiger als dem Beschluß der Mehrheit der Erschienenen beitretend werden angesehen werden.

Zum vorläufigen Curator ist Kaufmann An­dreas D ö nch dahier bestellt.

Ein etwaiger Vergleichsbescheid wird nur durch klnschtag am Gerichtsbrett veröffentlicht.

Hanau den 3. September 1879. 6806

Königliches Amtsgericht I.

__Merz. (II. 25/79) LeipPgerstr. 3 ein möbtirtes Zimmer. 6748 Maradeplatz Nr. 10 zwei Stuben nebst Zube- hör, sogleich oder später. 6456

I « f K B K z N-

Der zweistöckige Vorbau neben dem ehemali­gen Realschulgebäude in der Altstadt, Johannis- kirchplatz Nr. 1, sowie ein im Hof stehender Abtrittsbau sollen auf den Abbruch

Montag den 15. September, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle durch Herrn Stadtbaumei- fter Thyriot öffentlich versteigert werden.

Die der Versteigerung zu Grund gelegt wer­denden Bedingungen sind bis zum Termin aus dem Rathhaufe zur Einsicht ausgelegt.

Hanau am 4. September 1879. 6331

Der Oberbürgermeister

Rauch.

Eine feine komplette

Salon-Einrichtung ist umzugshalber sogleich zu verkaufen.

Näheres in der Expedition d. Bl zu erfahren.______________________6824

Mühlstraße 12 mehrere Wohnungen. 6552

Schloßgasse 16 eine Wohnung. 6700

in dem Befinden des hochw. Herrn BisthumsverweserS Hahne eine Besse­rung eingetreten ist. Das Fieber ist in Abnahme begriffen, der Patient fühlt sich jedoch noch sehr schwach.

— Die Fortschrittspartei des Wahlbezirks Rotenburg-Hersfeld hat die Parole „Wahl-Enthaltung" auSgegeben.

— Cassel, 6. Septbr. Gestern und heute fand die mündliche Prüfung der Abiturienten des hiesigen Gymnasiums statt. Sämmtliche Kxaminanden (23 an der Zahl) wurden für reif erklärt. — Dem Casse- ler TageSanzeiger wird geschrieben, daß die Absicht, den Herrn Ober- Präsidenten v. Möller zum Abgeordnete» zu wählen, in der Bürger­schaft an Boden gewinne.

— Witzen hausen, 9. Sept. Der Gemeinde Friedrichsbrück ist von Jemand, der unbekannt bleiben will, eine Zuwendung von 8000 Mk zur Errichtung einer Schule und von jährlich 1000 Mk. auf 15 Jahre zur Erhaltung derselben gemacht worden. (H. W.)

Aus der Umgegend.

— Frankfurt a M., 10. Septbr. Ein hiesiger Dr. jur. und Advokat wurde durch den Ehrenrath der Advokaten wegen Ordnungs­widrigkeiten in eine Geldbuße von 1000 Mk. genommen. — Einer der ältesten Pfeifenspitzen-Fabrikanten, welcher seit Anfangs dieses Jahrhun­derts die Frankfurter Messe besuchte, die Firma Reinisch, hat zum letz­ten Mal die hiesige Meffe bezogen. Der scheidenden Firma, die so viele schöne Tage in Frankfurt erlebt, wurde in Freundeskreisen der Abschied schwer. (G.-A.)

— Einer der Burschen, welche die katholische Kirche in Bilbel be­raubten, hat sich im Gefängniß erhängt. — Gestern Abend raschelte es während der geheimen Sitzung der Stadtverordneten in dem vielhun­dertjährigen Ofen; darob überkam einige Väter der Stadt ein großer Schrecken, denn sie erinnerten sich, daß einst ein bekannter, jetzt wohlbe­leibter, aber damals allerdings schlanker Reporter im Ofen gesteckt und die geheimen Verhandlungen über einen Staatsvertrag zwischen Frank­reich und Frankfurt stenographirt hatte. Einige Herren eilten sofort an die verdächtige Stelle und meinten den Lauscher gefangen zu haben, doch sie fanden sich enttäuscht, die Stätte war wüst und leer. (F. Z.)

— Stockstadt a M., 8. Sept. Das Kirchweihfest am Sonn­tag mußte ohne Musik abgehalten werden da die Bürgermeisterei ein diesbezügliches Verbot erlassen hatte. Dieses Verbot soll darin begrün­det sein, daß die hiesige Kirchweihe nie ohne eine Keilerei abgelaufen und daß der Bürgermeister diesen Uebelstand der Kirchweihmusik zu' schrieb. (H. L.)

— Eckartshausen, 7. Sept. Unsere neue im Herbst 1877 be­gonnene Kirche ist nun so weit vollendet, daß die Einweihung derselben am 21. d. M. stattfinden kann.

Patent-Ertheilungen.

Nr. 7607. Straßenkehrmaschine, IM Sander in Frankfurt a. M., vom 9. Mai 1879 ab. Kl. 19.

Briefkasten der Redaktion.

8. in G. Brief erhalten; werden die darin angeführten stichhaltigen Gründe gerne respektiren. Besten Gruß und Handschlag. — P. hier. Besten Dank! Wird Ihrem Wunsche gemäß Verwendung finden.

T H 8 r W o e e r st K A Ä

10. Septbr. Höchster Stand + 16°, Abends 7 U^ > 11°;

11. Sept. KorZSÄs 7 Uhr 4 9*/»°, Vormittags 1Ö W 4 121/ä6

- M s i K W K f»5.« tz» ^ «k" 14 Aerch

Die Herstellung von Eisengitter an den Fen­stern des Kämmereilokals, sowie das Beschlagen von Thüren soll nach dem auf dem Rathhause ausgelegten Arbeitsanschlag nebst Zeichnung auf dem Submissionsweg vergeben werden. Die Uebernahms-Offerten, welche verschlossen einzu- reichen sind und mit der entsprechenden Bezeich­nung versehen sein müssen, werden bis zum

15. September d. I., Mittags 12 Uhr, angenommen. 6830 Hanau am 4. September 1879.

Der Stadtrath. Ranch.

Sächsischer Saat-Roggen, durch welchen, in vorjährige Weizenstoppel ge- säet, ein Ertrag von 16. Ein. per Morgen er­zielt wurde, wird gegen Emsendung von Säckm und 9 M pr. 100 Pfd. abgegeben

Rfflectanten werden gebeten, sich an die Guts­verwaltung der Domains Gronauer Hof bei Bilbel zu wenden.________________ 6702

W-berg. 14 eine große u. eine kl. Wohn. 6834