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Hanauer Ameiaer.
Zugleich Amtliches Osßsu für Kreis und Stadt Hauau.
'Lrfchemt täglich mit Ausnahme der Ssnn- und Feiertage, mit belletristischer Beilags, Kilb SamstagS mit der Berliner Provinzial Correspondenz.
Nr. 253. Montag den 1. September
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Steaöx^ieeSefe 3» Pw
1879.
Amtliches
Im Nachstehemde« werden einige stastistische Angaben über die Verpflegung von Kranken in den ständisches Landkraskenhänser», sowie den Zrrenheil- und Jrrenpflegeavstalten des Regierungsbezirks Cassel während des Jahres 1878 veröffentlicht.
Cassel am 8. August 1879.
Der Lan^eS-Directnr. J. B: K n o r z.
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sind
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Die Geiammt kosten der
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Kostenbetrag eines Ber- pflegunZStageS.
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I. Landkrankeuaust.
1. Bettenhauses .
8. Eschwege . .
3. Fulda . . .
4. Hanau . . .
6. Herrfeld . .
6. Rintel«. . .
7. Schmalkalden.
II. Äncnhtil. «ni psicgc-Äusialtc«.
8. Jrrsnheilanstalt Marburg. .
6. Jrrenpflanst.Haina
10. „ Merrhausen
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96
51
56
Um den in letzter Zeit vielfach vorgekommenen Verwechslungen der Puppen von eoccinella septempunctata (Marienkäfer, Herrgotts- Kühchen) mit den Larven des Kolsradotäfers für die Zukunft zu begegnen, wird Folgendes zur Beachtung empfohlen:
1) Die Puppen des Marienkäfers find mittelst eines klebende» Stoffes auf den Äartoffelhlättern fest angeklebt und deshalb einer Orts- Veränderung unfähig. In Folge äußerer Reize bewegen sie sich zwar, bleiben aber an derselben Stelle haften.
Im Gegensatz hierzu sind die Koloradokäferlarven in ihrer Bewegung und Ortsveränderung durchaus nicht beschränkt. Sie kriechen, wenn auch langsam, auf dem Kartoffellaub umher und find dabei meist Mit Fresse» beschäftigt.
2) Die Puppen des Marienkäfers find durchschnittlich von gleicher Größe, während die Larve« bei Koloradokäfers in dieser Beziehung außerordentliche Verschiedenheiten aufweisen. Sie durchlaufen eße Stadien, wn der Größe eines StecknadelkopfeS bis zu der einer starke« Kaffeebohne.
3) Die Puppen deS Marienkäfers kontme« auf einer Kartoffel- paude meist nur in beschränkter Zahl (etwa 3 bis 5) vor, während ei« von Koli-radrkäferlarven besetzter Stock eine große Anzahl derselben, oft 30 bis 40 Stück, beherbergt. Diese fallen besonders bei hellem Wetter sehr in die Augen.
4) Die Pflanze», speciell Blätter, auf welchen sich Marienkäferpuppen vorfinden, sind fast ausnahmslos Mve, fehlt und rein, während bei Anwesenheit von Kytoradokafertarven, wenn diese erst die Größe eines Weizenkorns erreicht haben, die Blätter stark zerfressen und durch die massenhaft entlassenen schwarzen, flüssigen Exkremente sehr verun- reinißt sind. Ebenso sind auch die gewöhnlich am äußeren Äande i« die Blätter gefressenen Löcher schwarz gerändert, eine Erscheinung, die durch andere das Kartoßelblatt benagende Insekten nicht in dem Grade Hervorgrbracht wird.
5) Die Puppen der Marienkäfer finden sich an den verschiedenste»
Cultmpflanzen und Unkräutern, während die Koloradokäferlarve«, so lange überhaupt Kartoffellaub vorhanden ist, nur auf diesem schmarotzen.
6) Die Oberfläche der gelblichen mit schwarzen mehr oder weniger verschwommenen Abzeichen versehenen Puppen des Marienkäfers sind nicht glatt, sondern besonders am Hintertheil etwrS faltig und dabei ohne Glanz.
Die von ihrem Busschlöpse« aus dem Ei bis zur" vollen Reife alle Farben-Nuance«, von Blutroth (ganz jung) bis blaßgelb (ausgewachsen) durchlaufenden Larven des Koloradokäfers dagegen haben eine« glänzend schwarzen Kopf und HalSring. Sie tragen an jeder Längsseite des Körpers zwei Reihen deutlich begrenzter, schwarzer Punkte. Außerdem sind sie am ganzen Körper glatt und im nahezu asSgewach- senen Zustande fettglänzend.
Dieses letztere Merkmal ist untrüglich bei Unterscheidung der Larven des Marienkäfers von denen des Koloradokäfers. Die erstere« find nämlich dunkler, meist von grauer Grundfarbe mit gelben Flecken, faltig und vielfach mit kleinen Borsten versehe». Dabei haben sie eine schlanke, mehr langgestreckte Gestalt, unterscheiden sich also auch hierdurch von den birnförmigen Larven des Koloradokäfers.
Cassel den 12. August 1879.
Königliche Regierung, Abth. des Innern.
In neuerer Zeit haben deutsche Reisende an der Rumänischen Grenze deshalb mehrfach Anftände gesunden, weil sie nicht, wie dies zum Eimritt i» Rumänien erforderlich ist, mit Reisepässen, sondern nur mit Paßkarten versehen waren.
Die mit der Ertheilung von Auslandspässen beauftragten Behörden, sowie das betheiligte Publikum werden daher auf das Ersordrrniß von Pässen zu Reisen nach Rumänien aufmerksam gemacht.
Cassel den 17. August 1879.
Königliche Regierung, Abth. des Innern.