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Pimuer lit^rner.
ZKglsich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Mschemt täglich mit Ausnahme der Gsnri- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und SamstagS mit der Berliner ProvinzialCorrespondenz.
Mittwoch bett 27. August
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1879.
raum von l8/* Jahren fertig gestellt sein. Augenblicklich sind an jedem der 8 Forts durchschnittlich 400 Mann beschäftigt. Die Dampfziegelei, welche vom Staate errichtet worden, kann nicht genug Steine liefern, so daß noch andere Unternehmer zu Lieferungen haben herangezogen werden müssen, welchen, obschon ein bestimmtes Maß von Steinen vorgeschrieben ist, Steine jeder Art abgenommen werden. Die Arbeiten, so schreibt man aus Thorn, erinnern lebhaft an die Armirung einer Festung in unmittelbarer Nähe eines großen Feindes. Allerdings werden auch die russischerseits gegen die deutsche Grenze im Bau begriffenen Eisenbahnen ungeheuer gefördert. Aber dies entsetzt nicht dem deutschen Auge und gerade deshalb, um mit diesen russischen Bauten Schritt zu halten, werden die Festungsarbeiten so beschleunigt, daß sämmtliche neuen Forts mindestens zu derselben Zeit fertig werden, zu welcher die neuen russischen Bahnen in Betrieb gesetzt resp, dem Verkehr übergeben werden."
— Die Kreuzzeitung schreibt: „Entgegen andere« Meldungen, welche bereits den Termin für den Zusammentritt der Generalsynode auf den 10. Oktober ansctzeu, bemerken wir, daß der Tag für die @in» berufung noch nicht definitiv festgestellt ist. Allerdings steht zu erwarten, daß sie bald nach den Landtagsferien erfolgen wird. Die Dauer der Synodalsession wird auf etwa 14 Tage bis. 3 Wochen angenommen; doch ist noch nicht recht erkennbar, wie sich dieselbe ohne Schwierigkeit in die Zwischenzeit zwischen den Wahlen und der Landtags-Eröffnung wird einfügen lassen, falls die letztere schon, wie officiös berichtet wurde, auf den 23. Oktober anberaumt werden soll."
— Leipzig, 22. August. Am heutigen Tage haben die Herren Geh. Oberregierungsrath M^yer und Geh. Regierungsrath v. Mörner aus Berlin mit Oberbürgermeister Dr. Georg, die Georgen Halle besichtigt, für das Reichs-Justizomt übernommen und dabei hinsichtlich der für das Reichsgericht bestimmten Räume sowohl als auch bezüglich der Präsidentenwohnung ihre vollste Befriedigung ausgesprochen. (Leipz. Tgbl.)
— Auf dem am 25. August in Stuttgart eröffneten zwanzigsten Deutschen GenossenschaftStatze erstattete der Genossenschaftsanwalt Schulze-Delitzsch über die Entwickelung des Genossenschaftswesens im letzten Jahre eingehenden Bericht. Derselbe kvnstatirte die erfreulichen Fortschritte, die sowohl in Bezug auf die Zahl, wie in Bezug auf die Solidität der Genossenschaften sich ergeben hätten, betonte die sociale und nationale Bedeutung der Genossenschaften, und schloß seinen Vor- trag mit dem Wunsche, daß die Genossenschaften fortfahren möchten, zur wirthschaftlichen und sittlichen Hebung des Volkes und zur Förderung der Wohlfahrt des Vaterlandes beizutragen. Hierauf folgte die Berathung der Angelegenheit der Vorschußvereine. (Trib.)
— Ronneburg. Bisher war es bei den Fleischern Sitte, der Bratwmstjüllung etwas geriebene Semmel beizumischen, um, wie dem Publikum versichert wurde, die Schmeckhaftigkeit der Wurst zu erhöhen. Auch unsere Schlächtermeister huldigten diesem Gebrauch, werden sich aber in Zukunft desselben zu entwöhnen haben, da vor einigen Tagen die Gendarmerie bei einigen ihrer Zunftgenoffen mit Semmel versetzte Bratwürste konfiScirt und die Verkäufer wegen Lebensmittelfälschung zur Anzeige gebracht hat. Einer der hiesigen Schlächtermeister gibt in Folge dessen im Wochenblatte die Erklärung ab, daß von jetzt an keine Bratwürste mehr von ihm gemacht werden.
— Wien, L6. August. (K Z ) Augenblicklich wird mit Baron Haymerle, Botschafter in Rom, welcher in Wien angekommen ist, wegen Uebernahme des Portefeuilles des Auswärtigen verhandelt. Haymerle war, da alle anderen Candidaturen zur Zeit unausführbar und bekannt gewordene Männer aus verschiedenen Gründen, selbst wenn auch vertraulich ab'iehNten, nach Karolyi, als dritter österreichischer Delegirter beim Berliner Congretz der nächste, auf welchen officicl gegriffen wurde. Haymerle hegt zwar noch immer ernstliche Bedenken, doch hofft man Besitzung derselben. Haymerle, den wir zuerst am 11. Juni erwähnten, dürfte somit als voraussichtlicher Nachfolger Andraffy's zu betrachten sein. —^...................
— Tournai, 25. August. (R. u. St.-A.) Bei einem hier statt- gehabten Festbankett sprach Se. Majestät der König in Erwiederung auf einen Toast den Wunsch aus, daß die Parieispaltungen, welche gegenwärtig noch im Lande vorhanden seien, anläßlich des im Jahre 1880
Beftellangen
auf den „Hanauer Anzeiger" für den Monat September werden von allen Postanstalten sowie von der Expedition (Waisenhaus) entgegen genommen.
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— Se. Majestät der König haben Allergnadigst geruht: die Versetzung des Ober- und Corps AuditeurS MickeliS des XV. Armee-Corps in gleicher Eigenschaft zum EorpSgencht des XL Armee CorpS und des Ober- und Cor ps-Luditeurs Dr. Jvnqk des II. Armee CorpS in gleicher Eigenschaft zum CorpSgericht der XV. Armee Corps zu genehmigen.
— Der „R. u. St.-A." Nr. 199 enthält: Allgemeine Verfügung, betr. die Verwaltung der zum Ressort des Justiz-MinisterS gehörigen Gefängnisse und die Stellung der Beamten bei denselben, vom 14. August 1879.
— G. M. Fregatte „Niobe", 10 Geschütze, Kommandant Kapitän zur See von Kall, ankerte am 20. August cr. im Hafen von Christian- sand. — S. M. Glattdecks-Korvette „Luise", 8 Geschütze, Kommandant Korv.-Kapt. Schering, und S. M. Kanonenboot „Wolf", 4 Geschütze, Kommandant Korv.-Kapt. BeekS, sind am 1. Juli er., von Kobe kommend, in Dskohama eingetroffen.
— Wie wir hören, wird General Feldmarschall Freiherr v. Man- Muffel sich in besonderer Mission zum Kaiser Alexander nach Warschau begeben. Wie bekannt, ist der Genannte persona gratissima am russischen Hofe.
Nach der Nativnal-Zeitung wird General Feldmarschall Frhr. von Manteuffel begleitet sein von dem Oberst von Lettow vom 1. Garde- Regiment zu Fuß, von dem Major v. PeterSdmsf vom Kaiser Alexander Garde-Krenadier-Regiment, dem Rittmeister Zehrn. v. Waltzahn vom 6. Kürassier- Regiment und dem Hüupimarm Freiherrn von Manteuffel, Sohn und persönlicher Adjutant des FeldmarschaÜs. Die Deputation soll am 28. d. M., also am künftigen Donnerstag, in Warschau eintreffen.
Die Weser-Ztg. bemerkt hierzu:
Angesichts der destschseivdiichen Sprache der russische» fresse wird der Umstand, daß Fridwarschall Manteuffel sich in Bereitung einiger höherer Ossiziere nach Warschau begibt, um den Ende dieses Monats zu den Truppmrevuen dort ein treffen bett Kaiser von Rußland im Namen des Kaisers Wilhelm zu begrüßen, als Beweis betrachtet- daß die Beziehungen beider Höfe unverändert dieselben geblieben sind. gell)« marschall Manteuffel ist bekanntlich wiederholt mit diplomatischen Mis- fionen: bet aut gewesen.
Von der Magd. Ztg. wird die Entsendung der militärischen Be- tzrüßunzLdeputatio« an den Kaiser von Rußland als eint offene Kund- gebung deß Kaisers gegenüber den Gerüchten bezüglich der Spannung mit Rußland aufaefaßt.
Die Post schreibt: Die russische Preffe ist in ihrem Haß gegen das Deutschthum so weit gekommen, daß sie ehre Angriffe auf Institutionen der baltischen Provinzen richtet und dieselben des Paktirens mit Lismarö, des VaterlandSverraths beschuldigt. So -stellt die russische St. Petersburger Z. die freiwillige Feuerwehr, die sich in allen baltischen Städten gebildet hat, nicht nur als eine staatsgestrhrliche Institution hin, sondern auch als eine Brutstätte des BäterlauLsverraths, als Kadres der Aufrührer, welche auf Bismarcks Seite stehend, „im künftigm Kriege mit Deutschland" den vaterländischen Truppen in den Rücken fallen werden. Die deutsche Petersb. Ztg. bemerkt zu den Auslassungen der russischen PrterSb. Zig,, daß solchm Jnsinvatiönkn gegenüber kein anderes Gefühl denkbar sei, als das der Verachtungi
— Aus Anlaß der eigenthümlichen Wendung, welche neuerdings die „russisch-deutsche Freundschaft" nimmt, schreibt das Berl. Tagbl.: Daß wir auch alle Bewegungen an unserer Ostgrenze mit derselben Aufmerksamkeit verfolgen, wie die an der Westgrenze, mag den russischen Heißspornen die Thatsache beweisen, daß z. B. der Gau der Forts um Thorn mit einer zuerst nicht beabsichtigten Schnelligkeit vor sich geht. Ursprünglich war die Frist von 4 Jahren für den Bau in Aussicht genommen, nun aber solle« sämmtliche Forts schon in dem kurzen Zeit