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Erlich 9 M-rL M»I. 4 SB. 50 P. OkrttljährliS - Stark 25 Pf».
Mr auswärtige Nionuenten satt dem betreffen- tet Postausschlag. Wr einzelne Äuui-
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Z«gleich Amtliches OrgM für Kreis und Stadt Hanau.
'Wrscheint täglich mit Ausnahme her Ssnn« und Feiertage, mit belletristischer Beilage,' und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.
Hnsertk»«».
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Die livaltige Garniondzeile od, deren Raum
10 Psg.
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Die3spaltigeZeUe 30 Psg
M 197. Montag den 25. August
1879.
Amtliches.
Zrm Wchl-Cou misiar bei der bevorstehenden Abgeordnetem Wahl für din vierzehnten Wahlbezirl (Kreis Hanau) ist der Land:ath Freiherr von Schrötter zu Hanau bestellt worden.
Hanau am 23. August 1879.
Der Landrath.
BaabeA.
Es ist mit Rücksicht darauf, daß die diesjährigen Gebäudesteuer- Heberollkn nur die Beträge für die Zeit vom 1. April bis Ende De- yBiber d. J. enthalten, daß aber die auS der Gebäudesteuer-Revision stch ergebenden Beträge für die Zeit vrm 1. Januar bis Ende März k. J. noch nicht festgestellt sind, die Frage aufgeworfen, welche Gebäude« steuerbeträge in Anlaß der bevorstehenden Neuwahlen zum Hause der Abgeordneten bei Ausstellung der UrwählerlisteK in Ansatz zu bringen seien.
Seitens der oberen Behörden ist entschieden, daß es unzulässig sein würde, nur die auf s/4 Jahr berechnete Heberolle in Berücksichtigung zu ziehen, da hierbei der Eebäudesieuer den andern Steuern gegenüber nicht der entsprechende Einfluß auf die Classificnung der Urwähler eingeräumt werden würde.
Dagegen unterliegt unter der Voraussetzung, daß die aus der Ge< bäudesteuer Revisirn sich ergebenden, für das vierte Quartal des laufenden Etatjahres, also für Januar bis Ende März k. J. zu entrichtenden Beträge bis zur Ausstellung teP.JUÄstfcWcli^
den sollten, eS umsoweniger einem Bedenken wenn der in der dreiviertel- jährigen Heberolle auSgeworfenen Summe, der Betrog eines Quartals — demnach 1 s jener Summe — hinzugerechnet wird, als bei der geringen Veränderlichkeit der Gebäudtsteuersich hieraus mit wenigen und geringfügigen Abweichungen derjenige Betrag ergeben wird, welchen die betreffenden Hausbesitzer bisher an Jahressteuer thatsächlich entrichtet haben.
Die Herrn Bürgermeister hyben hiernach bei Aufstellung der Ur- Wählerlisten zu verfahren.
Hanau am 23. August 1879.
Dem Adam Weck esser aus Langenselbold, dermale» zu Hanau, ist die Gestaltung ertheilt worden, für sich und feine Familie den Familiennamen .„Fischer" führen zu dürfen.
Hanau am 22. August 1879.
Gefunden: Eine graue wollene Pferdedecke. Ein Quantum gesponnene weiße Wolle, in Wachstuch eingewickelt. Eine schwarze Manschette mit gelbem Knopf.
Hanau am 25. August 1879.
- ___________ Aus Königlichem LandrathSamt.
Der am 13. Mai 1868 gegen den Dtenpmann Wilhelm Ger- man n von Hanau erlassene Steckbrief wird erneuert.
Hanau, 21. August 1879.
Der Staatsanwalt
_______________ Schumann.____________ vt Lucas.
T a g e s s ch a
— Die KabinetSordre, durch welche Seine Majestät der Kaiser den Generalseldmarschall Grafen von Moltke anläßlich des 60jährigen Tienstjubiläums auSzeichnete, hat nach der N- Pr. Ztg. folgenden Wortlaut:
„Mein lieber General-Feldmarschall! Wenn Ich Ihnen bei der heutigen Feier Ihres 60jährigen Dienstjubiläums das anbei erfolgende Kreuz mit Stern des Ordens pour le mdrite verleihe, so wünsche Ich hierdurch zu bethätigen, daß es keine Anerkennung großer Thaten und militärischen Verdienstes geben kann, auf welche Sie nicht einen gerechten Anspruch erworben hätten. Sie werden den Stern mit dem Bilde Meines großen Vorfahren mit dem erhebenden Bewußtsein tragen, in Wahrheit für alle Zeiten zu Denjenigen zu gehören, die das Erbe des großen KönigS — den Kriegsruhm der preußischen Armee — treu behütet haben, und auf welche Sein Auge von oben sicherlich mit Wohl
gefallen gesehen hat. Meine zugleich beifolgende Reiterstatuette aber wöge Ihnen das Bild des Königs vergegenwärtigen, mit dem Sie die Schlachten von Königsgrätz, Gravelotte und Sedan schlugen, der Ihnen schon oft aus tiesinnerstem Herzen gedankt hat und der es auch heute mit dem Wunsche thut, daß Sie ihm, der Armee und dem Vaterlands noch recht lange erhalten bleiben mögen. Berlin, den 8. März 1875. Ihr stets dankbarer König
gez. Wilhelm."
— Der Reichskanzler Fürst Bismarck wird nach Beendigung seiner Kur in Gastein etwa gegen den 20. September in Berlin eintreffen, um an den Sitzungen des preußischen Staatsministeriums bezüglich der dem Landtage zu unterbreitenden Vorlagen theilzunehmen. Alsdann möchte sich der Reichskanzler zu einem längeren Urlaub entweder nach Varzin oder Friedrichsruhe begeben, und erst mit Beginn der Reichstags-Kampagne, Anfangs Februar, nach Berlin zurückkehren. (D. Mont.-Blatt)
— Die Abgeordneten Miguel und Rickert find in Berlin einge- troffen. Man wird die Veröffentlichung des vom Central- Comite der nationalliberalen Partei in AuSsicht gestellten Aufrufs also in den allernächsten Tagen erwarten können, da die Anwesenheit der gedachten Herren den Zweck hat, bei der endgiltigen Feststellung des Aufrufs, welche am heutigen Sonntag stattfinden soll, mitzuwirken. (D. Mont.-Bl.)
— Wien, 23. August. Der Ankunft des Fürsten von Montenegro wird bereits in den ersten Tagen des September entgegen gesehen. Der Fürst hat bei der von ihm hierher gerichteten Anfrage, ob fein Besuch genehm sei, betont, daß er als der erste der Fürsten, die durch die Neugestaltung der Dinge im Orient große Vortheile errungen, dem Kaiser für seine wohlwollende Unterstützung danken wolle und daß er auf eine weitere Befestigung der mit Oesterreich-Ungarn bestehenden freundschaftlichen Beziehungen hoffe. Die loyalen Gesinnungen des Fürsten haben hier volles Verständniß und freundschaftliches Entgegenkommen gefunden.
— Zürich, 21, August. Ludwig Vogel, der bekannte schweizerische Historienmaler, ist diese Nacht gestorben.
— Paris, 23. August. Nach weiteren Nachrichten ist der König von Spanien gestern Nachmittag in Arcachen eingetroffen und von dem spanischen Botschafter, Marquis de Molins, sowie den Spitzen der Civil« und Militärbehörden empfangen worden. Während der Reise trug der König den rechten Arm in einer Binde.
Spezialtelegramme des „Deutschen MontagS-Blatt."
— Wien, 24. August, 11 Uhr 40 Min. Aus Bukarest wird gemeldet: Gestern wurde auf den Minister Cogalniceanu geschossen. Einzelheiten über das Attentat sind bisher unbekannt. —- 1 Uhr 55 Min. Die hochoffiziöse „MontagSrevue" bestätigt den definitiven Rücktritt des Grafen Andiasfy und die Ablehnung Karolyis. Der Besuch Andrassy's bei Bismarck bezeichne den naturgemäßen Abschluß seiner ministeriellen Laufbahn. Der Besuch werde kein anderes Ergebniß haben, als die Ueberzeugung BismarckS, daß Andrasfy seinem Nachfolger das Freundschaftsverhältniß mit Deutschland als ein festes, von persönlichen Momenten unabhängiges Erbe zurückläßt. — 25. August, 9 Uhr 15 Min. Morgens. Verschiedene vertraulich hierhergelangte Berichte signalisiren auffallende militärische Maßregeln Rußlands an den Westgrenzen. In Russischpolen sollen ungewöhnliche Truppenanhäufungen stattfinden. (Hoffentlich sind das übertriebene Besorgnisse, wie überhaupt die deutsch- russischen Differenzen in WieN wohl ängstlicher erscheinen, als sie sind. D. R.) Eine definitive Lösung der Andrassykrifis ist schwerlich in den nächsten Tagen zu erwarten. Momentan ist die Kandidatur des österreichischen Botschafters in Berlin, des Grafen Emerich Szechenyi wieder stärker in den Vordergrund getreten.
— Petersburg, 25. August, 12 Uhr 40 Min. Der deutsche Botschafter, Gras Schweinitz, tritt am Donnerstag eine Urlaubsreife an. Der Legationsrath Stumm, besten Zurückkunst bevorsteht, ist mit der Vertretung beauftragt. — Zu den deutschen Kaisermanövern ist General Skobeleff als russischer Vertreter kommandirt.