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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
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tch mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.
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Donnerstag den 24. Juli
1879.
Amtliches.
Zur Anlage der Friedberg-Hanauer-Bahn ist in die Gemarkung Er.bstadt der Gelände-Erwerb von nachstehenden zum Gräflich Alt- Lein in gen- Weste r bürg'scheu Fideicommiß gehörenden Parzellen der Karte E. Nr. 60 und 62 ein Theil von 53 a 35 qm bezw. 30 a 95 qm im Seegrund (die 80 Morgen) erforderlich.
Nachdem die Königliche Direktion der Main-Weser-Bahn der Fest- siellung der für die vorbezeichneten Parzellen zu gewährenden Entschädigung beantragt und die Königliche Regierung zu Cassel in Verhinderung des Königlichen Landrathes den Unterzeichneten zum Commissar für die Führung der Verhandlungen behufs Feststellung der Entschädigungen nach Maßgabe der §§. 24 bis 28 des Enteignungs' Gesetzes vom 11. Juni 1874 bestellt hat, ist Termin zu diesen commisiarischen Verhandlungen aus Dienstag den 5. August d. I., Nachmittags 21/a Uhr, in die Wohnung des Bürgermeisters Schäfer in Erbstadt anberaumt und werden etwa noch vorhandene, noch nicht angemeldete Betheiligle, welche bei dem Entschädigungsverfahren ein Interesse zu haben vermeinen, hierdurch unter der Verwarnung vorgeladen, daß im Fall ihres Ausbleibens die Entschädigung ohne ihr Zuthun festgesteÜt und wegen AuFzahlung oder Hinterlegung derselben verfügt werden wird. -»-3^
Hanau am 22. Juli 1879.
.,„,.. / Der Kreissekretair^ Haab e. __________
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— Bad Gastein, 22. Juli, Abends. (K. Z.) Se. Maj. der Kaiser ist in offenem vierspännigem Extrapostwagen heute Abend 6 Uhr in bestem Wohlsein hier eingetroffen. Der Badeort war festlich geschmückt, am Eingänge desselben wie am Kaiserwege waren Ehrenpforten errichtet. Der Kaiser wurde bei seiner Ankunft von dem Prinzen August von Württemberg, dem Statthalter Grafen Thun, dem Botschafter Grafen Beust, dem Fürsten Rohan, dem Landeshauptmann Grafen Lamberg, dem LandeSfcrstmeister. Ulrici, dem Grafen Wilhelm Bis» arck und von den Ortsbei,ördest< emtzst Ehren des Kaisers, mpst Mhluu Blumenspenden bau Bon der gej mit lebhHftefl Hurrahrufen begrüß
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— Nach den Angaben des Hof« und Staatskalenders für das Jahr 1880 werden in Folge der Justizreorganisation vom 1. Oktober er. in den Ruhestand versetzt: die Vier-Präsidenten des Ober-Tribunals Dr. Grimm, Dr. v. Rohr und Dr. Wentzel und die Obertribunalsräthe Brunnemann, Bergmann, Dr. Sonnenschmidt, Göbel, Dr. Weißgerber, Reichensperger, Ebhardt, v. Tippelskirch, Lympius, v. Goldbeck, Dr. Eding, Stirner, Dr. Deul und Oppenheim; ferner sieben Appellations- gerichts-Präsidenten und zwar v. Kitzing in Köslin, v. Schrötter in Bromberg, Graf v. Rittberg in Glogau, Dr. Francke in Hannover, Zweigert in Arnsberg, Lautz in Wiesbaden und Dr. v. Beughem in
Ehrenbreitstein, und zwei Appellationsgerichts-Bicepräsidenten, und zwar v. Stockhaufen in Königsberg i. Pr. und Pratsch in Marienwerder.
— Die von den Brauereibesitzern zu führenden Steuerbücher, durch welche sie Tag und Stunde jeder von ihnen vorzunehmenden Einmaischung dem Steueramte anzeigen, sind, nach einem Erkenntniß des Ober-Tribunals, vom 26. Juni 1879, q!« öffentliche Urkunden zu betrachten, deren Verfälschung unter den §. 267 des Strafgesetzbuchs fällt.
M S. M. Aviso „Loreley", 2 Geschütze, Kommandant Kapitän- Lieutenant von Wietersheim, ist am 21. d. M. von Wilhelmshaven auf der Reife nach Konstantinopel in See gegangen. — S. M. Kanonenboot „Nautilus", 4 Geschütze, Kommandant Kapitän-Lieutenant Jeschke, ist am 17. d. M. in La Valetta (Malta) einstetroffen.
— Herr v. Möller, der bisherige Oberpräsident von Elsaß- ... Lothringen, tritt noch dem „Schw. Merk." mit der neuen Ordnung der Dinge im Reichslande gänzlich in den Ruhestand. Die preuß. Verwaltung verliert in ihm einen ihrer tüchtigsten und umsichtigsten Beamten.
— Bei der Neuwahl eines Reichstagsabgeordneten im 7. Han- noverschen Wahlkreise (Niemburg rc.) an Stelle des verstorbenen Dr’
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Assessoren sich
Mt geschmückt; die Damen brachtest ammterr Bevölkerung wurde der Kaiser ;t. - 23. Juli, Kaiser Wilhelm hat
Sinnier 170 eine Be- Juli, bete Abände- n Deutschlands.
Ä^Ä nmümstischen Arbeiterbil- ischen Druckschrift: „Frei- rn dieses Blattes, welche lgabe gelangen.
, so schreibt die „K. Z.", ichtsWwaltsordnung einen
Provinz und daß viele ,, ,,____,______ ._ _________,jeM -werden. Was von
Berlin, dürfte aber auch von anderen großen Städten gelten, so daß es schließlich an Richtern, obwohl deren Zahl sich anfangs verringert, fehlen Anwaltschaft
standen, wurde dort geltend gemacht, daß nach jener Freigabe die jetzt auf die Rich terlaufbahn Gewiesenen sich von dieser abwenden würden. Bekannt ist es ja auch, daß in neuester Zeit das preußische Justizmini- stermm ursprünglich der Freigabe der Anwaltschaft nicht eben geneigt war.
— Die Adresse Berliner Studirender ist, mit 1141 Unterschriften bedeckt, dem Staatsminister Vr. Falk überreicht worden. Sie ruht in einer Enveloppe von kornblumenblauem Saffian, die mit einem prachtvollen ornamentalen Rahmen im Barockstil decorirt ist.
Wichiringhausen (Partikularist) 5825 Stimmen erhielt; auf den Gegen- kandidäten Grossist Werstler (nat.'lib.) fielen 2210 Stimmen. Der
Erstere ist somit gewählt.
— Nach d?m ffagM. soll der Herzog von Braunschweig nicht unbedenklich erkrankt sein. Bei dem hohen Alter des Herzogs (73 Jahre) kchn Man sich wvhl auf alle, Eventualitäten gefaßt ntachen.
^- Würzburg, 21. Juli. Hier hat sich vor einigen Jahren eine freiwillig? SWitätskolonne gebildet, die nunmehr vollständig geschult ist und im Bedürfnißfalle dem Baterlande ihre Dienste fürSani- tätSzAck? Kw Mrfützüng stellen i» Das Unternehmen, namentlich
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lonne westntlich gefördert, verdient jedenfalls in weitesten Kreisen mung und Nachahmung. Die Mannschaft ist uniformirt mit i^lm artigen Kopfbedeckung und ausgerüstet mit Tornister und chutze, Beil, Feldflasche, Verbandtasche und dem nöthigen Ver-
- Der Tod Louis Favre's und der Gotthardtunnel. Der „Schw. schreibt: Der jähe Tod des Tunnelbauunternehmers Favre ist ein
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viele, welche das Gotthardunternehmen treffen. Kavm ist die Rekonstruktion desselben vollendet, so tritt dieses Unglück dazwischen. Dem großen Manne, der Alles daran setzte, den Gürtel des Gotthard zu sprengen und jenen Riesenwall niederzureißen, um die Zentralalpen der ' Schweiz für die Lokomotive zugänglich zu machen, sollte nicht mehr be- schieden sein, das große Werk selbst zu beendigen, dessen Endziel er vor Augen sah. Denn nur noch 1466 Meter fehlen im Richtstollen, und Favre hätte noch Bewältigung derselben der Welt verkünden können: meine Ausgabe habe ich zum größten Theil gelöst. Die Vorsehung wollte es anders. Der Hauptvertrag mit Hin. Favre sieht den Todesfall vor. Art. 12 bestimmt, daß, wenn der Unternehmer vor Vollendung des Tunnels mit Tod abgehen sollte, die Erben desselben in die ihm auS dem Vertrage erwachsenden Rechte und Pflichten eintreten. Dre Erben haben dann im Einverständnisse mit der Direktion der Gotthard-
oeiz für die Lokomotive