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Nr. 161.
Montag den 14. Juli
1879
Amtliches.
Die Herrn Bürgermeister der Gemeinden des Bücherthals werden aufgefordert, nach vorherigem Benehmen mit den Herrn Geistlichen alsbald diejenigen armen Personen hier namhaft zu machen, welchen eine Unterstützung aus der Schlingloff'schen Stiftung zugewendet werden kann.
Hmau am 11. Juli 1879.
Bürgermeister Römer zu Eckenheim ist als Ortstaxator verpflichtet worden. * 81 .M 1 iiß | ^j®"c’njnoü
Hanau am 11. Juli 1879.
Der Landrath.
T a g e s s ch « «.
— Berlin, 12. Juli. (Reichstag, 80. Sitzung.) Bei fortgesetzter dritter Lesung des Zolltarifs werden die Nummern 27 bis 38 unter unerheblicher Debatte mit einem unwesentlichen Amendement zur Position „Schiefer" nach den Beschlüssen zweiter Lesung genehmigt. Bei Nr. 39 (Vieh) beantragt Siaudy Erhöhung des Zolles für Schweine von 2,50 M. auf 4 M., für Spanferkel von 0,30 auf 0,60 M. Ferner Richter (Meißen) Erhöhung des Ochsenzolles von 20 auf 25 M. Bundescommissar Tiedemann erklärt sich gegen die Anträge. Dieselben werden abgelehnt. Der Rest des Tarifs wird mit einem Amendement
v. Mirbach (Festsetzung) eines Zolles von 300 M. für Spitzen, Tülle und Stickereien und eines Zolles von 450 M. für ltücher)
nach den Beschlössen zweiter Lesung angenom Ferner' werden Resolutionen angenommen: ein Verbot der Anfertigung von Streichhölz. auS weißem Phosphor anzuordnen und die gleichzeitige Einführung eines erhöhten Zolles in Erwägung zu ziehen; ferner: die Regierungen zu ersuchen, nach Ablauf des bestehenden Handelsvertrages mit Oesterreich- Ungarn die zollfreie Einfuhr von Rohleinen nicht mehr zuzugestehen. Es folgt die dritte Berathung des Zollgesetzes. Bei der SchlußaWim- mung ergibt sich: 217 Mitglieder für und 117 gegen die Vorlage, der Abstimmung enthalten sich 2 Abgeordnete. — Präsident v. S ydewitz erstattet Bericht über dieEeschäftsübersicht der abgelaufenen Legislaturperiode und hierauf wird durch den Hetrn Reichskanzler dem hohen Hause die allerhöchste Botschaft mitgetheilt, wMach der Reichstag mit dem 12. Juli zu schließen sei. Mit Erheben-von den Sitzen und-einem enthusiastischen dreimaligen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser,-König Wilhelm von Preußen, schlicht das HüM-seins AMtW A-r (Kr-Z)
— Es fiel allg-mein auf, daß;'nachdem die wesentlichenMbstsM mungen über ine TaÄstVorlüge gchetn vorüber wsiren, der Reichskanzler unter die Abgeyrs ' ‘ ~ *
schaftlich unter^ schied nahm.
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- O!,Ä« Wkd Mn.W: WMM> Provinzen macht vielfach Front g-gen die schroffe mentarischen Fraktipn- HGM^HesfiW?iM»Wers Haltung des Fürsten Bismarck gegen die Verdächtig Gegner RvthetdiM JeMfM^Wrd^'MM^dÄ j beipflichten, daß dem Fürsten die Interessen des 9 ßischen Staates ebenso am Herzen liegen wie D
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tag von Portkmouth in Woolwich eingetroffen. Nach einer an Bord der Jacht ab gehaltenen Messe wurde der Sarg mit der Leiche in feiet* lichem Zuge nach der Todtenkapelle gebracht, wo derselbe behufs Fest, stellung der Identität und Einbalsamirung der Leiche geöffnet wurde, unter Anwesenheit des Prinzen von Wales, der Herzöge von Cambridge, Connaught und Edinburg und des Kronprinzen von Schweden. Um 6 Uhr wurde der Sarg aus die Laffette einer Kanone gestellt und fetzte sich der Zug unter Geleit einer Abtheilung Artillerie nach Chifelhurst in Bewegung. — Die vereinigten Handelskammern reichten dem Generalpostmeister eine Vorstellung ein, worin derselbe gebeten wird, bei dem internationalen Telegraphencongresse für die Annahme der von Deutschland vorgeschlagenen Einführung eines einheitlichen Worttariss zu wirken.
— Petersburg, 12. Juli. (K. Z.) Ein heute veröffentlichter kaiserlicher Ukas vom 10. Juli hebt die Ukase vom 12. und 28. April 1877 auf, durch welche für die zum Militärbezirk von Odessa gehörenden Bezirke für das Gouvernement Beffarabien, für die Küstenbezirke der Gouvernements Cherson und Tannen so wie für die Halbinsel Krim angesichts des damaligen Krieges der Belagerungszustand erklärt worden war. Auch im Kaukasus wird der Belagerungszustand aufgehoben. Die Ukase vom 9. August 1878 und 5. April 1879, betreffend die Errichtung zeitweiliger Generalgouvernements, bleiben in Kraft.
— Konstantinopel, 11. Juli- (K. Z.) Der Sultan hat dem Fürsten Alexander von Bulgarien bei seinem Besuche mitgetheilt, daß sich in kürzester Frist ein besonderer Abgesandter nach Sofia bege- ben werde, um dem Fürsten demMvestitur-Berat zu überbringen.
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Spezialtelegramme des „Deutschen Montags-Blatt." — Rom, 13. Juli, 11 Uhr 15 Min. Vorm. Der Papst empfing eine eigenhändige Antwort des Kaisers Wilhelm auf sein Glückwunschschreiben zu dessen goldener Hochzeit. Der Kaiser betont darin den Wunsch, daß die schwebenden Verhandlungen mit Erfolg gekrönt und der Relionsfrieden in Deutschland bald hergestellt werde. ‘ Der Kardinal Hergenröther entwirft jetzt BetUrlUngsbefehle für den deutschen Klerus nach einem eventuellen Friedensschluß mit der preußischen Regierung.
-^ PüriLM3. Juli, 9 Uhr 12 Min. Marschall Mac Mahon wohnte der Messe iü der?- Madeleine - Kirche bei um für den gefallenen Prinzen zu betentst^ Mach umlaufenden Gerüchten sollen die Marschälle einen ProtestL an Präsident Grevy ritten wegen des Verbots des Kriegsministers Gresley, der ihn n nicht erlaubte, den Trauerfeierlichkeiten für den Prinzen Napoleon in Wflehurst beizuwohnen. — Man versichert, -LM-ikGbs-tzüngKiMS WniSMtLrs an der französischen Botschaft M:^a.^,iWa^eM^^ sei, weil derselbe trotz des ®er» ikeiten- in England beigewohnt habe.
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