Wsw*Hs^tW* @«6 $:
«UrkiS 9 M-r» Wwj. 4 ®. 50 L HkrrrWhrlich
»Älart 25 W i@S$ auswärtig« Ätoansstöi
«St dem Betreffen« ton Postaufichtaz. Mkeiuz-me Nnur- wer 10 Psg.
nit ii it i^r Ä tun am*
Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage And Samstag- mit der BerÜner Provinzial-Torrespondenj.
SRtfertiai* PrrI», Dir ijyalHgt «rrmoudjrtlr * leren W«l« 10 Pfg.
Dir «Weit 8*» 80 Wf.
w».8f)>aitie«aeai
•0 Wt
Nr. 130. Freitag den 6. Juni 1879.
NMches.
Bekanntmachung.
Dienstag den 2 9. Juli d. 38., ven 9 Uhr Vormittag- ab, sollen hierselbst ungefähr 90 Geftütpkerde, bestehend aus Mutterstuten (meistens bedeckt), 4jährigen Hengste» und Stuten und jüngeren Fohlen, Meistbietend gegen Baarzahlung vertäust werden.
Sämmtliche vierjährigen und älteren Pferde sind mehr oder weniger geritten. Die zu verkaufenden Pferde werden am 28. Juli von 7 bis 10 Uhr Morgen- geritten, sowie am 27. und 28. Juli von 3 bis 6 Uhr Nachmittag- auf Wunsch an der Hand gezeigt. Listen über die zum Verkauf kommenden Pferde werden am 23. Juli zum Versandt rc. fertig gestellt und auf Wunsch zugeschickt werden.
Für Personenbeförderung zu den bezüglichen Zügen von und zum Bahnhöfe wird am 27., 28. und 29. Juli gesorgt sein.
Trakehnen, den 15. Mai 1879.
Der Landstallmeister ______________________gez. von Dassel.______________________
Der am 24. April d. I veröffentlichte Jmpsplan für die Stadt Hanau ist in nachstehender Weise abgeändert worden:
7. Juni, 3—1/i4 Uhr, Revision der am 31. Mai geimpften 1878 geborenen Kinder; 3V>—5 Uhr Impfung der 1878 Geborenen.
11. „ 3-3'/, Uhr, Revisisn der am 4. Juni geimpften 1878er Kinder; 3'/,—5 Uhr Impfung der 1878 Geborenen.
14. „ 3-3'/, Uhr, Revision der am 7. Juni Geimpften; 3'/, —5 Uhr Impfung der 1878 Geborenen.
18. „ 3—3'/, Uhr, Revision der am 11. Juni Geimpften; 3'/,-5 Uhr Impfung der 1866 und retro Geborenen der Knabenschule I, der 1878 und der 1877 Geborenen und der Zugezogenen.
21. „ 3-3'/, Uhr, Revision der am 14. Juni Geimpften; 3'/,-5 Uhr Impfung der 1866 und retro Geborenen der Knabenschule II, der 1878 in Hanau und der auswärts geborenen Zugezogenen, sowie der 1877 u. retro Geborenen.
25. „ 3- 3'/, Uhr, Revision der am 18. Juni geimpften Re- stanten der Knabenschule I; 3'/,-5 Uhr, Impfung der 1867 Geborenen der Knabenschule I und der noch nicht geimpften zur Stadt gezogenen Kinder.
28. „ 3- 3'/, Uhr, Revision der am 21. Juni Geimpften; 3'/,-5 Uhr Impfung der 1867 Geborenen der Knabenschule II, der Zugezogenen und der 1877 und retro Geborenen.
2. Juli, 3-3'/, Uhr, Revision der am 25. Juni Geimpften; 3'/, - 5 Uhr Impfung der Zöglinge der Mädchenschule I und der 1877 und retro Geborenen, ohne Erfolg bereits Geimpften oder wegen Krankheit Entschuldigten.
5. „ 3—3'/, Uhr, Revision der am 28. Juni Geimpften; 3'/, - 5 Uhr Impfung der Zöglinge der Mädchenschule II, sowie der 1877 und retro Geborenen.
9. „ 3—3^2 Uhr, Revision der am 2. Juli Geimpften; 3'/,—5 Uhr Impfung der 1877 und retro Geborenen.
12 .„ 3—3'/, Uhr, Revision der am 5. Juli Geimpften; 3'/,—5 Uhr Impfung der 1877 und retro Geborenen.
16. „ 3—4 Uhr, Revision der am 9. Juli geimpften 1877 Geborenen.
19. „ 3-4 Uhr, Revision der am 12. Juli geimpften 1877 Geborenen. ,,
Hanau am 4. Juni 1879.
Der Landrath.
Rundschau.
R. F. Unsern verehrten Kaiser hat am Pfingstmontage leider wieder ein Unfall betroffen, ähnlich wie es bereits vor zwei Monaten der Fall war. Der in Schloß Babelsberg weilende Monarch glitt aus, fiel auf das r echte Knie und zog sich an der Kniescheibe eine Quetschung
mit Blutverlust zu. Durch eine entsprechende Pflege ist es indessen gelungen, der Fußanschwellung Einhalt zu thun und die Folgen des Unfalls dürsten in den nächsten Tagen wieder beseitigt sein. Bis zu der Feier der goldenen Hochzeit wird der Kaiser in Gemeinschaft mit der Kaiserin in Schloß Babelsberg bleiben und erst in nächster Woche sich nach Berlin begeben.
Zu den vielen Deputationen, welche das Kaiserpaar am 11. Juni alr am Tage seiner goldenen Hochzeitsfeier empfangen wird, gehören unter ausdrücklicher Genehmigung des Kaisers auch die Deputationen des Bundesraths und Reichstags.
Auch in München sind die umfassendsten Anstalten getroffen worden, den Tag der goldenen Hochzeit des deutschen Kaiserpaares würdig zu begehen. Es hat sich zu diesem Behufe ein Festcomitö gebildet und wurde von demselben beschlossen, eine allgemeine Beflaggung der Stadt zu veranlassen und unter Mitwirkung der Gesangvereine und Musikcorps ein großes Abendfest zu veranstalten. Der Clerus der Münchener Diärese soll sich der Feier gegenüber nach kirchlicher Seite hin ablehnend verhalten.
Ein preußisch-bayerischer Zwischenfall macht in politischen Kreisen nicht geringes Aufsehen. Die bayerische Regierung hat im Bundesrathe den Antrag eingebracht, daß kein souveräner deutscher Fürst in den Reichslanden Statthalter werden dürfe. Daß der Antrag erst in so später Stunde gestellt wurde, darüber sind verschiedene Muthmaßungen laut geworden, über welche ein endgültiges Urtheil zu fällen, heute noch nicht angebracht sein dürfte. Fürst Bismarck setzt alle Hebel in Bewegung, den bayerischen Antrag im Bundesrathe schleunigst zu Falle zu bringen, da die neue Verfassung und Verwaltung der Reichslande schon mit dem 1. Juli d. I. in Kraft treten soll. Man ist allgemein der Meinung, daß die Hansestädte mit Sachsen und Württemberg für den Antrag Bayerns stimmen werden.
Aus Wien wird der Tod des ehemaligen Ministers Dr. Giskra gemeldet. — Die zwischen Oesterreich-Ungarn und der Türkei abgeschlossene Convention betreffs Bosniens, der Herzegowina und Noviba- zar's ist nunmehr v-röffentlicht worden; es ist aber die Besetzung der in dieser Convention vorgesehenen Grenzpunkte des Novibazarer Sand- schals von Seiten der österreich-ungarischen Truppen noch nicht in unmittelbare Aussicht genommen.
Der Präsident der französischen Republik Jules Gr^vy hat den Fürsten Alexander von Bulgarien am 1. Juni im Echs^epalaste empfangen und fand am 3. Juni zu Ehren des Fürsten beim Minister des Auswärtigen ein größeres Diner statt, zu welchem auch die Mitglieder der deutschen Botschaft eingeladen waren. Der Fürst Alexander ist am Mittwoch nach London weitergereist. — Der Minister des Aeußeren, Waddington, hat der Budget-Commission über den Stand der auswärtigen Beziehungen Frankreichs eingehende Mittheilungen gemacht, welche hinsichtlich der griechischen Frage durchaus günstig und zufriedenstellend lauteten. — Der französische Handelsminister Tirard, welcher gegenwärtig die Fabrikstädte Lille und Roulaix besucht, hat in Lille, welche Stadt ein Hauptplatz der französischen Schutzzollpartei ist, anläßlich der Vertheilung der Ehrenpreise der dortigen Bezirksausstellung eine entschieden freihändlerische Ansprache gehalten, in welcher er insbesondere auch für die Errichtung und die Aufrechterhaltung von Handelsverträgen eintrat. Die Rede hat natürlich in Lille nicht geringes Aussehen verursacht.
Die russische Regierung geht gegen die Nihilisten immer energischer vor. So wird aus Kiew gemeldet, daß daselbst am 26. v. M. der Urtheilsspruch, welcher über die Nihilisten Ludwig Brandtner, der ein preußischer Staatsangehöriger ist, den Edelmann Valerian Ossinsky, den Unbekannten, welcher sich Antonoff nannte, und Sophie von Herzfeld gefällt war, vollzogen worden ist, und zwar wurden die drei erst Genannten mittelst des Stranges hingerichtet und die Todesstrafe gegen Sophie Herzfeld in Zwangsarbeitsstrafe von unbestimmter Dauer um- gewaudelt. — Die vor einiger Zeit erkrankte Großfürstin Maria Paw« lowna von Rußland befindet sich auf dem Wege der Besserung.
Die Schweizer Bundesversammlung ist mit Ansprachen der beiden