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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- uud Feiertage, mit belletristischer Beilage- und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.
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Donnerstag den 5. Juni
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Von heute ab bis zur Beendigung der Messe ist das Befahren der Fahrgasse und Hammergesse zwischen der Langstraße und dem Pa« rodeplatz, der Stetngaffe zwischen der Steinheimersttüße und dem Paradeplatz, ferner der Straßen auf der Süd- und Westseite des Parade- platzes bei 1 Mark ®trafe*w^f^B«5y^<
Hanau am 5. Juni 1879.
Bürgermeister F r ö b e zu Fechenheim ist als Ortstaxator vereidigt worden.
^^qu am 31. Mai 1879.
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-— r er Sergeant Krüger vom 1. Gros herzoglich Hessiscken Dra- r gonex- Regiment (Garde-Dragoner-Regiment) Nr. 23 ist vom 1. d. M. ab W Hülfsschutzmann bei der hiesigen Königlichen Polizei-Berwaltung angenommen worden.
Hanau am 5. Juni 1879.
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Gesunden: Ein Portemonnaie mit Geld. Ein schwarzer Knabenhut. Ein goldener Ring mit gelbem Stein. Ein Dokument, Klag- sachen betreffend. - ' y
Zugelaufen: Ein großer schwarzer Hund mit 4 weißen Pfoten. Entlaufen: Ein junger Glattpinscher w. Geschl.
Hanau am 4. Juni 1879.
Aus Königlichem LandrathSamt.
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— Berlin, 4. Juni. Beide Kaiserliche Majestäten wohnten am zweiten Psinßstsiiertage dem Gottesdienste in der FriedenSkirche zu Potsdam bei. An beiden Feiertagen sanden kleinere Diners auf Schloß Babelsberg statt.
— Ueb er den Anlaß zu hm Unfall, welchen Se. Majestät den Kaiser am 2. Juni Nachmittags auf Schloß Babelsberg betroffeff, erfährt die „Post" Folgendes: Der Kaiser sah zum Fenster hinaus, als Jemand zur Thür des Zimmers ein trat. Se. Majestät wollte sich schnell uwwenden um zu sehen, wer es sei, und glitt hierbei aus. Die Anschwellung ist nicht bedeutend und ist das Allgemeinbefinden ein so gutes, daß der Kaiser Lbie kleinen Beschwerden des Falles wohl bald überwunden haben wird.
— Die andauernd ungünstigen Nachrichten über das Befinden JH- s rer Kaiserlichen Hoheit der Großfürstin Wladimir haben Se. Majestät den Kaiser Alexander von Rußland veranlaßt, Seinen Besuch zum 11. Juni in Berlin aufzugeben, und hat Aller höchstderselbe heute teiegra phisch Sr Majestät dem Kaiser und Könige Sein größtes Bedauern
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— B erlin, 3. Juni. Von den aus dem Reichsjustizamt an den Reichstag gelangten Vorlogen werden voraussichtlich nur jene über die Gebührenordnung der Rechtsanwälte und über das Faustpfands cht irrste Erledigung kommen. Die Lo-bloe-Annahme der Gebührenordnung für Rechtsanwälte ist mehr als zwenelhatt, da die Regierung, und zwar veranlaßt dmch den preußischen Justizminister, ernste Bedenken gegen die von der Reichstagscommission angenommene Bestimmung erhebt, nach welcher dem Rechtsanwalte zustehen soll, außerhalb des Vertrages ein Extrahonorar, jedoch ohne rechtlichen Anspruch aus ein solches, zu erheben. Dieser Punkt wird also zu sehr umfassenden Debatten führen. — Die von deutschen Industriellen für die Ausstellung in Sydney bestimmten Gegenstände werden mit dem Tawpftr der Oriental-Steam- Navigation-Compagny „Garonne" am 16. Juni London verlassen und ohne Aufenthalt in 45 Tagen nach dem Orte ihrer Bestimmung gefördert werden. Die Regierung, hat der Speditionsfirma Rosenberg-- öwe «. Co. in London die Ausführung übertragen. (Köln. Zig.)
— Die „Post" schreibt: „Nach der Kreuz-Zeitung brachten wir ' kürzlich eine Notiz darüber, daß das kriegsgerichtliche Erkenntniß in r Sachen des Untergangs des Großen Kurfürsten von Sr. Maj. dem l Kaiser nicht bestätigt sei, weil dasselbe freisprechend oder zu milde aus-
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gefallen wäre. Nach näheren Erkundigungen erfahren wir indessen, daß nicht diese Ansicht für die Nichtbestätigung maßgebend gewesen, daß vielmehr einige gesetzliche Bestimmungen unrichtig angewandt worden sind, so daß eine Bestätigung des im übrigen sehr gerechten Urtheils nicht erfolgen konnte."
— Ueber die Schiffsbewegung der deutschen Marine in der zweiten Hälfte des Mai ist zu melden: Kanonenboot Albatros befand sich in Auckland, Ariadne auf den Tonga-Inseln, Bismarck auf See nach ®pia, Komet in Konstantinopel, Cyklop in Chefu, Freya in Hongkong, Hansa aus der Reise nach Valparaiso, Luise und Leipzig auf der Fahrt nach Hongkong, Nymphe in Norfolk, Wolf auf See nach den Anamiti- schen Inseln, Prinz Adalbert in Iokohama. In Bezug auf das Uebungs Geschwader wird amtlich bekannt gemacht, daß dasselbe aus dem „Friedrich Karl", „Kronprinz", „Frn drich der Große", „Preußen" und dem Avis» schiff „Gazelle" bestehen und unter dem Commando des Contre Admirals Kinoerling in Kiel formirt werden soll. Das Kanonenboot Nautilus ist in Kiel am 30. endgültig in Dienst gestellt worden.
— Rücksichtlich der Frage, ob den ernannten Staatsverwaltungsbeamten für die Wahrnehmung der Funktion als Beisitzer des Ausschusses für die Auswahl der Schöffen und Geschworenen Diäten und Rerseüsten aus Staatsfonds zu zahlen seien, hat der Minister des Innern in einem Cirlularerlaß vom 22. v Mts. die Ansicht ausgesprochen, daß die be üglichen Geschäfte in der Regel ohne solche Kosten abgewjckelt weiden können. Denn da der fungirende Beamte mit den Verhältnissen des betreffenden Bezirks, innerhalb dessen er als Beisitzer von Ausschüssen für die Auswahl der Schöffen und Geschworenen bestellt werde, ganz vertraut sein solle, so erscheine es geboten, für jeden solchen Bezirk möglichst enge Grenzen zu ziehen und nicht ohne Noth einen und denselben Staatsbeamten zum Beisitzer für mehrere Ausschüsse — deren je einer für je-en Amtsgerichtsbezirk zu bilden sei, §. 40 des Gerichtsverfassungsgesetzes v- m 27. Januar 1877 — zu bestellen. Nur insofern diese Regel sich nicht einhalten lasse und die bezüglichen Kosten auch nicht aus dem Dienstunkosten- Aoersum des fungirenden Staatsverwal- tungsbeamten bestritten werden müßten, werde die Uebernahme dieser Kosten auf die Staatskasse erfolgen können: es seien indessen derartige Fälle thunlichst zu vermeiden.
— Die Protekterstellung, welche das deutsche Reich, wie die mit dem Fürsten der Tonga- und Samoa Inseln abgeschlossenen Verträge beweisen, auf den Sriösee-Inseln anstrebt, hat nach dem „Berl. Tgbl." eine stärkere Vertretung der deutschen Kriegsflagge in jenen Gewässern als nothwendig erscheinen lassen. Nachdem das Kanonenboot „Alba- ttoß" in Nuffland Station genommen hat, war die deutsche Kriegsmarine in der Südsee nur durch die Korvette „Ariadne" vertreten, we che nach den letzten Nachrichten in dem Hafen von Nuvualosa (Tonga-Inseln) stationirte. Neuerdings hat auch die Korvette „Bis- wmck", welche sich Anfangs Kürz an der brasilianischen Küste befand, Befehl erhalten, sich nach der Südsee zu begehen und den Hafen von Apia, die künftige deutsche Marinestation aus den Samoa-Juseln, anzu- lausen.
— Braunschweig, 3. Juni. (R.- u. St.-A.) Die 23. Allgemeine Teutsche Lehrerversammlung wurde heute Vormittag gegen 97» Ute in der früheren Egidienkirche mit Harmoniumspiel und dem Gesänge
Eeist .kehr bei uns ein" eröffnet. Der Ober-Bürgermeister Pockels und der Schulrath Dr. Schaarschmidt (Braunschweig) begrüßten die von ca. 10C0 Lehrern wnd Lehrerinnen aus allen Theilen Deutschlands und Oesterreichs besuchte Versammlung im Namen der städtischen und Echulbchörden Braunschweigs. Der Schulrath Theodor Hoffmann (Hamburg), Schulrath Dr. Schaarschmidt (Braunschweig) und Lehrer Mörle ^Gera) wurden in das Präsidium gewählt. Den ersten Vortrag hielt der Seminar-Direktor Credner (Bremen) über die Frage: „Wie kann die Schule zur Hebung der Sittlichkeit und der sozialen Wohlfahrt beitragen?"
— Braunschweig, 3. Juni. Die Lehrerversammlung genehmigte heute einstimmig eine Anzahl Thesen, in welchen den Lehrern empfohlen wird, zur Besserung der sozialen Mißstände das religiöse Be-