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Wie mirs durch alle Fasern Wie neues Leben rinnt." ;<i^

so fürchten wir, daß die Menschheit doch dagegen protestiren würde, alssaserich" LezeichnetzM tvMM«»^»M .,!M ^hIaL^i i

Räthsel recht hübsch, kommt nächstens. Frdl. Gruß^^M |

Auflösung des Räthsels?!,» vorigen Spaziergang. Windhund.

Hanan, 31. Mai l^

(Impfung.) Den 3. Juni, Nachmittags 2 Uhr: Revision in HüttengesÜß und Nachmittags 4 Uhr: in Neuwiedrrmus.

Wir machen nochmals auf die vom Philharmonischen Verein während der Pausen des morgen frühe auf dem JvhanniSkirchthurme statthabenden Festgeläutes auszusuhrinden, der Feier des Tages an­gemessenen Musikvorträge aufmerksam; ebenso versäumen wir nicht Lieb­habern des Männercesanges wiederholt den Besuch des morgen Abend in derCentralhalle" stattfindenden Concertes des Christ'schen Männer quartetts zu empfehlen.

Während der Pfingstfeiertage ist für Liebhaber im Saale des Gasthauseszur Maiulust" in Kesfelstadt ein in Zink getriebener Blu- m en tisch, meisterhaft ausgeführtes sehenswerthes Werk, zur Besichtigung ausgestellt. Derselbe wurde von zwei Goldarbeitern in Kesselstadt an­gefertigt.

Versteigerungs- und Verpachtungs- rc. Kalender für Dienstag den 3. Juni.

Nachmittags 1 Uhr kommen im Hailer Gemeindewald, Distrikt Reiferzerhecke 12 Eichen-Nutzholz.Abschnitte mit 21,98 fm zum Verkauf (s. Nr. 125Han. Anz."). Nachm. 2 Uhr sollen an hiesiger Ge- richlssteve gegen Baarzahlung je ein Kinderwagen, Küchenschrank und Wanduhr verkauft werden.

Wohin gehen wir die Feiertage? Vergnügungs-Anzeiger für Hanau und Umgegend.

Bezüglich des Vergnügungsanzeigers verweisen wir auf den In« seratentheil (Seite 732) unseres heutigen Blattes.

(Sehenswürdigkeiten.)Museum der Wetterauischen Gesellschaft" Altstädter Schloß, eine Stiege hoch: Geöffnet Sonntags von Vormittags 11 bis Nachm. 1 Uhr.

Iossa, 29. Mai. Gestern Abend gegen 8 Uhr erschoß der in Eterbsritz stationiite Förster Weisel einen berüchtigten Wilddieb aus dem nahen Mottgers. Der Wilderer, welcher auf die Aufforderung zur Abgabe der Waffe, letztere auf den Förster anlegte, blieb sofort todt am Platze. (C. Tpst.)

Cassel, 28. Mai. Seit gestern ist auf sämmtlichen Strecken der Frankfurt'Bebraer Bahn (Frankfurt-Bebra-Göttingen und Münden- Halle) die Bestimmungen in Kraft geirrten, daß die Retourbillete auch für die Schnellzüge ohne Lösung eines Zusatzbillets Gültigkeit haben.

M ar bürg, 29. Mai. Die Theünrhmer an der Feier der Einweihung des neuen Universitätsgebäudes begaben sich heute in geord­netem festlichen Zuge durch die Stadt nach dem Universitätsgebäude, welches der Kultus-Minister Dr. Falk, unter Ueberreichung der Schlüssel, dem Rektor Professor Mannkepf feierlich übergab; bei der Enthüllung des Bildnisses Sr. Majestät des Kaisers und Königs wurde ein Hoch ausgebracht, in welches alle Versammelten enthusiastisch einstimmten.

Mar bürg, 30. Mai. Auf zu erkennen gegebenen Wunsch wurde vom Herrn Kultusminister Dr. Falk gestern früh auch einer De­putation der Lehrer unserer städtischen Schulen eine Audienz gestattet; welcher der Herr Schulinspicient Pfarrer Bernhard beiwohnte. Wie wir vernehmen hat der Herr Minister die Deputation sehr freundlich empfangen und mit der Versicherung der wohlwollendsten Gesinnungen für den Lehrerfiand entlassen. (M. T.)

Fulda, 30. Mai. Gistern wurde ganz unerwartet unserer Stadt die hohe Ehre zu Theil, von unserem Kronprinzen besucht z« werden. Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit trafen auf der Rück­reise von Kessingen noch Berlin mit dem Schnellzuge um 2so Nachmittags dahier ein und begaben sich alsbald in die Domkirche. Da keinerlei Anmeldung des hohen Besuches stattgefunden hatte, auch der dienstlich verhinderte Küster nicht gleich zur Stelle war, so fehlte es anfangs an entart seither Führung, bis der von der Ankunft Sr. Kaiser!. Hoheit in Kenntniß gesetzte Herr BiSthnmsverWeser Hahne ein- traf. Inzwischen Hallen Ee. Kaiser!. Hoheit den Dom bereits verlassen und sich in die alte St. Michaels kirche begeben. Bei der Begegnung des Kronprinzen und geistlichen Würdenträgers erinnerte Se. Kaiser!. Hoheit, daß tt mit diesem Besuche sein im vorigen Jahre zu Wilhelms- Höhe gegebenes Versprechen erfüllen wolle, bei gegebener Gelegenheit nach Fulda zu kommen, um die Denkwürdigkeiten in Augenschein zu nehmen, wovon ihm sein Onkel Prinz Karl schon erzählt habe. Bei der Besichtigung dieser Kirche in ihren verschiedenen Theilen, namentlich der Krypta documentirte sich die gediegene Kenntniß antiker Kunst

seitens des Kronprinzen, ebenso auch in der Landesbibliothek, woselbst Se. Kaiser!. Hoheit sich besonders bei den Büchern des heil. Boni« facius und dem kleinen mittelalterlichen, reich mit Initialen und Orna­menten versthetteN Gebetbüchlein aufhielt. Von da wurde der Dom von Neuem in Augenschein genommen. Die Statue Karls des Großen, der runde Stein unter der Kuppel, namentlich aber die Statue des hl. Sturmius fanden besondere Ausmeiksamkeit. Der Dom schätz, die Pa- ramenten, insbesondere aber die Sammlung kirchlicher Antiquitäten des Herrn Bilthumsverwesers erregten Sr. Kaiser l. Höhnt besonderes Wohlgefallen. Bei dem Ausgange aus dem Dome hielt der Wagen, der die hohen Gäste nach dem Platze des Kriegerdenkmals und von da nach dem Frauenberge führte, um die schöne Aussicht nach der Rhön und in das g oße Fuldathal zu genießen, worüber Se. Kaiser!. Hoheit sichtlich erfreut war. Von da fuhr der Kronprinz unter den enthusia« stischsten Zurufen der inzwischen sich angesammelten Menge durch die Friedrichsstraße bis an die Wohnung des Herrn Bisthumsverwesers, der sich dem nach dem Bahnhof zurückkehrenden KrmPrinzen unter der herzlichsten Danksagung für die der Stadt Fulda erwiesene hohe Ehre em- empfahl, wäkrend Se. Kaiserliche Hoheit mit dem 6 Uhr 34 Min. Nachm. abgehenden Zuge seine Reise sortsetzte. Fuld. Krbl.

Fulda, 80. Mai. Gestern Vormittag beschädigte sich der Postillon des Hilders Fuldaer Postwagens bei der Fahrt nach hier in Folge deS Scheuwerdens der Pferde dermaßen am Bein, daß Soldaten, die sich zu Uebungen in der Nähe befanden, die Führung des Wagens übernehmen mußten.

DieHess. Mgzig. schreikt: Mit Rücksicht auf die zahlreichen Anfragen über die Natur der durch die neue Gerichtsorganisation ein­tretenden Zurverfügungstellung mihrerer Beamten theilen wir zur Auf­klärung folgende Bestimmungen aus dem Ausführrngsgesetz (zum deut­schen Verfaffuncsgesctz) vom 24. April 1878 mit:

§. 99. Mitglieder des Obertribunols und der Staatsanwaltschaft bei demselben, Präsidenten der Appevationsgellchte, der Generalproku­rator und der Kron-Oberanwalt werden, sofern sie nicht anderweit an* gestellt werden, in den Ruhestand versetzt. Die übrigen Richter und StaatS ar walte bleiben, sofern sie nicht anderweit augestellt oder in den Ruhestand versetzt werden, während eines Zeitraumes von drei Jahren zur Verfügung des Justizministers, und werden auf einem besonderen Etat geführt. Diejenigen, welche während des dreijährigen Zeit­raums eine etatSmäßige Anstellung nicht erhalten, treten nach Ablauf desselben in den Ruhestand.

§ 100. Die zur Verfügung des Justizministers verbleibenden Richter und Staatsanwälte haben sich nach der Anordnung beffelbm der zeitweiligen Wahrnehmung solcher Aemter zu unterziehen, zu deren dauernder Uebernahme sie verpflichtet sein würden. Erfolgt die Be­schäftigung außerhalb des Orts ihrer letzten Anstellung, so erhalten dieselben hie gesetzmäßigen Tagegelder und Reisekosten. Beamte, welche das 65. LeienSjahr erreicht haben, sollen ohne ihren Willen außerhalb des Orts ihrer leiten Anstellung nicht beschäftigt werden.

Waaren Proben, welche 20 cm in der Länge, 10 cm in der Breite und 5 cm in der Dicke in irgend einer Richtung überschreiten, werden, wie wir vernehmen, seit dem 1. April von der Post nicht mehr befördert. Es kommt nun aber vor, daß derartige Sendungen von den Aufgebern in die Briefkasten gelegt und wenn sie dort vorgesunden wer­den, den Absendern nicht wieder zugestellt werden können, weil jene sich auf den Aulschriften nicht genannt haben und auch sonst nicht bekannt sind. In Fällen dieser Art werden die Sendungen einige Monate bei der Ober-Postdirektion des Äufgabebezirks aLfbewahrt, und, wenn der Absender sich bis dahin nicht gemeldet hat, vernichtet. Es wird sich daher empfehlen, daß Absender größerer Probenpackete, welche in der be­zeichneten Weise eingeliesert worden sind und von deren richtiger Zu- stellung an die Empfänger Nachricht noch nicht vorliegt, sich der erfolg­ten Beförderung besonders versichern und nach Umständen zu näheren Ermittelungen an die betreffende Ober-Postdirektion wenden.

Aus der Umgegmd.

Der FrankfurterGeneral-Anzeiger" schreibt unterm 30. Mai aus Frankfurt a. M.: Die Deputation, welche Sr. Majestät dem dkulschen Kaiser anläßlich feines goldenen Hochzeiisfestes die Glück- wunfch-Adrtsse hiesiger Stadt und deren ehemaligen Landgemeinden überreichen wird, besteht aus den Herren Oberbürgermeister Dr. Mumm v. Schwarzenstein für den Magistrat, Dr. Humser, 'Vicepräsident der Stadtverordneten-Versammlung, und für die Landgemeinden Herrn Schultheiß Winterstein in Niederrad. Die in Paris angesertigten, zur Ausschmt ckung der Fontaine auf dem Käisetplatz bestimmten Kan­delaber werden die nächste Woche ausgestellt und am 11. Juni zum erstenmal den Kaiserplatz erleuchten. An den Frankfurter Schulen wirkt ein ganz stattliches Heer von Lehrern und Lehrerinnen, es sind deren nicht weniger als 475 thätig, worunter sich 78 Lehrerinnen be­finden (hiervon entfallen 62, darunter 12 Lehrerinnen allein auf israe­litische Schulen.) Die Schulen bringen an Schulgeld ein 699,830 M., die Unterhaltungskosten incl. Gehalte betragen 1,463,096 M., so daß