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wird vorläufig nur beurlaubt; er verbleibt als Corvetten-Capitän im Admiralstabe. (Trib.)

— Meiningen, 25. Mai. (Eisen. Ztg.) Der Landtag hat den Einnahme-Etat bis auf die noch vorbehaltene Feststellung der direkten Steuern und des WgabeNgesetzes angenommen. In der vorhergegange­nen Generaldebatte wurden besonders die proponirten Besoldungser- höhungen, auch soweit solche der Finanzausschuß beantragt, bekämpft und gegen Zuschüsse zur Universität Jena und zum Technikum in Hild- burghausen gesprochen. Der Staats'-Minister Giseke suchte da-zulegen, daß die Finanzlage nicht ungünstiger als in früheren Jahren sei.

— Baden-Baden, 29. Mai. Se. Kaiserliche Hoheit der Groß­fürst Michael von Rußland ist mit seiner Gemahlin heute Mittag zu längerem Badeaufenthale hier eingetroffen.

— Nürnberg. Die „Abdztg." ist in der Lage, über den Stand der Gantmasse des Grafen Pappenheim nachstehende Einzelheiten anzu- geben. Das Guthaben des Stammgutes beträgt 835,618 M., die Forderungen der übrigen Gläubiger belaufen sich auf 500—525,000 M. Das Gut gewährte eine reine Rente von 21,000 M. Die Gant wurde auf Antrag der Gläubiger eröffnet, nachdem der Graf nicht mehr als 10 Prozent bieten wollte.

— Bern, 29. Mai. (Köln. Ztg) Die Meldung des Golos, nicht Rußland, sondern Deutschland habe von der Schweiz die Auf­hebung des Asylrechts verlangt, ist vollständig unbegründet.

— Rom, 24. Mai. Die Staatskatholiken, um sie so zu nennen, d. h. die Katholiken, welche das Königreich Italien so weit anerkennen, daß sie sich unter allen Umständen an den Wahlen betheiligen, gründen ein Parteiorgan; Redakteur desselben wird der bisherige Hauptredakteur des Osserva'.ore Romano.

— Rom, 28. Mai. Nach hier eingegangenen Nachrichten ist der Aetna im Ausbruch begriffen. In Mefsina und Reggio sollen Stein - regen stattgefunden haben. In Reggio war gestern ein Erdbeben. — 28. Mai, Abends. Am Westabhange des Aetna haben sich neue Krater gebildet, mit vehementem Auswurf von Lava. Die umliegenden Ort­schaften sind bedroht; die Bevölkerung flüchtet. — Auch aus Ungarn wird eine vulkanische Erscheinung gemeldet: Einer der entlang des Plattensees in der Richtung vonNoröost gegen Südwest liegenden Berg- kegel, der Csobancz, hat schwach zu rauchen begonnen. Von mehreren dieser Kegel, wie dem Csobancz, Tatika, Szent-György. heißt es, sie seien erloschene Vulkane; doch ist nicht bekannt, daß in historischen Zei­ten ein Ausbruch derselben stattgefunden hätte. (R. u. St.-A.)

— London, 27. Mai. Dr. Andrew D. White, der neu er­nannte Gesandte der Bereinigten Staaten beim Deutschen Reiche, kam gestern Abend in London an.

— London, 29. Mai. (Köln. Ztg) Acht Compagnieen Wa­rme Infanterie und zwei Compagnieen Marine-Artillerie, im ganzen 1130 Mann, haben Befehl erhalten, sich nach dem Cap einzuschiffen. — Der Kronprinz von Dänemark ist gestern nach Deutschland abgereist.

— Die britische Panzerfregatte „Triumph" ging am 25. d. Mts. von San Francisco nach Valparaiso ab, um die Operationen der Krieg­führenden in dem Kriege zwischen Chile und Bolivia zu überwachen nnd die Interessen britischer Unterthanen zu schützen.

— New- Dort, 28. Mai. Der Dampfer „France" von der National-Dampsschiffs-Compagnie (C. Messing'iche Linie) ist hier einge- «tchWachrvrsW siiswg «d gLiSchiM »d siM gnutziT (.65) nsshthe •

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— (Impfung.) Den 31. Mai, Nachmittags von 3—4 Uhr: Re vison der Zöglinge der Knabenbürgerschule II von G— Z^ — Nachmittags von 4-5 Uhr: Impfung der im Jahre 1878 ge­borenen Kinder (nicht wie ursprünglich festgestellt war der in 1867 geb. Zöglinge der Mädchenschule I).

— Fulda, 29. Mai. Seine k. k. Hoheit der Kronprinz des Deutschen Reiches kam heute Nachmittag um 2 Uhr 50 Minuten von Kissingen hier an, stieg aus, nahm einige Sehenswürdigkeiten unserer Stadt in Augenschein und wird heute Abend seine Reise nach Berlin fmtfttzomaona nsmmiiT 88 nsgzg 871 rim sämm noitffoP W^B.)

— Die Theilstrccke Leinefelde-Eschwege der Berlin-Koblenzer Bahn WO, nach der „H. M.", am 15. Oktober d. I. dem Betrieb überge- WMytl 001 . . . naroonlitinchT »da »goT schilnyö dn« nsünvü

— Marburg, 29. Mai. Von den zur Feier eingcladenen aus­wärtigen Ehrengästen sind —soweit wir bis jetzt zu erfahren vermochten —^ eingetroffen: 1) Se. Excellenz Herr Cultusminister Dr Falk von Berlin. 2) Hr. Geh. Oberregierungsrath Dr. Göppert von Berlin. 3) Hr. Professor Vr, vonuSybel von Berlin. u 4) Hr. Oberpräsident Frei­herr von Ende von Cassel. 5) Hr. Bicepräsident von Brauchitsch von Cassel. 6) Hr. Consistorialpräsident Schmidt von Cassel. 7) Hr. Ap. Pellationsgerichts-Präsident Mager von Cassel. 8) Hr. Provinzialschul- rath Kretschel von Cassel. 9) Herr Regierungsbaurath Aßmann von Cassel. 10) Hr. Oberoorstcher v. Schutzbar-Milchling von Cassel. 11) Hr. Gymnastaldirektor Dr. Vogt von Cassel. 12) Hr. Gymnasialdirek-

tor Dr. Fürstenau von Hanau. 13) Hr. Gymnastaldirektor Dr. Duden von HerSfeld. 14) Hr. Gymnastaldirektor Dr. Buchenau von Rinteln. 15) Hr. Gymnastaldirektor Dr. Spieß von Dillenburg 16) Hr. Gymnastaldirektor Dr Peters von Hadamar. 17) Hr. Gymnasial- direktor Dr. Werneke von Montabaur. 18) Hr. Realschuldirektor Dr. Preime von Cassel. 19) Hr. Realschuldirektor Spangenberg von Wies­baden. 20) Hr. Professor Dr. Mangold von Bonn. 21) Hr. Rektor Professor Dr Streng von Gießen. 22) Hr. Professor Dr. Knoblauch von Halle. 23) Hr. Bibliothekar Dr. Hartwig von Halle. 24) Hr. Professor Dr. Pauli von Göttingen. 25) Hr. Rektor Professor Dr. Meyer von Jena 26} Hr. Geh Hofrath Professor vr. Kolbe von Leip­zig. 27) Hr. Oberregierungsrath Rödenbeck von Halle. 28) Hr. Gym- nasialdirektor Dr. Göbel von Fulda. — Gestern Abend brächte die Studentenschaft dem Minister Falk zu Ehren einen Fackelzug, der 500 Theilnehmer zählte. Der Minister erwiderte auf das auf ihn ausge­brachte Hoch, das Gebäude sei trefflich ausgeführt; er danke den Gtu« direnden für die ihm gespendeten Beweise von Theilnahme; Marburg möge stets eine Pflanzstätte der Wissenschaft bleiben! (M. T.)

— Das neue Universitäts-Gebäude in Marburg. Die „Jllustr. Ztg." bringt in ihrer jüngsten Nummer ein wohlgelunges Bild der neuen Universität Marburg mit nachstehendem orientirenden Texte: Die Universität Marburg, deren Besuch sich von Jahr zu Jahr hebt, hatte seit ihrem Bestehen einer Zentralstelle entbehrt; min­destens waren die theologische, juristische und philosophische Fakultät hinsichtlich der Hörsäle in höchst ungenügender Weise versorgt; auch hatte die Verwaltung und Vertretung der Hochschule ein sehr unzureichendes Unterkommen in verschiedenen alten Klosterräumen gefunden. Es war demnach ein dringendes Bedürfniß, für diese Zwecke entsprechende Räume zu beschaffen. — Im Jahr 1874 schritt man zur Erbauung eines neuen Auditoriengebäudes, in dessen oberen Geschossen die Verwaltung und Vertretung der Universität durch geräumige Geschäftslokalitäten bedacht werden sollten. Durch die Eigenthümlichkeit der Stadt Marburg, die sich, ähnlich wie Nürnberg und Brügge, ein durchaus mittelalterliches Gepräge in ihren Gebäudeformen erhalten und hervorragende mittel- altecliche Baudenkmäler wie die St. Elisabethkirche und das Schloß aufzuweisen hat, war es fast eine Nothwendigkeit, das neue Universitäts­gebäude im gothischen Stil zu errichten. Die Lösung dieser Aufgabe wurde einem hervorragenden Architekten jener Kunstrichtung, C. Sch äf er, übertragen, dem es dann auch, begünstigt durch die Eigenthümlichkeit des Bauterrains und dessen Umgebung, gelungen ist, Marburg um ein Gebäude zu bereichern, das sich den älteren Baudenkmälern der Stadt würdig an die Seite stellt.

Das neue Universitätsgebäude ist im Wesentlichen auf den Grund­mauern des alten Dominikanerklosters errichtet, das Philipp der Groß­müthige bei Stiftung der Universität zu deren Zwecken hergab, und dessen Kirche und östliche Fronte noch jetzt stehen. Der wiederherge- stellte Kreuzgang dient an seiner Südseite als Flurgang für einen Theil der Hörsäle. Die westliche Seite des Kreuzgangs ist zu einer breiteren zweischiffizen Halle erweitert, die der eigenthümlichen Bodenverhältnisse wegen an der Südseite durch zwei Stockwerke reicht, während der übrige Theil in einem Stockwerke liegt! Es entsteht somit eine interessante Verbindung der oberen und untern Halle. Der vorhin erwähnte Flur­gang, welcher durch den südlichen Theil des Kreuzgangs gebildet wird, ist über die zweischisfize Halle hinaus verlängert und bildet auch hier den Zugang zu den Hörsälen. Diese Einrichtung ist durch zwei Stock­werke durchgeführt, wodurch eS möglich wurde, 14 Hörsäle in Flucht­linie anzulegen. Die am Kreuzgang liegenden Hörsäle urd die zwei- schiffige Halle sind mit zwei Stockwerken überbaut, in welchen die Ge­schäftsräume der Hochschule untergebracht sind. Die hierdurch an der Südfagade entstandenen unsymetrischen Verhältnisse erzielen gleichwohl «ine malerische Wirkung, welche ganz dem Charakter der Stadt ent- ,nsllvm uz nnDlbmnz 1»ArschiT rtchn sttisk »miß? Kon

Die Haupttreppe liegt, ebenfalls mittelalterlichen Anordnungen entsprechend, in der einen Ecke des Kreuzgangs und gewährt trotz ihrer Verstecktheit, bequeme Zugänge zu allen Räumen. Zwei Nebentreppen, die zu Thürmen ausgebildet sind, erhöhen diese Bequemlichkeit. Die Ausführung des Baues geschah in weißem Sandsteinquaderbau. Die -Architektur bewegt sich in den Foruien der FrühgoW und z igt an der Vorderseite de-s Mittelrisaltis bedeutenden Reichthum Die Flur- gänge der >Mi untern Geschoffe uNd die Mittelhalle sind gewölbt. Die Detailausführung des Baues ist mit großer Sorgfalt uno Mannig­faltigkeit der Decorationsmotive einigt und kann stellenweise als muster- WWg angesehen nmdtM 3^i)imf|ä sid dsild »g ÄnMuK no&

Wenn auch die Aula noch fehlt, welche in Aussicht genommen ist, so wird der Bau doch vorläufig als abgeschlossen angesehen und Ende Mai seiner Bestimmung Lbevgeben werden, nachdem bereits seit ringen Semestern wegen der übergroßen Nothstände einzelne Hörsäle benutzt worden sind. —......... ————— «8vM,MMrM m suMM dex Umgegend.

-- Der Frankfurter „General-Nnzriger" schreibt unterm 29. Mai