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Montag den 21. April
1879.
AMtliches-, Bekanntmachung.
Zum Behufe der im laufenden Jahre zu leistenden Rückzahlung von 117,300 Thlr. (351,900 M.) auf das vormals Kurhessische Eisen- bahn-Anlehn vom Jahre 1863 über 10 Millionen Thaler sind am heutigen Tage die nachbezeichneten Obligationen dieses Anlehns:
Nr.
Lit. A. zu 1000 Thaler.
. 855 bis einschließlich 859.
»k
1005 1008 bis einschließlich 1011.
ff
1048 bis einschließlich 1052.
kk
1211 1213 bis einschließlich 1216.
f?
1289 bis einschließlich 1291. Lit. B. zu 500 Thaler.
Nr.
697 bis einschließlich 706.
2447 „ „ 2456.
2684 „ „ 2693.
4684 „ „ 4693.
5017 „ „ 5021.
5023 „ „ 5027.
5129 „ „ 5136.
5141 „ „ 5150.
5611 „ „ 5620.
7341 „ „ 7350.
8211 „ „ 8220.
fr
8811 „ „ 8820.
ff
9001 „ „ 9010.
Lit. C. zu 200 Thaler.
Nr.
1829 bis einschließlich 1853.
if
2004 „ „ 2012.
w
3829 „ „ 3853.
Lit. D. zu 100 Thaler.
Nr.
59 4 bis einschließlich 5953.
W
6054 „ „ 6103.
ff
13659 „ „ 13708.
ir
14809 „ „ 14858.
ff ausgelost worden.
18659 „ „ 18693.
Den Inhabern dieser Obligationen werden dieselben zum 1. No
vember dieses Jahres hiermit gekündigt, unter dem Anfügen, daß mit
diesem Tage deren Verzinsung aushört.
Die Rückzahlung erfolgt von dem bemerkten Tage ab täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage bei der hiesigen Regierungs- Hauptkasse und bei dem Bankhause M. A. von Rothschild & Söhne zu Frankfurt a. M. gegen Rückgabe der Obligationen nebst den Coupons Serie II. Nr. 4 bis mit 8 und den Talons.
Die Erhebung bet rückzahlbaren Beträge kann jedoch auch bei allen übrigen Königlichen Regierungs- und Bezirks-Hauptlasten, der Königlichen Staats schuldentilgungskasie zu Berlin und der Königlichen KreiSkasse zu Frankfurt g. M. geschehen, in welchem Falle die Schulddokumente bereits vom 15. Oktober d. J. ab bei der betreffenden Kasse eingereicht werden können, da dieselben von letzterer zunächst an die hiesige Regierungs-Hauptkasse zur Festsetzung eingesandt werden müssen.
Zugleich bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß von den zum 1. November 1878 und früher gekündigten Obligationen des obigen Anlehns die nachverzeichneten noch nicht zur Einlösung gebracht sind: Lit. B. zu 500 Thaler.
Nr. 1613 und 3542.
Lit. C. zu 200 Thaler. Nr. 577 587 588 und 2504.
* Lit. D. zu 100 Thaler.
Nr. 3157 4260 4261 4262 4269 4279 4297 5506 7317 7342
7343 12183 18409 und 18442.
Caffel, den 16. April 1879.
Königliches Regierungs-Präsidium.
(gez.) von Brauchitsch.
Verloren: Eine silberne Dose.
Entflogen: Zwei. Kanarienvögel.
Gefunden: Ein Hundemaulkorb. Ein weißes Taschentuch. Ein Portemonnaie mit Geld; Empfangnahme bei Ortsdiener Holz in Langenselbold.
Hanau am 21. April 1879.
Aus Königlichem Landrathsamt.
Tagesschau.
— Berlin, 21. April. Der Abgeordnete Dr. Lasker hält sich jetzt beim Freiherrn von Etauffenberg in Ristissen bei Ulm, dem Stammsitze der Stauffenbergs, auf. Morgen geht Lasker nach Frankfurt a. M., wo er zwei Vorträge, einen politischen vor seinen Landtagswählern, und einen unpolitischen im kaufmännischen Verein zu halten gedenkt.
(D. Mont.-Bl.)
— Die Anweisung zur Notirung der Preise für Naturalien und andere Lebensbedürfnisse, vom 3. September 1875, und die Anweisung zur Ermittelung der Martini-Marktpreise in den Normal-Marktorten, vom 7. Juli 1877, schreiben vor, daß die Preise für Weizen, Roggen, Gerste und Hafer nach den Rubriken „schwer, Mittel, leicht" zu ermitteln und festzusteLen sind. Gegen diese Rubrieirung sind im Laufe der Zeit von verschiedenen Seiten Einwendungen erhoben worden, in Folge deren die Ressort-Chefs bestimmt haben daß vom 1. Mai d. I., bezw. vom diesjährigen Martini-Termine ab, anstatt jener bisherigen Bezeich • nun gen der Qualitätsunterschiede der vorgenannten Getreidearten die Rubriken „gut, Mittel, gering" angewendet werden.
— Der Arrestbruch ist, nach einem Erkenntniß des Ober-Tribunals, vom 26. März 1879 strafbar, auch wenn er nicht mit der Absicht verbunden ist, die den Arrest ausgebracht habenden Gläubiger zu benachtheiligen.
— Bremen, 18. April. (Wes. Ztg.) An Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Dr. Pfeiffer ist der Senator Grave vom Senat für die Zeit bis zum Schlüsse des Jahres 1883 zum Bürgermeister erwählt worden.
— Brüssel, 18. April. (R. u. St.-A.) Nach weiteren aus Framöries eingegangenen Nachrichten sind von den in den Kohlengruben von Agrappe befindlich gewesenen 240 Arbeitern bis jetzt 89 gerettet. Die Rettungsarbeiten werden mit der größten Energie fortgesetzt.
— Bern, 17. April. Seit vorgestern haben wir hier ein Unwetter sonder Gleichen; Schnee, Regen, Sturm und Kälte, Alles durcheinander. In den Bergen ist wieder massenhaft Schnee gefallen, so daß, wenn Föhn eintritt, Wassersnoth in sicherer Aussicht steht.
— Paris, 18. April. Gestern fand in ganz Frankreich die jährliche Zusammenderusuna der Territorial-Armee Statt- Als im vorigen Frühjahre der erste Versuch der Zufammenberufung und der Organisation dieser Armee gemacht wurde, rief man nur. die schon eingeübte Mannschaft ein. Dieses Mal umfaßt die Zusammrnberusung alle diensttauglichen Männer der Classen 1866 und 1867, die bis j:tzt noch nicht gedient hatten und die sich gemäß der Rekruürungsgesetze von 1872 fortan von jeder Dienstpflicht befreit glauben konnten.
— P aris, 18. April. Das heutige „Journal offiziel" veröffentlicht ein Gesetz, betreffend die Errichtung eines Denkmals in Versailles aus dem Platze, wo die konstituirende Nationalversammlung vom 5. Mai bis 15. Oktober 1789 ihre Sitzungen gehalten hat.
— London, 18. April. Die amtliche „Gazette" veröffentlicht die Ernennung Thomas Mitchells zum General-Konsul für Ostrumelien und diejenige des Kapitäns Samuel Anderson zum englischen Kommissar bei der Regulirung der serbischen Grenzen.
— Ein Privattelegramm der londoner Pall Mall Gazette aus Rom will nach der „Köln. Ztg." wissen, daß mehrere deutsche Prälaten, unter ihnen auch Cardinal Ledochowski, dem h. Stuhl angeboten hätten, auf ihre Bischofssitze zu verzichten, um die Unter Handlungen zwischen Deutschland und dem Vatican zu erleichtern. (Die Pall Mall Gazette ist, was römische Angelegenheiten betrifft, wenig zuverlässig.)
— St. Petersburg, 19. April. Der „Regierungsbote" meldet, daß am 14, d. M. gegen 6 Uhr Abends in Rostow am Don Unruhen ausgebrochen seien. Die darüber vorliegenden Depeschen besagten: Die Excesse, zu welchen die zusammengerottete Volksmasse geschritten wäre, hätten solche Dimensionen angenommen, daß die Polizeimittel des Ortes