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aber, als er zu Hause anlangte, plötzlich zusammenbrach und gleichfalls eine Leiche war.

— Die Holländer sind in Atchin glücklicher als die Engländer in Afrika. Aus einer Depesche des Gouverneurs von Indien an den Colonial Minister im Haag d. d. 9. April geht hervor, daß seit dem 27. März die Eingeborenen keinen Angriff versucht haben, wodurch es den Holländern möglich wurde, ihr Lager von XXII Moekins, dem Centralpunkte ihrer Operationen, zu verstärken, mit Lebensmitteln zu versehen, die Wege auszubessern und Recognoscirungen vorzunehmen. Dieselbe Depesche meldet die Unterwerfung des ersten Häuptlings von Zdrapocri, die Flucht Pangliina Polim's, eines der einflußreichsten Häuptlinge, und endlich die erfreuliche Thatsache, daß andere Häupt- - finge FriedenZanerbietungen gemacht haben. Die Regenzeit hat übrigens unter den holländischen Truppen arge Verheerungen angerichtet. Der Krankenstand derselben ist sehr hoch. (Trib.)

— Amsterdam, 16. April. Das hiesige Handelsblad will wissen, daß der zweite Sohn des Königs, Prinz Alexander, demnächst zum Statthalter des Großherzogthums Luxemburg werde ernannt werden.

— London, 17. April. Die Times erfährt, daß die Regie­rungen von England und Frankreich ihre Action bezüglich Aegyptens wahrscheinlich bis zu dem Zeitpunkte verschieben würden, wo die Ün- Haltbarkeil der Pläne des Ktzedivs offenbar geworden sei. Man werde dann an denselben die Aufforderung richten, entweder europäische Mi- Ulster einzusetzen oder abzudanken. — Aus Konstantinopel meldet die Times, daß England und Rußland die Ernennung Aleko's zum Gene- ralgvuverneur von Ostrumelien gebilligt hätten.

— Petersburg, 16. April, Abends. (Köln. Ztg.) Des Kai- sers Befinden ist sehr gut. Er macht seine gewöhnlichen Spaziergänge im Sowmergarten. Die Kaufmannschaft von Petersburg hat beschlossen, an der Stelle, wo der Mordversuch verübt wurde, eine Capelle zu er­bauen. — 17. April. Die Nowoje Wremja erfährt, es sei unter dem Vorsitze des Staatssekretärs Walujew eine besondere Commission gebil­det behufs Berathung außerordentlicher Maßregeln, weiche durch die Reihe verbrecherischer Mordanfälle hervorgerufen seien. Unter den von der Commission bereits berührten Maßregeln befinde sich ein Plan über die Eirichtung von zwölf provisorischen Generalgouverneur-Posten in Rußland

— Laho re, 16. April. (Köln- Zig.) Die Civil and Militgrh Gazette meldet, daß der sofortige Vormarsch der 1. Division unter dem General Maude angeordnet worden sei. Die 3. Brigade wird in Jel- lalabad bleiben. General Bright wird die 2 Division befehligen und General Browne den Oberbefehl über das Armeekorps übernehmen.

— Nerv-Dorf, 16. April. Der Hamburger Postdampfer „Her­der" ist heute Morgen 7 Uhr hier eingetroffen.

Lokals.

Hanau, 18. April 1879.

— Da der Bcgießungs-Verein für dieses Jahr davon Abstand ge. stemmen, ein viertes Faß aNjüschaffeN, so wird der Verein in der Lage sein für Zwecke der ^egießung eine größere Summe (ca. 1200 Mark für Fuhrlohn) auszugeben, sofern (woran wir nicht zweifeln) das In­teresse der Einwohnerschaft dem Unternehmen gegenüber ein gleich blei­bendes und die Mitglitderzahl eine sich noch steigernde ist. Deßhalb machen wir nochmals alle Fuhrunternehmer auf das Ausschreiben des BegießungSvereins aufmerksam, mit besonderer Betonung des. Umstan- des, daß die Vergebuüg an den Mindestforderndey von Seiten des Mor­des beschlossen worden ist.

— Ein Bursche wollte sich vergangene Woche in einem hiesigen Hause einmiethen, wurde dortselbst nicht angenommen, stahl aber bei dieser Gelegenheit eine Hose, die er sofort in einem Rückkaufsgeschäft versilberte. Bis jetzt ist man des Burschen noch nicht habhaft ge­worden.

— Nächst-n Sonntag beginnt der Unterricht in der Zeichenakade­mie. Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler, insbesondere für den Cursus im geometrischen Zeichnen, haben bei Herrn Akademie-Direktor Hausmann zu geschehen.

— Für heute Freiwillige Feuerwehr: Abends 9 Uhr Gene­ralversammlung im Saale der „Centrälhaile"; Tagesordnung: Rechen­schaftsbericht, Feuerwehrtag in Eschwege, Statuten änderuüg.

— Cassel, 15. April. T^r ständische Verwaltungsausschuß war zu seiner vierten diesjährigen Session am 7. d. Mts. zusammengetreten und hat, nach der „H. M ", vier Sitzungen gehalten. Ueber die darin erledigten Sachen wird u A. Folgendes mügetheüt: Ein bei dem Herrn Oberpräsidenten von der hiesigen General-Brandversicherungs-Kommission gestellter Antrag auf Genehmigung des Abschlusses von Rückvetsich-. rungsverträgen in dazu geeigneten Fällen war dem Ausschusse, mit Rück- sicht auf den voraussichtlichen Uebergang der Brandversicherungsaustalt an den Kommunaloerband, zur Meinungsäußerung mitgetheilt worden. Da inzwischen das Erscheinen des diesen Uebergang verfügenden Gesetzes feststeht, und hierdurch der Zusammentritt des Kommunallandtags noth­wendig wird, so hielt es der Ausschuß für angemessen, dem Herrn Ober­

präsidenten anheim zu stellen, dem Landtage die Entschließung in der fraglichen Augelegenheit zu überlassen.

— Cassel, 16. April. Bürgermeister Vr. Pfeiffer in Bremen ist am Nachmittage des 12. d. Mts. im 64. Lebensjahr seinen schon seit Monaten andauernden Leiden erlegen. Der Verblichene war einer der hervorragendsten der tüchtigen Kurhessen, dem die Willkürgewalt des Kurfürsten von 1850 die Heimath verleitete. Der verfassungstreue Richter wurde zunächst Anwalt und Bürgerschaftsmitglied in Bremen, im Jahre 1864 Senator und 1876 Bürgermeister der blühenden Hanse­stadt, deren Gemeinwesen er unvergeßliche Dienste geleistet hat und die ihm vor allem seine patriotische und liberale Haltung zu der deutschen Bewegung in kritischen Jahren nachrühmt. — Heute früh wurde der Werkführer Aßmann, im Dienste der Firma Fröhlich u. Wolff stehend, als er im Zuchthause mit dem Sträfling Stein aus Darmstadt geschäft­lich zu thun hatte, von diesem rücklings überfallen und mit einem Schlage todt zu Boden gestreckt. Der Erschlagene hinterläßt eine Frau und 2 Kinder. Als Motiv zur That wird Rache angegeben. (H. M.)

Aus der UWgegeud.

— Der Frankfurter „General-Anzeiger" schreibt unterm 17. April aus Frankfurt am Main: In verschiedenen hiesigen Kreisen sind Samm­lungen im Gange, um dem deutschen Kaiser anläßlich seiner goldenen Hochzeit ein entsprechendes Ehrengeschenk zu überreichen. — Zu Ehren des Komponisten Liszt wird der „Rühl'sche Gesangverein" ein Banket veranstalten. Dasselbe findet im Zoologischen Garten statt; ebendaselbst wird auch das Banket des Congresses für Social-Polirik abgehalten. — Heute Morgen war in der Markthalle Kartoffelkrieg. Einige Gemüse­händlerinnen hatten einen Mann beauftragt, für sie in der Wetterau Kartoffeln zu kaufen. Derselbe entledigte sich seiner Mission und lie- ferte seinen Mandatoren gestern und heute die Karttffeln sackweise in die Halle. Darob geriethen die Bornheimer Hockmnen, welche glaubten, allein daS Privileg zum Verkauf dieses Knollengewächses zu haben, in Aufruhr. Die Retterinnen des Capitals sönnet nicht ärger geschrieen haben, als sie den Feind, in vorliegendem' Falle den Kärtoffelbauer er­blickten. Glücklicherweise gelang es ihnen nicht, denselben die Markt­halle hinauszustürzen, was nur der Polizei zuzuschreiben war, die mit ihrem Quos ego Windstille herstellte.

— Darmstadt, 17. April. Die sog. Sonntagsbillette der hessischen Ludwigsbahn werden in Zukunft bis Nachmittags 3 Uhr (statt wie bisher Mittags 12 Uhr) an den betr. Hauptstationen au?ge­geben. (Hess. Landesztg) — (Hoffentlsch yird auch uns dieser Genuß zu Theil. D. Red.)

Groß-Gerau. Ein in dem benachbarten Nauheim woh­nender armer Taglöhner erhielt dieser Tage die überraschende Mitthei­lung, daß ihm von einer in Genf verstorbcnen Tante, von deren Exi­stenz derselbe kaum eine Ahnung hatte, ein Erbe von Achtmathundert- tausend Francs zugefallen sei. Die fast mährchenhaft klingende Mit­theilung wird den „Neuen Hess. Volksbl." vrn glaubwürdigster Seite bestätigt.

— Vpm Neckar, 14. April. Dem Vernehmen nach findet am 1. Mai die Probefahrt auf der Neckarthalbahn statt und soll dieselbe am 15. Mai dem Verkehr übergeben werden. Diese Bahn geht voq Neckargemünd über Neckurstei^ach, Hirschhorn, Eberbach nach Jagstfeld und schließt dort an die Bahn nach Heilbronn an. Mit dieser Bahn siMe die Hessische Lrdwigsbahn die Strecken Eberbach-Erbach und Ba- benhaizsen-Großsteinheim fertig stellen, wodurch eine direkte Verbindung von Süden nach Norden hergestellt wäre. Wann letztere Strecken fertig werden, ist zur Zeit nicht zu sagen, indeß dürfte dies doch lange nicht mehr andauern. (M. Z)

Verloosungen.

Türkische 400 Frcs.-Loche Yogi Jahre 1870, Ziehung am 1. April 1879. Hauptpreise: Nr. 174595 a 600,000 Francs. Nr. 643622 ä 60,000 Fr. Nr. 710222 1896983 a 20,000 Fr. Nr. 254298 307202 644326 672512 1214724 1259270 ä 6000 Fr. Nr. 124923 254300 307204 327525 332435 343199 385227 474681 644327 1282864 1571684 1783431 ä 3000 Frcs. Nr. 20407 56904 209321 232678 240027 240030 254756 254759 407187 517373 604966 604970 628724 644330 656974 747392 753214 808312 808314 979581 1068865 1204897 1282861 1599635 1610044 1674477 1745097 1815240 ä 1000 Frcs.

Thermometer st and

17. April. Höchster Stand + 730°, Abends 7 Uhr 4- 6«;

18 April. Morgens 7 Uhr + 4°, Vormittags 10 Uhr 4- 5°.

Auszüge aus dem Amtsblatt der Königlichen R-gre rung zu Cafseli

Lohrhaupten und Kempfenbrunn. In Erkennung des Verkaufs der dem Tagelöhner Heinrich Schuster (Michaels Sohn), in Lohrhaupten und Kempfenbrunn belegenen Grundstücke wird erster Ver-