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Zugelaufen: Am 10. d. M. zu Rüdigheim ein rother Hund m. Geschlechts; Empfangnshme bei Simon Ruth 4r dortselbst. Ein kleiner grauer Pinscher w. Geschlechts; derselbe kann bei Konrad K ö h- ler ebendortseldst in Empfang ßenommen werde«.

Gefunden: Ein farbiger Kinderstrumpf.

Verloren: Ein Portemonnaie mit 4,50 M. und 1 Schlüsfel. Ein desgl. mit 4,60 M. Verschiedene Grundbuchsauszüge.

Hanan am 16. April 1879.

Aus Königlichem Landrathsamt.

Rundschau.

R. F. Ostern, das Fest des Sieges im christlichen, das der Freude im menschlichen Sinne, wurde in der deutschen Kaiserfamilie in stiller Zurückgezogenheit verlebt und empfing durch Genuß des heiligen Abendmahls am Grünen Donnerstage, Besuch des Gottesdienstes seitens der erlauchten Familie am Charfreitage und Osterfeiertage seine religiöse Weihe. Das tronprinzliche Paar verlebte das Osterfest in Wiesbaden. Ueber die Sommerreifen des Kaisers sind nun einigermaßen feste Dis­positionen getroffen worden. Demnächst begibt sich der Kaiser zur Bor- kur nach Wiesbaden, woselbst sein Aufenthalt drei bis vier Wochen währen wird. Mitte Mai kehrt der Monarch nach Berlin zurück und wird dem Vernehmen nach eine Zeit lang in Babelsberg residiren. Für die Feier der goldenen Hochzeit des deutschen Kaiserpaares, welche im Juni statisindet, werden namentlich in Berlin schon jetzt die um­fassendsten Vorbereitungen getroffen. Dem Wunsche des Kaisers gemäß soll von persönlichen Geschenken völlig Abstand genommen werden, da­gegen sind aus öffentlichen und privaten Mitteln bereits Stiftungen zu wohlthätigen Zwecken errichtet worden, welche das Gedächtniß der Jubelfeikr^verewigen sollen. Daß der Monarch die^Absicht hegt, den t worden. Da

Jubelfeier verewigen sollen. Daß der Monarch die A goldenen Hochzeitstag in der Stille auf der Insel M der kaiserlichen Familie zu verleben, ist schon grmeldet .... aber verschiedene Souveräne ihren Besuch zur Feier bereits angemeldet haben, dürfte über dcn Ort und Ausdehnung, welche die Feier annehmen wird, noch andere Dispositionen getroffen werden. Sollte das Kaiser- paar die Huldigungen in Berlin entgegeNnehmen, so liegt es im Plane, daß die Vertreter der sämmtlichen Provinzen des MuUchen Staates zu einer gemeinsamen Darbringung ihrer Glückwünsche sich vereinigen. Interessant dürfte die eben bekannt gegebene Mittheilung sein, daß dem Kaiser aus Veranlassung seines Einzugs in Berlin im Dez. v. I. circa 600 Gesuche um Unterstützung eingereicht wurden, zum Geburts­tage des Monarchen aber die Höhe dergleichen Gesuche die anständige Ziffer 1732 erreicht hat. Seitens des Kaisers ist eine namhafte Summe zur Berücksichtigung der dringendsten Fälle angewiesen worden.

Aus Reichstagskreisen verlautet, daß die Reihenfolge, nach welcher die Zoll- und Steuervorlagen auf die Tagesordnung zu setzen sind, sich nach der Zeit ihres Eingehens richten wird. Der Zolltarif würde dem-

die Zoll

nach der ....... ...... .... ........ __________

nach den Anfang machen/ In den Wünschen der Reichsregierung liegt es, in den Rest der Session nicht allein die Zoll- und Steuervorlage, sondern möglichst auch alle aus dem Ressort des Reichsjustizamts vor- gelegten Entwürfe zur Erledigung zu bringen. Von verschiedenen Seiten war die Einbringung einer Vorlage wegen Erbauung des Reichs­tagshauses auf dem jetzigen Terrain des Rascynskischen Palais am Königsplatz; als nahe bevorstehend angekündigt worden, während ande­rerseits behauptet wird, die Sache fei noch im weiten Rückstände.

Der Bundesrath hat auch in den letzten Tagen vor dem Osterfeste eine angestrengte Thätigkeit gez,eigt, Außer den Entwürfen über die Brausteuer, welche zur Verhandlung gelangten, be'

, , ______________ . , rschästigte die Abfassung

der Motive zur Tarifvorlage die BundeSrathsauSfchüsje für Zoll- und

einer umfangreichen Studie gemacht haben, welche er an sein Kriegs - ministerium in Petersburg gesandt hat. In Berlin soll der Bericht ganz oder bruchstückweise dem preußischen Generalstabs bekannt geworden sein und hätten Personen der österreichischen Botschaft hiervon Kenntniß erhalten. Der Bericht soll ein abfälliges Urtheil über die Beschaffenheit des Heeres selbst und die leitenden Persönlichkeiten desselben enthalten. Feldman soll die österreichische Armee in d.m betr. Bericht als vorläu­fig ungefährlich bezeichnen. nun nach d.m Bekannt werden dieses Diplomatenstückchens" Herr Feldman, welcher auf einige Tage mit Urlaub nach Petersburg gereist ist, auf seinen Posten zurückkehren wird, dürfte zweifelhaft erscheinen.

Schon seit Wochen wird in Frankreich von Aenderungen im Ca- binet gesprochen. Zum Mindesten steht soviel fest, daß die Lage in Paris eine überaus schwankende ist. Die Stellung des Premierministers Waddington ist bedroht, der Minister des Innern Lepere sei leidend, wird gesagt, und wolle sich zurückziehen. Jedenfalls müssen die Nach­richten mit Vorsicht ausgenommen werden. Daß Henri Rochefort, der eifrigste Revolutionär, nach Paris zurückgekehrt sei oder zurückkehre« werde, dürfte schon deshalb als zweifelhaft erscheinen, da sich Rochefort nach zuverlässigen Mittheilungen aus Paris nicht unter Denjenigen be­findet, die noch Amnestirung zu er warten haben. Bei der Wahl in Bordeaux erhielt ein ehemaliger Communist Blauqui 30C0 Stimmen, so daß die Möglichkeit nicht ausgeschlossen ist, daß derselbe bei der Stichwahl gewählt wird. Die Minister sollen in einer Conseilssitzung dahin übereingekommkn seip, diese Wahl zu kassiren. In Frankreich nimmt man die Ereignisse in Aegypten sehr ernst. Der Premierminister Waddington und Lord Lyons haben deswegen längere Unterredungen gehabt. Obgleich ein vollständiges Einvernehmen zwischen England und Rußland allseitig behauptet wird und ein gemeinsames Vorgehen beider Mächte gesichert ist, glaubt man doch vielfach, daß England nicht gleich zu so umfassenden Maßregeln schreiten werde, wie solche in Frankreich gi wünscht werden. Man M der Ansicht, daß der Khedive von einer fremden Macht im Geheimen-vorwärts getrieben wird.

Welchen erschreckenden Umfang die nihilistische Bewegung in Ruß­land nimmt, das beweisen die fast zur Regel gewordenen nihilistischen Morde und Mordversuche. Es vergeht kein Tag, der nicht eine neue Schreckensthat meldet, welche die Bevölkerung in Angst und Schrecken Versetzt. Kaum ist in den verflossenen Tagen die Kunde von der Er­mordung eines Studenten zu uns gedrungen, so melden die Blätter von einer noch viel schrecklicheren und entsetzlicheren That. Ein russischer Geheimpolizist Namens Lawröwsky wurde von Petersburg nach Poltewa geschickt, um der dortigen weit verzweigten nihilistischen Organifstion aus die Spur zu kommen. In Poltewa angelanzt, verliebt er sich in die schöne Tochter eines dortigen Popen. Diese verspricht ihm ein Stelldichein, bei dem sie aber nicht erscheint, sondern fünf maskirte Nihilisten, welche den Beklützenswerthru an einen Baum banden und ihm Nase und Ohren abschnitten. Lawröwsky, der erst am anderen Tage aufgefunden wurde, schwebt in Lebensgefahr. Die Tochter des Popen ist spurlos verschwunden und ebenso erfolglos blieben die Nrch- sorschungen nach den Attentätern.

Aus Italien wird gemeldet, daß eine Vermählung des Herzogs von Aosta, des ehemalige« Königs Amadeo von Spanien, mit der Prinzessin Beatrice von England, der jüngsten Tochter der Königin Victoria, im Plane sei. Die neuesten Nachrichten lauten aber dahin, daß die Verhandlungen an der Weigerung der Prinzessin Beatrice ge­scheitert seien. Bei Garibaldi, welcher sich jetzt bekanntlich in Rom aufhält, hat letzthin eine Versammlung der Führer der -demokratischen

Partei stattgefunden Die Lage Enc

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parcielle Mobilisirutig der österreichischen Armir, ' die Leistungen der ! AMW MM mM fbM ^»-Wub Generalstabes und die Thätigkeit der Militärbehörden zum Gegenstand I Bedingungen fordern. Am Eap liegen

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Die österreichifch-ungarisc der rassischen Politik gegenim Der russische MiUärbevollmää

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