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Zugleich Amtliches Orgsu für Kreis und Stadt Hanau.
TrschLint läßlich mit Ausnahme der Gsma- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, Mtz GamstagS mit der Berliner Provikzial-Eorrespsndenz.
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Die ifpaltige «ermondzeile ob. bereu Stuum
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Nr. 81.
Samstag dm 5. April
1879.
NWtliches.
Zur Anlage der Hanau-Friedlerger-Bahn ist der Erwerb brn 6 qm des Grundstücks F. F. 51 auf dem Gänsberg, dem Caspar Wilhelm Wörner zu Ostheim gehörig, erforderlich.
Nebenberechtigte oder sonstige Entheiligte, welche glauben Ansprüche an dem zwischen der Bahnverwaltung und dem Eigenthümer vereint arten Kaufgelde zu haben, werden au^gefordert, ihre Rechte bis zum 15. d. W. bei dem unterzeichneten Landrath anzumelden. Nach Ablauf dieser Frist wird ohne deren Zuthun wegen Auszahlung und Hinterlegung der Entschädigung verfügt werden.
Hanau am 1. April 1879.
An Folge einer 8 eschwerde eines Königl. Försters wegen zu hoher Besteuerung seiner Hunde, ist die Frage zur Erörterung gekimmen, ob jetzt, wo der Forststskus wenigstens einen Theil seines Aagdrechts wieder durch seine Foistbeomten ausüben läßt, derselbe für die von den letzteren zu dem Ende gehaltenen Hunde einen geringeren Abgabesatz auf Grund der pos. ) des § 5 des Kurhess schen Gesetzes vom 26 Mai 1840, betreffend die Beschränkung des Haltens der Hunde, zu beanspruchen berechtigt erscheine.
Da die jetzt den Staats-Firstbeamten, ncmentlich den SöuigL Ober'örstern und Förstern, also den eigenen Organen des Forststskus, dienstlich ohne Weiteres obliegende Ausübung eines Theils wenigstens des fiskalischen Aagdrechts auf Rechnung des Staats, als eine Uebertragung des sts'aUschen Aagdnchts auf Andere nicht angesehen werden kann, so ist höhere« Orts entschieden worden, daß die Königl. Forstbeamten, soweit sie fraft ihrer 2 ienstanweisung das Jagd- recht des Fiskus ausüben, auf Grund dor Destimmung unter pos. 1 in §• 5 des citirten Gesetzes für die Hunde, welche sie zu diesem Zwecke halten, die geringere Abgabe zu entrichten haben.
Die Herrn Bürgermeister erhalten hiervon zur Nachachtung Kenntniß.
Hanau am 30. März 1879.___________
Gefunden: Eine Brille. Ein KoraLenkettchen. Eine goldene Broche. Ein Notizbuch mit der Aufschrift „Culer".
Entlaufen: Ein kleiner Pinscher.
Hanau am 5. April 1879.
Aus Königlichem Landrathsamt. ________ Tagesschau.
— Die Reicksschulden-Berwaltung macht unterm 2 April im „R. u. St.-A." folgendes bekannt: In neuerer Zeit sind falsche R-ichskasfen- scheine, und zwar in Stücken zu fünfzig, zwanzig und fünf Mark, zum Vorschein gekommen und ungehalten worden. Wir sichern demjenigen, welcher einen Verfertiger oder wissentlichen Verbreiter solcher Falschstücke zuerst eimittelt und der Polizei- oder Erichtsbehörde dergestalt nach- weist, daß der Verbrecher zur Untersuchung und Strafe gezogen werden kann, eine nach Umständen zu bemessende Belohnung bis auf Höhe von 5000 Mark zu.
— Bekanntmachung auf Grund des Reichsgesetzes vom 21. Lktbr. 1878. Nach dem „R- u St.-A." Nr. 81 wurden unterm 1. und 2. April verboten: der „sozialdemokratische Arbeiterverein" in Geyer (Kreis Zwickau); sowie die Nummern 18—20 des in Kehl erscheinenden Wochenblattes „Rheinbote", zugleich auch das fernere Erscheinen dieses Blattes.
— Berlin, 4. April. Se. M ajestät der Kaiser und König empfingen heute den Polizei-Präsidenten von Madai, welcher den neu ernannten Branddirektor, Major a. D. Witte, vorstellte, nahmen in Gegenwart des Gouverneurs von Berlin, Generals der Infanterie von Boyen, militärische Meldungen entgegen und hörten den Vortrag des Ministers des Königlichen Hauses, Freiherrn von Schleinitz.
— Berlin, 4. April. (Reichstag.) Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sitzung setzte der Reichstag die zweite Berathung des Gesetzentwurfs wegen Abänderurg des Gesetzes vom 10. Juni 1869, betr. die Wechselstkmpelsteuer, fort.
Hieiauf folgte die erste Berathung des Gesetzentwurfs über die Konsulargerichtsbarkeit, welcher Gesetzentwurf einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen wurde. Zum Schluß beschäftigte sich das Haus mit Wahlprüfungen.
— Die Commission zur Vorbcrothung der von den Abgeordneten Reichensperger (Olpe) bezw. v. Kleist-Retzow eingebrachten Wucheranträge besteht aus den Abgeordneten Reichensperger (Olpe), Freiherr v. Ow (Landshut), Graf v. Waldburg-Zeil, Hanck, Graf Grote, Senestrey, Freiherr v. Landsberg-Steinsurt, Echlutow, Streit, v. Kleist-Retzow, v. Flottwell, v. Goßler, Kiefer, Dr. Sommer, Trautmann, Fürst Hohenlohe- Langenbura, v. Geß, v. Schwarze, Freund, Dr. Marquardsen, Dr. Dreier.
— S. M. Glattdecks Korvette „Medusa", 9 Geschütze, Kommen- baut Korv. Kapt. Matttzesen, S. M. Sonor er bcct „Delphin", 3 Geschütze, Komma: dant Korv.-Kapt. Heffmann, S. M. Fregatte „Niobe", 10 Geschütze, Kommandant Kapt. zur See von Kall, und S. M. Briggs „Urbine“, 6 Geschütze, Kemmardant Kvrv.-ßlopt. von Koppy, und „Mus- quito", 6 Geschütze, Krmmandont Korv.-Kapt Herbig, sind am 1. April er. in Kiel, S. M. Aviso „Falke", 2 Geschütze, Kommandant Kopt.- Lt. Dautwiz und S. M. Kanonenboote „Drache", 3 Geschütze, Kommandant Korv.-Kapt. Holzhauer, und „Fuchs", 1 Geschütz, Kommandant Lt. z. See Landsern ann, sind cm 1. April er. in Wuhelmshaven in Purist ptfiiKt.
— Der General-Lieutenant z. D. v. Bredow auf Briefen und der PolizeiPräsident v. Madai sind von Sr. Majestät zu Domherren in Brandenburg ernannt worden.
— In Barmen wurde einem kleinen Mädchen, das sich an das Hintere Ende eines fahrenden Wagens gehangen hatte, vom Hinterrads ein Bein erfaßt und der Unterschenkel und Fuß zermalmt sowie der Oberschenkel zersplittert.
— München, 2 April. Se. Majestät der König hat an den Fürsten Bismarck zu desstn gestrigem Geburtstage ein sehr huldvolles Glückwunsch Teleg: amm gericht t.
— Wien, 4. April, Nachmittags. (R. u. St -A.) Das Unterhaus hat deute den Gesetzentwurf, betrffenb die Einverleibung von Spizzo, räch kurzer Debatte in zweiter und dritter Lesung einstimmig angenommen. Hierauf wurde die Generaldebatte über das Budget fortgesetzt.
— Bern, 4. April. (Köln. Ztg.) Die Volksabstimmung über die Wiedereinführung der Todesstrafe ist auf den 18. Mai anberaumt.
— Paris, 3. April. Das „Journal offiziel" wird am Freitag oder Sonnabend ein neues Dekret des Präsidenten veröffentlichen, durch welches wieder einer Anzahl politischer Verbrecher Amnestie bewilligt wird. Von der nächsten Woche ab sollen diese Dekrete sich mit größerer Beschleunigung folgen, und das Justiz-Ministerium hofft seine Arbeit innerhalb der gesetzlichen Frist von 3 Monaten zu beenden.
— Paris, 4. April. Die „Ager ce Havas" erklärt die hier um» laufenden Gerüchte von Veränderungen im Ministerium für unbegründet.
— London, 4. April. Die Morgenblätter äußern sich sämmtlich günstig über das vom Schatzkanzler eingebrachte Budget; nur „Daily News" tadelt, daß die Deckung des Deficits verschoben worden sei.
— Konstantinopel, 4. April. (Köln. Ztg.) Die Pforte hat den Gedanken einer gemischten Besetzung Ostrumeliens nicht grundsätzlich verworfen, hat jedoch Vorbehalte gemacht, denen zufolge Vurgas und Jchtiman mit türkischen Türken besetzt werden sollen. Auch wünscht die Pforte die Einsetzung eines Gouverneurs, der in Gemeinschaft mit der ostrumelischen Commission die Provinz verwalten soll.
— Washington, 3. April. Der Schatzsekretär Sherman berief weitere 10 Millionen Bonds ein; die Zinsenzahlung hört am 3. Juli auf. ___________________
Hananer Spaziergänge.
I.
Introduktion. Da Frühling. Neue Anlage, üangert. Die Hebe Schuljugend. Der Kathhanshof. Philippsruher-Äüee. Linkehr. Fleisch- & Srodpreise. ©babürgamtijlawaljl. Llüthen der Industrie. Die ehrlichen Dienstuiiidchen. Ecflügcl-ÄnostcUnng. Zregediu uud Zpelsart. Finale.
Mit so einem Spaziergänger ist es ein eigenes Ding.
Der eine liebt es, Tag für Tag dieselben Wege aufzusuchen, die ihm dann zuletzt so bekannt werden, daß er jedes Bäumlein und Sträuch« lein kennt und sich höchlichst darüber wundert, wenn eil mal ein Vogelpärchen in diesem Jahr sein Nest an einem anderen Baume baut, als in früheren Jahren. Derartige Spaziergänger halten auch genau an