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Nr. 73.

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KrAsich AMÄiches Organ für Kreis «nd Stadt Hanan.

Erscheint täglich mit AuSnahm-! der Gsnu- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Prsvinzial-Correspondenz.

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Donnerstag de« 27. März

1879.

Amtliches.?

Bekanntmachungen auf Grund des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878.

Auf Grund des §. 12 des Reichsgesetzes gegen die gemeingesähr« lichen Bestrebungen der Sozialdemolratie vom 21. Oktober 1878 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das photo- graphische Gruppenbild, auf welchem sich die Medaillon-Por­träts von 9 sozialdemokratischen Reichstags Abgeordneten mit Beifügung ihrer Namen, in dem Mittelfelde die Jahreszahl 1878 und die Unter» schrift: «K F. Reinders, Neudorsstraße in Breslau" finden, nach 8-11 des gedachten Gesetzes durch die unterzeichnete Landespolizeibehörde verboten ist.

Breslau den 15. März 1879.

_______Königliche Regierung. Abtheilung des Innern. Sack.______ Lan-wirthschastlicher Lreis-Verein Hanau.

Nächste Versammlung Samstag den 3. Mai 1879, Nachmittags 21/« Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen zu Hanau.

Tagesordnung:

1) Abstimmung über die Frage, welcher Gemeinde der von dem Central-Verein bewilligte edle Zuchtbulle übergeben werden soll.

2) Fortsitzung des Vortrags des Herrn Regierungs-Feldmessers M at h es über die Emwäfferung der Felder und Beantwortung der in der letzten Sitzung vorgelegten Fragen.

3) Versteigerung von Zuchtserkeln ächter Aorkshire und Westphäli- scher Race.

Diejenigen Gemeinden, welche sich um den bewilligten Zuchtbullen bewerben wollen, haben ihre Meldungen bis zum 2 5. April an den Vorstand einzureichen.

Die von Herrn Fr. Sauerwein aus Hanau eingesandten Pro­ben Kleesamen sind laut Schreiben vom 10. P ärz d. Jahres von der Samen-Prüfungsstation in Marburg für seidefrei erklärt und kann diese Bezugsquelle empfohlen werden.

Der Vorstand.

Die Herren Bürgermeister werden um Veröffentlichung des Bor- kebenden ersucht.

Hanau am 26 März 1879.

Der Landrath.

^agesschau.

DerR. u. St.-A." Nr. 73 enthält: Gesetz, betreffend die Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen. Vom 4. März 1879.

Berlin, 26. März. (Reichstag.) In der heutigen Sitzung theilte der Präsident mit, daß die Berichte der Enquetekommissionen für die Eisen- und Textil-Industrie eingegangen seien. Daraus setzte das Haus die zweite Berathung des Etats pro 1879/80 fort.

B erlin, 25. März. (Köln. Ztg.) Der Reichskanzler hat dem Bundesrath das Protokoll der kürzlich hier abgehaltenen Conferenz von Finanz- und Eisenbahnbeamten nutzerer BundeSstaaten zu einem Meinungsaustausch über die reichSgesetzliche Regelung des Gütertarif- Wesens auf den deutschen Eisenbahnen zugehen lassen. Vertreten waren bei diesen Conferenzen die Regierungen von Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden, Hessen, Oldenburg und das Reich durch die Reichs-Eisenbahnverwaltung. In dem Anschreiben heißt es: Ungeachtet aller bei den ersten Erwägungen einer umfassenden Reform natürlichen Meinungsverschiedenheiten tritt nach dem Gcsammteindruck der im Pro­tokoll niedergelegten Auffassungen und VoisÄläge aus der Vorbe­sprechung die Neigung entgegen, den dem Präsidialantrage vom 7. v. M. zu Grunde liegenden Bestrebungen entgegenrukommen. Dieselben zielen darauf ab: 1) das gesammte Gütertaris-Wesin nach möglichst gleichartigen Grundsätzen gemeinsam zu ordnen; 2; die im Interesse des Verkehrs unentbehrliche Klarheit und Uebersichtlichkeit in der Tarifirung

zu schaffen und zu sichern; 3) gesetzlichen Schutz dafür zu gewähren, daß die deutschen Eisenbahnen in erster Linie nicht fremdländischen Ver-- kehrsinteresien dienstbar werden, sondern, ihrer Bestimmung bei der An­lage entsprechend, vorzugsweise bn deutschen Verkehr, die deutsche Produktion und den Absatz der Erzeugnisse der letzteren fördern. In letzterer Beziehung wird es als eine Aufgabe des Tarifgesetzes anzusehen sein, Uebelständen, wie sie zur Schädigung deutscher Interessen durch mißbräuchliche Anwendung der Differentialtarife zu Gunsten des Aus­landes hervorgerufen sind, nachhaltig vorzubeugen und für d n Verkehr von und nach der deutschen Grenze Bestimmungen vorzusehen, welche eine willkürliche Begünstigung des Auslandes gegen das Inland aus­schließen. Dieser Gedanke wird in dem Anschreiben weiter ausgelührt und betont, daß die früher so bett ächtliche deutsche Ausfuhr nach West- vnd Süd-Europa der Concurrenz der oft-europäischen Durchfuhr in Folge der Begünstigung der letzteren durch die Differentialtarife deut­scher Bahnen erliege. Als eine der wesentlichsten im wirthschaftlichen Jnterisse zu lösenden Aufgaben wird eine Reform dahin bezeichnet, daß deutsche Güter auf deutschen Bahnen unter allen Umständen mindestens eben so günstig behandelt und nicht theurer gefahren werden als fremde. Im klebrigen verweist das Schreiben des Reichskanzlers an den Bundes- raih auf die Begründung des früheren Antrags und mit erneutem Er­suchen um Beschlußfassung über densilben. Die von dem Bundesrath vor etwa sehs Jahren aufgestellten Grundsätze bezüglich der Einfuhr und Durchfuhr von Rindvieh aus Ö sterreich Ungarn zur Verhütung der Einschl^ppung der Rinderpist von dort her haben sich nicht als zu­reichend erwiesen, und es ist daher dem Bundesrath der Vorschlag zur Ergänzung dieser Vorschriften in folgender Weise unterbreitet worden: 1) Die Ein- und Durchfuhr lebenden Rindviehs so w'e frischen Fleisches von Rindvieh, Schafen und Zieg n aus Oesterreich-Ungarn sei bis auf weiteres zu verbieten; 2} den betheiligten Bundesstaaten bleibe jedoch anheimgegebm, hinsichtlich des Verkehrs mit Nutz- und Zuchtvieh, wel­ches aus notorisch seuchefreien Grenzbezirken stammt und nicht für den wettern Handel, sondern zur Weide oder Einstellung innerhalb eines inländischin Grenzbezirks bestimmt ist, Ausnahmen von dem Verbote unter 1 in so weit zuzulassen, als die erforderlichen Garantieen dafür zu schaffen sind, daß dergleichen Ausnahmebewilligungen nicht gemiß­braucht werden t

B erlin, 25. März. Wie wir dem Bericht der ^noahben* und Veteranen Unterstützungs-Deputation des hiesigen Magistrats für das Jahr 1878 entnehmen, waren am Schlüsse des Jahres 1877 noch sieben Unterstützung empfangende Invaliden aus den Jahren 1813/15 verblieben. Hiervon starben im Laufe des Jahres drei, so daß nur noch vier Kämpfer aus jener Zeit die Unterstützung von monatlich 40,70 Mark beziehen. (Köln. Ztg.)

Berlin, 26. März. Während die neueste Times in ihrer wiener Correspondenz über die Momente, welche die friedliche und mehr entgegenkommende Wendung Rußlands veranlaßt haben, sich im Wesent­lichen übereinstimmend mit dem äußert, was hier darüber verlautet hatte, drückt sie die Besorgniß aus, daß Rußland, wenn nicht auf das man­gelnde Einverständniß der Mächte wegen der gemischten Besetzung Ost- rumeliens, so doch auf den Widerstand der Pforte rechne, und nur die Verantwortlich'eit von sich abweisen wolle. Dies wird sich hoffentlich als zu pessimistisch erweisen. Man sah bekanntlich auch hier den Wi­derstand der Türkei vorher, glaubte indessen, daß derselbe angesichts der erwarteten Verständigung der Cabinette nicht unüberwindlich sem werde. Von Unterrichteten wird übrigens noch immer vorausgesetzt, daß die Mächte bei der Annahme des russischen Vorschlages wegen der ge­mischten Besetzung Lstrumeliens die Zustimmung der Türkei Vorbehalten werden. ,, . _

Nach der Nordd. Avg Z. ist bei der Ergänzungswahl im 1. Potsdamer Wahlbezirk an Stelle des verstorbenen Oberpräsedenten von Jagow der Erbjägermeister von Jagow (conservativ) mit 0373 Stimmen zum Mitgliede des Reichstages gewählt. Auf Dr. Bury (nateonallib., in Verein sielen 2764 Stimmen.

Die Schlesische Zeitung äußert sich sympathisch über die auf