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Zugleich Amtliches Orgs« für Kreis und Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Ssnn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage und SamstagS mit der Berliner Provinzial- Korrespondenz.
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M. 67. Donnerstag den 20. März 1879.
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Bei der Postagentut in Netra wird am 25.- März d. Js eine Telegraphenanstalt in Wirksamkeit treten.
Cassel, den 17. März 1879. T % -
Der Kaiserliche Ober-Postdirekwr.
— Berlin, 19. März. Se. Majestät der Kaiser und König nah- men heute Vormittag den Vor trag des Civil-Kabinets durch den Wuk- ÄcheN Geheimen Rath von Wilmowski entgegen und empsinaen den Ge- ggtt,W* M”*e,iir "* Äs WW “ Innern Grafen zu Eulenvurg.
— B erlin, 18. März. Zur bevorstehenden zweiundachtrigsten Geburtstagsfeier unseres Kaisers werden nach der „Köln. Ztg “ sich der König von Sachsen und viele andere deutsche Fürsten einfinden., Eine
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große Abendgesellschaft im Palais wird am Geburtstage diesmal nicht
Statt haben, da der Kaiser von seinem letzten Falle zwar ziemlich her- gestellt ist, aber sich nach dem Wunsche der Aerzte nrch schonen muß. Die allgemeine Liebe und Verehrung für Se. Majestät wird sich an diesem Lage in vielfacher Weise kundgeben, namentlich soll in den Reichshallen eine Festlichkeit Statt finden, welche für einen geringen Ein- trittspreis viele musikalische und andere Genüsse barbieten wird. Der Mangel an Ehrerbietung vor der kaiserlichen Majestät, den der Srcial- demoirat Lie! kmcht in der gestrigen Reichstagssitzung an den Tag legte, hat im Reichstage und außerhalb die allgemeinste Entrüstung hervör- gerufen und die Zurechtweisung, die Präsident v. Forckenteck ihm angedeihen ließ, ist Allen aus der Seele gesprochen.
— Berlin, 19. März. < Reichs tag.) An der heutigen Sitzung erhielt das Präsidium die Ermächtigung, Sr. Majestät dem Kaiser zu Seinem bevorstehenden Geburtstage die Glückwünsche des Hauses aus-
zusprechen. ... ^
Darauf setzte der Reichstag die zweite Berattung des Etats pro 1879/80 fort und zwar mit der Diskussion des Etats der Zölle und Verbrauchssteuern.
— Berlin, 18. März. Im Vundcsrathe ist man jetzt der seit längerer Zeit schwebenden Atänderung der Gewerbeordnung bezüglich der Wanderlager urd Waarenauctionen im Handeisausschuß näher getreten. Man wird sich erinnern, daß das Reichskanzleramt schon vor einigen Jahren auf Grund verschiedener Eingaben und Anträge die Bundesregierungen zu Erhebungen über die N aterie ausgesordert und das Resultat derselben, welches im Reichskanz'eramt zusammengestellt war, vor Jahresfrist dem Bundesrath vorgelegt hat. An der Hand dieses Materials haben jetzt Berathungen über die Reformsrage begonnen
— Bekanntmachung auf Grund des RetchSgewtzeS vom 2). Jthhi. 1878. Nach dem „R. u St.-A." Nr. 67 wurde unterm 15. März verboten: das photographische Gruppenbild, auf welchem sich die Medaillon-Porträts von 9 sozialdemvkratischen Reichstags-Abgeordneten mit Beifügung ihrer Namen, in dem Mittelfelde die Jahreszahl 1178 und die Unterschrift: „K. F. Reinders, Neudorsstraße in Breslau" befinden.
— Die Kölnische Zeitung schreibt: Bei seiner letzten Abendgesellschaft nahm Fürst Bismarck Gelegenheit zu erklären, daß ihm mit Unrecht die Absicht zügeschrieben werde, den Reichstag aufzuwsen. Und warum sollte er auch dazu schreiten, da es faum nrch zweifelhaft ist, Laß er auch mit diesem Reichstage seine Zoll- und Steuerpolitik im Wesentlichen durchsetzen kann? Selb st gegen f können die freihändlerisch gesinnten AtgeerdnÄ... ...... rv.y _......,..,, zusammenrechnen. Antwortete doch ein Abgeordneter, der bis dahin von Kornzöllen nichts hatte wissen wollen, auf die Frage nach seiner Abstimmnng: „Ich kann für mich nicht mehr einstehen I"
- Um die unter Nr. 2 der Allerhöchsten Kabinetsorbre vcm 30. April 1878 den Unteroffizieren beim Ausscheiden bewilligte einmalige Beihülfe von 165 Mk. erhalten zu können, muß der betreffende Unteroffizier volle 12 Jahre aktiv gedient haben. S)
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e Kriegsjahre kommen, rc
räch einem Erlaß des KriegS Ministers HVM 10. d. M., auf diese 12 Jahre nickt doppelt in Anrechnung, wie aus dem im 8. 10 des Gesetzes vom 4. April 1874 enihaltenen Hinweise auf die §§. 58 und 75 des HesetzeS vom ZD^Juni 1871 über die PensioniruNg ittib Versorgung der Militär pe sonen rc. unzweifelhaft folgt. ^^^
- Küsel Die hiesigen Gerber weichen ihre Kunden darauf aufmerksam, daß sie nach gegenseitiger Uebereinfünft beschlossen haben, ihre Waare nur mehr „Ziel 6 Monate" zu verkaufen, und bei @in» willigung späterer ZaNnng 6 psst Zitsen zu berechnen. Ende Oktober ljeden Jahres müssen sämmtliche RüWände enMchtet werden. ; '
— Hildes hei m. Die hiesige PokiztidirKtion hat den Schenk- '>rer Stadt ein Verzeichniß von 40 notorischen Säufern zu-- ihnen auf Grund der Hännoverschen Ministeriäl-Bersügung vom 12. März 1841 verSoM, den bezeichneten Wrsonen SWaps zu verarre!cyen
- Rudolstadt, 17. März. Das neueste Stück der Geschsamm- lurg veröffentlicht.tzas Gesetz, die Ausführung des GerichtsverfassuNgs- gefetzcs vom 27. Jam ar 1877 betr. Tancch werden die bisherigen Jnfti-LWer m Amtsgerichte, das Kreisgericht in ein Ländesgericht um-
Wirthen unserer
gesteht und
gewandelt. | ^mriOOuMeA«süMschnl-rstM.«> ■ «Är
— Pforzheim, 16. März. Heute ist hier eine von einem hiesigen gabt steten an gefertigte silberne Halskette, welche nicht wemger als 4 Pfund wiegt und von einem Zigeunerhauptmann b stellt worden ist, zur Ansicht ausgestellt.
— Bern, 19. März. Nach einer Mittheilung des „Bund' wird Ende dieses Monats eine Konferenz der Gotthardbahn-Staaten zur Prüfung des Finanzausweises des Gctthardbahn Unternehmens zusgm- mentreten "
— Wien, 18 März. Meldungen der Wlit. Corr.: Aus Adria- nepel: General Slobelew ist mit der Nrriöregarde bis auf Weiteres nach Wupopha Pascha zurückgegangen. Vor dem Mmarsche verabschiedete er sch aufs lreundschaftlichste von dem osterreichstchen Consul und den türkischen Behörden. Mit den abziehenden Rusfeü »erließen gegen 20,0(0 bulgarische Familien Rumelien. General Skobelew mußte vor- gestern eiligst Truppen noch Sliwno senden, wo der inzwischen mit dem General Stolipin und dem französischen Cowmissar Contouch ein getroffene Fiuauzdirektor Schmidt abermals das Ziel feindseliger Kundgebungen war. ^
— Pest, 18. März. Das Unterhaus hat bei der Berathung des Kultusbudgets den Antrag auf die Vorlage eines Gesetzes über M-m- benssteiheit abgelehnt, dagegen den Antrag auf die Vorlage eines M- fetzentwurfs über die Einführung der Civrlehe angenommen. Der Mr- wster-Präsident Tiszä kehrt heute Abend aus Sregedin hierher zurück.
— Brüssel, 18. Mörr. Nach hier kirgegangeNen Nachrichten ist der belgische L frikareisende Wauthier an der Dysenteri gestorben.
— Kopenhagen, 18. März Das Dampfschiff „Marienburz", welches sich mit einer Weizenladung aus der Fahrt von Danzig nach Antwerpen befand, ist in der vergangenen Nacht bei HirtSholm (un Kattrgat> gefunden. Die aus 18 Personen bestehende Besatzung ist von dem Dänziger Dampfer „Llorde", Kapitän Brvcksth,l gerettet und nach Frederilsravn gebracht worden.
- K openhagen, 19. März. Dagens Ryheder zufolge hätte die deutsche Regierung auf eine bezügliche Anfrage der dänischen geantwortet, sie betrachte die nordschleswigsche Frage durch den Vertrag vorn
11. Oktober v. J. as endgültig erledigt. . _
^H- — Paris, 18. März. (Köln. Ztg.) Der Hene französtfche Botschafter am russischen Hofe, GeneralEhanzy, der heute seine Reise nach Petersburg aulrat, beschleunigte seine Abreise, um dem Kaiser Alexander feine BeglondigungSfchreiben noch vor dessen U-berstedelung nach Livadia überreichen zu können. Ein Gerücht, daß Wadduigtofi durch den Senator und Betschafter Fournier und Say durch den letzlgen Postmeister Cr chery ersetzt werden solle, ist dem National zufolge äuge«- dicklich unbegründet. -^- ^<m, Senate brächte heute der Justtzmintster
den
Die Deputirten-