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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, ünd Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.
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Nr. 38
Freitag den 14. Februar
1879
Amtliches.'
Grundsteuer-Entschädigung.
In Folge unserer Bekanntmachung vom 13.-Ju4 1876, betreffend das Grundsteuer Entschädigungs- Verfahren, (enthalten in Nr. 35 rc. unseres Am sblattes vom Jahre 1876) ist von Seiner Hoheit dem Prinen Georg Carl von Hessen für die nachstehend bezeichneten, angeblich ihm eigenthümlich g-hörigen Grundstücke im Kreise Hanau:
a. Gemarkung G ro nau: Kartenbl. S. Parz.-Nr. 13. 2 ha 98 a 31 qm am Pfaffenwald; 58/14. 12 ha 94 a 12 qm das.; 59/14. 1 ha 52 a 66 qm das.; 60/14. 3 ha 68 a 72 qm das.; 15. 27 ha 08 a 87 qm unter dem Höllenberg; 61/17. 22 ha 96 a 46 qm am Höllenberg; 62/17. 40 a 41 qm das.; 63/17. 1 ha 26 a 25 qm das.; T. 11/4. 29 ha 68 a 92 qm die Hofwiese; 12/4. 1 ha 55 a 44 qm am P'affenwald; 13/4. 73 a 51 qm das ; 14/4. 65 a
63 qm das.; 15/6. 72 a 05 qm das.; 16/6. 9 a 31 qm das.; 17/6.
7 ha 89 a 78 qm das.; 18/6 1 ha 22 a 43 qm bak ; 19/7. 54 a 67 qm Dottergelber Hof; ü. 11/2. 1 ha 54 a 43 qm die Johannesweide ; T. 8. 72 a 23 qm Dottergelder Hof; 9. I a 91 qm desgl.;
U. 12/2. 59 a 80 qm die Johannesweide; 4. 9 ha 11 a 81 qm an
der Johannesweide; 6 6 ha 41 a 66 qm am alten Baum stück; 8.
gemacht, daß die Uebertragung von nachträglich aufgenommenen Rand' vermerken in die Nebenregiüer von den eintragenden Standesbeamten unter Beifügung des Datums besonders beglaubigt werden muß.
als
Hanau am 11. Februar 1879.
Susanne Hasielbach, geborene Priester, zu Bockenheim ist Hebamme vereidigt worden.
Hanau am 11. Februar 1879.
a 46
65 a
41 ha 03 a 89 qm das Oberleib; V. 20. 78 qm im Pfaff enwald; 84. 3 ha 26 a 64 qm am Wolfsacker.
b. Gemarkung Niederd orfeld en: Kartenblatt 4. PaLl.- Nr. zvy qm am Junkerwege; 2»u. 1 aSän^Sl- 26 a 89 qm—- das.; 5 12. 4 ha 06 a 58 qm auf dem Burghaine, Plan 24; 22/13. 6 ha 69 a 93 qm desgl; 23/13. 66 a 62 qm desgl.; 14 1 ha a 70 qm desgl ; 15. 8 ha 68 a 30 qm desgl.; 16. 1 ha 07 a qm desgl.; 6. 1. 14 ha 25 a 94 qqi desgl.; 7. 15. 20 ha 16 a qm desgl; 22 4 ha 64 a 86 qm desgl. desgl.; 2 6 ha 99 a 60 qm desgl.
19. 1. 14 ha 66 a 93
72
96
51
qm
c. Gemarkung Ob erdorfelde n : Unterwiesen.
ein Entschädigungs-Anspruch nach ß. 2 des (Gesetz-Samml. S. 327) rechtzeitig erhoben worden, d ffen Berechtigung die König iche Grundsteuer Entschädigungs-Commission anerkannt hat.
Alle Diejenigen, welche ein besseres Recht auf das Eigenthum der oben gedachten Grundstücke und auf die hierfür selige teilte Grundsteuer- Entschädigung, als der genannte Grundbesitzer zu haben vermeinen, werden hierdurch au'geiordert, ihre Ansprüche binnen einer präkiusivi- schen Frist von 8 Wochen, vom Tage der Ausgabe dieses Blattes ab gerechnet, bei uns entweder unmitte.bar oder durch Vermittelung des Kreislandraths geltend zu machen.
Jmg eichen werden alle Rea^g'äubiger und sonstigen Realberechtigten der be eichneten Grundstücke zur Wahrnehmung ihrer etwaigen Rechte auf die zu gewährende Entschädigung hierdurch aufgefordert, die diesoezüglichen Ansprüche binnen einer, mic dem Tage der Ausgabe dieses B-attes beginnenden Prä-lusivirist von 3 Monaten gleichfalls in der oben erwähnten Weise an zumelden.
Den Entschädigungsbetrag werden wir dem Berechtigten zur freien Vertilgung aushändigen lassen, wenn Niemand innerhalb der bestimmten Fristen Einwendung dagegen erhebt.
Eassel den 6. Februar 1879
Königliche Regierung,
Abtheilung für directe Steuern, Domainen u Forsten.
C. 56. 18 a 70 qm
die
Gesetzes vom 21. Mai 1861
Als Stellvertret r der Standesbeamten sind in das Amt getreten: 1) Beigeordneter Friedrich Sei bei II zu Kesselstadt an Stelle des Carl Wild dalelbst;
2) Ausschußmitglied Peter Zeh zu Kilianstädten an Stelle des Caspar Zeh daselbst;
3) Gemeinderathsglied Wilhelm Stein zu Ostheim an Stelle des Georg Küster dase.bst.
Hanau am 11. Februar 1879.
Die Herrn Standesb tarnten werden wiederholt darauf aufmerksam
12.
Verloren: Ein blau» und weiß-karrirtes Halstüchelchen. Am ds. Mts auf der Kinagbrücke eine silberne Cylinder-Uhr.
Entlaufen: Ein gelber Doggenhund weibl. Geschlechts.
Zügel aus en: Ein grauer Pinscher; Empfangnahme bei Conrad
Müller I. zu Niederisfigheim.
Gesunden: Ein Paar blaue Kinderhandschuhe. Ein leeres Portemonnaie. Ein Messer. Ein rothes Taschentuch.
Hanau am 14. Februar 1879.
Aus Königlichem Landrathsamt.
Laudwirthschastlicher Kreis-Verein Hanau.
Nächste Versammlung Samstag den 15. Februar 1879, Nachmittags 2Va Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen zu Hanau.
Tagesordnung:
— 1) Rechnunasablage. Decharche- Ertheilung.
2) Jahresbericht.
3) Neuwahl des Vorstandes.
4) Vortrag des Herrn Dr. Hesse aus Marburg über „Rationelle Ernährung der landwirthschaftlichen Nutzthiere."
Um recht zahlreiche Betheiligung wird gebeten.
Der Vorstand.
Die Herren Bürgermeister werden um Veröffentlichung des Vorstehenden ersucht.
Hanau am 28. Januar 1879.
_______ Der Landrath.
Rundschau.
R. F. Das hervorragendste Ereigniß auf dem Gebiete unserer inneren Politik ist für die vergangene Woche die Eröffnung des Reichstags. Dieselbe fand am Mittwoch durch den Kaiser Wilhelm in Person im Weißen Saa e des Königlichen Sch osses zu Berlin statt und wurde durch die bei der Eröffnungsfeier des Reichstages verlesene Thronrede unsere innere und äußere Situation beleuchtet, indem die letztere als eine im hohen Grade befriedigende und die erstere als nothwendiger Reformen bedürftig dargestellt wurde Zu erwähnen bleibt von der Reichstagseröffnung noch, daß das Aussehen unseres greisen Kaisers ein sehr vorzügliches war und daß der seitherige Präsident des Reichstages Herr v. Forckenbeck ein Hoch auf den Kaiser ausbrachte, in welches die anwesende Versammlung von Ministern, hohen Staatsbeamten und Ab. geordneten begeistert einstimmte. Was die ersten Sitzungen des Reichs- lages anbetrifft, so ist zu bemerken, daß der Reichstag zunächst neu constituirl werden muß und aus diesem Grunde im Lau'e der Wcche keine hervorragenden Berathungen des Reichstages fiattfinben können.
Der Justizausschuß hat sich in letzter Zeit lebhaft mit der Con- fiimirung des Reichsgerichts, das in Leipzig bekanntlich seinen Sitz haben wird, deschä tigt und sind die betreffenden Anträge bereits dem Bundesrath unter, reitet worden. Danach stellt Preußen für das Reichsgericht den Präsidenten, drei Senatsprästdenien, den Ober Reichsanwali, 1 Reichsanwalt und 36 Räthe, Bayern stellt 4 Räthe, Sachsen 4 Räthe, Württemberg 3 Räthe, Baden 2 Rathe, Hessen 2 Räthe, Braunschweig 1 Rath und die übrigen deutschen Staaten participiren nach Maßgabe ihrer gemeinschaftlichen Ober andesgerichte mit je einem Rath. Wenn diese Einträge die Genehmigung des Bundesraths erlangen, werden sie dem Kaiser zur Bestätigung vorgelegt, und die betreffenden Beamten des Reichsgerichts dürften dann möglichst bald ernannt werden.
Das Erkenntniß des Reichsseeamtes zu Hamburg in Sachen des