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und Windecken, sowie für die Landgemeinden deS Kreises hierdurch verboten.
Hanau am 23. Januar 1879.
Die Herrn Bürgermeister, in deren Befir! Fabriken vorhanden und in we'chen jugend-iche Arbeiter beschäftigt sind, werden an die ungesäumte Einsendung einer Abschrift von der darü er geführten ßifte erinnert.
Hanau am 3. Februar 1879.
Für Michae! Heinrich Kropp zu Kilianstädten, 33 Jahre alt ist um einen Paß zur Reise nach Amerika nachgesucht worden.
Hanau am 24. Januar 1879.
Gefunden: Ein Paar schwarze Kinderhandschuhe. Ein weißes Taschentuch. Ein Vrge'sgarn.
Zugelaufen: Ein keiner Hund, weiß und grau Entlaufen: Ein ge.b' und weißgefleckter Hühnerhund.
Hanau am 8. Februar 1879.
Aus Königlichem Landrathsamt.
Lan-wirthschastticher Kreis-Vtrei« Hanaa.
Nächste Versammlung Samstag den 15 Februar 1879, Nachmittags 2Va Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen zu Hanau. Tagesordnung:
1) Rechnungsablage, Decharche-Ertheilung.
2) Jahresbericht.
3) Neuwahl des Vorstandes.
4) Vortrag des Herrn Dr. Hesse aus Marburg über „Rationelle Ernährung der landwirthschaftlichen Nutzthiere."
Um recht zahlreiche Betheiligung wird gebeten.
Der Vorstand.
Die Herren Bürgermeister werden um Veröffentlichung des Vorstehenden ersucht.
Hanau am 28. Januar 1879.
Der Landrath.
TKIZsschkK-
— Berlin, 7. Febr. Se. Majestät der Kaiser und König empfingen gestern Nachmittag um 4 Uhr den Reichskanzler Fürsten von Bismarck.
— Bekanntmachung auf Grund des ReichsgesetzeS vom 21. OStdr. 1878. Nach dem „R. u St.-A." Nr. 33 wurde unterm 4. Februar verboten: die vom 9. und 23. Januar 1879 datirten Nummern 1 und 2 des VI. Jahrganges der in Reich mberg eischeinenden periodischen Druckschrift: „Arbeiterfreund. Sozialpolitische Zeitschrift für das arbeitende Volk".
— Berlin, 7. Februar. (Abgeordnetenhaus) Im weiteren Verlaufe der gestrigen (45.) Sitzung ging das Haus zur zweiten Berathung des Entwurfs einer Schiedsmannsordnung über; derselbe wurde mit unwesentlichen Abänderungen nach den Kommissionsvorschlägen angenommen.
Es folgte die Fortsetzung der zweiten Berathung des Etats, und zwar des Eiats der Justizverwaltung, welche Position das Haus auch noch in heutiger (46.) Sitzung beschäftigte. Vorher genehmigte dasselbe in dritter Berathung den Gesetzentwurf, betr. die Deckung der erforderlichen Mehrkosten für den Bau der Bahnen: von der Reichsgrenze bei Sierk über Trier und Coblenz unter fester Ueberbrückung des Rheins nach Oberlahnstein zum Anschluß an die Lahnbahn und von Godelhnm resp. Ottbergen nach Northeim, nachdem der Staats-Minister Maybach das Einverständnitz der Staatsregierung mit den Beschlüssen zweiter Lesung erklärt hatte; nahm unverändert und ohne Debatte sodann in dritter Berathung den Entwurf einer Schiedsmanns-Ordnung an und erstattete den Nachweis über die Verwendung des in dem Etat der Eisenbahnverwaltung pro 1. April 1877/78 unter Titel 9 der einma- ligen und außerordentlichen Ausgaben vorgesehenen Dispositionsfonds von 900,000 Mk. auf Antrag des Abg. Dr. Hammacher, des Referenten der Budgetkommission, für erbracht. (R. u. St.-A.)
— Die Geschäfte des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg führt während der Erledigung der Stelle der Regierungs-Bicepräsident v. Schlotheim in Potsdam.
— Die Königlichen Eisenbahndirektionen und Kommissionen sind vom Handels-Ministerium ermächtigt worden, für die Ermittelung und Anzeige der Urheber von Freveln, durch welche dieSicheiheit des Bahnbetriebes gefährdet wird, je nach der Bedeutung des Falls Belohnungen bis zur Höhe von 300 Mk. auszuloben und dem Denunzianten aus
zahlen zu lassen, falls auf Grund seiner Anzeige die rechtskräftige Ver« urthülung des Thäters erfolgt.
— Königsberg. Das Kriminalgericht zu Gumbinnen hat am Montag, ' en 3. d. Mts , den fortschrittlichen Gutsbesitzer, Herrn Hundsdörfer, zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt, weil er in seiner Eigenschaft als Mitglied des Wahloorstandes Wahlzettel mit dem Namen des konservativen Kandidaten, Ober-Staatsanwalts Saro, vernichtet und f att derselben Zettel mit dem Namen des fortschrittl chen Wahlkandidaten, von Saucken-Julienf-lde, eingeschmuggelt hat«e (Ostpreuß. Zt.)
— Braunschweig, 7. Febr (Köln Ztg) Die Verhandlungen der Commission für das Regentschaftsgesetz sind noch nicht zu Ende gediehen; es liegt ein Sch'ußbericht noch nicht vor Vielmehr wird nach Abfassung desselben noch eine Ccmmissionssitzung zur endgültigen Feststellung Statt finden Wie erwartet, haben sich in der Commission wesentliche Meinungsverschiedenheiten gegenüber den Anschauungen der Landesregierung nicht herausgel-ellt und wird sonach die Regierungsvorlage mit unbed u enden Veränderungen dem Landtage zur Annahme empfohlen werden.
— Coburg Die in unserer Nachbarschaft entspringende Bitterquelle Friedrichshall hat im v rigen Jahre nicht nur im Auslande, sondern namentlich auch in Deut ch and wiederum einen erheblich vermehrten Absatz geunben. Es ist diese Thatsache bemerkenswerth, nicht nur weil sie für die Vortreff ichkeit der unseren Bergen entstammenden Naturgase den unumstößlichsten Beweis liefert, sondern mehr noch, weil sie zeigt, daß ein gutes von dem Vertrauen der Aerzte getragen.s Heilmittel auch ohne große Reklame seine Consumenten findet.
— Pest, 7. Febr., Vormittags. (R.- u. St.-Anz.) In einer Konferenz der Minister wurden mit den rumänischen Delegirten Vereinbarungen getroffen behufs Entsendung einer Kommission nach Rumänien, welche über die Gesundheitsverhältnisse in Bulgarien, Bessarabien und den von den Russen besetzten Gebietstheilen authentische fortlaufende Berichte erstatten soll. Rumänien gestattet Rußland nur wenige Einbruchsstationen. Die aus Rußland nach Rumänien kommenden Reisenden müssen ein rumänisches Certifikat haben darüber, daß sie sich den entsprechenden vorgeschriebenen Maßnahmen unterzogen haben. Die rumänische Regierung wird dahin zu wirken suchen, daß die russischen Etappenlinien weiter ostwärts gelegt werden und daß westlich von denselben längs der Donau und des Pruth ein Kordon gezogen wird und der Schiffsverkehr auf der oberen Donau frei bleibt.
— In Norrköping in Schweden wu.de am 2. d. Mts, Abends 6 Uhr, ein ziemlich starkes Erd.eben bemerkt, das gegen 30 Sekunden anhielt und von einem starken Getöse begleitet war. Auch in Linwping, Nyköping, Finspong und Eskilstuna wurde die Erschütterung beobachtet.
— Paris, 6 Febr. (Köln Ztg.) Die Botschaft des neuen Präsidenten der Republik wurde heute in beiden Kammern, im Senate vom Conseilpräsidenten Waddington, vorgelesen Diese be lautet:
Meine Herren Senatoren (Deputirte-I Als die Nationalversammlung mich zur Präsidentscha t der Republik erhob, erlegte sie mir gewisse Pflichten auf. Ich w rde mich unermüdlich beeifern, dieselben tu erfüllen und mich glücklich schätzen, wenn ich unter der sympathischen Mitwirkung des Senats und der Kammer der Deputirten es vermag, nicht hinter dem zurückzubleiben, was Fran'reich von meinen Bemühungen und von meiner Hingebung zu erwarten berechtigt ist. Aufrichtig dem großen Gesetze des parlamentarischen Systems ergeben, werde ich in keinem Falle gegen den Volkswillen, der durch seine verfassungsmäßigen Organe ausgesprochen ist, in Kampf treten In den Gesetzentwürfen, die derselbe den Kammern zur Abstimmung vorlegen wird, und in den durch die parlamentarische Initiative aufgewor enen Fragen wird die Regierung sich von den wirklichen Bedürfnissen, den baren Wünschen des Landes und dem Geiste des Fort chrittes und der Beruhigung leiten lassen ; sie wird sich hauptsächlich mit der Aufrechterhaltung der Ruhe, der Sicherheit, des Vertrauens, dem höchsten der Wünsche Frankreichs, dem gebieterischen seiner Bedürfnisse, beschäftigen. In der Handhabung der Gesetze, welche der allgemeinen Politik ihren Charakter und ihre Richtschnur ertheilfi wird sie sich von dem Geiste leiten lassen, der diese den eingegeben hat; sie wird freisinnig, gerecht gegon alle Beschützer berechtigter Interessen und die entschlossene Vertheidigerin der Interessen des Staates in ihrer Fürsorge für die großen Einrichtungen sein, welche die Säu en des gesellschaftlichen Gebäudes sind. Sie wird unserer Armee eine große Aufmerksamkeit widmen, und deren Ehre und Interessen werden der beständige Gegenstand ihrer eifrigsten Fürsorge sein, indem sie den erworbenen Rechten und geleisteten Diensten gerechte Rechnung trägt. Heute, wo die beiden großen Gewalten von demselben Geiste beste t sind, der der Geist Frankreichs ist, wird sie dafür wachen, daß die Republik von Beamten bedient werde, die weder ihre Feinde, noch ihre Lästerer sind. Sie wird fortfahren, die guten Beziehungen zu erha'ten und zu erweitern, we che zwischen Frankreich und den auswärtigen Mächten bestehen, und auf diese Weise zur Befestigung des allgemeinen Friedens mitwirken Durch diese lioera.e und wahrhaft conseroatwe Politik werden die immer einigen, immer von demselben Geiste beseelten