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Nr. 29.

Hananer Tmemer.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt HanaUd Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage- und Samstag- mit der Berliner Provinzial- Lorrespondenz.

Dienstag den 4. Februar

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1879.

Amtliches.

Den Ortsvorständen wird zur Publikation eröffnet:

Bei der mikroskopischen Untersuchung des Fleisches auf Trichinen durch amtliche Fleischbeschauer muß die Genehmigung zur Ausübung diesesGewerbes" unterschieden werden von der durch Polizei-Verord­nung gemachten Auflage, daß bestimmte Ortschaften respve. deren Ein­wohner die Fleischschau bei einem bestimmten Trichinenschauer vornehmen lassen müssen.

Der concessionirte Fleischbeschauer wird sein Gewerbe überall und für Jedermann aurüben dürfen; die Behö-de aber ist unzweifelhaft be­rechtigt, den Bewohnern bestimmte Orte aufrugeben, bei einem bestimm­ten Fleischbeschau» untersuchen zu h ssen. Diese Befugniß der Polizei­behörde ergibt sich aus der Verordnung über die Polizeiverwaltung vom 20. Septbr. 1867. Es handelt sich hier um polizeiliche Vorschriften zum Schutze des Lebens und der Gesundheit und um solche Einrich­tungen, welche zur Durchführung der hierauf abzielenden Maßregeln erforderlich sind.

Ohne diese Maßregeln würde auch die so nothwendige Controls ganz unmöglich sein.

Jedermann darf somit bei jedem opprobirten Trichinenschauer untersuchen lassen; dies befreit ihn indessen nicht von der Verpflichtung außerdem noch bei dem von der Behörde bestimmten Schauer, welchem die betr. Ortschaft als Schaubezirk amtlich zugecheilt ist, diese Unter­suchung vornehmen zu lassen, um sich der Polizeibehörde gegenüber durch das vorgefchriebens Attest des für den Polizeibezirk bestellten Fleischbe­schauers ausweisen zu können.

Dieselben Grundsätze finden Anwendung in den größeren Stadt- und Landgemeinden, in welchen mehrere Schaubezirke gebildet find.

Hanau am 26. Januar 1879.

Im Frühjahr werden wieder Baumwärterlehrlinge in das König­liche pomol gische Jnsti ut zu Cassel ausgenommen. Der Cursus be­ginnt in der ersten Hälfte des März. Die Lehr-inge erhalten pro Tag einen Lohn von 90 Pfennige. Kostge'd beträgt pro Monat 39 bis 42 Mark. Soweit der Vorrath reicht, werden an die sich zeitig Meldenden Edelreiser von der am 11. Januar v. J. Nr. 12 des Hanauer Anzeiger bekannt gegebenen Obsiserte gegen Verrechnung der Ver Packung unentgeldlich aus dem Garten des pomologischen Instituts abgegeben.

Hanau am 31. Januar 1879.

Die Herrn Fabrikanten werden ersucht, diejenigen Arbeiter unter 21 Jahren, deren frühere Arbeitsbücher noch nicht gegen neue nmge- tauscht sind, zum Umtausch nunmehr zu veranlasst n.

Hanau am 29. Januar 1979.

Auf Grund des §. 16 des Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878 wird das Einsam« eln von Beiträgen zur Unterstützung von Vereinen, Instituten und Privatpersonen, welche durch die Ausführung des gedachten Gesetzes betroffen sind, oder in Zukunft etwa betroffen werden, sowie die öffent­liche Aufforderung zur Leistung solcher Beiträge für die Städte Hanau und Windecken, sowie für die Landgemeinden des Kreises hierdurch verboten.

Hanau am 23. Januar 1879.

,Die Herrn Bürgermeister, welche mit der Einzahlung der Beträge für die hier entnommenen Arbeitsbücher im Rückstände sind, wollen in- «erhalb 8 Tagen solche bewirken.

Fernere erforderliche Arbeitsbücher und Arbeitskarten sind bei dem hiesigen Waisenhaus pro Stück 10 resp. 2 Pf. zu entnehmen.

Hanau am 24. Januar 1879.

Die Herrn Bürgermeister, in deren Be irk Fa*ri'en vorhanden und in welchen jugendnche Arveiter beschäftigt find, werden an die un­

gesäumte Einsendung einer Abschrift von der darüber geführten Liste rinnert.

Hanau am 3. Februar 1879.

Für Michael Heinrich Kropp zu Kilianstädten, 33 Jahre alt ist um einen Paß zur Reise noch Amerika nachgesucht worden.

Hanau am 24. Januar 1879.__ Landwirthschastlicher Kreis-Verein Hanau.

Nächste Versammlung Samstag den 15. Februar 1879, Nachmittags 2^2 Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen zu Hanau. Tagesordnung:

1) Rechnungsablage, Decharche-Ertheilung.

2) Jahresbericht.

3) Neuwahl des Vorstandes.

4) Vortrag des Herrn Dr. Hesse aus Marburg überRationelle Ernährung der landwirthschaftlichen Nutzthier>."

Um recht zahlreiche Betheiligung w rd gebeten.

Der Vorstand.

Die Herren Bürgermeister werden um Veröffentlichung des Vor­stehenden ersucht.

Hanau am 28. Januar 1879.

___________________________Der Landrath.__________________________

Rundschau.

E. F. Die leutselige Ha'tung des Berliner Hofes ist, wie be­kannt, schon seit Jahren ein nichtiger Fa'tor im Leben der deutschen Hauptstadt und zeigte sich beiseite mr wenigen Tagen wieder als ein wirk am r Zauber bei dem st genannten Sutstriptions-Balle, der am letzten Freitage im lönig ichen Lpernhause statt and. Hatte nun auch dieser Subscriptions Ball diesmal ein be anderes Interesse für das Pu­blikum, da man den geliebten Kai er wieder zu sehen preßte, so war bi d) auch das eigenartige ^eft, weiches die E ite d r Gesellschaft in öfientl cher Vereinigung zeigte. schon reuvoll genug, um die es Fest für Jedermann anziehend ,u machen. Eine freudige Bewegung ging durch die Massen, als der kaierliche Hof im Bai saal erschien und ha blaut ging der R uf von Mund zu Mund:®irt ist der saiier." Kaum braucht wrhl auch erwähnt u w rden, daß der Sulscriptions-Ball in v ürdigsier Weise rerlief und al en seinen 2heilnehmern, zumal den sich leutselig auf dem Baosaa.e bewegenden sürst-ichen Perionen, alle Ehre machte.

Angesichts der schon in nächster Woche beginnenden Reichstags« felfion hat der Bundesrath wegen der betreffenden Ee etzesvorlagen zur Zeit am er rdentlich viel Arbeit zu erledigen, weshalo der e-te sehr häufig Sitzungen a t. Auch am letzten Sonnabend fand eine Ple« nari tzung des # undesrathes unter dem Berlitz des Reichs an leramts- prä, deuten Hofmann stat, in we cher in erster Reihe Vorlagen wegen der Fest, el'ung des Reichshausha tsetats für das laufende Jahr näherer Prü'ung unterzogen wurden ferner gelangten zur Erledigung: Ge- setzesw rlagen ü er die ältliche Prüfung, das Fauftp andrecht für Schuldver chrei ungen und die Protokot genehmigung des Zoll- und Steuerausschusses; desg eichen wurden n ch eine Anzahl mündlicher Be­richte ürer verschiedene Z-oeige des Reichshau Haltsetats erstattet.

Bon der Thätigkeit der Zolltarsicommiisnn er ährt man so gut wie gar nichts und es ist daher auch an unehmen, dag wichtige oder entscheidende Berathungen inuerhalo dieser Ermmi-sion nicht > attgefun- den haben. Wie es scheint, sind die Berathungen der Zolltarife mmis- sion durch irgend n elche r rsachen ins Starten gerathen, denn es ver­lautet mit Bestimmtheit, bat der Vorsitzende der Zootarifc mmissiou Freiherr v. Barn üler tch nach .'riedrichsruhe zum Fürsten Bismarck wegen neuer Instrukti neu bege en ha e.

Unser Alge rdnctenhaus behandelte bis in die jüngste Zeit herein Gegen! ände exciun er Art und war die Fo ge davon, da parlamenta­rische Formaliäten und technische Erörterungen,. hne ein Hero rragendes Interesse 6u erwecken, auf einander folgten. Dazwischen gab es aller«