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uhr, Betttuch und Ueberzieher gestohlen, in demselben Gasthause dieser Tage wiederum 2 Frauenkleider, 2 Hemden und 1 Tischtuch. Letzterer Diebstahl führte zur Entdeckung der Thäter, bestehend aus drei Jungen, 11, 12 und 13 Jahre a't. Die sauberen Bürschchen versilberten die gestohlenen Gegenstände und vergeudeten das Geld. Der ältere der Kumpane wurde in Hast genommen und auch d n beiden jüngeren wird die ernsteste Behandlung zu Theil werden; möchten sie dieselbe beherzigen und von ihrem sträflichen Gebühren, das schließlich zum Zuchthause führen muß, ablasskn.
— Zu den verschiedenen Eisbahnen (Häuserswiese, Teich, Waldesel) ist neuerdings noch eine recht schöne ungefährliche gekommen, indem ein Unternehmer die Müller'sche Wiese an der Kesselstädter Chaussee in fahrbaren Zustand gesetzt und daselbst auch ein Schlittenkaroussrl angebracht hat. Bleibt also bie Witterung hierfür günstig, so ist Schlittschuhläufern Gelegenheit genug geboten, sich diesem gesunden Vergnügen hinzu- geben.
— (Immobi li en - Umsö tz e.) Das Dörr'sche HauS, französische Allee Nr. 15, erkaufte Herr Maurermeister Wirth um die Summe von 25,000 Mk. — Bei gestrigem Verkaufstermin wurde von Herrn A. Berg auf das Haus der Firma Horn u. Götz 46,000 Mk. geboten, der Zuschlag jedoch noch nicht ertheilt.
— Im Jahre 1878 wurden in Hanau 365 Kinder konfirmirt, und zwar in der Marienkirche 181 (96 Knaben, 85 Mädchen), in der Jo- hanniskirche 109, in der holländischen Kirche 21 (12 K. 9 M.), in der wallonischen Kirche 6 (3 K. 3 M.), in der katholischen Kirche 39 und in der israelitischen Gemeinde 9 (4 K und 5 M.).
Bersteigerungs- und Berpschtungs- rc. Kalender für Mittwoch den 15. Januar.
Vorm. von 9 bis 10 Uhr findet bei Königl. Amtsgericht, Abth. II dahier, Termin in der Concurkangelegenheit des Handelsgärtners Joh. Konrad Jordan dahier statt (s. Nr. 301 „Han. Anz." von 1878).
— Für heute. Hanauer GeschichtSverein: Abends 7 Uhr Mo- natsversammlung im „Gasthof zum Riesen"; Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Wolf über Seligenstadt und Einhardt.
— Cassel, 11. Jan. Das ,Hcss. Wochbl." schreibt: Nach vollständiger Fertigstellung der Berlin-Coblenzer sowie der an dieselbe an- schließendtn Cassel Waldkappeler Bahn wird es nicht weniger als fünf directs Schienenwege von hier nach Berlin geben. Der kürzeste, der etwa 48 Meilen lang ist, führt über Münden-Nordhausen-Blankcnhain-Calbe, der nächst kürzeste (ca. 50 Meilen) über Münden Nordhausen-Halle, ein dritter fast gleich langer über Kreiensen-Magdeburg, der vierte (fast 52 Meilen) über Waldkappel Efchwege Blankenhain-Calbe und der fünfte, ca. 58 Meilen lange endlich über Bebra Erfurt-Halle.
Ki — Cassel, 11. Jan. Die bei Gelegenheit der Versammlung in Bebra am 22. v. M. einstimmig beschlossene, dem Herrn Justizminister übermittelte Resolution, betr. daS Wucherwesen, hat, nach dem „Hess.
Wochbl.", folgenden Wortlaut: Der hier constituirte hessische Verein für wirthschaftliche Interessen, bestehend aus Industriellen, Landwirthen, Kaufleuten und Vertretern des Kleingewerbes, hat seiner lebhaften Entrüstung über das auch im hiesigen Regierungsbezirke immer mehr überhand nehmende wucherische Unwesen Ausdruck verliehen, und einstimmig beschlossen, Ew. Exellenz gehorsamst zu bitten, in dieser Hinsicht auf möglichst baldige gesetzliche Abhülfe Bedacht zu nehmen. Die Justizbehörden des hiesigen Regierungsbezirkes werden sicher in der Lage sein, Ew. Excellenz die erschreckende Zunahme dieser Uebelflände zu bestätige« und bezügliches Material zu liefern.
— Witzen Hausen, 12. Jan. Gestern verbreitete sich hier die Nachricht, daß der Lehrer Quehl in Merzhausen seinem Leben durch einen Schuß ein Ende gemacht habe. Derselbe ist ein noch ganz junger Mann in den zwanziger Jahren, daher ist dieser verzweifelte Schritt um so unerklärlicher. (Tgspst.)
Aus der Umgegend.
— Der Frankfurter „General-Anzeiger" schreibt unterm 13. Januar aus Frankfurt a. M. Ein Bauersmann kam zu seinem Hypotheken« Gläubiger, um seine Zinsen zu berichtigen. Bevor er das Geld auf den Tisch legte, setzte er dem Gläubiger auseinander, daß eben Alles billiger sei, er mithin auch ein Anrecht darauf habe, nachdem er schon eine Reihe von Jahren 6 pCt. bezahlt, nun 5 pCt. zu entrichten. Dem Betreffenden wollte dies nicht einleuchten, worauf es zu Auseinandersetzungen kam und das Bäuerlein seinen Dornstock so Lästig handhabte, daß dem Gläubiger die Tinte sehr rasch aus der Feder floß, und er quittirte, was das Männlein wollte. Als der Heimgesuchte in seine Familie kam und den Hergang erzählte, drang sie in ihn, diese Erpressung zur Anzeige zu bringen, doch besänftigend sagte er: „Hab' ich doch den Mann schon zehn Jahre genossen, kann er mich doch auch einmal genießen."
— Darmst adt, 13. Ja«. Ein Gardist von der 12. Compagnie des Leibgarde-Regiments ertränkte sich, nachdem er zuvor mit seinem Faschinenmesstr ein Lach in's Eis gehauen, am sog. „Zapfen" im großen Woog. Der Unglückliche, welcher feine Energie einer besseren That hätte widmen dü fen, heißt Georg Breitwieser aus Oberramstadt. Die Motive sind noch unbckannt. (Hess. Landesztg.)
— Aus dem Großherzogthum Hessen, 12. Jan. Die „Hess. LandeSztg" schreibt: Nach einer noch keineswegs gänzlich erschöpften Zusammenstellung sind in den letzten 3 Jahren in unserem Lande mehr als 500 Morgen Korbweidenkulturen entstanden, die bereits hohe Erträge abzuwerfen beginnen. (Verdient Nachahmung. D. Red.)
Thermometerstand.
13 Januar. Tiefster Stand — 41 /»• Abends 7 Uhr — W;
14 Januar. Morgens 7 Uhr + Vs0, Bormittags 10 Uhr, + 1°.
Bekanntmachung.
Mittwoch den 1 5. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen im Königlichen Amtsgericht dahier:
1 kleiner Wagen, 2 Zughunde, öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung verkauft werden. (I. H. 249/78) ' 339
Hanau am 14. Januar 1879.
Stürmer, Amtsbote.
Jagd-Verpachtung.
Die der Gemeinde Heldenbergen eigenthümlich zustehende Feld- und Waldjagd in der Gemarkung Heldenbergen, auf einem Flächenraum von circa 950 Hektare (3800 Morgen) soll
Freitag den 7. Februar d. I., Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Gemeindehause auf weitere sechs Jahre verpachtet werden, wozu Pachtliebhaber «ingelsden werden.
Heldenbergen den 13. Januar 1879. 344
Großherzogliche Bürgermeisterei Heldenbergen. _____________________Löhner.
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Kommenden Montag den 2 0. Januar,
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428 Kiefern-Schwarten versteigert. 332
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Herrn Ed ItüMifjen.
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(Zeugniß Nr. 16121.) Benachrichtige Sie mit Vergnügen, daß mein Vertrauen zu Ihnen gerechtfertigt ist, meine Haare werden dichter nnd wachsen rasch, auch die lästigen Schuppen sind verschwunden. Ihnen meinen tiefgefühltesten Dank sagend zeichnet.
Elsterstein, Rheinbaiern, 17./5. 1873.
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