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toOTszemeK* PreiS:

LSHrliS 9 Mark.

H-lSj.4M.S0P.

«lerteljährlich , Wart 25 Ps» -Wir auswärtige atonnentai mit dem betreffen, »ro P-stausjchlag. Wir einzelne Nun»

«er 10 Psg.

M 289«

ferner Inniger.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial Correfpondenz.

Donnerstag den 12. Dezember.

ZUferti»«»- PreiS:

Die ispaMge (Bannonbidle oh. deren Kaum

10 Psg.

Die Sipalt. Leite 20 Psg.

Die»ss>altigeLeUe 30 Psg.

We.

Amtlicher.

Lan-wirthschastlicher Lrew-Vtrein Hana«.

Nächste Versammlung Samstag den 14. Dezember, Nachmittags 2V2 Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen in Hanau.

Tagesordnung:

1) Verschiedene wichtige Mittheilungen (Schlachtviehausstellung in Frankfurt a. M., Kreisbaumschule), (Dr. Hesse, Marburg);

2) Beschaffung von Saatgetreide zur Sommer-Bestellung;

3- Wiesenbau, Referent A. Riegelmann;

4) Hühnerzucht.

5) Eingabe an Kgl. Regierung, Wiederbesetzung der Kreis-Thierarzt­stelle betreffend.

Behufs Unterzeichnung der Eingabe wird um zahlreiches Erscheinen gebeten.

Der Vorstand.

Die Herren Bürgermeister werden um Veröffentlichung des Vor­stehenden ersucht.

Hanau am 26. November 1878.

Der Landrath.

Tages schkN.

Bekanntmachung auf Grund des Reichsgesetzes vom 21. Oktbr. 1878. Nach demR. u. St.-A." Nr. 291 und Nr. 292 sind unterm 8. und 9. Dezember verboten worden: der GesangvereinBruderkette" zu Frankfurt a. d. O.; die am 7. d. M-s. ausgegebene Nummer 320 der WochenschriftDer Kalkulator an der Elbe", Verlag von R. Reinhardt in Dresden, Druck von L. Heinke in Colditz; sowie die Nummer 143 derDresdner Volkszeitung" von Sonntag, den 8. d Mts. (verant­wortlicher Redacteur Ernst Hermann, Verleger Wilhelm Wolf, Druck von Ch. Grahl, allerseits zu Dresden) und ebenso das fernere Erschei­nen dieser periodischen Druckschrift.

B e r lin, 11. Dezbr. Se. Majestät der Kaiser und König hörten heute Vormittag die Vorträge des Chefs des Civil-Kabmets, Wirklichen Geheimen Raths von Witmowski, sowie des Staats-Sek-e- tärs, StaatS-Ministers von Bülow, und empfingen den Königlich baye­rischen General Major von Fries, welcher seine Abberufung von der Stellung als Militärbevollmächtigter meldete.

Ber lin, 11. Dezember. (Abgeordnetenhaus.) Im weiteren Verlaufe der gestrigen (14.) Sitzung wurde die erste Berathung des Ge­setzentwurfs, betreffend die Aufbringung der Gemeindeabgaben, fort­gesetzt.

Nach längerer Debatte wurde die Vorlage an eine Kommission von 21 Mitgliedern verwiesen und darauf die Sitzung um 3/e Uhr vertagt.

In der heutigen (15.) Sitzung theilte der Präsident mit, daß ein Schreiben des Justiz Ministers, betreffend die Einstellung des Strafver­fahrens gegen den Abg. Dr. Franz eingegangen sei. In dritter Be­rathung wurde sodann ohne Debatte der Gesetzentwurf, betreffend die Erweroung von Grundstücken zum Neubau der geburtshülflichen Klinik der Universität zu Berlin angenommen. Den Entwurf einer Hauberg­ordnung für den Kreis Siegen beantragte der Abg. Parisius an die um sieben Mitglieder verstärkte Agrarkommifsion zu verweisen Der Abg. Knebel sprach sein Bedauern darüber aus, daß nicht auch eine Gehöfer- fchastsordnung dem Hause vorgelegt sei. Der Regierungs Kommissar, Geheime Regierungs-Rath Rothe, wies darauf hin, daß, w-nn man ein- mal zum Zwecke eines wirksameren WaldschutzeS in die Theilungsgesetz- Ssbung eingreife, sich dies nicht nur auf die Gehöferschaften beschränken dürfe. Der Abg. Frhr. von Heeremann erklärte, er begrüße es mit uteuben, daß die Regierung in dieser Vorlage die früheren Kommissions- beschlüffe in Betreff einer freieren Selbstverwaltung der Interessenten ln weitem Maße berücksichtigt habe und sprach die Hoffnung aus, daß wan dieses Mal die Interessenten direkt hören werde. Der Antrag Pa­

risius wurde angenommen. Darauf begründete der Abg. Bachern den Antrag des Abg. Mindthorst (Meppen), welcher lautet:

Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: dem nachfolgen­den Gesetzentwürfe wegen Abänderung des Gesetzes vom 31. Mai 1875, betreffend die geistlichen Orden und ordensähnlichen Kongre­gationen der katholischen Kirche, die verfassungsmäßige Zustimmung zu ertheilen." (R. u. St.-A)

Berlin, 11 Dez. (Köln. Ztg) Wie man hört, hat auch Fürst Gorischakow in hiesigen Gespräch?» sich friedlich ausgesprochen und die Ueberzeugung auSgebriiät, daß weder Afghanistan noch der Orient Schwierigkeiten zwischen Rußland und England oder einer an­dern Macht Hervorrusin werde. Von Gortfchakow^ Rücktritt scheint nicht die Rede zu sein.

Zwischen Preußen und Anhalt ist wegen Anlegung einer Eisen­bahn von Blumenberg nach Staßsurt am 30 September d. I. ein Ver­trag abgeschlossen worden. Die Ratifikation dieses Vertrages und die Auswechselung der Ratifikationsurkunden hat stattgefunden.

Die Reichsbank hat den Bankdiskont auf 41/s und den Lom­bardzinsfuß auf 5^2 pCt. herabgesetzt.

S. M. Glaittucks-KorvetteLuise", 8 Geschütze, Kommandant Korvetten-Kapitän Schering, ist am 7. d. M. in Plymouth eingetroffen und beabsichtigte nach Einnahme von^Kohlen die Reise nach Ostindien und China fortzusetzen.

Dresden. Eine Post ug-Beraubung so auffälliger Art, wie sie sich je in den amerikani ch-n Prairien zugetragen haben mag, wi-d aus Dresdin gemeldet. Wir würden Anstand nehmen, an diesen Raub zu glauben, wenn nicht ein Blatt wie dosDresdener Journal" die Thatsache mütheilte und hinzufügte, daß dieselbe ihm von zuverlässiger Seite gemelbtt werde. In dem Abends 6 Uhr 45 Minuten vom böhmischen Bahnhof nach Reichenbach verkehrenden Person^nzag lauf n auch zwei Wagen der kaiserlichen Postverwaltung, von denen der eine die Poststücke aufnimmt, während der andere bem betreffenden Postbe­amten als Bureau und Aufbewahrungsort der Geld- und Werthbriefe angcw.es- n. ist. Be-de Wagen sind mit einander derartig verbunden, daß eine KommnNikation der Beamten während der i^ahrt statt frühen kann. Donnerstag Abrnd haim» dw Wagen der Postsikretär Taubert, der Praktikant Lindner und der Postickaffner May des Eisenbahn- PostamteS Nr. 20 n begleiten. Während nun die drei Beamten zwi­schenWle Krone" und Klingenberg im Büreauwag-n mit Erledigung der Arbeiten beschäftigt waren, öffnet sich unerwartet die Thür und herein trat ein Mann, in der rieten Hand einen mehrläufigen, dem Ansehen nach neuen Mvolver hal'-end und kategorisch die Herausgabe der Geldbriefe verlangend. Auf die Seitens des Sekretärs abgegebene Erklärung, daß sämmtliche Werthfachen im anderen Wagen untergebracht seien, bemerkte der Fremde, daß dies nicht der Fall sey griff hierauf, den Revolver immer noch drohend auf die drei Beamten gerichtet, mit der linken Hand rücklings in eines derjenigen Fächer h nein, in w lch; dergleichen Stücke sortirt niedergelegt zu werden pflegen und entfernte sich mit einem Pocket Briefen aus dem Wagen mit der Versicherung, er werde I den, der einen Versuch machen sollte, ihm zu so g^n, sofort Über den Haufen schießen. Die sofort bei der Ankunft in Freiberg an- gestellten Etheoungm haben er e; en, daß in Summa W Briefe geraubt worden sind, von b.nen 8 eingeschrieben gewesen, die andern beiden ca. ICO M. enthalten haben. Der Thäter sicht in einem Alter von 25 30 Jahren, hat blonden Schnurrbart und im Wachsen begriffenen Backenbart, ist mittlerer Sialuc, nett gesunder Gesichtsfarbe, hatte tmlbe Züge und trug neben einer Eisenbahn- i imstwütze einen langen abge­tragenen braunen Ueberzieher. Das Zugpersonal erinnert sich, einem derartigen mit Billet versehenen Mann in Tharandt auf Verlangen das Retiradenkoupee, welches in einem an den Postwagin anstehenden Per­sonenwagen sich befand, geöffnet zu haben und ist derselbe allem Ver­muthen nach hinterEdle K-one" auSgeftiegtn und in den benachbarten Postwagen eingedrungen. D.-r Umstand, daß vorher die auf dem Ver­deck der Wagen befindliche Zugleine durchschnitten worden, um sie für das Herbeirufen von Hilfe unbrauchbar zu mache», läßt darauf schließ«,