Einzelbild herunterladen
 

M»MkSte»«- $ttW:

Mhrttch » MarL tzE t L-- 50».

Kirrt-ljLHE t Wa-r 25 W, $51 auswärtig«

KEsmtcniat »it dem betregen. äni $oSai.ff$tag. Wetajehw Num­mer 10 Pig.

M 250.

finitrtucr Aiytiacr.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausuahme k« Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstatzs mit der Berliner Prsvinzial-Lorresp'mdeoz.

Kssertiv«».

Prei»:

Die ifpaltige Varnwudzcklc od. leren Raum

10 Pig.

Sie -ii-ult. Seite

20 Psg.

SieSfHittgeBHl«

80 Psg

Samstag den 26. Oktober. WM

Bestellungen

auf den

Hanauer Anzeiger

für die Monate November & Dezember können bei allen Postanstalten sowie bei der Expedition (Waisen- Haus) gemacht werden._____________________________________________

AmtLicheS,

Winter-Cursus 1878-1879 der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen ProsinzialvereinS für Ober- Hesstn zu Friedberg.

Die Ackerbauschule zu Friedberg wurde im Jahre 1870 von dem landwirtschaftlichen Verein für die Provinz Oberheffen gegründet. Die Kosten ihrer Unterhaltung werden durch Beiträge deS genannten Ver­eins, der Kreisrasfe deS Kreises Friedberg, der Mathilden stifte Friedberg- Butzbach und Bilbel, sowie der Stadt Friedberg bestritten.

Die Anstalt ist für das Bildungs-Bedürfniß deS landwirthschaft- lichen Mittelstandes im Großherzogthum Hessen und in den angrenzen­den Ländern bestimmt.

Der Unterricht erstreckt sich auf allgemeine Schulgegenstände, Na­turkunde, Landwirthschaft und deren Nebenfächer.

Der Lehrplan der Friedberger Ackerbauschule ist aus 2 Winter be­rechnet; dieselbe hat daher eine untere und eine obere Classe. Zum Ein­tritt in die untere Classe ist Zurücklegung deS 13. Lebensjahres, Besitz der gewöhnlichen Volksschulkenntnisse und einige Bekanntschaft mit der landwirthschaftlichen Praxis erforderlich. Zu die obere Classe können dagegen nur solche junge Leute ausgenommen werden, welche entweder die untere bereits absolvirt, oder sich anderweitig die in derselben z« erwerbenden K-nntnisse ungeeignet haben. Das Curatorium übt die obere, der Dirigent die spezielle Leitung der Anstalt auS.

Abends von 7 bis 9 mit Ausnahme des SovntaßS, SamstagS und jener Tage, an welchen die Schüler unter Aufsicht eines Lehrers die während des Winters Dos verschiedenen Fachmännern im Rathhause gehaltenen öffentlichen Vorträge besuchen werden im Schulgebäude unter Leitung eines Lehrers schriftliche Arbeiten angefertigt, bezw. Re- petitionsstunden abgehalten. Schüler, die ihr Nachtquartier nicht in der Stadt selbst, sondern in der Nähe derselben haben, daher über Land nach demselben gehen müssen, können von diesen Arbeitsstunden, sowie vom Besuch der erwähnten Abendvorträge dispensirt werden.

Der Unterricht w>rd durch zahlreiche Lehrmittel, sowie durch den Samstag Nachmittag stalkfindenden Besuch interessanter Gutswiithschasten und gewerblicher Anlagen unterstützt.

In und außer der Schule findet eine sorgfältige Ueberwachung der Schüler in Bezug auf Fleiß, Betragen und Wohlergehen statt.

Die Schullocalitäten befinden sich im Seitenbaus der Burgkaserne und werden Interessenten gern gezeigt.

Wohnung und Kost erhalten die Schüler in angemessener Be- schaffenheit und zu mäßigen Preisen in Privathäusern. Die Unterzeich­neten sind auch erbötig, in dieser Beziehung behilflich zu sei«.

Der specielle Stundenplan und die Schulordnung werden den Schülern bei ihrem Eintritt mitgetheilt.

Der Unterricht beginnt am 4. November l. I. und wird mit AM Unterbrechung zu Weihnachten bis Ende März k. J. dauern. Alsdann findet eine öffentliche Prüfung statt, zu der seiner Zeit besondere Einladungen ergehen werden. Die Schüler der unteren Classe erhalte« liernach ein Interims- die der oberen ein SbgmgS' Zeugniß.

Um den Stand der mittleren Grundbesitzer möglichst mit den für sie anwendbaren Verfahrungsweisen des GroßbesitzeS vertraut zu machen, werden die Unterzeichneten bemüht sein, die abgehenden Schüler, soweit deren Verhältnisse ^gestatten, auf gut bewirthschafteten Großgütern unterzubringen.

An Schulgeld find für den Besuch der unteren Classe 45, für den der oberen 35 Mark vor dem Eintritt an die Anstaltskasse zu ent richten.

Anmeldungen können bis zum 31. Oktober l. I. schriftlich oder mündlich bei einem der Unterzeichneten eingebracht werden, doch ist es wünschenswerth, daß dieselben sobald als möglich erfolgen.

Zu weiterer Auskunft find die Unterzeichneten gern bereit. Friedberg, im Oktober 1878.

Das Curatorium:

Dr. Braden, Kreisrath. Schmidt, Kreis-Schulinspektor.

K ü ch l e r, Kreis- Assessor.

Der AnstaltS-Dirigent: Professor Dr. To bisch.

TsHeZschau.

Auf G und des Reichsgesetzes Dom 21. Oktober 1878 sind nach dem R- u. St -A. von der Kgl Sächsischen Kreishauptmannschaft zu Zwickau aufgelöst: 1) der in Chemnitz bestehende sozialistische Ar­beiter-Wahlverr in; 2) der in Glauchau bestehendeVolksverein;" 3) die in Glauchau bestehende Vereinigung von Mitgliedern der sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands.

Die auf §. 33, Th. II., Tit. 12 A. L. R. beruhende Ver- Pachtung der Gutsherrschaften, ihre Unterthanen, welche zur Aufbring­ung ihres schuldigen SchulunterhaltungSbeitrages unvermögend sind, da­bei nach Nothdurft zu unterstützen, erstreckt sick, nach einem Reskript des Ministers der geistlichen rc. Angelegenheiten vom 11. Juli d. I., auf alle Anwohner oder Einwohner des Gutsbezirks, gleichviel, ob die­selben gutsherrliche Taglöhner und Einlieger sind, oder nicht. Staats­unterstützungen können daher niemals zu Gunsten unvermögender Ein­wohner der Gutsbezirke gewährt werden, sondern nur denjenigen Schul- beitragspflichtigen zu Gute kommen, welche nicht im Gutsdezirke, sondern in der zur Schule gehörigen Landgemeinde wohnen, deren Gutsherr der Gutsbesitzer ist. (R.- u. St.-A.-

Nachdem vor Kurzem auch die unterirdischen Telegraphenlinien Berlin-Köln und Frankfurt a M.-Straßburg vollendet worden sind, erstreckt sich nach derKöln Ztg " das unterirdi,che Telegraphennetz des Reiches in seiner längsten Ausdehnung jetzt von Kiel bis Straßburg. Auf diese Entfernung, welche 1210km beträgt, ist zwischen den Tele­graphenämtern in Kiel und Straßburg mit vollem Erfolge telegraphirt worden. In die,em Herbst ist noch die Linie Hamburg-Cuxhaven im Bau begriffen; sie wird, nachdem die Schwierigkeiten des Ueberganges über die Elb-Krme bei Hamburg und Harburg in voriger Woche besei­tigt sind, im Laufe des Monats November voraussichtlich vollendet werden. Bei Wiederbeginn der Bauzeit im März k. I. sollen dann die Linien Hamburg-Bremen Oldenburg-Emden mit Abzweigungen nach Bremerhaven und WilhelmShaven, ferner Köln-Coblenz Trier und Metz unverzüglich in Angriff genommen werden.

Darmstadt, 24. Oktober. DieDarmstädter Zeitung" meldet, daß der Minister-Präsident Starts mit der Verwaltung des Justiz-Ministeriums an Stelle des in Pension getretenen Justiz-Ministers Kempff beauftragt sei.

Paris, 24. Okt. Das Leichenbegängniß des Bischofs Du- panloup fand gestern in Orkans mit großem Pomp Statt. Die Car- dinäle Guibert und Bonnechose, eine große Zahl von Erzbischöfen und Bischöfen und viele andere Geistliche, die Marschallin Mac Mahon, ein Adjutant deS Warschalls, eine Deputation des Senats, die ganze Gar­nison von Orleans, eine Brigade Gendarmerie, die Senatoren und De- putirten deS Departements Loiret, der Präfect dkS Loiret der Maire von Oil-anS, eine Deputation der Akademie, alle D|fic:eUfn Körper­schaften der Stadt wohnten der Feier an. (Köln. Ztg.)

London, 24. Okt. Die Regierung hat in der Angelegen­heit der City of Glasgow Bank einen besonderen Untersuchiingscom- miffar ernannt.

London, 25. Oktober Nach einer Meldung derTimeS" aus Alexandrien vom 24. d. M., hat die Ueberschwemmung sich bereits