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»kt d-m betrefien. beil Postaufschiag. We einzelne Num­mer 10 Pig.

M 244

Äanauer Ammer.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Samstag den 19. Oktober.

Amtliches.

Bekanntmachung.

Die diesjährigen Herbst- Control-Versammlungen im Kreise Hanau finden an nachstehenden Orten, Tagen und Stunden statt:

' Bezirks - Compagnie:

Borm. 10 Uhr, in Mittelbuchen,

Am 21. Oktober

22.

22.

23.

23.

24.

cur.,

PP

PP

10

11

10

11

10

PP

PP

PP

Mittelbuchen,

5.

Am 21. Oktober - 22.

Bezirks-C cur., früh 9

ompagNie:

Hanau, do., do., do., Langenselkold.

23.

24.

24.

25.

PP

9

9

9

Uhr,

PP

PP

Vorm 11

10

in Bockenheim,

PP

do, do., Mainkur, Bergen, Windecken.

Dies wird mit dem Bemerken veröffentlicht, daß die zum

Er-

scheinen verpflichteten Leute sämmtliche Militair- Papiere mit zur Stelle zu bringen haben.

DiSpensationen können nur in ganz dringenden Fällen eintreten und müssen daraus bezügliche Gesuche bis spätestens 16. Oktober an b,e betreffende Bezirks-Compagnie resp, das diesseitige Commando gerichtet werden.

Gleichzeitig werden sämmtliche Mannschaften, welche etwaige Wohnungs-Veränderungen bei dem Bezirks Feldwebel noch nicht gemel­det haben, aufgefordert, diese Meldung unverzüglich zu bewirken.

Frankfurt a. M, den 1. Oktober 1878.

Königliches Commando des Reserve-Landwehr-Bataillons (Frankfurt a. W.) Nr. 80.

Diejenigen Eltern, welche ihre im Jahr 1877 oder früher ge­borenen Kinder noch nicht haben impfen resp, revacc n r-.n lassen, wer­den aufgefordert, dies ungesäumt nachzuholen.

Binnen vier Wochen ist durch Vorzeigung des Impfscheins oder Entschuldigungkattestes vom Arzt im Polizeisecretariat der Nach­weis zu erbringen, daß den Vorschriften des Jmpfgesetzes genügt, an­dernfalls Strafe zu gewärtigen ist.

Hanau am 1. Oktober 1878.

Die Herrn Bürgermeister werden wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die für Aufstellung und Ergänzung s. g. Grund- und Gebäudesteuer-Listen, also auch für Eintrag der Steuern und des Grundbesitzes in Hectar, Aren g: macht: n Ausgaben in den Rech­nungen nicht passiren werdin, wenn für diese Ausgaben nicht vorher die Genehmigung hier eingeholt und nach Benehmen mit tun König­lichen Katasterämtern die Kosten vorher bestimmt sein werden.

Ich mache dieserhalb auf die Bekanntmachung vom 1. August d. I. in Nr. 183 des Hanauer Anzeigers aufmerksam.

Hanau, 8. Oktober 1878.

Die am 5. d. Mts. verfügte Sperrung des Verkehrs von Fuhr­werken auf der Windecker-Ostheimer Straße dauert in Folge ein getre­tener Bauhindernisse noch bis zu Ende der nächsten Woche.

Es wird dieses unter Bezugnahme auf die Polizei-Verordnung vom 6 April 1877, Amtsblatt Seite 137, veröffentlicht.

Die Herren Bürgermeister zu Windecken, Ostheim, Eichen, Erb- stadt, Marköbel und Kilianstädten wollen dieses noch besonders in ihren Gemeinden bekannt machen lassen.

Hanau am 18. Oktober 1878.

Balthasar Goy zu Butterstävter-Höfen ist als Nebenbürgermeister verpflichtet worden.

Hanau am 8. Oktober 1878

Der Landrach.

Ansertion».

PreiS:

Die Ispaitige Garuwndzcile ob. bereu Raum

10 Ptg.

Die »spalt. Stile

20 Psg.

Die Sspaltigegeil«

80 Psg

1378.

Grundstöcksverkauf resp. -Verpachtung.

Die folgenden Tomanialgrundstücke sollen in einer zweiten Lici- tation alternative zum Verkauf und zur Verpachtung ausgeboten werden, und zwar:

I. a. GemarkungBischofsheim:

H. 131. 4^2 Acker 22 Ruthen = 1 o« ha Wiese, der tiefe See,

K 10. 6V2 6 = 1501 desgl., das,

K 178. 1 34 = O293 Graben, der Häusergraben,

b. G emarkun g Dörnigheim:

A I61 1 Acker 7 Ruth n = O2« ha Graben wie vor,

17

18)

nächsten Mittwoch, den 23. dieses Monats, Vormittags 8 Uhr,

in der Keller'schen Wirthschaft zu Btschofsheim;

II Gemarkung Groß krotz.enburg:

F. 294.

2 4 Ruthen -----

. a 38 qm Grabland im Overweingarten,

377.

2.6 =

. 41 desl daselbst,

G. 756.

24 5 =

3 90 Land auf dem Oberwald,

K. 96.

40 5 =

6 44 Land am Judenküchhof,

P. 172.

81 =

1 29 Grab and im Niederweingarten,

321.

4 3 =

. 68 desgl. daselbst,

W296

17,8 =

2 83 Land in der Niederwiese,

an demselben Tage, Vormittags 11 Uhr, in der Krämer'schen Wirthschaft zu Gr 0 ßkrotzenburg.

Auf angemessene Kauf- eher Pachtgeldgebote erfolgt der Zuschlag ohne Abhaltung eines todteren Termins.

Hanau, am 17. Oktober 1878.

Der Domaimn-Rcntmeister. Bell.

\ Tagesschau.

Berlin, 18. Oktober. Bei den Kaiserlichen Majestäten in Baden-Baden findet heute ein Familiendiner zu Ehren des Geburts­tages Sr. Königlichen Hoheit des Krongrinzen statt, nachdem zuvor die Glückwünsche der Gesellschaft von Seiten der Majestäten entgegen­genommen worden.

Berlin, 18. Okt. (Reichstag.) Dritte Berathung des So- zialistengesetzes. Als Resultat der zwischen den conservativen Parteien, der national-liberalen Fraction und der Gruppe Löwe stattgehabten Be­rathungen liegt ein von Mitgliedern dieser Fraetionen, voran die Abgg. Ackermann und Bennigsen, eingebrachter Compromißantrag vor, der vor­nehmlich bestimmt ist, d e in zweiter Lesung gelassenen Lücken auSzu- füllen. Das Amendement will den § 6 betreffend das Verbot von Druck­schriften gemäß dem Beschlusse bei Commission aufrecht erhalten wissen, also periodische Druckschriften sollen erst dann unterdrückt werden können, sobald aus Grund des Gesetzes das Verbot einer einzelnen Nummer er­folgt. In §. 16 (sogenannter Ausweisung? Paragraph) wird, abweichend ton dem Beschlusse der Commission, vorgeschlagen, daß die Ausweisung gewerbmäßiger Agitatoren ganz uneingeschränkt erfolgen kann, jedoch aus dem Wohnsitze nur dann, wenn der Betreffende denselben nicht be­reits seit sechs Monaten inne hat. Die concurrirenden Paragraphen sind gemäß den Commission^beschlössen wieder eingeschaltet In der General-Dircussion spricht zunächst SchorlemsrAlst. Redner erörtert die Stellung der national liberalen Partei zur Regierung so wie dieje­nige des Centrums zu drn Conservativin und der Regierung und wendet sich sodann gegen das Gesetz. Er polemisirt gegen verschiedene Aus­führungen des Reichskanzlers, legt seine Anschauungen hinsichtlich der Sozialdemokratie dar, untersucht die Wirkungen des vorliegenden Gesetzes so wie die Ursachen der Sozialdemokratie, die er als die Vollendung der modernen Entwicklung im Staat und Gesellscha t, Wirthschaftsleben und Schule u. s. w. bezeichnet, und verlangt schließlich die Anwendung des gemeinen Rechtes im Gegensatz zur Ausnahmegesetzgebung. Kardorff gegen die Ausführungen des Vorredners und für das Gesetz. Er be­gründet die Einbringung des Compromißantrags; in mehreren Puncten