Einzelbild herunterladen
 

*

MEEfich .

Preis: ' «Mich 9 ME .f! D HoMj. 4 MM P. ; "

1 M Psg »b,!' aurwärtize

S6sr.nent,nni®fk ssit »em-6etreffntr " 1> PMKML. ,,. Btz^-z-'uieNuK- .Ü

'-M^Wttrr vr v^9

iF235^

ii-^M^ch^-SSW

Wiyr.

Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanan.

Erscheint täglich mitf Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Anlage, r^t. der Berliner Provinzial. Correwondenz.

Mittwoch den 9. Oktober.

Jnfertion?.

Preis:

Die Ijpaltigr Sarmon^Mle es. deren Nau».

10 Pfg.

Die Wett, geile 20 Pig.

TieSfp2ür,eZeHe

80

18 Ä

BAtliches«

Ditjenigem Eltern, welche ihre im Jahr 1877 oder früher ge­borenen Kinder noch nicht haben impfen resp. re'aaccmiren lassen, wer­den aufü efpr dert, dies ungesäumt nachzuhglen. ,

Binnen vier Wochen ist durch Vorzeigung des Impfscheins oder EntsDitzigungsaittsteS vxm Arzt im Polizeisicretariat der Nach­weis zu erbringen, daß den Vorschriften des Jmpfgesitzes genügt, an­der n allS Strafe zu gewärtigen ist.

^Hanau am 1. Oktober 1878.

PEt Landrath.

Bekanntmachung.

Postkarten für den Verkehr im Weltpostverein.

Vom 1. Oktober ab werden für den Verkehr im Welt- postv erein besondere mit eimm Fraukostimpel von 10 Pfennig per sehnrs We! tpostkarten eingeführt, welche bei sämmtlichen Reichs-Post- anstultsn für den Stempelwerth verkauft werden.

Lie'e'Karten sind für Mittheilungen nach allen denjenigen Län­dern verwendbar, wohin das Ports für den gewöhnlichen franKrten Brie f 2 0 Pfennig beträgt. Im Verkehr mit solchen Ländern, wohin ein Briefpmtosatz von 40'Pfennig zur Anwendung kommt, können die neuen Postkarten dagegen nur noch vorgöngiger Vervollständigung des Werthbetrages des Stempels auf 20 Pfennig benutzt werden. Un= frankirte oder unzureichend frankitte Postkarten gelangen nicht zur Ab- fenbung.

Andere, als von der Reichs-Postverwaltung ausgegebene und un­

mittelbar mit dem Frankostempel versehene Postkarten werden im internationalen Verkehr zur Postbesörderung nicht zu­

gelassen.

Berl n W., 7. September 1878.

Der Gkneral-Postmeister.

Stephan.

-

K a g e s f ch a «.

8. Okt. (Köln, Ztg.) Der Kronprinz und die gestern Abend 8 Uhr 56 Minuten aus Kiel hier

B e rlin, 8. Okt.

Kronprinzessin trafen gestern , .

wieder, ein Vom Bahnhöfe aus heg ab sich der Kronprinz zu Bismmck, bei dem er längere Zeit verblieb, und setzte um 10 Uhr mit der Kron­prinzessin seine Rückreise nach Potsdam fort. Der Kronprinz feiert morgen sein 25jähriges Jubiläum als Inhaber des österreichischen Jn- santerie-Regiments Nr. 20. Aus dieser Veranlassung ist heute Nach­mittag 12 Uhr 48 Minuten eine Deputation des genannten Regiments, bestehend aus dem Regimentscommandeur, einem Major, einem" Haupt­mann und einem Lieutenant, hier eingetroffen, um den Kronprinzen zu beglückwünschen. Bei der Ankunft wurde die Deputation vom persön­lichen Adjntenien des Kronprinzen, Hauptmann v. Psuhlstein, und dem österreichischen Mlitärbebollmöchtigtcn Prinzen Lichtenstein auf dem An- Halter Bahnhöfe empfangen und nach dem Kaiserhofe begleitet.

B e rlitt, 8. Okt. In der gestrigen (7.) Sitzung des Reichs- lags theilte der Präsident dem Hause mit, daß der Dbg. Freiherr von Habermann am 23. Septi mber nach kurzem Krankenlager verstorben sei. Die Mitglieder erhoben sich zu Ehren des Andenkens an den Verstorbe­nen vonKlhZen Plützen. ' 8 9

Ferner theilte der Präsident mit, daß zwei Schreiben des Reichs­kanzlers cingegangen seien, in deren einem der, Reichskanzler anzeige, daß wegen der Aushebung des Untersuchungsverfahreus gegen die Abgg. Stötzel und Fritzsche das Nöthige veranlaßt sei, und deren anderem der Reichskanzler die Ermächtigung zur strafrechtlichen Verfolgung des »Bayerischen Landboten" wegen Beleidigung des Reichstages beantrage.

Das Haus beschäftigte sich zunächst mit einer Reihe pon Mahl- prüfungen, über welche von den einzelnen Abtheilungen mündlicher Be­acht erstattet wurde, und zwar handelte es sich um die Wahlen der Abgg. von Müller (4. Wahlkreis Hannover), Dr. von Schlieckmann (1.

Wahlkreis Gumbinnen). Dr. Gareis (3. Greßherzogthum Hessen), Her­mes (9. Potsdam), Graf von Sierokowski (5. Dänzig), von Below (1. Köslin), Wiggers (6. Mecklenburg Schwerin). Müller (7. Oppeln), in Bezug auf weiche der Reichskanzler ersucht wurde, über die in den ein­zelnen Protesten angeführten Unregelmäßigkeiten und Überschreitungen von Amisbefugnissen nähere Untcrsnchungen anzustellen und von dem Resultate dem Reichstage Mittheilung zu' machen.

Die Wahlpiüfungskommission machte hierauf davon Mittheilung, daß in Bezug auf die Wahl im 1. Erfurter Wahlkreise in der ver­flossenen Legislaturperiode ein vorn Reichstage am 12. März 1878 ge­faßter Beschluß wegen strafrechtlicher Untersuchung über den Kauf resp. Verkauf einer Wahlstimme nunmehr, durch eine Mittheilung des Reichs­kanzlers vom 9. Septentt er er., erledigt sei. Auf den Antrag der Wahlprufungskommission wurden dann die Wahlen der Abgg. Berger, Dr. Mater (Hohenzollern), Koyser, Dr Wehrenpfennig und ten Doorn- kaat-Koolman, in Bezug auf welche rechtzeitig Proteste eingegangen sind, für gültig' erklärt, da die Proteste Anlaß zu weiteren Beschlüssen des Reichstages nicht böten.

In Bezug auf die Wahl des Abg. Papst, deren Gültigkeit ausge­sprochen wurde, beschloß das Haus: den Reichskanzler unter Mitthei­lung des Protestes und der Wahlakten zu ersuchen, über die n dem Proteste d. d Jltesheim, den 2. August er., enthaltene Angabe, daß bei der Wahl zu Westheim 10 auf den Namenü. Haas" lautende Stimmzettel aus der Wahlurne heraus genommen und durch andere Zettel ersetzt worden seien, strafgerichiliche Untersuchung anstellen zu lassen.

In Betreff der Wahl des Abg. von Puttkamer (Liegnitz) wurde der Reichskanzler ersucht, zu veranlassen, daß der Wahlkommissar Land­rath von Haugwitz zu Löwenberg darauf aufmerksam gemacht werde, daß es gemäß Wahlgesetz §. 13 ein unrichtiges Verfahren sei, wenn der Wahlkommissar von den Wahlvorständen für ungültig erklärte Stimmen als gültig aunehme.

Die Wahl des Abg. von Schwendler (1. Wahlkreis des Großher- zogthums Sachsen Weimar) wurde für gültig erklärt, und beschlossen, den Reichskanzler bei Mittheilung des Protestes zu ersuchen, die im

Protest unter Beweis gestellte Behauptung,daß der Bürgermeister Mund in Kranichborn.die Stimmzettel für Träger weggenommen und dem Ausgeber derselben mit Arretiren gedroht, auch erklärt habe: Es dürfe in Kranichborn kein Anderer gewählt werden, als für den er die Stimmzettel bereits hätte", näher zu ermitteln und event, die g eignete Verfügung zu erwirken.

Auf der Tagesordnung stand noch ein Bericht der Wahlprü-ungs« Kommission, betreffend die Wahl des Abg. Grafen Grote im 17. han­noverischen Wahlkreise. Auf den Antrag des Abg. Marquardsen wurde der Bericht von der Tagesordnung abgesetzt, weil noch nachträglich ein

" Bezug auf diese Wahl eingegangen ist, der in der Kommis- Berücksichtigung gesunden hat. ^Schluß 4'/s Uhr. Nächste

Protest in J ... . . . _

ston keine Berücksichtigung gefunden hat. sSchluß

Sitzung Mittwoch 11 Uhr.) (R. u. Mi-A.)

Die Nordd. A. Z bestätigt, daß in letzter Zeit an den Kaiser Drohbriefe, namentlich aus London eingesondt worden seien. Außerdem ist aber- an den Kaiser auch ritte Fülle von Vorschlägen zur B-sserunz der Lage, mitunter recht brnünnn Inhalts, emgelaufen, so «. A. eine Druckschrift, in welcher allen Ernstes der Vorschlag eniwickelt und be­gründet war, den Kronprinzen zum Reichskanzler zu ernennen.

Das Berl. Tagebt schreibt:Der Entwurf eines Retchseisin- bahngesitzes, der vom M nist er Meybach eustzearbeitet worden, ist durch die Ressorts der übrigen preuPschen Minister gelaufen und soll den näckstbetheiligten BundeLregierungin zur Prüfung vorgelegt worden se n. Ob sich darumer auch die sächsische Regierung befindet, welche ihrerseits einen Entwurf an eine Anzahl Bundessieaten versandt hatte, sind wir auf er Stande anzugeben. Daß eine gewisse Kollision der beiden Ent­würfe bisher die Einbringung' des preußischen verhindert hat, wird von zufiehender Seite behauptet. Bezeichnend ist es jedenfalls, das der sächsische Entwurf mehreren Privatbahnen vertraulich zur Kenninißns hme mitgetheilt wurde."