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Athrlich 9 Mark. H,Ibj.4M.S»P. vierteljährlich

8 Wart 25 Pfg. Kür auswärtige Absunenten

mit dem betreffen.

Na PoftauMlag.

Me eiikzelue Num. mer 10 Psg.

Hmanrr Ästiger.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samirags mit der Berliner Provinzial- Correspondenz.

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Die tsp-ltige «armondzeile ov. leren Raum io Ug.

«Sie rzpalt. geil« 2« Psg.

Die »spaltig«Z«il, 39 $fg.

M 204.

Dienstag den 3 September

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Amtliches.

In Gemäßheit des Gesetz s über die Enteignung von Grurdeiqen- thum vom 11. Juni 1874 hm die Königliche Dlrecüon der Flankfurt- Bebraer Eisenbahn die Feststellung des Plans für die zur An age eines Weues am Bahnhöfe Hanau der Frankfurt-Bebraer Bahn in der Ge­markung von Großauheim zu enteignenden Grundstücke beantragt.

D r vorläufig festgeftellte Plan nebst Beilage wird in dem Ge­meinde-Lokal zu Großauheim 14 Tage lang vom 3. bis 18. nächsten Monats zu Jedermanns Eusicht offen liegen, während welcher Zelt etwaige Einwendungen gegen den ausgelegten Plan mündlich oder schrift­lich bei dem Königl'chen L-ndratdeamte dahier einzudringen sind.

Hanau am 30. August 1878.

Der Landrath

Es wnd'um ÄULlünftHr^diN gegenwärtigen"AusenhaltsM als Zeuge zu vernehmende« Friedrich Theodor Müller von Fechen- heim ersucht.

Hanau, den 23. August 1878.

Der Staats-Anwalt.

Sporleder. vt. Lucas.

Tagesscha«.

Berlin, 2 Sept. Se. Majestät der Kaiser und König be- gaben Sich, laut Meldung des9t u. St.-A." aus Gustein, gestern Vormittag 11 Uhr in Begleitung des General-Adjmanten Grafen von der Goitz zu Wagen zur Kirche und wohnten in d m mit Andächtigen überfüllten Gotteshause dem Gottesdienst bis zum Schlüsse bei.

Berlin, 31. Aug. Die Nurdd. Mg Ztg. meldet: Gegen­über den Angaben in Bezug auf die Abstimmung im Bundes rar h über das Socialistengesetz ist zu b-mer'en, daß die beiden Staaten, welche sich der Absümmung enthalten baben, Hessin und Reuß älterer 2>nte sind. Ueber bie Formalitäten bei der Eröffnung des Reichstages ist bis jetzt noch keine Enticheidung getroffen. Alle gegenteiligen Nach­richten, msbewndere die Mittheilung, daß über die Eröffnung des Reichs­tages durch den Kronprinzen bereits B schluß g-faßt sei, sind daher noch zu berichtigen. Die bezüglichen Bestimmungen werden erst in den nächsten Tagen getroffen werden

Berlin, 1. Sept. Die heutigeTribüne" erhält von einer Seite, an deren besonderer Krnbiniß der Thatmchm sie nicht einen Au­gen stick zweifeln könne, über die kisynger VerWandlungen fosienve Notiz: Auch diejenigen, die wohl amtlich K-untmß haben durften sind über die Einzelheiten der Besprechungen sehr verMossen. Jnd.si n hat Je­mand von chmn kürzlich folgender Urtheil über das gegenDärtige und zukünftige R-ultat der Verhandlungen ausgesprochen: Dieielben hätten ein freundliches Entgegenkommen in der Form bethätigt und seien nicht ohne Aussicht auf Erfolg geblieben in der R chtun-g rein sachlicher, praktischer Aunäheiung, ohne Berührung der Püncipien. Die anfäng­lich gehegte Erwartung einer schnelleren Förderung sei ind, ffen durch das Bündniß des Centrums mit den Socialisten bei Gelegtnheit der Reichstagswahlen erheblich herabgebimmt worden. Dieses Zusammen gehen ultramontauer und socwlsttscher Elemente, nam»nt!ich m Mainz, sei im Widerspruch mit den erklärten Grunssätzen und Wünschen des Papstes erfolgt, und habe der preußiichen Rigierung den E-ndruck Hin- teriassen müssen, daß der Einfluß des Papstes auf die von den Jesuiten geleitete Centrums Partei doch kaum stark genug sein winde, um die Ausführung der Zusagen ficherzustilltN, welche auf dem Gebiete der politisch,n, der Parlamentärs chen und der journalistisch,n Politik etwa gemacht werden könnten. Las C'Ntrum stehe unter der F ihrung von Condo-tiären, welche vom Papst unabhängig seien, aber mit G ichick die katholischen Mass.n in dem Glauben zu erhaben wüßten, daß alles, was sie thäten, im Dienst des röun chen Stuh s geschähe "

Der Stellvertreter des Re chskanzlers, Otto Graf zu Stolberg, macht unterm 31. August imR. u. St-Ä" folgendes bekannt: Mit Vezug auf die in Nr. 29 des Reichsgesetzblattes verkündete Kaiserliche Verordnung vom 9. d. M., durch w-lche der Rech-tau berufen in, am 91 September d. J. in Berlin zusammen zu treten, wird hierdurch be­

kannt gemacht, daß die Eröffnung des Reichstags an diesem Tage um 2 Uhr Nachmittags im Weißen Saale des Königlichen Schlosses statt- finden wird. Die weiteren Mittbeilungen über die Eröffnungssitzung erfolgen in dem Bureau des Reichstags, Leipzigerstraße Nr 4, am 8. S ptember in den Stunden von 9 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends und am 9 September Bormittags von 8 Uhr ab. In diesem Bureau werden auch die Legitimalionrkarten für die Eröffnungssitzung und die Einlaßkarten für Zuschauer ausgegeben, auch alle sonst erforderlichen Mittheilungen gemacht werden.

Die Kreuzzeitung berichtetDie Nachrichten über das Be­finden des Prinzen Friedrich Leopold lauten günstig und beruhigend. Die Heilung des Beinbruches verläuft normal. Das rechte Bein ist natürlich noch eingegipst, aber der Prinz hat keine Schmerzen Gestern wurde er umgebettet; seine Stimmung ist heiter und fröhlich. Der Unterricht in den leichteren Gegenständen hrt bereits, um ilm die Zeit nicht allzu lang werden zu lassen, wieder begonnen. Der Prinz nimmt «»gliche Conoersation-stunden, man liest ihm Geschichten vor. de er wieder erzählt. In etwa 14 Tagen soll der regelmäßige Unterricht wieder ausgenommen werden. Nachtheilige Folgen des unglücklichen Falles werden, so viel man bis jetzt voraus sehen kann, nicht Zurück­bleiben."

Bei Grundstücks kauf Geschäften ist der Verkäufer, nach einem Erkenntniß des. Ober-Tribunals vom 24 Juni cr, verpflichtet, dem Käufer die Grenzen des verkauften Grundstückes anzuweisen, wenn nicht besondere Umstände vorhanden sind, durch welche ohne die Anweisung der Grenzen durch den Verkäufer die individuelle Bestimmtheit des Grundstücks gegeben wird.

S. M. Glartd cks KorvetteAugusta", 10 Geschütze, Komman­dant Korv. Kapt. Hasfenpflug ist, telegraphischer Nachricht zufolge, am 31. August er. in Aven emgetroffen. An Boro Alles wohl.

Gnesen. Der hiesige Reichsdank Agent, Stadtrath H, Vor­steher der hiesigen Reichsbank-Nebenstrlle, hat nach demMarmh. Tgbl." feinem Leben am Vormittag des 29. August, als unverhofft eine Casseu- rev sion vorgenommen werden sollte, durch Gift ein Ende gemacht. Es stellte sich ein bedeutendes Deficit in der Casse heraus, angeblich" in der Höhe vo« 160 000 M., welches zwar seit längerer Zeit schon vorhan­den gew-s n, aber bisher geschrck, verschleiert worden war.

In Gera findet die XXXIII. Versammlung deutscher Philo­logen und Schulmänner vom 30. ©rpt bis 3. Okt. statt. Die öffent­lichen Hauptsitzungen finden im Saale der Tonhalle statt. Die Theil veymer werden gebeten, die Anmeldungen möglichst bald an den Kassirer des Lokalkomites, Guchhänd er Reisewitz in Gera einsendcn zu wollen. Für die einzelnen Sektrenen haben es die nachfolgendrn Herren über­nommen, dre vorbereitenden Schritte zu thun: 1) pädagogische S ktion: Schulrath Prof. br. Stoy in Jena, 2) archüolog. Sektion: Pros Dr. Baeötchens in Jena, 3; kritisch-» xeget. Sektion: Dr. Schnippet m Gera, 4) germanistisch romanist. Sektwn: Prof. Dr. Sievers rn J-na, 5) Orientalist. Sektion: Dr. Herbert in Gera, 6) math-matisch namrwissem sckaftl.. Sektwn: Prof. Dr. Lieb« in Gera. Bei denselben sind auch Vorträge und Thesen spätestens bis 15. Sept. d. J. anzumelde».

Frankenthal, 30. August. Eine hiesige Fomilie, welche gestern Abend die Vorstellung des Crrcus Sänger besuchte, aver in um verantwoitlichem Leichtsinn ihr 2 Monate altes Kind ohne jede genik gende Aussicht allein tm Haus gelassen hatte, fand dasselbe bei ihrer Heimkehr im Bettchen erst ckt. Wiederum ein trauriger Beleg zu der Warnung für Mütter:Laßt Eure Kinder nie ohne Aufsicht!"

Metz, 28. Zug. In sämmtlichen weinbaumden Gemeinden des Kreises Cyat«au-Satins zirkulirt gegenwärtig eine an den Lande- ausschuß gerichtete Petition, in welcher um Schutz gegen d e Ueber handnahme d-s Kanstwemes gebeten wird. L tz-erer werde nmervmx.i in solchen Massen sabrizi t, daß der reichsländl che Weinbau eme schwer : Schädigung erfahren müsse. Der Landesausschuß wolle daher dahin wtlk>n, daß der Verkauf von sog. Kunstweinen in Elsaß-Lothrin:. «> verboten werde, oder aber wenn dies nicht thunlich sei, dag dieselben bedeutend höhere Abgaben als die Naiurweine zu entrichten haben.

Prag, 31. Aug. Ein furchtbares Unwetter würhets in der