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Samstag den 6. Juli.

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Amtliches.

Aufruf.

Dem siegreichen Feldherrn, dem Gründer des wieder erstondemw Reichs deutscher Nation, seit Jahren der mächtige Schirmer des Frieders, unserm Kaiser, schön ein sonniger Abend seines thatenreichen Lebens beschieden. Mit Stolz blickten die Teutschen beider Welthälsten auf ihn, mit Achtung die fremden Nationen. Gerecht und milde gewann seine persönliche Erscheinung die Herzen 8 Her. Konnte je ein Fürst vertrauen, daß er in der Hütte des Geringsten seines Volkes sicher ruhe, so durfte eS Kaiser Wilhelm.

Und gegen das ehrwürdige Haupt dieses Monarchen lat sich die ruchlose Hand von Mördern erhoben, welche, zur Schmach von Deutsch­land, Deutsche waren.

Der Schutz des Allmächtigen hat das Leben unseres Kaisers be­wahrt, aber welch bitteres Gefühl mag in seiner Seele zurückgeblieben sein!

Allgemein spricht sich der Drang aus, den AbschlU vor solchem Frevel, die Liebe und Verehrung deS ganzen Volkes zu bekunden. Von den verschiedensten Seiten sind bereits Pläne dafür entworfen, und es steht zu befürchten, daß sie sich gegenseitig durchkreuzen werden.

Die Unt'.rzeichneten Wagen es, mit einem Vorschlag hervorzutreten, der es jedem Deutschen, ohne Unterschied von Alter, Stand, Konfession, Reichthum oder Armuth ermöglichen soll, seinem Gesühl Ausdruck zu geben

Unser Plan ist eine Subskription geringfügigster Summen.

Alle Zeichnungen über 1 Mark sollen ausgeschlossen, Psennrg- Einzahluncen zulässig sein. Gerade auf diese letzteren wird der Werth gelegt. Nicht auf die Höhe des Ertrags, sondern auf die Zahl der Zeichner kommt es an. D ese soll unserem Kaiser den Maßstab ge­währen für die allgemeine Theilnahme seines Volkes, der Ertrag Sr. Kaiserlichen Hoheit dem Kronprinzen mit der Bitte übergebin werden, ihn nach eigener Wahl zu einem allgemeinen wohlthätigen Zwecke zu verwenden.

Es wird dafür gesorgt werden, daß Jedermann am eigenen Wohn­ort sein n Beitrag zeichnen kann.

Deutsche Mitbürger! wenn politische und konfessionelle Gegensätze uns trennten, in einem Gedanken sind wir einig, in der Liebe zu Kaiser und Reich. Geben wir diesem Gefühl e nen sichtbaren Ausdruck !

Graf von Moltke, GiNcral-Ieldmarschall.

Ahlhorn, Präsident des oldenburgischen Land.ags. Back, kommis­sarischer Bürgermeister von Straßburg i. E. von Bennigsen, Präsident des preußischen Abgeordnetenhauses. Beriet, Präsident des gotharschen Landtages. Freiherr von Bodelschwingd-Pletten- berg, LandlagSmarschall von Wistsalen. Boie, stellrertreiender Ober- Bürgermeister von Potsdam. Burchard, Bürgermeister von Bücke- burg. CaS pari, Ober-Bürgermeister von Braunichweig. Claussen, Präsident der Bürgerschaft von Bremen. Conrad-Fronza, Vor­sitzender des tvestpreußilchiN Hai dtages. Curt i us, Bürgermeister von Lübeck. Duncker, stellvertretender Ober-Bürgermeister von Berlin. Erhardt, Erster Bürgermeister von München. Evelt, Vorsitzender ds Kommonal-Landtages für Hohenzollern. Feldmann, Bürger­meister von Deirnold. Fischer, Bürgermeister von Neu-Strehtitz Fiiü er, Erster Bürgermeister von Augsburg, von Forckenbeck, Ober-Bürger weiter von Bicsleu. Fries, Präsident des Landtages im Eroßherzogthum Sachsen. G eor g i, Ober-Bürgermeister von Leip­zig. Graf von Schlitz, gen. von Eörtz, Präsident der Ersten Kammer deS Gr. sherzogrbums Hessin. Görz, Präsident der Zweiten Kammer deS Großherzogthuns Hessen. Haberkorn, Präsitent der Zweiten Kammer der Siände-Versammlung deS Königreichs Sachsen. H o ü m a n n, Präsident der Bürgerschaft von Homburg. Hack, Oder- Bürgerme per von Strtigait. Haken, Ober-Bürgermeister von Stettin. Haiselbach, Oder Bier, e Meister von Magdeburg. Herm, Ober- BurgkiMkil er von Ulm £ßlber, Präsident der Zweiten Kammer des Königreichs Würrmmberg. Köhler, Ober-Bürgermeister in Greiz.

von Köller-Contreck, Vorsitzender des Landtages von Pommery. Kohleis. Ober-Bürgermeister von Posen, von Kr osigk-Popp- litz, Vorsitzender des Landtages der Prcv'nz Sachsen. L am ey, Prä­sident der Zweiten Kammer bis Großherzogthums Baden. Laue', Ober-Bürgermeister von SrnderLhaufin. LaurentiuS, Ober-Bürger­meister von Altenburg. Lauter, Oker-Türgtimeister von Karlsruhe. Lettner, Obir-Bürgermeister von Coblenz. Freiherr von Man- teuf sel-Crossen, Vorsitzender deS Brar denturgi chen Landtages. Graf von M at u sch ka- Gr eisfc n clau, Voisitzerder deS Landtages vom Regierungsbezirk WieSboden. Möllrng, Ober-Bürgermeister von Krel. Moll, Ober-Bürgklnieister von Mannheim. Mumm von S ch wa r zenstein, Ober-Bürgermi-ster von Frankfurt a. M. Graf zu M ünst er-D e rn e bürg , Londta-S-Mar chall von Hannover. Muther, Präsident des Coburgschen Lardtagis. Nebrich, Ober- Bürgermeister von Rudoistadt. Obkircher, Präsident der Ersten Kammer des Großherzogthums Baden. von O^ r tz« n-Woltow, PräsidiNt deS wecklenburgrschtn Landtages. Ossenberg, Oler-Bür- get meist er von Münster. Ohly, Ober-Bürger Meister von Darmstadt. Pietscher, Präsident deS cnhalt. Landtages Po Hle, Bürgermeister von Schwer.v. Gras zu R antzau-R asi ors, LardtogS-Marschall in EchleSwig-Lolstein. Rasch, Stadldirektrr -n Hannover. Herzog von Ratibor, Präsident dis preuß. HirriNheustS und Vorsitzender des schlesischen Landtages. Rückert, Prdstd nt des Landtages des Herzog- thuns Cachfin-MeruingiN Graf Ecken! von Er auffenberg, Präsident der Kammer der Reichs Räthe m Königreich Bayern. Frei- Hirr von Schätzbar, g«n. Milchiing, Vorstzend^r deS Landtages des RegürungSbezirks Gaffel. Seife, Ober- Bürgn meist er von Königs­berg i. Pr. Siehr, stillvertreiender Vorsitzender des rstprerßischtn LandlogeS. von Sommerfeld, Lanlik-Tuclior in V alde-ck und Pyimont. von Stromer, @tfhr Bürge.merstw von Nürnberg. Stübel, Lber-Bürgermeistir von Dresden von Unr uh e-Bom st, Vorsitzinder des Poseri'chen Landtcges. Fürst von Waldburg- Z eil-Trau chburg, Präsident der Kammer der Siand sherrin des Königreichs Würitimbcrg. Weise, Oder-Wirgermeistex von Cassel. Fürst zu Wied, SanbtagfntmfdaU in der RhkiNpiovinz. von Win­ter, Ober-Bürgermeister von Danzig von Zehnten, Präsident der Ersten Kammer der Ständevirsammlung deS Königreichs Sachsen.

Berlin, 29. Juni 1878.

Der geschäsrksührende Ausschuß biMirkt hierbei, daß bei Zusam- M nsetzung des C.miliS Vertreter dis öfhntUchiN Staats- und Ge- meindelebens an die Spitze gestillt wvidin jesin, um damit alles Per­sönliche auSzuschliesin, seiner daß die D>ui ch>n m Auslande ihre Be­theiligung an der Wrlh el mS spi N.d e cm besteu ermöglichen würden, wenn alle an demselben Ort befind! chen Deutschen sich vereinigen und ihre Gaben unter Bezeichnung der Geber vn den geschäftssührenden AuSschuß sur die WilhelmSspende Berlin Rmhhous einenden; endlich, daß mit der Ecmmlung der Wilhelv-S.spr.de keine politische Agitation für irgend eine Partei beabsichtigt sei, sondern nur daS Eine: das schwer bedrückte Herz jedes Deut chen durch eine Bethätieung be- fteiin und das tiefe Cesuhl treuer ZugtWrigk'i! zu Kaiser und Reich bekunden zu können.

Am 26. Juni c. ländete bei Fechenheim die Lerche eines muth maßlich beim BadiN erirunkeneu unbekannten Mannes im Alter von 50 bis 55 Jahren. Die nachbezeichneten Kleidungsstücke wurden am Ufer vorgefundiN: 1 karririe Trchlappe, 1 blau- und weißgestreistiS baum­wollenes Kamisol, 1 graue gerippte Semmerhose und Weste, 1 gutes le-MMs weißeS H,md mit den Buchstaben W. N., 1 Paar gute w.- wollene Strümpfe, 1 Paar Pantoffeln.

Um Nachforschung event. Mittheilung wird ersucht.

Hanau am 3. Juli 1878.

Montag den 8. d. M. findet auf bin Wiesen zwrfchin Lan- g en s el bo l d und der Ried-Mühle vcn dem hier gornr^onirinden Baia'Üon eine Gefechtsübung mit scharfen Patronen statt. Den zur