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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage/ mit belletristischer Teilaae. mid Samstags mit der Berliner Brovinziät-Eorresvondenr. ,. '
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Mittwoch den 19. fo**g
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Der Herr Chef db^KaWlichen ^^.ecalität hat die seit dem Jahre 1850 bestehende, zum Zrve-e ver Unterstützung hülfsbedürftiger Marineperfynen, deren W.uwen und Waisen rc. Allerhöchsten Orts sanktionirte Marine-Stiftung „Franengabe Berlin Elberfeld" damit betraut, die der Kaiserlichen Admiralität Behufs Unterstützung der Hinterbliebenen der mit S. M. Panzerfregatte „Großer Kurfürst" Verunglückten zugekommenen Geldsummen in von den Fonds der Stiftung gesonderte Verwaltung und Verwendung als.„Zentralstelle" zu über-
nehmen.
Die Stiftung hat diese Thätigkeit.begonnen und wird unter-geneigter Mitwirkung von Delegirten der Lokalvereine ein entsprechendes Statut errichten. Dieselbe erachtet es dabei für wünschens oerth, ja erforderlich, daß überhaupt alle zu dem obigen menschenfreundlichen Zwecke gespendeten Gelder durch die Marine-Stiftung zur entsprechenden Verwendung gelangen, da derselben die zu Unterstützenden und deren Verhältnisse genau bekannt werden, und bittet ! deßhalb die resp. Geber, ihre dem bezeichneten Zwecke gewidmeten Gäben an die Marine-Stiftung als
„Zentralstelle" gelangen zu lassen, welche die resp. Geber und Gaben und die Verwendung zur öffentlichen Kenntniß bringen wird. l)|™
Bemerkt wird noch, daß der Vorstand der Marine-Stiftung unter der Oberaufsicht deS Herrn Chefs der Kaiserlichen Admiralität aus dem Vorsitzenden Geheimen AdmiralitW-Rath a. D. Heymann, Fried- richrichsstraße Nr. 71,! dem Schatzmeister, Kommerzien-Rath Jürst, Chausseestraße Nr. 48, dem Vize-Admiral von Henk, Geheimen Kommerzien-Rath Zwicker, Prediger Thomas, Or. phil. Sommer, Kommerziell'Rath Heckmann und Wirklichen Admiralitäts-Rath Perels besteht, von denen die beiden Erstgenannten legitimirt sind, die eingehenden Gaben Namens der Zentralstelle gegen Quittung in Empfang zu nehmen ««..'/',
Berlin, den 7. Juni 1878E. sid öffErrMiM JrJWgS Der Vorstand'
der Marine-Stiftung „Frauengabe-Berlin Elberfeld."
— Berlin, 18. Juni, 10 Uhr Vormittags. Sowohl in der Heilung der Wunden als auch in dem Kräftezustande Sr. Majestät des Kaisers und Königs ist wiederum ein erfreulicher Fortschritt zu verzeichnen. vr. v. Lauer, vr. v. Laugenbeck, vr. Wilms.
— Die, Unterzeichneten halten sich zur Ergänzung der von ihnen über das Befinden Sr. Majestät des Kaisers und Königs ausgegebenen Bulletins zu folgender Aeußerung für verpflichtet, um mancherlei umgehenden unrichtigen Auffassungen entgegen , zu treten,
Durch Gottes gnädige Hülfe ist der Verlauf der Verletzungen und des gesummten durch, das so tief beklagenswerthe Ereigniß hervorgern- fenen Krankheitszustandes Sr. Majestät bisher ein fast über Erwarten günstiger gewesen. Die einzelnen Momente dieses Verlaufes sind in den mitgetheilten Bulletins verzeichnet. Hieraus wird nun in Hoff- uungsvoller Freude vielfach gefolgert, daß die völlige Genesung Sr. Majestät in nächster Nähe bevorstehe. Unter den obwaltenden Umständen ist die Erfüllung dieses gewiß in Aller Herzen lebenden Wunsches ledoch voraussichtlich leider nicht zu erwarten. Se. Majestät haben, Mßer zeitweisen Schmerzempsindüngen, nicht nur unter der durch die Gebrauchsunfähigkeit beider Arme bedingten große« Unbehülflichkeit viel zu leiden, sondern das Ziel der gänzlichen Wiederherstellung kann auch nur nach längerer Zeit erreicht werben, und auf dem Wege zu demselben rönnen noch manche Schwierigkeiten liegen, welche unter Gottes Beistande hoffentlich, wie die bisherigen, glücklich, aber nicht ohne Beschwerden für den Hohen Patienten, zu überwinden sein werden
Berlin, den 18. Juni 1878- Ä-^ W«n
Dr. von Lauer. Dr. von LangüDck. Dr. Wilms.
---------M»K U — /.. iv.! ' :^ K. ■ < .. -8 rtupi . ~ Der „R.- u. St.-A." enthält: Gesetz, betreffend den Gewerbe-
oetneb der Maschinisten auf Seedampfschiffe», vom 11. Juni 1878.
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iWWHMWDWißWkßj.....„ _ „„.„.... fein darüber Veranlassung gegeben, ob die Errichtung des Reichsschatz- Amts und die , Ernennung ' eines .Unter-Staatssekretärs für dasselbe überhaupt noch in der. Absicht der Kaiserlichen Regierung liege. Diese Zweifel, sind unbegründet. Die bezeichneten Maßregeln werden ins Leben treten, fpb^ und im Gange befindlichen Vorbereitungen vollständig getroffen sind. Bis dahin aber war die Anordnung einer StellvertWung in der F'nqniverwaltung. um so nöthiger, als der Reichskanzler Während d s Köugresses noch mehr M. sonst durch andere Geschäfte in Anip.uch genommen ist. — Die einstweilige Vertretung konnte, da hie allgemeine Fmanznerwaltung des Reichs zur Zeit noch zUm Geschäftskreise des Reichskanzler Amts gehört, nach dem Wortlaut des Stellvertretungsgesetzes nur dem Präsidenten dieser Behörde übertragen werden. WI- u. St.-A.)
— Ein Beamter, welcher vermöge seines AmteS bei Ausübung
der Strafgewalt oder bei Vollstreckung der
nach §. 346 Str. G. B. mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren besträft, wenn er in der Absicht, Jemänv der gesetzlichen Strafe rechtswidrig zu entziehen, die Verfolgung einer strafbgxen Handlung unterläßt. Diese Bestimmung, bezieht sich, nach einem Erkennmiß des Ober-Tribunals vom 22. Mai 1878, nicht nur aus die Beamten der Staatsanwaltschaft, welche die Strafverfolgung vor Gericht zu bewirken haben, sondern auch auf die Beamteü der PolizeWehölden, falls sie ihre Obliegenheiten zur Feststellung des Thatbestandes einer ©haftbar und Ermittelung des Thäters nicht erfüllen. (R - u. St A.)
— Der Beschluß ds Bundesrathes, bezüglich der Untersuchung über die Lage der Eisen-, .Baumwolle- und Leinen Industrie lautet, nach dem amtlichen Bericht wie folgt: 1) von Rechtswegen eine Untersuchung über die gegenwärtige Lage a. der deutschen Eisenindustrie, insbesondere mit Bezug auf die Rückwirkungen der seit bey Jahre 187$ eingetrete-' nen ZollverändÄungen, sowie b, der gesammten deutsch n Baumwollen- industrie, also der Spinnerei, Weberei und Druckerei, namentlich in Berücksichtigung der veränderten Sachlage, welche durch den Anschluß voll Elsaß-Lothringen an das deutsche Zollgebiet geschaffen worden ist, sowie der Mnenindustrie zu verynstalten/ 2) dieselbe einem von dem BuNdesräth zu ernennend n, aus je 5, bezw. hinsichtlich der Baumwollen- und Leinenindustrie aüs 7 Mitgliedern bestehenden Ausschuß mit der Maßgabe zu übertragen, daß das von diesen Ausschüssen auf- zustellende Programm für die Aufnahme der Enquete dem Bundesrath - vorgelegt werde. Die Hamburgische Regierung erflärte, in der Voraussetzung zuustimmeu, daß in bett Anschuß auch eine mit den Verhältnissen des deutschen Eisenhandels bekannte Persönlichkeit gewählt werde, um Sorge tragen zu Sönnen, daß bei der Untersuchung neben den Interessen der Eisenindustrie auch dies nigen des Eisenhandels gebührende Berücksichtigung finden Ein Antrag, des bayerischen Bevollmächtigten: die Untersuchung auch äuf die übrigen in dem mitgetyeilten Beschluss« nicht berücksichtigten Zweige der Textilindustrie oder doch event, auf die Wollindustrie auszudehnen, fand nicht die Zustimmung der Mehrheit der Versammlung
— Berlin, 17. Juni Wir entnehmen der „Köln. Ztg." folgendes: .Die heutige Sitzung des Congresses sollte nach den umlaufenden Gerüchten, der bulgarischen Frage und der 'Frage der Zulassung d t kleinen Staaten gewidmet sein. Wie ich so eben erfahie, soll England heute die Zulassung Griechenlands angeregt haben, in welcher Form, war nicht bekannt; Frankreich soll vorgeschlagen haben, chie.Verir.etet Griechenlands in Beziehungen zum Congreß zu setzen. Die AggeltzM- heit sei auf dir uächste Sitzung, wahrscheinlich; Mittwoch. vertagt M- den. Was die anderen kleinen Staaten betrifft, so heißt es in politischen Kreisen, sie könnten vielleicht nicht in einer Plenarsitzung, sondern nur gleichsam im nicht offiziellen Comite.gehört werden, was sich un- klar ausnimmt und nur in so fern orientirt, als es sich um eine wenig verhüllte Form der Ausschließung handeln würde. Das telegraphisch angemeldete.Verlangen Persiens, sich an dem ^Congreß zu becherltgen, hat als Curiösität Aufsehen gemacht. Was die bulgarische Frage an*
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