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Hanniier An^tgtr.
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Dienstag den 26. März.
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Preis:
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1878.
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auf den „Hanauer Anzeiger,"
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Inhalt: Amtliche BekanntmachnNge«, politische N ulg' * keilen, kirchliche, standesamtliche, Havdtls-, laudwirthschaftliche und gemeinnützige Mtitütlungev, Börse« und Marktorricht«, provinzielle und lokale Nach ichte«, Bersteigerungs- und Ber- pachtunftskalrnser, sowie Geschäfts- und Privat-Anzeigen jeder Art. Im Unterhaltungsblatt spannende «nd interessante Original- Novellen.
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______________________Hie Expedition.
Amtliches.
Lan-mrthschaftlicher Kreis-Verein Hanau.
Nächste Versammlung Samstag den 2 7. April, Nachmittags
21 /« Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen in Hanau.
Tagesordnung:
1) Beschaffung von Pflänzlingen zur Obstbaumzucht.
2) Vieh- und Fruchtmarkt in Hanau.
3) Sonstige Mittheilungen.
Den Landwirthen des Kreises Hanau diene zur Nachricht, daß die Eisenhandlung Fr. Sauer wein in Hanau Kleesamen auf Seide nfreiheit bei der Versuchsstationen Marburg durch Vermittlung des Landwirthschastlichen Kreis-Vereins hat untersuchen lassen, und von Seiten des Kreis-Vereins dessen seidefreier Kleesamen zum Bezug empfohlen wird.
Samstag den 6. April, Vormittags lP/z Uhr, Probepflügen in Langenselbold. Den Landwirthen des Kreises soll hiermit Gelegenheit geboten sein, die Pflüge, welche kürzlich im Sandfelde bei Hanau arbeiteten, auch im schweren Boden in Thätigkeit zu sehen.
Der Vorstand.
Die Herren Bürgermeister wollen Vorstehendes in ihren Gemeinden publiciren.
Hanau am 25. März 1878.
Der Landrath.
Tagerscha«.
. — Berlin, 25. März. Abgeordnetenhaus. (Fortsetzung.) Im weiteren Verlaufe der vorgestrigen (72.) Sitzung trat das Haus in die erste Berathung des Nachtragsetats, der die durch die Ressortverände- Egen im^Staats-Ministerium bedingten Etatsveränderungen zu regeln
Gegen die Vorlage trat zunächst der Abg. Dr. Miguel ein. Durch dre Geschäftslage des Hauses sei es veranlaßt worden, daß selbst Freunde des materiellen Inhalts der Vorlage dem Gesetzentwurf nicht sehr sym- pathffch gegenüberständen. Diese Verstimmung werde gleichwohl der vollkommenen objektiven Prüfung keinen Eintrag thun. Denjenigen Theil
Entwurfs, der die Ernennung eines Vize-Minister-Präsidenten for- dere erkenne er als dringlich an, und er werde demselben zustimmen. Anders aber liege es mit den übrigen Forderungen. Schon sormell halte er es für unzulässig, die Bildung eines besonderen Eisenbahn- । Ministeriums einfach aus dem Wege des Etats herbeizuführen. Tem i
Handels Minister sei in Eisenbahnsachen eine Menge von Befugnissen eingeräumt, die man einem Minister, der neben dem Eisenbahnwesen nicht gleichzeitig Handel, Gewerbe und Verkehrswesen auf den Wasserstraßen in seinen Händen habe, schwerlich einräumen würde. Die schwierigsten Kompetenzfragen würden deshalb gelöst werden müssen, und dazu bedürfe es einer eingehenden Vorbereitung, zu der in diesem Augenblick keine Zeit vorhan en sei. An sich stehe er dem Gedanken an Bildung eines eigenen Eisenbahn-Ministeriums durchaus nicht unsympathisch gegenüber, es frage sich aber, ob man denn nicht gut thue, das gesammre Bauwesen, insbesondere auch die Kanäle, in der Hand eines einheitlichen Ministeriums zu vereinigen. Geschehe dies aber, so erscheine es zweifelhaft, ob man das Handels-Ministe, ium überhaupt noch aufrecht erhalten und nicht lieber Handel, Gewerbe und Industrie mit dem Ressort der Landwirthschaft verewigen solle. Die Absicht, durch die Bildung eines besonderen Eisenbahn-Ministers dem Staat einen größeren Einfluß auf das gesammte Eisenbahnwesen zu gewinnen, billige er, aber auch diese Frage stehe in so engem Zusammenhang mit der Frage des Reichseisenbahnprojekts u. A., daß auch in dieser Rücksicht die sorgfältigste Prüfung geboten erscheine. Was die Uebertragung der Domänen und Forsten an den landwirthschastlichen Minister betreffe, so sei eine sehr große Partei im Hause und er selbst einer solchen Verbindung sehr geneigt, dennoch glaube er, bei der gegenwärtigen Sachlage auch diesem Schritt nicht zustimmen zu können. In einem Augenblick, wo kein Finanz-Minister vorhanden sei, der sich über diese wichtige Frage seines Ressorts äußern könne, sei es unmöglich, eine Entscheidung herbeizuführen. In der Sache werde nichts verloren, wenn man bis zur nächsten Session mit diesem Schritt warte, und deshalb bitte er, auch in dieser Beziehung die Vorlage zur Zeit abzulehnen.
& Hierauf ergriff der Präsident des Staats-Ministeriums Fürst von Bismarck zu einer längeren Rede das Wort.
Der Abg. Dr. Virchow erkannte die Zweckmäßigkeit an, den angeregten Fragen näher zu treten, erklärte aber, daß er mit dem Abg. Dr. Miguel der Ansicht sei, daß in diesem Augenblick nicht der geeignete Moment dazu sei. Die materiellen Gründe, die sonst für die Dringlichkeit der Vorlage geltend gemacht würden, seien nicht durchschlagend. Die Differentialtarife, über welche man von vielen Seiten klage, werde auch ein Eisenbahn-Minister nicht beseitigen können. Zunächst möge man die Frage, ob Reichseisenbahnprojekt oder Eisenbahngesetz entscheiden, ehe man an die Bildung eines Eisenbahn-Ministeriums gehe. Die Fortschrittspartei werde deshalb nicht allein aus Gründen der Geschäftslage, sondern aus inneren Gründen gegen die Vorlage stimmen, würde jedoch bereit sein, nach Schluß des Reichstags, wenn man bestimmten neuen Mmistern gegenüberstehe, in eine weitere Erörterung einzutreten.
Hierauf entgegnete der Minister für die landwirthschastlichen Angelegenheiten Dr. Friedenthal.
Die weitere Debatte wurde hierauf bis Mittwoch 11 Uhr vertagt. Schluß 4V4 Uhr.
(Fortsetzung folgt.) (R. u. St.-A.)
— 23. Plenarsitzung des Deutschen Reichstages, Dienstag, den 26. März 1878, Vormittags 11 Uhr. Tagesordnung: Mündlicher Bericht der Kommission für den Reichshaushalts-Etat über die derselben zur Vorberathung überwiesenen Theile des Etats der Reichspost- und Telegraphenverwaltung für das Etatsjahr 1878/79. Mündlicher Bericht der Kommission für den Reichshaushalts-Etat über die derselben zur Vorberathung überwiesenen Theile des Etats für die Verwaltung des Reichsheeres auf das Etatsjahr 1878/79. Erste und zweite Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Zuwiderhandlungen gegen die zur Abwehr der Rinderpest erlassenen Vieh-Einfuhrverbote. Erste und zweite Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend den Bau von Eisenbahnen in Lothringen. Erste und zweite Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Beglaubigung öffentlicher Urkunden. Berathung des Berichtes der Reichchchulden-Kommission: I. über die Verwaltung des Schuldenwesens des Norddeutschen Bundes, beziehungsweise des Deutschen Reiches; II. über ihre Thätigkeit in Ansehung der ihr übertragenen Aufsicht über die Verwaltung a. des Reichs-Jnvalidenfonds, b. des Festungsbaufonds und c. des Fonds für Errichtung des Reichstagsgebäudes; III. über den Reichs-Kriegsschatz und IV. über die An- und Ausfertigung, Ein-