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Atzung am linken Nein zugefügt. Die Amputatio« des rechten Arms D nothwendig und der Verletzte mit der Eisenbahn sofort in das Land- ÄrankenhauS nach Hinan befördert worden; ob er die Amputation überlebt und mit verstümmeltem Körper anher zurückkehrt, ist ungewiß. Möge dieser Vorfall zu größerer Vorsicht und zur Warnung Dienen. (Hess, Mgztg.) — (Der Betreffende ist in der Nacht vom 23. zum 24. im hiesigen Landkca«keuhause verstorben. D. Red.)
— Die in Gelnhausen bestehende „Frankfurter Gummiwaaren- Fabr-k Böger, Köbig und Bergeon" hat nach der „Fr. Ztg." ihre Zahlungen eingestellt. Die Passiva betragen circa 590,000 Mark.
— Cassel, 24. März. In der morgen beginnenden ersten diesjährigen Schwurgerichtsperiode für den Kreisgelichtsbezirk Caffel werden zunächst nachfolgende Sachen zur Verhandlung kommen: 1) Ch. Holzapfel aus Eschwege, Diebstahl und Diebstahlsversuch; 2) H. Krause aus Pillingdorf, Unterschlagung und Urkundenfälschung; 3) D. Söhne aus Kirchberg (Fritzlar), Urkundenfälschung; 4) J. Ackermann von Remsfeld (Kreis Homberg), Wechselfälschung; 5) Postillon Ch. Roth aus Ram- Lach (Kreis Eschwege), Bestechung; 6) Kaufmann L. I. Rosenberg zu Gaffel und H. Duch daselbst, Meineid bezw. Verleitung dazu, am Freitag den 29. März; 7) Schreiner W. Hartdegen aus Niederurf (Kreis Fritzlar», Brandstiftung; 8) Arbeiter I. Obermann zu Niederelsungen (Kreis Wolfhagen), Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; 9) Lackrrer Th. Hemtze von Anzefahr, jetzt in Wehlheiden, einfacher und schwerer Diebstahl; 10) Schuhmacher H Lock aus Hundshausen (Kreis Fritzlar), Nothzucht; 11) Wirth Ch. Dornemann aus Rothweste« (Kreis Caffel), Brandstiftung; 12) Ackermann H. Schwing aus Werke! (Kreis Fritzlar) ANd Bierbrauer A. Siebert aus Fritzlar, Meineid bezw. Anstiftung tzazu.
— Ziegenh ain, 22. März. Mittelst Allerhöchster Cabinets- »rdre vom 19. d. M. wurde ein Strafgefangener der hiesigen Straf- exftalt, welcher wegen einem Subordmationsvergehe» zu lebenslänglicher Gefängnißstrafe verurtheilt worden war, begnadigt und heute — am Geburtstage des Kaisers — in Freiheit gesetzt. (Krsbl.)
— In Münchhause« und Schmalnau sind am 21. März d. I. mit der Ortspostanstalt vereinigte Fernsprechämter eröffnet worden. .
AM der UmgegeNd.
— Der „Frankfurter Anzeiger" schreibt unterm 23. März aus Frankfurt am Main: An dem gestrigen Banket zur Feier des Geburtstages des deutsche« Kaisers betheillgten sich 431 Personen aus allen Kreisen der hiesigen Gesellschaft. — Die Rieselfelderfrage ist in ein treues Stadium getreten, indem der Stadt durch den Vertreter des Besitzers eines englischen Patents dasselbe zum Verkauf angeboten worden ist, wodurch diese Felder überflüssig gemacht werden. ES ist dies eine
Art Filtersystem. Sie festen Stoffe werden i« Kuchenform gepreßt und in dieser Form der Landwirthschaft zugänglich gemacht. Hr. Ingenieur G. hat sich nach England begeben, um sich über die praktische Auwex- duuz dieses Systems zu überzeugen.
— Dem „Frankfurter Jutelligenzblatt" entnehmen wir folgende Notiz aus Frankfurt a. M. vom 24. März: Boa eine« hiesige« Dachdeckermeister wurde vorrestern auf dem Dache eines Hauses ander Hohstraße ein arbeitsloser Dachdecker, welcher sich anscheinend um zu stehlen auf daS Dach geschlichen hatte, angehalte« und nach der nächsten Polizeiwache verbracht.
— Die „Hess. Landesztg." schreibt folgendes: Aus Aachen warnt Jemand, der eine Probe gemacht hat, vor den groben Betrügereien der in den Anzeigen deS „Kladderadatsch" und der „Fliegenden Blütter" hochgepriesenen Wiener Weihnachts-Bazars. Als „ein niedliches elegantes Klavier für Kinder" wurde ein Holzkästchm mit Glasstücke», welches man hier für 30—50 Pf. kauft, geschickt. Alle 87 Stück Pracht-Gegenstände zum Preise von 12 Mark, die loco Aachen mit Zoll 18,65 Mark kosteten, kann man bei uns in jedem Ipielwaareulade» für 4,50 Mark kaufen. Auch in diesem Falle ist also die Lehre gegeben, daß es zum Besten dient, bei Einkäufen Kunde reeller ansässiger Geschäfte zu bleiben, statt sich von Marktschreiern, Wanderlagern n. f. ». bethören zu lassen.
— Langen, 22. März. DaS neue Geläute auf dem Frankfurter Domthurm wird hier so deutlich vernommen und klingt so harmonisch, daß man glaubt eine etwas entfernte Musik zu hören. (8. W)
— (Marktbericht v. 23. März.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner 3 Mk. bis 3 Mk. Stroh per Ctr. 2 Mk. bis 2 Mk. 50 Pf. Butter im Großen 1. Qual. 1 Mk. 5—10 Pf., 2. Qual. 90—95 Pf., im Detail 1. Qual. 1 Mk. 15—20 Pf., 2. Qual. 1 Mk. 10 Pf. Eier da» Hundert 5 bis 6 Mk. Kartoffel« per 100 Kilogr. 7 Mk. Geschälte Erbsen pr. 100 Kilo 28—32 Mk , ganze Erbsen 24—28 Mk., Bohne« 24—28 Mk., Linsen 28—36 Mk. Ochsenfleisch per Pfd. 65-75 Pf., Kuh- und Rindfleisch 54—62 Pf., Schweinefleisch 70—75 Pf., Kalbfleisch 60—70 Pf., Hammelfleisch 50—63 Pf. Buchenscheitholz per Quadratmeter 10—-12 Mk. 55 Pf., Tannenscheitholz 6—8 Mk. 50 Pf.
Thermometer st and.
23. März: Höchster Stand 4- 6», Abends 7 Uhr +3*/»*; 24. März: Morgens 7 Uhr 4- 2®, Vormittags 10 Uhr 4- 3% Höchster Stand 4- 4°, Abends 7 Uhr 4- 3«; 25. März: Morgen» 7 Uhr 4- ll/s®, Vormittags 10 Uhr 4- 2'/.°.
— Wasserstand am Mainpegel heute Vormittag 10 Uhr: 7 Fuß 6 Zoll.
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