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Abonnement!» Preis- .

Lährlich 9 Mark. Halbj. 4 M. 6oiß.

Vierteljährlich 2 M«rk 25 Pfg.

Für auswärtige Lhonuenten mit den: betreffen­den Postänffchttg. Die einzelne Num­mer 1Q Pfg.

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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Gönn« und Feiertage,, mit belletristischer Beilage^ und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Mittwoch den 16. Januar

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1878

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Amtliches.

Im Frühjahr werden wieder Baumwärter-Lehrlinge in das Kgl. Pomologische Institut zu Caffel ausgenommen. Der Kursus beginnt in der ersten Hälfte des März. Die Lehrlinge erhalten pro Tag einen Lohn von 90 Pf. Das Kostgeld beträgt pro Monat 39 bis 42 Mark.

So weit der Vorrath reicht, werden an die sich zeitig Meldenden Edelreiser der nachverzeichneten Obstsorten gegen Verrechnung der Ver­packung unentgeltlich aus dem Garten des pomologischn Instituts abgegeben.

I. Edelreiser von Aepfeln, welche

a) in jeder Lage gedeihen:

1) englische Winter-Goldparmine, 2) weißer Astrachan (ein Som­merapfel), 3) großer Bohnapfel, 4) Edelborsdorfer, 5) geflammter Car­dinal, 6) rother Ciserapsel (Borsfelder), 7) grüner Fürstenapfel, 8) danziger Kantapfel, 9) königl. Kurzstiel, 10) deutscher Goldpipping, 11) Prinzenapfel, 1^) Champagner-Reinette, 13) große Cafseler Reinette, 14) Harberls Reinette, 15) große englische Reinette, 16) gelber Richardt, 17) virginischer Rosenapfel, 18) Laugstorr Sondergleichen, 19) Ribstons Pepping, 20) Silber-P'epping';

b) in nicht rauhen Lagen gedeihen:

21) Charlamowski (ein Sommerapfel), 22) gelber Edelapfel, 23) Gravensteiner, 24) Goldzeugapfel, 25) Kaiser Alexander, 26) scharlach- rrthe Parmaine, 27) London-Pepping, 28) Parkers Pepping, 29) Ribston-Pepping, 30) Silber-Pepping, 31) Ananas-Reinette, 32) Bau-, mänNs Reinette, 33) Karmeliter Reinette, 34) graue französische Reinette,- 35) Gold-Reinette von Blenheim, 36) Muskat-Reinette, 37) Orleans Reinette, 38) Pariser Ramböur-Reinette;

c) in warmen Lagen gedeihen:

39) rother Herbst-Calville, 40) Sommer-Parmaine, 41) Casseler Gold-Reinette, 42) rother Winter-Taubenapfel.

II. Edelreiser von Birnen:

a) für jede Lage:

1) Liepels Winterbutterbirne, 2) rothe Dechantsbirnen, 3) gute Graue, 4) großer Katzenkopf (Kochbirne);

b) für nicht rauhe Lagen:

5) rothe Bergamotte, 6) ColomaS Herbstbutterbirne, 7) Clairgeaus Butterbirne, 8) Diehls Butterbirne, 9) Grumkower Butterbirne, 10) Hardenports Winter-Butterbirne, 11) holzfarbize Butterbirne, 12) Eapiaumont, 13) Williams Christbirne, 14) Forellenbirne, 15) gute Louise, 16) Hofrathsbirne, 17) Mundnetzbirne;

ö) für warme"Lagen:

18) Blumenbachs Butterbirne 19) Napoleons Butterbirne, 20) Winter-Dechantbirne, 21) Marie Louise.

Ferner weiden unentgeltlich abgegeben Edelreiser der anerkannt besten Kirsch-, Pflaumen- und Zwetscheßsorten.

Die Herrn Bürgermeister wollen das hiernach Erforderliche bal­digst zur Kenntniß der Gemeinde« bringen und auf jede sonst geeignete Weise dahin wirken, daß mit Hilfe des pomologischen Instituts größere Pflanzungen zu Stande kommen, und geeignete junge Leute behufs deren Ausbildung zu Baumwärtern und Dörfgärtnern abgeschickt werden.

Die Administratiön des powologischen Jnstitus gibt Preis-Ver­zeichnisse jederzeit unentgeltlich ab.

Hanau am 11. Januar 1878.

Der Landrath.

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Der "Spengler Ludwig Gerhard aus Zeitz, dessen Aufenthalts- »rt hier unbekannt ist, wird auf die Anklage:

am 13. August 1876 auf dem Rückwege von Großstrinheim nach hrestger Stadt -- im hiesiger Gemarkung die 19 Jahre alte Dienftmagd Elisabethe Keßler von Lohrhaupteu mit eineM Stocke dergestalt wicderholtvorsäßlfth auf den Rücken geschlagech daß der Stock in Stücke zersprang und die Keßler am Rücken mehrere Verletzungen davontrug, daß er somit die rc. Keßler vorsätzlich körperlich mißhandelt bezwse. an der Gesundheit beschädigt habe, vorgesehen in den §§. 223 und 232 St.-G.-B.

zur Hauptverhandlung auf den 2 7. Febril ar d. I., Vormittags 10 Uhr, in das Sitzungszimmer des hiesigen Königl. Amtsgerichts, Ab­theilung IV., unter der Androhung vorgeladen, daß auch im Falle sei­nes Ausbleibens nach Maßgabe der §§. 350 und 464 St.-P.-O. zur Beweisaufnahme und Urtheilsfällung geschritten werden wird, sowie, daß das Urtheil und weitere Verfügungen nur durch Anschlag im Ge­richtsgebäude bekannt gemacht werden.

Hanau am 8, Januar 1878.

Der Polizei-Anwalt

Scholling.

Der Schreinergeselle Gottfried Heinrich Krämer aus Gablenberg in Württemberg, dessen Aufenthaltsort hier unbekannt ist, wird aus dse Anklage:

Anfangs Juli 1876 a. einen Geldbetrag von 10 Mark, welchen ihm seine damalige Geliebte, die ledige Maria H eil aus Sterbfritz, jetzt hier, in hiesiger Stadt eingehändigt Hatte, um solchen vorüber­gehend für sie aufzubewahren, in eignen Nutze» verwendet, b. eitlen Regenschirm im Werthe von 5 fl., welchen er in Gegenwart der rc. Heil dahier an sich genommen, um ihn in deren neues Logis hier zu tragen, bei seiner am 12. Juli 1876 von hier erfolgten heimlichen Abreise nach Gießen in der Absicht, den Schirm sich zu behalten, mitgenommen, daß er somit ihm anvertraute fremde bewegliche Sachen, bezwse. eine fremde bewegliche Sache, die er im Besitz hatte, rechtswidrig sich zugeeignet habe, strafbar nach den §§. 246 und 74 St.-G.-B.

zur Hauptverhündlung auf den 2 7. Februar d. F., Vormittags 10 Uhr, in das Sitzungszimmer des hiesigen Königlichen Amtsgerichts, Ab­theilung IV., unter der Androhung vorgeladen, daß auch im Falle sei­nes Ausbleibens nach Maßgabe der §§. 350 und 464 St.-P.-O. zur Beweisaufnahme und Urtheilsfällung geschritten werden wird, sowie, daß das Urtheil und weitere Verfügungen nur durch Anschlag im Gerichts­gebäude bekannt gemacht werden.

Hanau am 8. Januar 1878.

Der Polizei-Anwalt Scholling.

Gestern Abend gegen 7 Uhr erhielten Herr J. F. Zimmermann und Herr W. Una folgende gleich­lautende Depesche von Berlin:

Herrenhaus-Justizcommisßon erste Lesung hat Kreis Hanau an Oberlandes geeicht Caffel üb er­wiesen, Stadt Hanau als LaindgericMs- sits wieder hergestellt, Rotenbnrg und Hersfeld Caffel zugetheilt, nach fünfstündige -batte mit allen gegen eine Stimme.

Dr. Weigel. Meliere

Unseren beiden wackeren Abgeordneten ist es also^ unterstützt von der Regierung und dem einmitthigen Vor­gehen unserer Bürgerschaft, gelungen, den Landgerichisüb für Hayau zurückzuerobern.

Tages schau.

Das Unwohlsein, an welchem Fürst Bismarck seit ungefähr 14 Tagen leidet, ist ein sehr heftiger Bronchialkatarrh, der den Reichs- -kamler an das Zimmer fesselt und ihn in seiner Arbeitsthätigkeit we­sentlich behindert) Von mehreren Blättern wird der Wunsch des Oberzdremonienmeisters am Berliner Hofe Grafen Stillfried, in das Privatleben zurückzutreten, mit der inneren Krisis in Verbindung ge­bracht, und in einem süddeutschen Blatte wird Graf Stillfried als einer von deckn bezeichnet, die den Ultramontanismus bei Hofe vertreten.