Einzelbild herunterladen
 

r

»teilt

DßWch » Statt HE *»'»» Piert-ljährNch

* Statl 25 Pks- Mr aiiSteärHä«

, Lkonnenie» «tt best betreffest» 'A?> PüsteuIichlLtz.

MesinrrlneNuM»

ZNtzlrich AMtlichLs OsgM für KrsrS «^ Wadt«M.

Erscheint täglich mit' NüSuÄMe der Sonn- und WeieMse, mit -ekrtristttry^ Ansage, MS SsmKag» Mt der Berliner Provmztsl-Corrsssondenz.

jKefrrtHi*

Steil:

Sie ifjätnet

SetntonbfaS 34»

berer 3t»s»

1S P«,.

&u Mail. äree ae fei*.

> ri-.m»6r ea*

M 264

Montag den 12 November.

1877

Amtliches.

Gegen den Dienstknecht Adam Hartmann von Vollmerz ist wegen Verdachts eines im Monat Februar 1876 zum Nachtheil des Friedrich Hascken und des Heinrich Tack hierselbst verübten Diebstahls die gerichtliche Haft erkannt worden.

Es wird ergebenst ersucht, den rc. Hartmann im Betretungsfalle zu verhaften und ins Kreisgerichtsgefängniß einliefern lassen zu wollen.

Hanau am 30. Oktober 1877.

Der Cigarrenmacher Anton Häßler von hier hat wegen Schul- versäumniß seiner Kinder eine Haftstrafe von 13 Tagen zu verbüßen.

Es wird um dessen Verhaftung und Einlieferung ins Kreisge- richtsgefängniß ergebenst ersucht.

Hanau am 31. Oktober 1877.

Der Maurergeselle Urban Heumüller aus Theiden hat wegen Beleidigung eine Gefängnißstrafe von drei Wochen zu verbüßen.

Es wird um dessen Verhaftung und Einlieferung ins Kreisge­richtsgefängniß hier ergebenst ersucht.

Hanau am 6. November 1877.

Der Polizei-Anwalt Scholling.

Tagesschau.

Berlin, 9. Nov. Abgeordnetenhaus. (Fortsetzung.) In der heutigen (12.) Sitzung des Hauses der Abgeordneten setzte das Haus die Etatsberathung mit der Diskussion des Etats des Ministeri­ums des Innern fort. Zu Kap. 95 Tit. 1 der dauernden Ausgaben (Besoldungen der Landräthe) ergriffen das Wort die Abgg. Windthorst (Meppen), Witt und Dirichlet. Der Staats-Minister Dr. Friedenthal stellte den Behauptungen des Abg. Windthorst gegenüber bestimmt in Abrede, daß die Regierung die Versetzung von Landräthen nach der Provinz Posen als eine Strafe betrachte; ferner lehnte es der Minister ab, beiläufig bei der Etatsberathung eine authentische Interpretation Seitens des Staats-Ministeriums über die Bestimmungen der Kreis­ordnung, betreffend das Verhältniß der Landräthe zum Kreise, abzuge- ben. Dem Abg. Dr. Frhrn. von der Goltz gegenüber bemerkte der Regierungskommissar, Geheimer Regierungs-Rath Herrfurth, daß die Dienstentschädigungen der Landräthe keineswegs zu gering bemessen seien. Sodann sprachen noch die Abgg. Bertog, Sombart, von Rauchhaupt und Dr. Lasker. Die Positionen wurden genehmigt.

Zu Kap. 96 Tit. 1 (Polizeipräsidium in Berlin) entgegnete der Staats-Minister Dr. Friedenthal auf die Anregung der Abgg. Dr. Zimmermann, Dr. Eberty, Windthorst (Meppen) und Löwe (Berlin), ^^ in seiner Kraft stände, thun würde, um den gerüg- .Tvlßständen bezüglich pes Baues der Schlachthäuser, der Kriminal- statlstlk und des Fahrwesens Abhülfe zu schaffen. Hierauf trat das Haus in Die Berathung des Kapitels 97 (Polizeiverwaltung in den Provinzen) ein.

. _~ Berlin, 8. Nov. Alles, was gegenwärtig über den Inhalt des Entwurfs dM Militär-Strafprozeßordnung in die Oeffentlichkeit kommt, beruht^lediglich auf Vermuthungen und Combinationen, da der- stibe streng, geheim gehalten worden ist und erst bekannt werden wird, -wenn er-M den Bundesrath gelangt, bis wohin noch längere Zeit ver­fließen durfte. Es. soll übrigens in der Absicht liegen, den Entwurf nicht eher an. den Bundesrath zu bringen, als bis er an den Reichstag gelangen und nach der Annahme durch denselheu in Geltung gesetzt werden ckann^ wobei zu bemerken ist, daß das Militär-Strafgesetzbuch auch erst nach dem allgemeinen Reichsstrafgesetzbuch zur Berathung und Annahme gelangte. 9. Nov. Die Ausschüsse für Zoll- und Steuer­wesen so wie für Handel und Verkehr haben in den Bestrebungen, die Statistik der Waareneinfuhr aus dem Auslande zu fördern, beantragt, daß vom kommenden Jahre an in dem Ueberführen der Waareneinfuhr aus dem Auslande die Einfuhr mit der Post nicht mehr besonders und summarisch, sondern der übrigen Waareneinfuhr zugerechnet, mit Unter­scheidung der Gränzstrecke aufzuführen sein soll. Man glaubt übrigens,

daß es in nicht allzu ferner Zeit gelingen werde, alle Mängel zu be­seitigen, welche in der Aufnahme der Waarenstatistik hervorgetreten sind.

(Köln. Ztg)

Das erste Telephon ist in Berlin in Dienst gestellt worden und zwar von dem Arbeitszimmer des General-Postmeisters in der Leipzigerstraße zu dem Arbeitszimmer des Direktors des General-Tele­graphenamts in der Französischenstraße. Die mündliche Verständigung auf der 2 Kilometer langen Drahtleitung ist vollkommen. Der General- Postmeister spricht in das auf seinem Arbeitstische befindliche Instrument, erläßt mündlich Verfügungen und Anfragen, ertheilt mündlich Aufträge und erhält die Berichte und Antworten von dem Direktor des General- Telegraphenamts, auf dessen Arbeitstisch sich das andere Instrument befindet, ebenfalls auf mündlichem Wege, und zwar unmittelbar, als ob beide Herren sich in ein und demselben Zimmer befänden und mit voll­kommener Deutlichkeit, so daß das Ideal der Abkürzung des Geschäfts­ganges und der Verminderung des Schreibwerks erreicht ist.

Nach einer mit großer Bestimmtheit auftretenden offiziösen Meldung hält die Reichsregierung den Zeitpunkt der Einberufung des Reichstagesfür die zweite Hälfte des Januar" fest. Bei der Dehn­barkeit dieser Bestimmung dürfte hiernach, wie auch die N.-L. C. an- nimmt, der Monat Januar noch größtenteils für die Arbeiten des Landtages frei bleiben, für welche selbst bei Beschränkung auf das dring­lichste Etat und Justizorganisation die Zeit bis zum letzten Drittel des Dezembers keinensalls ausreicht.

Das Reichskanzleramt hat die Regierungen der Einzelstaaten ersucht, in Gemäßheit des Paragraphen 38 der Reichsgewerbeordnung das Trödelgeschäft da, wo es noch nicht geschehen, der besondern Auf­sicht zu unterstellen, damit einerseits die Behörden jederzeit Einsicht in die Geschäftsordnung erlangen, anderseits ansteckende Krankheiten durch den Verkauf alter getragener Kleidungsstücke nicht weiter verbreitet werden können.

S. M. S.Ariadne" ist am 9. November er. Abends in Ply- mouth eingetroffen und beabsichtigte am 10. die Reise fortzusetzen. An Bord Alles wohl.

Karls ruhe, 10. Nov. Die Kammern sind zum 15. d. M. einberufen worden.

Von Aidenbach wird derDonau-Ztg." geschrieben: Am Sonntag, den 4. ds., Abends 6 Uhr, wurde der Polizeidiener Joseph Pfeiffer von zwei Mannspersonen auf öffentlicher Straße überfallen und mit einem Messerstich derart verwundet, daß er sogleich seinen Geist aufgab.

Wien, 9. Nov. Einer telegraphischen Berufung folgend sind der Erzherzog Albrecht, der Kriegs-Minister Bylandt und General­stabschef Schönfeld nach Pesth abgereist, was einer weiteren empfind­lichen Verflauung der Börse Vorschub leistete. Man will hier nirgends glauben, daß die Berufung der militärischen Spitzen zum Kaiser ledig­lich oder überhaupt mit dem nächsten Budget zusammenhänge.

Wien, 10. November. Wie dasTelegraphen-Korrespondenz- Bureau" erfährt, steht die Reise des Kriegs-Ministers Grafen Bylandt- Rheydt und des Generalstabschefs von Schönfeld nach Pesth mit der politischen Situation in keinerlei Beziehung, dieselbe hat die Theilnahme an einer militär-technischen Konferenz, welche sich vorzugsweise mit den in Bezug auf die Uchatiuskänonen gemachten Erfahrungen beschäftigen wird, zM Zweck.

Wien, 11. Nov. Die hochoffiziöse Montagsrevue meldet, daß bezüglich des Appreturverfahrens neue Verhandlungen schweben, und daß'Aussicht vorhanden sei, hierüber vor Jahresschluß eine Verständi­gung mit Deutschland zu erzielen. Der bekannte Berliner Korrespondent desselben Blattes bezeichnet als Rußlands unumwundenes Kriegsziel die Autonomie Bulgariens, Bosniens und der Herzegowina. Wenn die Pforte hierzu nach dem Fall Plewnas einwilligt, sei der Friede mög­lich, jedoch nicht eher. Paris, 11. Nov. Der gestrige Empfang im Elysee nahm den Charakter einer wirklichen konservativen Demon­stration an. Die Majorität des Senats erschien vollzählig, und ver­sicherte den Marschall aufs Neue ihrer Ergebenheit. Viele Beamte und