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JK 261.
ZrrZlsich Amtliches Organ für Krels und Stadt Hanau.
Erfchrist tägUch mit Ausnahme der Sonn- und Feiertaqe, mit belletrist scher Beilage und HamnaaS mit der Berliner Provmziül Correipond- uz.
Donnerstag den 8 November.
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1877.
Amtliches.
Bekanntmachung.
Die direkte Lieferung von Brod und Fourage für die Truppen in den nachstehend bezeichneten Garnisonen, resp, die Brod-Erbackung aus fiskalischem Mehl, für das Jahr 1878 soll im Wege des öffentlichen Submifsionsverfahrens, welchem sich nach Befinden eine Licitation anschließen wird, verdungen werden. Hierzu sind nachstehende Termine anberaumt, welche durch einen Deputirten der unterzeichneten Behörde abgehalten werden.
Datum.
Terminszeit.
Terminsort.
Gegenstand der Verdingung.
19. Nov.
10 Uhr Vorm.
Gießen, im Rathhause.
Brod und Fourage für Butzbach, Gießen und Marburg, Brod für Friedberg und Wetzlar. — Daneben: Verbackung fiskalischen Mehls in Marburg.
20. „
dto.
Diez, dto.
Brod und Fourage für Diez mit Oranienstein und Weilburg. Brod für Nasfau.
21. „
dto.
Wiesbaden, dto.
Brod und Fourage für Wiesbaden und Biebrich.
22. „
dto.
Hanau, dto.
Brod und Fourage für Hau au, Brod für Erbach u. Babenhausen.
23. „
dto.
Hersfeld, dto.
Brod und Fourage für Hersfeld, Fulda und Rotenburg. — D a- neben: Verbackung fiskalischen Mehls in Rotenburg.
26. „
dto.
Gotha, dto.
Brod und Fourage für Gotha, Eisenach, Weimar und Jena.
27. „
dto.
Meiningen, dto.
Brod und Fourage für Coburg, Meiningen, Hildburghausen.
28. „
dto.
Cassel, Büreau der Corpsintendantur.
Fourage für Fritzlar. Verbackung fiskalischen Mehls in Fritzlar.
Geeignete Unternehmer, welche
sich über Lieferungsfähigkeit und
Zuverlässigkeit auszuweisen vermögen,
insbesondere ortsangesessene Bäcker
und Oekonomen werden aufgefordert,
ihre Offerten, für jeden Ort be-
sonders, verschlossen, mit der Aufschrift
„Submission auf Brod- (Fourage-)
Lieferung für die Garnison N. N. pro 1878" versehen, bis zur Terminsstunde in das Terminslokal frankirt einzuliefern.
Die Lieferungsbedingungen, in welchen auch die speziellen Vorschriften für die Form der Offerten und das Verdingungs-Verfahren selbst enthalten sind, liegen in unserem Büreau, beim Proviant-Amte in Mainz, und bei den Bürgermeister-Aemtern sämmtlicher Garnisonen aus, für welche Lieferungen ausgeschrieben sind.
Cassel, den 27. Oktober 1877.
Königliche Intendantur 11. Armee-Corps.
Der Einwohner Wilhelm Köhler zu Fechenheim beabsichtigt die Anlegung dreier Kalkbreunöfen auf seinem Grundstück Karte E. Nr. 309 an der Offenbach-Vilbeler Straße zwischen der Mainkur und der vormaligen Drathfabrik von Einbiegler.
Es wird dieses mit der Aufforderung veröffentlicht, etwaige Einwendungen gegen diese Anlage binnen 14 Tagen hier vorzubringen.
Die Zeichnungen und Beschreibungen liegen bei mir zur Einsicht offen.
Hanau am 5. November 1877.
Verloren: Belohnung.
Gefunden: Schraubenschlüssel.
Hanau am 8.
Ein schwarzer Shawl; dem Wiederbringer eine
Ein Portemonnaie mit weißem Bügel. Ein Ein kleiner goldener Ohrring.
November 1877.
Königliches Landrathsamt.
Tagesschau.
Die Generalrathswahlen in Frankreich.
(A. d. Schw. Mrr!)
Der Ausfall der Generalrathswahlen beschleunigt die Entscheidung, er macht die Versuche, es mit einer allmäligen Aussöhnung, mit einem Uebergangs- und Geschäftsministerium zu probiren, so gut wie aussichtslos. Es bleibt dem Marschall-Präsidenten keine Wahl, als entweder den Widerstand rücksichtslos und auf alle Gefahr fortzusetzen, oder sich dem Ausspruch des allgemeinen Stimmrechts zu unterwerfen. Obwohl die Wahlen noch nicht vollständig bekannt sind, reichen doch die bisherigen Ergebnisse hin, an dem Erfolg der Republikaner nicht zweifeln zu lassen. Ihr Sieg vom 14. Okt. ist vervollständigt, verschärft, und der Umstand, daß eine Reihe von konservativen Notabilitäten, der Herzog von Broglie selbst an der Spitze, unter den Durchgefallenen sich befindet, gibt der Wahl einen besonders bittern Beigeschmack für die Unterliegenden. Unter solchen Umständen ist der Gedanke lächerlich, mit einem Ministerium von Dunkelmännern die Krisis beschwören zu wollen. Sie würden am ersten Tage erdrückt zwischen den Gegensätzen, die um den Besitz der Gewalt streiten. Es wäre eine Grausamkeit, den Größen vierten Ranges, die man als die Kollegen Pouyer-Quertiers nennt, zumuthen zu wollen, daß sie vor der republikanischen Kammer erscheinen und die Verantwortung tragen sollen. Ueberdem gibt die Auswahl der Mitglieder dieses sogenannten Geschäftsministeriums dem Verdachte Raum, daß es dem Elysee noch keineswegs Ernst ist mit dem Entgegenkommen gegen die Mehrheit; denn Pouyer-Quertier, der Minister der Virements unter dem Kaiserreich, Voguä, ein Klerikaler vom reinsten Wasser, du Barrail, ein in Rom sehr gerne gesehener General, Del Sol, ein legitimistischer Senator — das wäre, unter der Maske eines Geschüftsministeriums, ein Parteiregiment, so gut wie das jetzige. Der Marschall hat also auch mit der projektirten Konibination Pouyer- Quertier noch keineswegs gezeigt, daß er die Lage begreift. Jetzt ver- hilft ihm vielleicht der Ausfall der Generalrathswahlen dazu. Jedenfalls macht derselbe unwahre Kompromisse unmöglich und treibt zu einer reinen Entscheidung. Das Land hat seinen Willen erklärt, von dem klerikalen Alp, der ihm aufsitzt, erlöst zu werden; es fragt sich, ob die jetzigen Machthaber den Muth haben, trotz dieses Widerspruchs an der Gewalt zu bleiben und fortzufahren, das französ. Volk zum Werkzeug für die Zwecke der vatikanischen Verschwörung breitzuschlagen. Welches Interesse das übrige Europa an der bevorstehenden Entscheidung hat, setzt soeben wieder die Nordd. A. Z auseinander: der Marschall-Prä- fident kann die schwarze Wolke, die seit Monaten an unserem westlichen Horizonte hängt, zerstreuen, wenn er dem französischen Volk das Recht der freien Selbstbestimmung wieder zurückgibt.
— Berlin, 7. Novbr. (Abgeordnetenhaus.) (Fortsetzung ) Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sitzung wurde die Etatsberathung fortgesetzt. Die Abgg. Richter (Hagen), Cremer und Windthorft (Meppen) bemängelten, daß im „Staats-Anzeiger" nur der Abdruck der von den Staats-Ministern im Landtage gehaltenen Reden und nicht auch der bezüglichen Reden der Abgeordneten erfolge, der Abg. Cremer ferner noch, daß der Redacteur des „Staats-Anzeigers" Königlicher Beamter sei. Der Regierungskommissar trat diesen Ausstellungen entgegen. Der Etat des „Deutschen Reichs- und Preußischen Staats-Anzeigers" wurde unverändert genehmigt. Beim Etat des Bureaus des Staats-Ministe- riums kritisirte der Abg. Richter (Hagen) und nach einer Erwiderung des Staats-Ministers Dr. Friedenthal auch der Abg. Windthorft (Meppen) die Haltung der „Provinzial-Correspondenz." Beim Etat der Staatsarchive erwiderte auf eine Anfrage des Abg Berger der Direktor der Staatsarchive, Dr. von Sybel, daß im Augenblicke von einer Verlegung des, Archivs von Coblenz nach Bonn keine Rede seine könne. Auf eine Anregung des Abg. Windthorft (Meppen) erklärte beim Etat des Gerichtshofes zur Entscheidung von Kompetenzkonflikten ein Vertreter der Regierung, daß ein Gesetzentwurf zur Ausführung des Ge- richtsverfassungsgesetzes dem Hause bald vorgelegt werden würde. Alle diese Etats, sowie die Etats der General-Ordens-Kommission, des Ge- i Heimen Civil-Kabinets der Ober-Rechnungskammer, der Ober-Examina- j tions-Kommission zur Prüfung für die höheren Verwaltungsämter, des