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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hauau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage,, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

JnsrrticriS-

Preis:

Die Ispaltige Earmondzeile ob» deren Raum

10 Psg.

Die 2spalt. Zeile so Pig.

DieLipaltigeZeilö 30 Pfg.

M 230

DieNstKg den 2. Oktober

1877.

Amtliches.

Unter Bezugnahme auf die diesseitige Bekanntmachung vom 24. August d. J. in Nr. 200 des Hanauer Anzeigers in Betreff der ein­leitenden Ermittelungen für die Gebaudesteuer-Revision für die nächste 15jährige Steuerperiode werden die Ortsvorstände der Landgemeinden des Kreises sowie der Stadt Windecken hierdurch ersucht, Ermittelungen bezüglich der in den letzten beiden Jahren bedungenen Pacht- und Kaufpreise der Grundstücke, so weit a!s möglich eintreten zu lassen, in Gemäßheit des nachstehenden Schemas zusammen zu tragen und hier­her bis zum 1. Dezember einzureichen.

Hanau am 28. September 1877.

Der Landrath.

Sammlung

der Kauf- und Pachtpreise, welche für eine Anzahl Grundstücke in der

Gemeinde......im Kreise Hanau in der Zeit feit An-

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Bemer­kungen

1.

' 2.

3.

4.

5.

6.

Gefunden: Auf der Landstraße bei Langenselbold eine Kuh­haut; Empfangnahme beim Ortsdiener Holz dortselbst. Ein Schraubenschlüssel. Ein schwarzes Täschchen, darin ein weißes Taschen­tuch. Ein weißes Taschentuch, N. K. 12 gez. Eine Ledertasche, ent­haltend ein Brief resp. Rechnung. Ein goldener Ring, auf welchem die Buchstaben G. A. B. eingravirt.

Zugelaufen: Ein dunkelbraunes Hündchen (Windspiel). Ein Schaaf.

Verloren: Eine silberne Ankeruhr. Ein Arbeitsbuch.

Hanau am 1. Oktober 1877.

___Königliches Landrathsamt.

GrundstücksverkaM

Termin zum öffentlich Meistbietenden Verkäufe des in der Gc- waikung von Oderrodenbach betegenen Tomanialgrundstücks: Karte Int. B. Nr. 60. 2S/* Acker = 0 esss Hcktace Wiese, dieWei- herwiese"

ist auf

Stornierst«fj den 4. Oktober d. X,

Bormirlazs 9 Uhr, in die Fickert'fche Gestwirrhschaft zu Oberrodenbrch anberaumt worden.

Dex Termin wird eine Stunde offen gehalten und auf ange- Missenes Kaufgeldxedot erfolgt der Zuschlag alsbald,

Die Bieter haben dem unterzeichneten Beamten, auf Verlangen, ihre Zahlungsfähigkeit nackzuweisen, was durch Hinterlegung des zehn­ten Theiles des gebotenen Kaufpreises in baar oder inländischen Werth- papieren nach dem Tagescuurs geschehen kmn. (6713)

Hanau am 80. September 1877.

Der Königliche Domainen- Rentmeister

~ Grundstücksverkauf.

Zweiter Termin zum öffentlichen metstbietendni Ve kaufe der in der 1

Kemarkana von Berkersbeim belege»?» DomsnialgrundfÄcke, nämlich 47 Parzellen Ackerland, Wielen, Naumstücke und Krabla-eS von 21 Cassel r Acker 143,s Ruth. = 5 m Hekia'-e Gesammifläche, ist auf

Freitag den <5. OMober er,,

Vormittags 11 Uhr, in die Ste'nmetz'schs Gastwirrhschast zu Berkersh-im anberaumt.

Der Termin wird eine Stunde offen gehalten und auf ange- meffene Gebote erso gt der Zuschlag alsbald.

Die Vieler haben dem imt?! zeichneten Beamten, auf Verlang«^, ihre Zahlungsfähigkeit nachzuweisen, was durch Hinterlegung des zehn­ten Theiles des gebotenen Kaufpreises in baac oder inländischen Werth- papieren nach dem TageDours geschehen kann.

Hanau am 30. September 1877. (6712)

Drr Köntgliche Do > aiuen-R nimeißer

Bell.

T a g e s s ch a n.

Wie der Finanz-Minister der Provinzial-Steuerdirektion durch Cirkularverfügnng vom 21 August mitgetheilt hat, sind Ursprungszeug­nisse für die nach Spanien gehenden deutschen Waaren, nach einem in derGaceta de Madrid" vom 2. v. Mts. veröffentlichten Dekret des spanischen Finanz-Ministers vom 26. August d. I., fortan nicht mehr von den Zollstelleu des betreffenden Landes, sondern unter Betheiligung der Ortsbehörden, beziehungsweise der Handels- und Schiffahrtsdepu- tätionen auszustellen.

Wiesbaden, 28. Sept. Gestern Abend 7 Uhr wurde in dem festlich geschmückten großen Saale des Kurhauses Seitens der Stadt Wiesbaden den hier tagenden Schulmännern und Philologen der Festtrunk gespendet. Die Harmoniemusik führte die Capelle des Hess. Füsilier-Regiments Nr. 80 aus. Das ganze Arrangement war vor­trefflich gelungen. 1875r Hatteuheimer und später 1874er Rüdes Heimer erfreuten Herz und Sinne. Den Vorsitz führte Herr Aeal-Gymnafial- Direktor Spangenberg (Wiesbaden).

Darmstadt, 28. Sept. DieN. H. V.-Bl." veröffentlichen zur Beleuchtung des Unwesens gewisser Heiraths-Bermitielungs-Agentm einen Brief, welchen der Director desInternationalen Ehe'-Bermitte- lungs-Jüstituts" in Darmstadt an eine Münchener Hebamme, welche zugleich eine Entbindungs-Anstalt unterhält, gerichtet hat. Dieser Brief, welcher keines Commentars bedarf, lautet wörtlich: 'Darmstadt, 13. Sept. 1877. Geehrte Frau! Hiermit fragen wir ergebenst an, ob Sie geneigt sind, in der Weise mit uns in Geschäfts-Verbiadungen zu tre­ten, daß Sie uns Damen, welche Sie in Ihrer Anstalt kennen lernen, zum Verheirathen überweisen . wollten. Die Praxis hat uns gelehrt, daß bei Ihnen oft Fälle Vorkommen, wo junge Samen von ihren Ver­führern mit bedeutenden Summen abgefunden werden. Für diese Da­men werden wir stets gute Verwendungen zu finden wissen, indem wir fortwährend Herren verzeichnet haben, die gerne einem solchen Frauen- z'mmer sammt Kind die Hand zum Bunde reichen ; natürlich in der Voraussetzung, daß hiermit der betreffende Herr eine AcqWtiou macht, die ihm immerhin etwas Geld mit in die Ehe bringt. Wenn Sie uns solche Damen zuweisen wollen und können, so würde uns dies sehr an- genehnt sein und würden wir Ihnen ein Dritttheil des Neingewinuftes von dem auf diese Weise erzielten Einkommen zukommen lassen. Ge­wiß sind viele Damen sehr froh darum, in solchen Fällen einen Mann zu finden, welcher der Reiter ihrer Ehre ist. Auch Schem-Hrirathen können durch uns für ähnliche Fülle vermittelt werden, indem wir auch für die Fälle, daß Damen ihre Niederkunft noch nicht überstanden, Herren verzeichnet haben, die, wenn sie wissen, daß durch die Verhei- rathnng gleichfalls Geld ihnen zu Handen kommt, gerne ihre Hand ei­ner in solchen Umständen sich befindenden Damen bieten. Für alle Fülle läßt sich, wenn wir uns gegenseitig in die Hand arbeiten, viel Delp verdienen. Erst neulich zahlten wir Mehrere hundert Mark an eine Besitzerin gleicher Anstalt aus, und soll es uns freuen, ein Gleiches auch bei Ihnen recht bald folgen lassen zu können. Ihren baldigen