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fjnniuitr Antfiner.
Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Ssnn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.
Mittwoch den 26. September.
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10 $18.
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1877.
Einladung MM Abonnement
auf den „Hanauer Anzeiger", amtliches Organ für Kreis «nd Stadt Hanau, «ebst täglich beiliegendem NuterhaltnußSilatt und der Provi«zial- Lorrespondeuz als wöchentliche Gratis-Beilage.
Inhalt: Amtliche Bekauntmachuuge», politische Neuigkeite», kirchliche, standesamtliche, Handels-, landwirthschaftliche und gemeinnützige Mittheilnuge», Börsen- und Marktberichte, provinzielle und lokale Nachrichten, Bersteigernngs- und Verpach- tungskalender, sowie Geschäfts- und Privatanzeigen jeder Art. Im Unterhaltungsblatt spannende »nd intrreffante Original- Novellen.
AbonnementSpreiS M. 2.25 (exel. Post-Bestellgebühr für auswärtige Abonnenten). Für Inserate, welche anerkanntermaßen die weiteste Verbreitung finden, berechne» unr 10 Pf. pro Ispaltig» Zeile.
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Nicht gekündigte Abonnements werde« als stillschweigend erneuert angesehen.
________________ Hie Expedition.
Amtlicher.
Die Herrn BürgetMeister des KreiseS, welSe «och mit der Er- fiattunz der Bericht» über SrlediWng der am 23. August d. I. im Kreisblatt Nr. 202 erlaffmrn Beifügung, die Dieuosnweisuna für da» Rechnunztwesm der Landzemiinde« betreffead, im Rückstände sind, werden an umgehende Einreichnnz der Berichts erinnert.
Hans» am 21. September 1877.
Der Lssdrath.
Bewerber nm die mit Anfang Oktober e. vakante Lehrer stelle in Obsrissigheim werden Kufsefordert, ihre M»ld«n«»ges*che mit ZeuGniffe« baldigst einzuretchm. Las Siskomwe» der Stille beträgt 840 Mark »eben freier Aohn»«g »nd 90 Mark für Heizung.
Hanau am 21. September 1877.
Der Lasdratb.
LageGscha«.
— Berlin, 2S. Septbr. S». Majestät der Kaiser und König wohnte« gestern dem Exerzieren der koitbinirte« Kevallerie-Division bei Btttelbors bei, welches drei Stunden dauerte. Daffelbe ist, dem ,R. n. St. A.* zufolge, zur volle» Zufriedenheit Sr. Majestät ausgefallen. Den Schluß bildete der ParodemarsHLttTknppr«. Nachmittags fand in Darmstadt ein Paradediner statt.
— Berlin, 24. Sept. Fürst BiSmarck ist heute »achmitteg 3 Uhr 30 Min. mit fettem Sohne, dem Grafen Herbert, nach Fried- richSrah abgereist, von wo er in der zweiten Hälfte der Woche hier zmückttwartet wird. Der Reichskanzler hatte gestern und heute mehrfach Besprechungen mit den preußischen StaatSministern und konferirte noch bis kurz vor feiner Abreise mit dem Minister des Inner», Grafen zu Sulenburg. ES wird versichert, b« First habe namentlich eingehende BesprechuKgen mit dem Kultu» Mmister Dr. Falk gehabt und Gelegenheit gekommen, sei« EinserstSn^niß mit s>^ von letzterem eingeleitetr» gefetzKeberifchrn Arbeiten anSzufpreches. Das tendentiöse Borgehrn grwtfftr gegnerischer Kreis, geleit den Minister »nd seine Anordnungen hat die Regierung völlig nnberührt gelassen. Der Kultut-Minister wird nach wie vor gegen Angriffe der Ultramontanen und der Fendslen geröstet sei«. Von dieser Seite aus wird er such Anderes nicht erwarte«. (JtiHfc gt$.)
— Berlin, 25. Sept. Gestern Nachmittag fand zu Ehren des Präsidenten der italienischen Deputirtenkammer, Herrn Crispi, im
Saale der Restaurant de l'Europe hierfelist ein parlamentarisches Festwahl statt, zu welchem der Botschafter Graf de Launoy als Ehrengast geladen war, und an welchem außer den zur Zeit anwesende» Mitgliedern deS Reichstag und des preußischen Landtags auch Bevollmächtigte zum BundeSrath und Vertreter der Wissenschaft, der Kunst- und der Industrie Teilnahmen. Die Reihe der Trinksprüche eröffnete der Präsident deS Reichstags, Herr von Bennigsen, mit einem Hoch auf Ihre Majestäten de« Deutschen Kaiser und den König von Italien Der Präsident Herr Crispi sprach in seiner Erwiderung den Wunsch auS, daß das Lerhältniß zwischen Deutschland urb Italien sich im Jn- tereffe deS Friedens und der Kultur immer mehr befestigen möchte. Der Botschafter Graf de Launay brächte dem Reichskanzler Fürsten von BiSmarck ein Hoch auS. Hieran schloffen sich noch andere Toaste: der Herrn Crispi auf den Präsidenten von Bennigsen, deS Abgeordneten Schulze (Delitzsch) auf die Gemeinsamkeit der wirthschaftlichen Bestrebungen Deutschlands und Italiens und der Bürgermeisters Dutt der auf die italienischen Städte und für diese alle auf Rom. — Der Reichskanzler Fürst von BiSmarck hat sich gestern nach seinen Besitzungen im Lauenburgischen begebcn. Vor seiner Abreise empfing derselbe den Präsidente« der italienischen Deputirtenkammer Herrn CriSpi. (»i.». St..«.;
— Berlin, 24. Sept. Im Laufe des nächsten Monats wird die in Geisenheim für Obst- und Weinbau angelegte, mit einer Versuchsstation und weitläufige» Obst- und Weingärten verbundene StsatS- lehranstalt eröffnet werde». Sie soll vorzugsweise einen höheren und möglichst vollkommenen Betrieb deS Obst- und Weinbauer so wie der gefammten Nutzzärtnerei, gestützt auf naturwissenschaftliche Mimbsätze, lehren und darstelle». Die mit dem Institut verbundene Lehranstalt verfolgt die Aufgabe, in einem mehrjährigen, gründliches und systematischen Lehrgänge solche Gärtner ouszubildw, welche öffentlichen Anstalten, größere» Privatgärten oder HavdelLgürtnereien vor stehen sollen.
— Berlin, 25. Srptbr. Die Prätziwg der Giltrermünzen soll, wie ein Tel-gr. der »Köln. Ztg." meldet, mit Ende dieses Jahres auf aßen beutWn Münzstätten eingestellte, werden. Damit hat die Durchführung des deutschen MÜnzsystemS im Wesentlichen ihr Ende erreicht, und zwar erheblich schneller, als matt in Aussicht genommen. Man hatte sich hikfür eine« Zeitraum von zehn Jahren als nothwendig gedacht; indessen die achtzig aafgestellt-n PräLM^schitiev, die in neun deutschen Münzen unaufhörlich arbeite», haben kaum sechs Jähre zur Durchführung ihrer Riesenaufgabe gebraucht.
— Wie man der Ostfeez. aus Posen schreibt, deuten verschiedene Ar reichen darauf hin, daß in der Provinz Posen Vorbereitungen zur Ziehung eines MilitäkkordoM län^s des polnischen Grenze getroffen «Aden. So sei es Thatsache, daß bei einem Zimmetweifter in Jnow- reclaw los der Militärbehörde angefragt worden ist, ob er isr «fände sei, innerhalb einer bestimmten Frist dort eine größere Arzahl Baracken für durchmtrschirendeS Militär herzustelle«. Auch habe neuerdings wieder da» in Samttr garnisonirende Füsilierbataillon bei 6. Jsf.-Reg. Warschordre nach der Grenze erhalten. (In der Rat. Z. werden dir militärischen Borkehrunge« aas Schutzmaßregeln gegen die Rinderpest zurückgeführt).
— Darmstadt, 2». Sept. Tester» Nachmittag verschied in Folge einer läsgrrrn Leidens im 51. Lebensjahre der aus den 48er Jahren bekannte Bnchdruckereibefitzer und Miteigenthümer der «Neue» H.ff. Bolksblitter', Rudolf Fendt.
T Mainz, 56. Sept. Als Rednex für die öffentlichen «er- samwlungen der vom 28. bis 30. September zu Mainz tagenden Alt- katholike« Congreffes sind außer Herrn Bischof Dr. Reinkenr zu erwarten die Herren Profesior Dr. Berchtold und Professor Dr. Friedrich aus München, Profesior Helmes aus 6tße, Professor Dr. Hubrr aul Mönchen, Profesior Dr. Keller, Gymnasialdirrktor aul BenLheim, Advokat Anwalt Lützeler »us Düffeldorf, Profesior Dr. Michelis aus Frei- bmg und AppillationsgerichtSrath Dr. Petri aus Wiesbaden. Für den Schluß-Gottes dienst, der Sonntag den 30. September, Vormittags 10 Uhr, im Kmsürstl. Schlosse ab gehalten wird, hat Herr Bischof Rein«