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f] niiiiucr Inniger.
Kgleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Tricheim täglich mir Ausnahme der Satin» und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samkags mit der Berliner Provinziell-Torrespondenz.
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M 224
Dimstag den 25. September
1877
Die Herrn BürfierWeister des Kreiws, iestoe noch mit der Er- siattung des Berichts über St^bkmtg der em 23. August h. J. M Kreisblait Nr. 202 Heff^en BerfAqung- die DienAsuweisuM für das Hechmms^weiev der Landpemeindr« betreffe» d, im Rückstände sind, werde« au umgehende (gimtomw des Berichts erinnert.
Ha»M SW 21. S?Pt«beL 1877.
Der Landrath.
WtfANVM: 27 ®«üä Proben von verschiedenkN Tuch-Tortm. Eine Manschette mit Spitzm. Ckr Harrfleine. Ei« wollmes grauZs Tuch.
Gelandet: Ein Naches. EmpfaNWahme bei dem OMvmsta«d zu FeÄwbeiM.
Verlöre«: Eine goldene Grille.
Entlaufen: Siu großer Wetzger-Hnnd (Fuchs).
Hanau am 25. September 1877.
KömgUckM LaubratSSamt.
Grundstücksverpachtungeu.
Die folgenden Grundstücke der Domaine Keffelstadt sollen in den nachstehenden Terminen im Einzelnen vom 20. Oktober d. I. ab auf 4 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden:
1. Gemarkung Keffelstadt:
Karte Lit. D. Nr. 85.21^4 Ack. 36 Rth. = 5,w Hekt. Acker im Wolfsloch, „ „ „ 161. 13ä „ 6 „ = 0,«T „ „ am hintersten
Bänmelsweg,
n n
„ 168. 274 „
19 „
= 0,587 „
„ am Pleuel,
„ 30. 72 „
22 „
= 0,154 „
„ am Hochgericht,
W W
„ 36. 174 „
9 „
“ 0,»13 „
„ daselbst,
w n
„ 59. 7-/4 „
15 „
= 1,873 „
„ daselbst,
n n
„ 65.117s „
16 „
= 2,270 „
, a. b. gr. Remise,
„ w H.
,, 7.117s „
27 „
= 2,787 „
„ n. d. Unterfeld u.
w n
„ 10.10 „
4 „
= 2,393 „
„ üb. d. Mittelfeld,
künftige« Sonnabend den 29. dieses Monat-,
Vormittags 9 Uhr,
im Gasthaus „zum Schwanen" in Keffelstadt.
2. Gemarkung Hanau:
Kart. Lit.XX. Nr. 6. I3/4 Ack. 12 Rth. = 0,8« Hekt. Wiese a. d.-Neuwiese, d. kl. Neuw. gen.
„ „ „ 17.10V. ^ 8 „ =2,419 „ , das.hint. Teichh. d. gr. Neuw.gen.,
» i. n 36. 77s „ 12 „ --- 1,809 „ „ hinterm Teichh.,
die Teichwiese,
an demselben Tage, Vormittags 11 Uhr, im Geschäftslokal des hiesigen Domainen-RentamtS. (Frohnhof 4.)
3. Gemarkung Brnchköbel:
KarteLit.K.Nr. 175. 17sAck.35-Rth. = 0,«4Hkt.Wiese b.Mittelbuch.
Wald,
„ „ L. „ 5.14 „ 27 „ = 3,88* „ „ a.d. Ochsenwiese, w « o 34. Vi „ 27 „ — O.ios , „ daselbst, » » o 51. P/i „ 31 „ = 0,348 „ „ daselbst, u ,, „ 57. 9 „ 30 „ = 2,198 „ lWiese daselbst in « >, o 54. 74 „ 34 „ = O,H4 „ /der Klause genannt, a» demselben Tage, Nachmittags 3 Uhr, in der Lehning'schen Gastwirthschaft zu Brnchköbel. Auf angemessene Pachtgeldgebote wird der Zuschlag, ohne Abhaltung weiterer Termine, ertheilt werden. (6517) Hanau am 22. September 1877.1
Der Königliche Domainen-Renimeister Bell.
X K tz e H s H a «.
r . ~ ^ber das StärkeverhULnitz der Parteien im Deutschm Reiche «eg» zetzt eme mterefssRte RaLweisuuz 9«. Dem Reichstage war vom NiktchLraNzler einen Tag vor Schluß der Session eine vom statistischen Amt anfgestrllie statistische Uebersicht der vorlänsigen HaNpiresultate her'
letzten Wable» zum Reichstage mit dem Bemerk-« zugeHanger?, daß bal Patibische Amt bereits mit einer größeren Arbeit über den Gegenstand beschäftist sei, welche gleichfalls später dem Reichstage vorgelegt werden solle. Nach letzterer nun hat die ortkanwrsrsde Plvölkusng im D- Reich am 1. Dezember 1875 b trage«: 42.727.360, die A»z«chl des wahlberechtizten Wähler 8 943 012, gleich 20.9 pTt.. die A«zahl der abgegebene« Stimmen Überhaupt 5,557,767, gleich 13 1 pEt. der Bevölkerung oder 62.1 M. der Wahlberechtigten. Bos den «bg--gebe«m Stimmen wsren gültig 5,535 778; so« Lieft« erhielten die KanLidaten der Rationalliberalen 1,594,142 Stimme«, gleich 28.08 vCt., des Zentrums 1,416,803, gleich 25.6 pLt. der Koriservatisrn 538.739, gleich 9.4 p$t, der Sozialdemskesten 485,122 ßlriH 8 8 p@L, der Fortschrittspartei 438,190, gleich 7 9 pLt., der deutschm ReiMpartek 426 468, gleich 7.3 E, der Polen 219,159 gleich 3 9 pCt., der GrUpp« Löwe 119 473, ZlÄH 2 2 pM., der Wrtiknlmiste« 112 496, gleich 2.1 pTt., der Prottstpartei 106.171, gleich 1.9 pCt., der Bolks- Partei 57,147, gleich 0.5 pCt. Auf Ka«didate« «nb-stimmter Partei- ftiUog fielen 11,191 St., und 10,677 St. zersplitterte« sich.
— Darmstadt, 24. Septbr. Der Einzug des Kaisers hatte gestem ehe an gemein große Menschenmenge nach Mftrer Stadt zu Fuß und zu Pferd, per Wage« uns mit aHm Bahnlinien Kebrachi; «Ls de« BahuhSfes käme« endlose Cslosse«. Schon am frühm Mor-M Lurch« wsntzÄteu Tsuse8ds die Rheinstraße, welche in eins ÄLex mit bLwim- Pelten Masten umgewandelt ist; im Schmuck und Flaggen überbirtru sich die Häuser dieser Tüuwpzstmß? außermdeml'rch, g«krönt durch das ArraNgemeLt um die Ludwigssäuls. Auch die auf dem PgrsLrplatz aufseft»llts Koloffalbüste deS KsisZrS, sowie die HerrichtMg zur Heleuch- tung für des Abend fa«de« zahlreiche Zuschauer. Gegen Mittag wurde Las Gewoge immer stärker, Ktiegerveretae und LavdsH«le« zöge« ein, reich untermischt mit den buntfarbigM UniforAW der Kürassirs, Ulanen, Hussrru und Dragoner. Mit rastlsfer Hast wurde noch die Fertigstrl-- lunA der Ehrenpforte betrieben, auf wMer leider die auf dem Transport verMglückte Rieftnstatue der Siegesgöttin keine Aufstellung finde« kounte und bereu Abschluß durch Emblems von Wsppk« «nd Fahns« hergestelli werden mußte. Da die Zeit zum Tintreff« des Kaiserlichen Zuges nahte, nahmeu dir EhrenjungftaWn, die Schulen, die Krieger-, Tmuer« und der SHZtzsn^erein AMMung; Km mit vieler Mühe ge« lang es, das Spalier herzustEm Md den Andrang der MsAgL in den Nöthiges SchrsnkW zu halten. Der EmpfanI des KZiftrS auf dem Bahnhöfe durch 3.3 K.K. H.H. nafeten MoMerZog und Großhrrzogi« war ein überaus herzlicher; nach der BeZrüßunK durch den Statztvor- panb und der Ansprache, welche bessert Alterspräsident hielt, stieg Se. Majkßät zur Linken der Frau Großherzogin in den Vierspanker, fuhr die Linie der auf dem Bahnhoftplatz ausgestellten Kriegervereine entlang nach der Ehrenpforte am Rheinthor, woselbst die auf den Estraden war-- tend«. Jungfksucn dr« Kaiser und die Großherzogin unter dem Jubel- ruf des Volks mit Blumen überschütteten. — Se. Majestät ließ halte« und hörte« mit Freundlichkeit die BeßrüßMßswsrte, bedsuerud, daß die jungen DsmeK sich wohl erkälten und den Schnupft« bekommen würden. Dem Saifergefpsnn folgte in ebenfalls offenem, zwüspäsnigen Wagen der Großhekzo^ zu seiner Rechten de» Kronprinz des deutschm RücheS. Jhni« folgten eine lange Reihe HofwaZen mit den Küchen, Generalen, Ossizieren und Beamten des Kaiserliche« Hefotzes, allen wurden reiche BkiWenspW'sm zu Theil, die ganz befondAs sich auf Feldmarschall Msüft richteten. Brausender Jubel tönte in endlose« Hochs aus der Me«ge, welche kaum das Ende der WzshÜgen Wsgen deß Trosses zu erwarte« vermochte. Nach Psspre« derftibm erfolgte der Abmarsch, eröffnet durch die Turner, welchen die ZWzftKne«, Schulm, Krieger nnb andere Vereine folgten. Abends fand FLstsorst<llRW im Theater statt, zu welcher die Allschöchsten Herrschüftm jedoch Nicht erschime«; auch ein großer Theil des Publikums wartete Le» Schluß nicht ab, um das Mo«streko»zrrt der vereikigte« MMSrkapellm Md die Krle«chtm> auf dem Parudeplatz zu besucht«. Dort war ein fast nicht d«r.chvtisg- bareS Menschevgewütz!, das stastzhaft hsrrts, bis St. Majestät auf der SchloßLerrasse sich zeigte, heleuchLeL von ditttij^em Licht und begrüßt von endlosen Hochrufen, welche sich wiedertzoltm, als der Kaiser nochmals in Begleitung LS Großherzogs ersHiZn. So wäre bew der erste