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wit dem betreffe», den Postaufschlag. Kir einzelne Rum» eter 10 $fä.
fpniuitr Anzeiger.
Zugleich Amtliches Organ für Kreis nud Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Senn« und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.
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Freitag den 2L September
1877.
Amtlicher.
Die dem Max Strohmeyer hier ertheilte Gestattn«-zur Uebernahme einer Untaagentar behufs Vermittelung des Transports von Auswanderern über Hamburg oder Bremen nach Amseika und Australien bezieht sich von p|t ab nur auf den Geschäftsbetrieb deS Hauptagenten Chr. ®. Derschow-i» Frankfurt a. M. für
1) H. Peter», Assistent deS Norddeutschen Lloyd in Bremen,
2) W. Maaße« in Cöln. Hanau am 18. September 1877.
Der Landrath.
Bewerber um die neu gegründete zweiter Lehrerstelle in Nieder- dorfelden, mit welcher neben freier Wohnung und 90 Mark für Heizung ein Einkommen von 840 Mark verbunden ist, vollen ihre Gesuche binnen 14 Tagen beim Schulvorstand einreichen.
Hanau am 18. September 1877.
Der Landrath.
Lszerfcha».
— Paris, 19. September. Der Marschall-Präfident hat nach dem „R.- «. St.-Anz." folgende» Manifest an da» französische Volk erfassen:
„Franzosen! Ihr seid im Begriff, Eure Vertreter zur Deputirten- kammer zu ernennen. Ich beabsichtige, keinen Druck auf Euer« Wahlen auSzuüben, aber ich halte darauf, alle Zweideutigkeit»» zu zerstreuen. ES ist nothwendig, daß Ihr wißt, wo» ich gethan habe, wa» ich zu thun beabsichtige, und welches die Folge« der Schritte sein werden, die Ihr selbst zu th«» im Begriff seid. Aa» ich gethan habe, ist Folge«- des: Seit 4 Jahren habe ich den Friede« erhalte«, und da» persönliche Vertrauen, mit dem «ich die autwärtige« Souveräne beehre», gestattet mir, unsere Bkziehu»gen «it alle« Mächte» vo» Tag zu Tag herzlicher zu gestalten. Im Inner« ist die «»he nicht einen Augenblick gestört gewesen. Dank der einträchtigen Politik, welche mich mit Männer«
umgab, die vor Allem dem Sende ergebe» wäre», hat der allgemeine Wohlstand, der einen Augenblick durch unsere UnglückSfülle zum Stillstand gebracht war, wiederum einen Aufschwung genommen. Der Ra- tionalreichthum hat zugeuomme» trotz der auf ihm lastenden schwere« Bürde». Der Rationalkredit hat sich befestigt.. Frankreich — friedlich und vertrauensvoll — sieht gleichzeitig feint Armee, welche stet» des Lande» würdig ist, auf neue« Grundlage« reko»stituirt. Diese große« Resultate inbefen waren von Gefahre» bedroht. Die Deputirtenkammer, welche sich täglich «ehr der Leitung gemäßigter Männer entzog und mehr und mehr durch die anerkannte» Parteihäupter de» Radikalismus beherrscht wurde, war dahin gekomme», den Theil der Autorität zu verkennen, welcher mir zukommt und den ich nicht vermindern lasse« darf, ohne die Ehre meine» Namen» vor Such ««d vor der Geschichte zu engagire». Indem die Dtputirtenkammer gleichzeitig den legitime« Einfluß deS Senat» in Frage stellte, beabsichtigte sie nicht» Geringere», al» an die Stelle bei nothwendige» Gleichgewicht» der durch die Ber- faffung errichteten Gevaltr» de» auf einer »e»e» Bereinbarvug basiern- den DeSpottSmu» zu setze». Ei» Zander« war »icht mehr gestattet. Bon meinem koustttutionellen Rechte Gebrauch machend, habe ich in Uebereinstimmung mit dem Seuat die Deputirtenkammer aufgelöst. Jetzt U " a« E«ch, Eure Meinung zu äußern. Wa« hat Such gesagt, daß ich die Republik umstürze» will. Ihr werdet da» nicht glaube«, die «trsaffung ist meiner Obhut anvertraut. Ich werde derselben Achtung ff verschaffen wissen. War ich von Such erwarte, ist die Wahl einer Kammer, welche sich über die Eifersucht der Parteien erhebt und vor T™” m" der Sache bei Lander beschäftigt. Bei de» letzte« Wahlen vlriuen Namen gemißbraucht. Unter denen, die sich damal» ffiy® nannte», haben viele «icht ausgehört, mich zu bekämpfe». ^an spricht Euch auch heut, noch von der Ergebenheit gegen meine behauptet, daß man nur meine Minister ««greife — Ihr ~™‘®“$ durch diesen Kunstgriff »icht täusche« lasse». Um denselven 3« vereiteln, wird meine Regierung Euch diejenigen unter den Wahl
kandidaten bezeichnen fassen, die allein sich die Berechtigung zu dem Gebrauch meinen Namen» beilege» fassen können. Ihr werdet die Bedeutung Eurer Wahlvoten reiflich erwägen. Wahlen, die meiner Politik günstig sind, werde« de« regelmäßigen Gang der bestehende« Regierung erleichtern, das Prinzip der durch die Demagogie untergrabenen Autorität befestigen und die Ordnung und den Frieden sichern. Feindliche Wahlen würden den zwischen den öffentlichen Gewalten bestehende» Konflikt verschärfe«, den Sang der Geschäfte hindern, die Agitation fort- erhalten, und Frankreich würde inmitten dieser neuen Verwickelungen für Europa ein Gegenstand des Mißtrauen» werde«. War mich anbe- trifft, so würde meine Pflicht wachsen mit den Gefahren. Ich würde nicht gehorche« sinnen des Auffsrderrmgen der Demagogie, ich würde nicht werben können ein Werkzeug bei Radikalismus, noch würde ich den Posten verlasse« könne«, auf welchen die Konstitution mich gestellt hat. Ich werde auf demselben bleiben, um mit der UnterstStzung bei Senate» die konservativen Interessen z« vertheidigen und die treuen Beamten energisch zu schätzen, die in einem schwierigen Zeitpunkt durch leere Droynngen sich nicht habe« einschüchtern fassen. Franzosen! Ich erwarte mit vollem Vertrauen die Kundgebung Eurer Gefühle. Nach so großen Prüfungen will Frankreich die Stabilität, die Ordnung, den Frieden. Mit Gottes Hülfe werden wir ihm diese Güter sichern. Ihr werdet auf da» Wort eines Soldaten höre«, der keiner Partei und keiner revolutionären oder retrograden Leidenschaft dient und der nur auS der Liebe znm Vaterland! Euer Führer ist."
Das Manifest ist von dem Minister des Inner«, de Fourto«, kontrasißnirt.
Da» Dekret, betreffend die am 14. k. M. vorzunehmende Neuwahl der Deputirte», wird erst am 22. d. M. publizirt werden.
— Berlin, 20. Sept. ES darf als eine Verbesserung deS geschäftlichen Verkehr» zwischen den Faktoren der Gesetzgebung erachtet werde«, daß dem preußischen Landtage seit ungefähr drei Jahren in Folge eines AntrageS bei Abg. Schmidt (Stettin) alljährlich eine Uebersicht der von beiden Häusern des Landtags an die Staatsregierung in der letzten Session gerichteten Anträge und Resolutionen mit der getroffenen Entscheidung zuzugehen pflegt. In der letzten Session aber war dem Abgeordnetenhaus eine Uebersicht der von der Regierung auf die Anträge und Resolutionen der Hauses au» dem Jahre 1876 gefaßten Entschließungen nicht vorgelegt worden, und zwar, wie der Regie- rungS- Commiffar in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 2. März b. J. erklärte, mit Rücksicht auf den Beginn einer neuen Legislaturperiode und den Zusammentritt eines neuen Hause». Dem Vernehmen nach wird die gedachte Uebersicht, dem Wunsche bei Abgeordnetenhauses entsprechend, beim Beginn der nächsten Session vorgelegt werden.
(Mitte Atg.)
— S. M. S. „Medusa" hat am 8, b. Mts. aus der Rhede von Funchal — Madeira — geankert.
— Darmstadt, 19. Sept. Die „Hess. Landerztg." schreibt: Nicht uninteressant dürfte fein, zu erfahre», daß das Großherzogthum Hesse» derjenige der kleineren Staaten Deutschlands ist, welcher am Meiste« bt» jetzt zu dem Rational-Denkmal auf dem Niederwalde beigesteuert hat. Dasi-lbe soll ca. 1 Million kosten. Zu Anfang dieses Jahre« waren im Ganzen etwa 500,000 Mk. gesammelt unb hierzu trugen bei: Preußen 301,751 M., Hessen 37,483 M., Bayern 10,283 M. (darunter die Rheinpfalz mit 657 M ), Baden 5359 M., Württemberg 3680 M. Hätten die übrigen deutsche« Staate« in dem Verhältniß wie Hessen ihr Schrrflein zu dem National-Denkmal beigesteuert, so wäre die dazu erforderliche Summe längst zusammen.
— Der sechste Nltkatholiken-Kougreß, welcher am 28., 29. unb 30. b. M. zu Mainz abgehalten werden wird, hat folgender Programm: Am Donnerstag Abend 7 Uhr findet die Begrüßung der Mitglieder und Gäste im RestaurationSfaale bei Raimundi-Gartens statt. Am Freitag den 28. September ist ein seierlicheS Hochamt und Predigt in der evangelischen Kirche. Dieser Gottesdienst nimmt um 9 Uhr seinen Anfang. Um 11 Uhr ist die erste geschlossene Versammlung im weiße«