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ZRgLeich Amtliches Organ für Kreis anb Stsdi Hauau.
Trfcheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner ProviMal-Korrespondenz.
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Mittwoch dm 19. September»
1877.
Einladung MM Abonnement
auf den „Hanauer Anzeiger",
amtliches Organ für Kreis «nd Stadt Hanan, nebst täglich beiliegendem Unterhaltungsblatt und der Provirrzial- Correspondenz als wöchentliche Gratis-Beilage.
Inhalt: AmtlicheDekanvtmachnnge», politische Neuigkeiten, kirchliche, standesamtliche, Handels«, landwirthschaftliche und gemeinnützige Mittheilungen, Börsen« und Marktberichte, provinzielle und lokale Nachrichten, Bersteigerungs« und Verpachtungskalender, sowie Geschäfts« und Privatanzeigen jeder Art. Im Unterhaltungsblatt spannende und interessante Original- Novellen.
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Bestellungen werden von sämmtlichen Postanstalten, sowie ix der Expedition, Waisenhaus, Hammergasse 9, entgegengenommen.
______________________Die Expedition.
An den Herrn Ortsvorstand 1) zu Orvpktvtzenonrg, 2) zu Kes» selstadt, 3) zu Mittelhuchen, 4) zu Roßdorf, 5) zu Rüdigtzeimer Hof, 6) zu Wilhelmsbader Host 7) zu Bergen, 8) z» scckßach, 9) zu Ecke«« heim, 10) zu Langendtebach, 11) zu Rmwiedermxß, 12) zu Ravolz« hans«, 13) zu RöckinZen, 14) zu Eiche«, 15) zu OsthetW, 16) zu Dottknfildertzvf, 17) zu Gronauerhof, 18) zu BaiersröLerhof, 19) zu Neuhof (ForsthanK).
Sie werden hierdurch an umgehende Einsendung der Berzeich- ®i|e derjenigen Personen in Ihrer ZeNeinde, welche zuGeschwornen und zu O«richtrschöffsu sich eigu«, eriMert. (Eiche Kreisblatt Nr. 206 de 1877.)
Hanau am 18. September 1877.
__________________________Der Lakdrstb.___________________________
Tszesscha«.
— Berlin, 18. Srpt. (Köln. Ztg.) Gegenüber den oft beklag« 1« Plackerei« bei dem Verkehr an der russischen Grenze findet hier foi« gende Mittheilung eine freundliche Beachtung, welche der „Pos. Ztg." aus Thor« zergeht. Seitens der russischen Oberbeamten wird gegen« wärtig eine äußerst freundliche Haltung den deutschen Staatsangehörigen gegenüber beobachtet; besonders gegen die Beamten des diesseitigen Staates ist das Verhalten äußerst zuvor- und entgegenkommer d. Viele Gräuzmizuträglichkeit« haben aufgehört, deren BeseitigunD unser Land« rath Hoppe in mehrfachen Konferenzen mit der russischen Behörde lange vergeblich erbeten hatte. Man zeigt gegenwärtig drüben auch den Wunsch, in freundschaftliche Bezietzunzen zu den diesseitigen GtaMa«- gehörigen zu treten. So ist zu der feierlichen Einweihung der neuer« bauten griechischen Kirche t« Nl-xandrowo, die am 20. d. Mts. Statt finden soll, auf Ersuchen des Barcomits» auch unser Landrath Hoppe durch den Chef des ZollwesenS, General v. Foxe», in einem freundliche« Schreiben eingeladen worden. Da der Einweihung sehr viele russische hohe Beamten aus weiter Ferne beiwohnen werden, so läßt sich hoffen, daß die Anwesenheit unseres Lendraths an der von de« Rufst« so hoch gehaltenen Feie» für unseren ferneren Verkehr von den wohlthätigen Folgen begleitet sein wird. — Nach der „Tribüne" ist es bei der so oben erfolgten Entlassung der Reserve« ausgefallen, daß viele Soldat« 'Hr «erbltiben bei der Truppe lebhaft gewünscht haben, während unsere iwe Mannschaften sich zur Kapitulation meldeten. Der Grund tzufür liegt offenbar in der Ueberzeugung der,Leute, daß im Soldaten- Versorgung zu erhoffen sei, als nach der Rückkehr im bürgerlichen Leben, wo zur Zeit in den Handwerker- und Arbeiterkreisen starke Schwierigkeiten dem Broderwerb entgegenstehen. AnSkrerseits find
die Besirebungen zum Capituliren darauf zurückzuführen, daß die be- treffenden Mannschaften bei einer einjährigen Capitulatio» in nächster Zeit, ja, vielleicht für immer vor Einziehungen zu den Reserve-Ueb««- gen gestört sind.
— Auf Mund des §. 28 des Regulativs über Msbildnng, Prüfung und AnstellunE für die «kteren Stellen des Forstdienstes i« Verbindung mit dem Militärdienste im Jäzer« Corps, vom 8 JZnuar 1873^ werden bei den Königlichen Regierungen zu Pstsdam, Frankfurt, Stettin, Stralsund, Brekls«, Oppeln, Magdeburg, Schleswig und der Königlichen Gaskammer zu Berlin neue Notirungen forstversorgMZsberech- tigter ZäZer der Klaffe A. I. bis aus Weiteres dergestalt ausgeschlossen, daß bei den genannten Behörden nur die Meldung« solcher im laufe«- den Kaseuderjahre den Forstversorgungsschein erhaltenden Jäger ange- «o»m« werden dürfen, welche in dem Bezirke derjenigen der vorgenannten Behörden, bei welchen sie sich melden, zur Zeit des Empfanges des ForftversorgunssscheinZ bereits im Königlichen Forstdienftist beschäf- tizt find. Sagegen ist, nach dem „R. u. St. A.", gegenwärtig die Zahl der Anwärter sehr gering in den Regierungsbezirken Arnsberg, Suffei, Wiesbaden, Düsseldorf und Aachen.
— S. M. S. „Hertha" ist in der Nacht zum 16. d. M. in Ply. mouth anKekswmen und am 17. d. MtS., Nachmittags 5 Nhr, von dort nach Gibraltar in See gegangen.
S. M. Knbt. „Albstroß" ist am 16. d..Mts. von Plymouth i« See gegangen.
— Darmstadt, 17. Sept. Für das Nieherwaldh ZkiAal ginge« im GroßherzsgthuW Reffen im Ganzen 37,702 Mk. ein, im Regierungsbezirk Wiesbaden 34,610 Mk.; nach PotSdam-Berlin mit 71,610 Mk. die höchsten Beträge. Elsaß. Lothringsn steuerte 481 Mk., die ganze Rheiupfslz 657 Mk.
— München, 18. Sept. Die 50, Versammlung deutscher Naturforscher und Akrzte wurde heute hierselbst durch de« ©Reimen Rath Dr. von PktMkofer eröffnet, welcher der BersammluNg den Muß des Kömgr entbot. Die VersammlMg erwiderte denselben mit einem dreimaligen Hoch. Nach den Ansprachen zur Bewillkommnung Seitens der StaatSregierung durch den StaatS-Minister Dr. vo» Lutz, Seitens der städtischen Behörden, der Universität und des Polytechnikums begann die Abhaltung der angekündigten Vorträge. Bisher sind über 1000 Theilnehmer eingetroffen. M. -. sua.ji
— Wie», 18. Sipt. Telegramm der „Presse" aus Tiflis vo« gestern: Die Mildung Moukhtar Paschas, die Russen hätten Srdahan geräumt, ist unwahr, Ardatzan ist von 12 Bsta'.llonM Infanterie und 6 Schwadronen Ksvallerie unter Fürst Sristaff besetzt.
— Aus Bukarest wird der W. „Presse" vom 17. gemeldet: Zu dem Winter feldzug werden bereits alle erforderlichen Vorbereitunge« getroffen und Namentlich in Matschi«, Hirsowa und Nikopolis Ber- Pflegungsvorräthe aufgehäuft.
— St. Petersburg, 18. Septbr. Nach einer Meldung des „Golos" begibt sich der Geueral« Adjutant v. Totleben heute nach dem Hauptquartier der Südarmee. — Am 17. d. ist ein neuer Santtätsrai« nach Kischineff abgegangen.
— Das „W. Fremdenbl." erhielt folgende Telegramme:
Konstantinopel, 15. Septbr. Die Regierung läßt schon für die ganze Armee einschlüßlich der Freiwilligen, der Landwehr und der egyptischen Truppen Winterkleider unfertig«. Die Stärke sämmtlicher im Felde stehensen Stopp« wurde dabei mit 500,000 Mann angenom- men. — Der General-Gouvsrueur von Trapezunt hat sowohl in dieser Stadt als auch in vielen anderen orientalischen Küftensiädte« eine bedeutende Anzahl von Kauffahrteischiffen gemiethet, um so die U-üerfüh- «»« der Befasster aus am Kaukasus nach Anatolien beschleunige« lassen zu können. Viele dieser Auswanderer sollen bei den hiesigen Befestigungsbauten beschäftigt werden.
- Amerika. Die Affaire zwischen Deutschla«d und Ricaragua wegen der Angriffs auf den deutschen Eonsnl C. M. Eisenstuck z« Leon gestaltet sich sehr ernst. Deutschland hat ein Ultimatum gestellt, in welchem die Bestrafung der Angreifer, eine EntschädiguNg von 30,000