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Jährlich 9 Mark. tzM. 4 W.»» P. Vierteljährlich k War! 25 Ps» Für auswärtige Abonnenten mit dem betreffen# denPostausschlag. Die,einzelne Nunt-» mer 10 Pfg,.

f)nnnucr Aniriiirr.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correipondenz.

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10 Pfg.

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Dienstag den 4. September.

1877

Amtlicher.

Die Herren OrtSvmstände werden hiermit aufgffordert, binnen 14 Sagen ein Berzeichniß betjenigen Personm ihrer Gemeinden unter Angabe des Vor- und Zunamens, Stander und Alters anher einzusen- den, welche zur Bekleidung des Schöfstuamtes geeignet find. Die Be- dingunoe» der Berufung sind dieselben, wie bei dem Geschworen'namt (cfr. §§. 274, 275, 276 und 277 der Verordnung vom 25. Jani 1867, das Su afrecht bkirrffend), mit der Ausnahme, daß dir Zahlung eines bestimmten Steuerbetrages nicht erfordert wird.

Die Gründe, welche vom Geschwornendienst befreien, gelten auch Hinsichtlich des Schöff-namies.

Unter der Liste ist zu beschtiuigkn, daß die darin aufgeführten Personen Preußische Unterthanen sind und wenigstens 1 Jahr lang in Ler Gemeinde ihren Wohnsitz haben.

Hanau am 22. August 1877.

Der Landrsth.

Die Herren OrtSvmstände werden hiermit aufgefordert, is ©e* «äßheit der §§. 274, 275, 276 und 277 der Verordnung vom 25. Jmi 1867, bitnff nd das Straf verfahren (Amtsblatt Nr. 54, 1867), ein Verzeichniß derjenigen Personen ihrer Gemeinde auszusteüe«, welche zum Geschwornen geeignet sind, unter Angabe drS Bor- und Zunamen», des Standes, des Alters der betreffenden Personen und deS nach §. 274 pos 3 erforderten Steuer- bezw EirkommenstenerbetrageS.

Unter der L-ße ist zu befch-inigk», daß die darin aufarführten Personen wenigstens ein Jahr lenz ihren Wohnsitz in der Gemeinde Habs«, die Eigenschaft eines Preußen haben und lesen und schreiben können.

Die Liste ist binnen 14 Tagen hierher einzusenden.

Hanau am 22. August 1877.

Der Landrath.

GeftmdeK: Eine w-'tze Tasche, darin ein weißeS Taschentuch, F. gez. Ein Emi in der Form einer goldenen Damenuhr. Ein Mes­ser. Ein etwas über 4 Geatmeter langer goldener Knebel mit Oesen. Ein weißes Taschentuch. Eine Moireschürze.

Zugelaufen: Ein schwarzer Wachtelhund, münnl. Geschl. Ef« weißer kte »er Wachtelhund.

Verloren: Ein goldenes Medaillon. Hanau am 4. September 1877.

_______KönigtiSes Landrathsamt._____________________ Grundstücksverkaus.

Termin zum öffentlich Meistbietenden Verkäufe der in der Ge­markung von Escherheim belegenen Domanialgrundstücke, alS: Karte Lit. M. Nr. 179. 12 Rth. = O.om Hektare Wiese auf der lan­gen Hecke und M. 188. 11 = O,oi75 Wiese daselbst, ist auf

Montag den 10. d. Mts , Vormittags 9 Uhr, in die Reiß'sche Gastwirthschaft zu EscherSheim anberaumt worden.

Der Termin wird eine Stunde offen gehalten und auf ange- meffene Kaufgebote erfolgt der Zuschlag, ohne Abhaltung eines weite­ren Termins.

Die Bieter haben dem unterzeichneten Beamten, auf Verlangen, ihre Zahlungsfähigkeit nachzuweisen, waS durch Hinterlegung des zehnten Theiles deS gebotenen Kaufpreises in baar oder inläudischen Werth- papiereu nach dem TageScours geschehe» kann. (5974)

Hanau am 3. September 1877.

Der Königliche Domainen-Rentmeister _ __________________Bell.___________ Grundstücksverkaus.

Die in der Gemarkung von Berkersheim belegenen Domanial- grundstücke, 47 Parzellen Ackerland, Wiesen, Baumstücke und Grabeland von 21 Bosselet Acker 143 s Nuthen = 5,wo Hektaren Gesammtfläche, sollen öffentlich meistbietend verkauft werden.

Termin hierzu ist auf Montag den fO. dieses Monats,

Vormittags 11 Uhr, in die Steinmeh'sche Gastwirthschaft zu Berkersheim anberaumt.

Der Termin wird eine Stunde offen gehalten und auf ange­messene Gebote erfolgt der Zuschlag, ohne Abhaltung eines weiteren Termins.

Die Bieter haben dem unterzeichneten Beamten, auf Verlange«, ihre Zahlungsfähigkeit nachzuweisen, was durch Hinterlegung des zehn­ten Theiles des gebotenen Kaufpreises in baar oder inländischen Werth- papieren nach dem TageScours geschehen kann. (5975)

Hanau am 3. September 1877.

Der Königliche Domainen- Rentmeister Bell.

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Berlin, 2. Skpt. Unser Krottpriuz dankte in Würzhnrg an- läßlich des ihm gebrachten Fackelzuges, wie dieWürzb. Allg. gtg.* meldet, mit folg-nden Worten:Bor Allem gebührt Mein innigster Dank Sr. M j fiät dem König Ludwig von Bairrn. Ich fordere Sie auf, aus vollrr Brust mit Mir eiuzustimmen in den Ruf: Lr lebe hoch!"

Berlin, 1. Skpt. Die Norddeutsches Allgemeine Zeii-mg bringt folgende offiziöse Mütheilun» : Bei den vielfältigen Behsuptungs«, wie drückend die Ableistung deS Militärdienstes den Verpfichteten sei, hat die geringe Zahl derjenigen MWä Pflichtigen Jnterksse, gegen welche ein gerichtliches Verfahren Wegen Entziehung ihrer Militärpfl-cht Statt gefunden hat. Dies geschah ge^n 7640 Militärpflichtige, allem nur ein ganz geringer Theil dieser Zähl sind solche Personen, welche vor Ableistung der Milrtärpfl cht aukgewandert sikd. Die Mehrzahl bestand aus Reservisten und LanNwehrmänner», welche den Erlaubnitzschein, den sie ohne Mühe hätten erhalten können, sich zu verschaffen verabsäumt hatten. Ferner aus solchen Personen, deren Ausentbalt nicht zu ermit­teln war, also mit anderen Worten, aus Verschollenen; ferner auS Kindern welche in den Stammrollen nicht gelöscht, aber bereits mit ihren Eltern auSgewandert waren; dann aus Kindern, welche gestorben, aber in der Stammrolle nicht gelöscht waren; ferner anS unehelich ge­borenen, welche auf ihren Namen nicht zu ermitteln waren.

Berlin, 2. S-pt. Die abermalige Anwesenheit des ersten Adjutanten der Marichalls Mee Mahon in Berlin wird ganz zu Un­recht mit irgend Welch n politischen Vorgängen in Zusammenhang ge­bracht. Jetzt wie früher gilt die Anwesenheit deS Marquis d'Äbfae lediglich dem Besuche seiner Verwandten in Schlesien. Bet der große« Beliebtheit, die dieser Offizier am hiesigen Hofe genießt, ist fein Empfang bei S. M. dem Kaiser nicht auffällig. Bri der bekannten Zurückhaltung deS Hofes und der Regierung gegenüber den inneren Vorgängen fremder Staaten erweisen sich alle anderweiten Combinationen als haltlos. Der Marquis soll vom Kaiser überaus zuvorkommend empfang»» worde« sein, wie man denn auch mit besonderer Genugthuung der Theilnahme höherer französischer Offiziere an den großen Manöver« entgegensirht- ES sei bei dieser Gelegenheit bemerkt, daß die Zahl der fremdherrliche« Offiziere, welche den jetzigen Manövern briwohnt, bedeutend größer ist, alS in früheren Jahre». Besonders zahlreich ist dir schwedische Armee vertreten, und zu den neueste» Ankömmlinge» gehöre» auch höhere ja­panische Offiziere. (she.)

Aachen, 26. August. G stern wurde der Hausknecht der Hotels F. in Düren von mehreren jugendlichen Strolchen auf offener Straße daselbst zu Tode gesteinigt. Beranleffung zu dieser Brutalität war eine Zmechtweisung, welche er einige» den Dürener Bahnhof stets «mluugrrnden Burschen gegeben, weil sie einen dem Hotel gebörendZ» Handkarren beschädigt hatten. Die Thäter haben sich ihrer Berhaftunz durch schleunige Flucht entzogen. Der B-rstorbene war ein ruhiger, solider Mensch, hatte den Feldzug von 1870 glücklich überstande» rmd wollte in den nächsten Tagen heirathen.

Regensbürg, 2 September. Der Kronprinz deßDsutschm Reiches ist heute früh um 5 Uhr 15 Mirr. von hier akg?reist. Derselbe