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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage^, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

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Jerfertünw» Preis,

Lte l»>«iaa» TürmondzeUe od^ der« Same » Pi».

Lie rümL L-S» r° »k»

DreüspaMgeZr» «Pd-i

Ji 205 Montag den 3. September. wo*

Bsr lin. 1. Skpt. Dr« Borstellungm in Koustantmopel we­gen iM»i<mr B'hMdümg von gefaKgemn Md virwnndsteK Soldaten hat sich auch die spanische Kegisrung angeschlossm.

~ In Berlin hät am 28. die sog. Auüust?onfsre«z, die jäidiäs Z»sammßLk»nft der lutherischen Orchodox N, begonnen. Etwa , 500 Gastlichen und 100 Laie« waren in d-n Rrichjh H-n versüMMtlt, ] »m gegen den Lib-raliSmuS und den Oberkirchevraih Worts z« ver- - lieren.' Die stressglänbize« Herren geben sich Biete Mühe, den positiven I Unionistr» das Et«»er«ttzmm mit dm Luchsran rn annehmbar zu machen, s er wird ihnen aber schwerlich gelingen, denn die vo« röM geführten; Uviovtste« wiffe«, daß sie an Er- floß verliere«. sobald fir sich die | Rechtgl§ubitz-?rkt nach Klest Retzow »6 Graf Kn-ssbw zu nahe kommen lassen. Das Ae»ße'ftr leistete Sie Tu u?ckvnftresz in der Verwünschung ' 6« Theologie » OberküSesratW. Dr Hermann and Genossen fhb : in den A«gk« der auf Frömmitzkett mo Streng-läubigkett eingebildeten proteks«tffOe» PapriKr« der persosifizirte Antichrist. WaS wußte sich 1 der Oberkirche»» ach all«? sage» lassen: Er steht nicht rm Bekervtnch, s also auch nicht in der Kirche. ©One Bersaffung, die er für die LandrS- kirche wS Leben lief, ist nicht bloß nichts werth, sondern sie ist geradezu verderblich für die Kirche, undwas in ihreL Paregraphku 1 und 5 steht, ist ««K gsnz ginchtzLitig-, bkWrrkte in seiner frsWmspöttslrkdsn Manier der Memralinverintendent Dr Büchsel. Recht» ratLrttcher auch, als daß dteszr Hr. Büchse!, nachdem er zur Zeit der Lontrerevolntio« ; von der KanM h rab las SteatsKruvdgel'tz als eine Ausgebu't der Revolution verdammt hat, Ht das khoodaig^sitz der Berachtirng preis- , gibt Währesd der BLchsri'kchm Konftrenzrede letzte ein Theil der Lersammlang und der sr-dere rief Amen. Weich ein Gemisch von, Bktegl Nach den Neußernngen drS Betftllr weiß man nicht mchr, ; wie weit die Frivolität den Ernst über wog. Es wollen Leute die Ge- MeindeK führen, Bsg nicht ewWal Lost hoben, das G^ch zu wp^tirrn; was soll bsi solcher Zachtlssigkert wo^l hsrautkonmrA? Der Geist des Ksmpf-8 dmchdrang sogar die Elöffnnngtp^edrg».Wir suchen den Ka»ps", hieß es in derselbe«,nicht im deS KawpftZ w llen. sondern bis Siebe Chcisti dringet unk also, zu bekennt« und zu z ug-n." Und an einer arider« Stelle:Manche woll-n zriigmLß sei«, indem sie etwa bis Einigkeit im Geist pledigm well»«, aber sie setzm en St lle deS Heiliges, Gastes ihren eigenen Geist." Der SvprrinLmdent a. D. Meinhold Cswi« schilderte in seiner BegrSßuntzSaoipsache den gegen- i wärtigen Zizstand der Kieche Lmhers, wie folgt:Z -Wochen sind ihre z Ordnungen ; ihre Brichte und Zucht, ihr Brk nnm'ß ®UeS ist mehr oder weniger über btu Haufen geworfen, nicht an emem Orte, in allen ! Kanden. Es haben den Wcinstrck die wilden Säue zerwühlt, und da- ; bei rühm-n sie sich roch, i^n dadurch fruchtbar zu moch-n." Ein Kom- Rkstar zu diesen Bus^asfunßxn ist kbei flüssig Die größte BeftiedigunZ - ib« dtestkbe« werden natürlich die Mlrawvn1a«t« haben, deren Rädelr- - fthrer Majurke der Kvnfrrrnz beiwohnt. (Pr. »w s

Die Rksfort-Minister baden in einem Tirkularerlaß vom 26. - Juli d. I. wiederum den Grswdsstz ausgrip-schen, 6e§ die Fleischbe« l schauer nicht olS Bramir ar.zstkllm sind, vi-kwehr genüge es, wenn - Ueftlbeu als Grw-rbetre'HeAÄ«- im Sinne deS § 36 der Gewerbe-O d« ®& vom 21. Sani 1869, von den dazu bksugten SiasiS- oder Kom» Knnalbehörden akgeft üt merdw. ES werde sich aber eu psehirn, daß J ^8 Staats resp. KoMMMalbehördm künftig in der den Fleischbeschau- s ein zu ertheilende« Kvnzrsfion de« geba^itn Paragraphen anLLröckiich Azieh?«, um es ünßer Zweifel zu fl-llm, daß die letztem nur alS Ge- Ärrbetreidends im Sinne dieses Paragrkiphen angestellt si^d.

Pari-, SL Aue. Gawbetta hat heute vor de« UntersnchullgS- vchter Regon ei« «twa 20 Minuten k-kmrndeS Verhör bestanden. ES Lmden i»,v> die Sttllm se-ner in Lills flehsllen^ Rede vorgelesen, in welchen eine B-l«idtx»rg des MarschallL Mcc Mahon und eine Be- schmpfLUß bis Mir.kstnmm« rnthalte« sein loü; @ambftta nklärte oetenf, er fet mit btm ta»j best-wwten Sn'schlutz nach L lle ßetzanae«, bwt eine Pol lischt Rrde zu halten, wie solche chw noch der gegenwär- i llgkn 8ßge als nothwendig erschienen sei, er müsse aber auf das Ent­

schiedenste dagegeu pfoteftken, daß er irgend Jemand habe belüdiEM oder bsschimpftn wolle«.

Z a r a, 1. Sept. Türkischs Trnppen habsn gestern bei KZdr« nabuka die öfterrsichische Grenzs bis auf 2 Kilometer landeinwärts über­schritten, haben öftsrrsichischm UKterthanm gehöriges Risdvieh wegge» trieben und einen Hmschober, in welchem sich 2000 Silogramm Hm btfaneen, angezündet. Dirsilb« ließen eine SerSd'armerte- m d Zäger- pattosiQe, welche ein weitzes Luch schwenkte, bis auf 1000 Schritte ruhig heraKnahen und empfingen sie dann mit Gewehrschüssen; glück- l-cherwe se wurde Niemand beschädigt. Der Statthalter Rodic ist gistera nach dem Süde« vor Dalmatte« abgereiA. - «.» «r-».-.

Petersburg, 1. S-Ptbr., NachmittrigS 12 Uhr 40 Minu­ten. Offizielles Trsegramm aus Gornji Stäben, 31. August: Gestern griffen die Türken die Roantgarde der Nustschuker Kolonne an, welche sich von Sabine, Karachasssnkiöi und Chaitzarkioi auf die Hauptpost- tio« zurückzog. Weiterere Nachrichten fehlen. Heute Morgen um 9 Uhr griffen di» Türken von Plewna aus unsere Position Peit­sch at und Sgalitza es, wobei sie bedeutende Streilkkäfte entfaltetem Um 10 Uhr Morgens fand eine lebhafte Kanonade und Gewch-feuex statt. Im Schipkapaß herrscht vollständig« Ruhe. Allem Znscheins nach ist die Armee Suleiman Paschas in Folge einer Reihe erfolgloses mehrtägiger Angriffe stark deSorganisirt. Alle Balkanpässe sind, wie früher, von den Russen besetzt. Nachmittags 1 Uhr. Dift^eGsÄ Telegramm aus Gornji Studm vom 31. August: Nach eir-kN Tele­gramm des Generals Leonoff von 3 Uyr Nachmittag wurden mehrere tür k sche Angriffe h^kdenwüthig zmückgeschlagkn. Eine zweite Depesche meldet: Der gestrige Ava-ktgardeküMpf bei Ksrachaffankiöi war sehr hartnäckig. General Lesnoff behauptete sich mit geringer Macht gegen 12 000 Türken 12 Stunden lang. Das Dorf wurde 6 Mal genom- men und wieder verloren. Geseral Lronoff mürbe znletzt gszwMgrM, Schritt für Schritt zmückzuweichsn und traf Abends 8 Uhr bei der Haup Psstrion ein, wobei er alle Verwundete, 400 an der Zahl, mit» nahm. Heute von Morgens an ziehen die Tückm bei Gabowa (Vu- dowa?) und Papftoi bedeutende Gtrritkcäfte znsamMM. GleichzMig konzeRnirten sich 8 türküche Bataillone mit Kavallerie auf bei CyMffes zwischen Rustschuk und R>isgrad und begannen den Vormarsch auf Ka- dikwi. Weitere Details f-hlen. <»,«. et.«a ..

8 s k « l r s,

Hs«!SW. 3. September L8M.

= Seit der BegründLUz der Sedskifeier in «serrr Stadt im Fahr« 1872 haben wir toe schönere erlebt als die gestrige und glan« ben uns in dieser Hinsicht mit der grossen Mehrheit der Tinwotzurrschaft Ha«a»'s in vollkommener Uebrrei»stt«m»«g zu befinde«. Schon Coa«- abknd den 1. S Pt. hatte eine Vorfeier in den tziesigm Schulen ßatt- Stfuntzm, die einen sehr befriebigenben Verlauf nahm und sich gineS zahlreichen Besuchs zu erfreuen hatte. Im GyMnasium hie^t Herr Dr. ©ander, in der Realschule Herr Dieterici die Festrede. S\cto« matione» der Schüler, Bortrag vo« MuMücke« fehlte« ebenfalls nicht und ließen dießMül nichts zu wünschen übrig. Um 6Va Uh NbLAdL versammelte sich ein zahlreiches Publikum auf M?m« frönen Neuftäd- ter Marktplätze, um das Concert witanzuhörex, welches die auf dem Balkon des Rathhauses befiadliche Civilkopells dasrlbst gab. Der Ge- haste des Comüs'B, die Kapelle auf dem Balkon Platz rreyWen zu fsffm, war ein vollständig richtiger, da bei einem Spielen auf dem Glatze selbst wegen der schl-chten Akustik deffelbm sonst wohl wenig zu hören KwZ- fen wäre. Als einen Fehler aber müsstn wir eS be^idjn«, bag matt die vom Balkon nach dem Rathhausr sühr«»dr« Thüre« und F»»st« ; offen li-ß, wodurch ein Theil der Töne absorbirt wurds. T-otzdem ist der Kkfawmteindrvck der Cor-ceM, das unsere Damr« in großer Zahl besuchte«, ein Zür sirZer zu nennten. Gegen 8 Uhr versammelten sich die Mitglieder deS Krtstzt! Vereins und viele ihrer FreuudL in derC? traf« b«lle", woselbst bei einem Glase Bier und den Kläsgsk der Musik bis tief in die Nacht hinem gemüthliches ZusaWuirnsem statthattc. Der Wunsch, mit dem man sich trennte, daß doch gutes Better bis Haupt- ?