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Dadurch wären aber die Plane der Frau resp, der betr. Geistlichen vernichtet worden und um dies zu verhüten, hatte man nichts eiliger zu thun, als Frau und Kind heimlich aufzupacken und zu ihren Ungehö­rigen schaffen zu lassen. So war der Mann in die Lage versetzt, die bereits bestellte Taufe abzusagen, da die Hauptpersonen, die Mutter und das Kind verschwunden waren. Durch da» Gesetz und die Furcht vor der Strafe find endlich die Gegner veranlaßt worden, von ihrem Vor­haben, das Kind ohne Wissen des Vater» katholisch zu taufen, abzu- stehen, und nachdem Mutter und Kind wieder an ihre« häuslichen Herd zsrLckgekehlt hat denn auch die Taufe im Sinne des Mannes stattfinden können. Hieraus ist ersichtlich, wie die Engel der Liebe und des Frie­dens doch manchnal weit von ihrem Pfad abirren und sich nicht ent­blöden, in vorher ganz friedlicher Familie die größte Friedensstörung und Aufregung heraufzubefchwören. re«n. «»b.,

DasFuld. KreiSbl." schreibt: Leider wurde unS auch in der vor- vergangenen Nacht das äußerst interessante Schauspiel der totalen Mond- finsterviß voreptholtk», da der Mond während der ganzen Dauer der partiellen wie torolM V:ifinsteruvg mit nur wenigen, kurze Zeit an­dauernden Uuterblechmigkn durch eine dichte Wolkendecke unseren Blicken entzogen war. (In Hanau hatten wir mehr Glück, es konnte mit kur­zen Unterbrrchungkn der ganze Verlauf der Finsterniß beobachtet wer­den. D. Red.)

Seit dem November v. 9. bestand die Einrichtung versuchs­weise, daß die Landbriefträger auch Telegramme behufs Aufgabe bei­den betreffenden Telegraphenanstalten anzunehmkn befugt waren. Nach dem Bericht der Oberpostdirrktion hat sich diese Einrichtung bewährt und soll nach einer kürzlich ergangenen Verfügung deS General-Post- Meisters beibehalten werben.

- DerFrauLfurter Anzeiger' MrML Mter« 24. August am Frankfurt am Main: Frankfurt hat nun vier Börsen: Die Geldbörse, die Fruchtbörse, die Arbeitrrbörse (Dallek) und die Wasserbörse, Mittags 12 Uhr, auf dem Schillerplatz. Auf letzterem werden eifrigst die An­gelegenheiten des Wassersports erörtert. Wie aus einem an die Franks. Ztg.' gerichteten Schreiben der BerwaltungSrathS deS Palmen- gartenS hervorgeht, hat derselbe auf den Wunsch deS Verwaltungsrath» des Zoologischen Garten» die Fünfzig-Pfennigtage verlegt, und zwar auf den letzten Sonntag im Monat. Der nächste Fünfzig-Pfennigtag des PalmengartenS ist also am 26 August. Der SkatingRink hat an diesem Tage den Eintritt auf 25 Pfennig ermäßigt und hält von 10 bis 1 Uhr Frütconcert. In der Bau- und Industrie-Ausstellung im Bundespalai» ist soeben auf kurze Zeit dar äußerst sinnreich ton* struirte Modell eines lydraulichen Apparate» zum Läuten von Glocken ausgestellt. Dasselbe ist von einem jungen Frankfurter, Hrn. Ingenieur Carl Gramm, konstruirt und für die Kaiserglocke deS Kölner Domes bestimmt. ES ist erfreulich, das Problem gelöst zu sehen, jene Glocke zu läuten, da dieselbe seither bekanntlich von 60 Mann ohne Erfolg gezogen wurde.

Thermometerstaud.

24. August: Höchster Stand + 18°, Abends 7 Uhr + 14'; 25. August: Morgens 7 Uhr + 13°, Vormittag» 10 Uhr 4-17°.

Mainwafferwärme Vormittag» 9 Uhr: 17 Grad.

Börseuuachrichte».

Nr. Hanau, 24. August 1877.

I» unserem vorigen Berichte hatten wir eine ziemlich erhebliche Steigerung österreichischer und deutscher Eisenbahn- und Bankwerthe constatirt. Dieser Bericht hatte aber kaum die Presse verlassen, al» eine namhafte Reaktion eintrat, wie dieser nach jeder größeren Steigerung naturgemäß ist und um so leichter eintritt je rascher vorher die Cour»- erhöhungen stattgefunden haben. Der Rückschlag war jedoch von kurzer Dauer und seit Anfang dieser Woche bewegten sich die Notirungen wie­der anhaltend nach oben, so daß wir heute wieder auf einem Cour», niveau angelangt sind, welches sich von dem vor acht Tagen nur wenig unterscheidet. Die Stimmung bleibt andauernd fest, wie denn auch da» Hauptmotiv der günstigen Bewegung, die verbesserten Eisenbahneinnah­men und starker österreichisch-ungarischer Exporthandel anhaltend fort« dauern. Verhältnismäßig wenig berührt von diesen Vorgängen sind die österreichisch-ungarischen Staatspapiere, denen doch auch die Resultate eine» großen Exportgeschäft-, wenn auch nur indirekt, zu Gute kommen müssen und schon dadurch zu Gute kommen, daß die Aufbesserung der österreichischen Valuta die Opfer zur Metallverzinsung erheblich ver« , ringert, denn seit dem Monat April ist der CourS von Wien um ca. 12®/» gestiegen.

ES nähert sich nun die Zeit der Wahlbewegung in Frankreich und es ist möglich, daß diese von großem Einfluß auf den Pariser Markt ist, waS in der Rückwirkung auch uns berühren muß. Es scheine« fer­ner im russisch-türktschen Kriege neue bedeutende Kämpfe theil» begon« neu zu haben, theils in Bälde erwartet werden zu dürfen, deren Au»- fall und Folge« in keiner Weise zu übersetzen sind. Wir haben aller­dings in dem letzten Semester öfter» derartigen Krisen eutgegengesehen, die schließlich überaus leicht an der Börse Überständer? wurden, jedoch ist eine Mahnung zur Vorsicht unter solchen Verhältnissen immerhin am

Platze.

Frankfurter Course am 16. August

am 24, Augusts

4 °/o ReichSanleihe

96'/.

96Vs

4°/o Bayern

95Vs

9b»/t

Oestr. Credit-Aktien

151V*

151

Nationalbank

692

695

Staat-bahA-Nctie«

221V«

220V«

Galiz. Carl-LudwigSb.-Act. 210 V*

208V.

Elisabeth-Westb.Act. I

147

147V«

Oester. Goldrente

63Vs

63

Ungar. SchatzbonS I

91 Vs

91V*

Hess. Ludwigsbahn

84V*

85

Darmstädter Bank

105V«

104V*

Reichsbankactien

1585/s

158

Bekanntmachung.

Der gegenüber dem Schloßpark gelegene, dem Waisenhaus verbliebene Theil de»

Waisengartens-

bestehend aus ca. 5 V« Casseler Acker, soll meist­bietend verkauft, resp, auf längere Zeit ver­pachtet werden. Die vorhandenen Früchte gehen auf den Käufer resp. Pächter über.

Termin hierzu ist auf Samstag den 1. September v.,

Nachmittags 8 Uhr, an Ort und Stelle anberaumt.

Kauf« resp. Pachtlustige werden eingeladen. Hanau, 25. August 1877.

Das Vorsteheramt:

Schrötter. Reinhard. Jnnghenn.

__H. Weishaupt.__________

Von heute ab nehme einen vorzüglichen Aepftlwein

in Zapf. (5713)

Schüssler, zum goldenen Löwen.

iKin solides Mädchen gesucht von (5720) Gebrüder Voltz, Krämerstraße 26.

Inserate.

Das landwirthschaftliche lebende und todte Inventarium des hiesigen Waisenhauses soll Dienstag den 28. August d. I., Vormittags von 10 Uhr ab, im Hofe des Waisenhauses meistbietend verkauft werden. Kauflustige können jeder Zeit Einsicht nehmen.

Hanau, 15. August 1877.

Das Vorsteheramt:

Schrötter. Reinhard. Jnnghenn.

___________H. Weishaupt.___________

Die Wohnungsräume des Waisenhauses zu Hanau sollen im Ganzen oder getheilt als Wohnungen, resp. Verkaufsläden sofort ver- miethet werden.

Das Waisenhaus befindet sich in der Hammer­gasse und zwar in der verkehrreichsten Gegend der Stadt.

Offerten ersuchen wir innerhalb 14 Tagen schriftlich oder mündlich bei uns zu stellen. Hanau, 16. August 1877.

Das Vorsteheramt:

Schrötter. Reinhard. Jnnghenn. __H. Weishaupt.

Prima Amerikai Schalnascimalz (Willcox) zu sehr billigen Preisen empfiehlt IF. Hencket, Nächst

(5565) Meustädter Markt 2.

Bekanntmachung.

Beitritt Persiens zum Allgemeinen Postverei«^

Zum 1. September tritt Persien dem All­gemeinen Postverein bei. Das Porto für Brief­sendungen nach und von Persien beträgt vom obigen Zeitpunkte ab für je 15 Gramm bei frankirten Briefen 20 Pfennig, bei unfrankirten Briefen 40 Pfennig; für Postkarten 10 Pfen­nig; für Drucksachen, Waarenproben und Ge­schäftspapiere 5 Pfennig für je 50 Gramms Die Einschreibgebühr beträgt 20 Pfennig; für die Beschaffung eines Rückscheins tritt eine weitere Gebühr von 20 Pfennig hinzu. Die Leitung der Briefsendungen nach Persien erfolgt im Allgemeinen auf dem Wege über Rußland. Dieselben erhalten jedoch ausnahmsweise auf dem Wege über Suez und Bombay Beförde­rung, falls dieser Weg seitens der Absender ausdrücklich vorgeschrieben worden ist.

Berlin W. den 17. August 1877.

Der General-Postmeister Stephan.

Neuen Grüukem

(5186) empfiehlt Wm. Zentner.