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Wir vertrauen, Kameraden, auf Eure thatkräftige Unterstützung! zögert nicht, rasch und freudig aller Orten anS Werk zu gehen!

Das Deutsche Kriegervereins Comite

für das auf dem Niederwald zu errichtende National-Denkmal.

Gerh. Bollmann junr., Bremen, Präses deS Krieger-Ver­bandes zwischen Elbe und.EmS. A. Büchner, München, Vorstand deS Deutschen KriezerbundeS München. H. Dinckelberg, Magde­burg, Präsidialmitglied der Allgemeinen' Deutschen: Kriegelkameradschaft. Goetz, Caffel, Vorsitzender vom 24.» 25. und 26. Bezirk des Deutschen KriegerbundeS. Herr man« Kayser, Ksiserslautern» Präsidialmit« glied der Pfälzischen Kampfgenossenschaft. Starkowski, Cassel, stelln. Vorsitzruder vom 24, 25. und 26. Bezirk des Deutschen Krieger­bundes und Schriftführer des Militair-BerrinS Deutsche Kameradschaft zu Cassel. W. War necke, Bremen, Schriftführer des Deutschen Krieger-Vereins Bremen.

Tagerscha«.

Schloß Babelsberg, 19. August. Bei dem heutigen Fa- milien-Diner geruhten Sr. Majestät der Kaiser und König die Aller­höchste Einwilligung zu einem Eheversprechen zwischen Jhr-r Königlichen Hoheit der Prinzessin Elisabeth, zweite» Tochter Ihrer Königlichen Ho­heiten des Prinzen und der Frau Prinzessin Friedrich Carl von Preußen, mit Sr. Königlichen Hoheit dem Erbzroßherzoge von Oldenburg zu er­klären, nachdem die Beiderseitigen Höchsten Eltern und Se. Königliche Hoheit der Prinz Carl von PreußenIHöchstihre Genehmigung zu dem­selben auAgesprochen haben. c«. & et..^.

Sr. Maj. SchiffBineta" ist am 3. Juli von Montevideo nach Carmen de Patagones gesegelt. Sr. Maj. SchiffLouise" ist am 5. d. M. in Malta eingetroffen und beabsichtigte am 14. d. die Reise nach Gibraltar fortzusetzen. An Bord ist Alles wohl. BriefseRduKgen für Sr. Maj. SchiffGazelle" sind von heute ab bis auf Weiteres nach Dartmouth (England) zu richten.

DreSden, 19. August. Der zwölfte deutsche Journalistentag ist heute Vormittag um 11 Uhr eröffnet worden, nachdem bereits gestern Abend der hiesige Ober-Bürgermeister die Mitglieder desselben auf der Brühlschen Terrasse begrüßt hatte. Es sind etwa 65 Mitglieder an­wesend. Nach erfolgter Wahl der Vorsitzenden wurde die Berathung des Antrages, betreffend'die Behandlung vermtheilter Journalisten im Gefängnisse, auf die Tagesordnung der heutigen Sitzung gesetzt.

Wie«, 20. August. Ein Telegramm derPresse" aus Kon- stantmopkl meldet:Bei Küstendsche sind am Freitag 10,000 Türkm gelandet, um gegen die befestigte Stellung der Russen bei Tschemawoda zu marschirr», gegen welche gleichzeitig über Katschemak (südlich von Medschidie) 8000 Türken vorrücken." Ein Telegramm des Neuen Wie­ner Tageblatt aus Konstantinopel enthält die nämliche Meldung, be­zeichnet aber das 8000 Mann starke, gegen die Dobrudscha vorrückmde Corps als das ägyptische Corps, welches ein Reservecorpz unter Raschid Pascha in Basardschik hinter sich stehen hat. Mim bis.)

P aris, 19. August. (Köln. Ztg.) Je mehr Mac Mahon sich auf seinen Rundfahrten als unterthänigster Sohn der Kirche zeigt, desto verdächtiger wird er denjenigen Kreisen, diefaus Erfahrung wissen, wie wenig kirchenstaatliche Zustände der geistigen und industriellen Fort­schritte günstig sind. Der Soleil, das Hauptorgan des rechten Centrums, erhebt heute eine« melancholischen Klageruf über die Verblendung der großen Industriellen; die Freunde des Soleil können nicht begreifen, wrßhalb so viele Notabilitäten der Finanzwelt, Industrie, des Handels und des Grundbesitzes, dir doch durch ihren Vortheil an die Regierung und den Marschall gebunden sein sollten, immer noch mit dem Radika­lismus Hand in Hand gehen. Die Sache begreift ;sich jedoch leicht: Frankreich wird in spanische Wirren versinken, wenn Fouriou und Du- panloup ihre Pläne durchsetzen. An schlimmen Zeichen, wie das Heer bereits ganz offen in Mitleidenschaft gezogen wird, fehlt es leider nicht mehr, und auch aus diesem Grunde sind Mac Mahon's Wahlreden kein Segen für die MannSzucht in den von ihm besuchten Garnisonen. Privatberichte, welche von allen Seiten über die Reise des Marschalls jetzt hier einlaufe», schildern den Erfolg der Wahlreise Mac Mahon's als vollständig verfehlt: überall tönen ihm Lebehochs auf die Republik entgegen, und wenn einmal der Ruf »Vive le Mardchal! ertönte, so wird derselbe sofort durch sechs auf die Republikzugedeckt". Die dreisten Behauptungen der offiziösen Presse, daß der Marschall überall aufS beste empfangen werde, sind auf das AuSland berechnet, da es nicht scheinen soll, als ob sogar die Normandie, die bisher für gediegen readionär galt, auch Front gegen den 16. Mai mache. Was Evreux, Lcheux, Caen und selbst St. So anbelangt, so ist die Abneigung gegen den 16 Mai nicht mehr zu vertuschen. In Cherbourg selbst, wo der Uemrinderath keine Gelder für d'en Empfang bewilligt hat, wurde, wen« man dem Tempr glauben darf, der Marschall äußerst kalt empfangen» m-ö jeder Ruf:Es lebender Marschall!" aab m den lautesten repu« bl.kanische« Kundgebungen Anlaß. Wie die Privatbriefe auS der Nor- mandie melde« hat Mac Mahon sich dadurch, daß er in j-der Stadt bis Kirchen besuchte und sich von den Geistlichen pomphafte Anreden

halten ließ, bei den Bevölkerungen alsBetbruder" eingeführt, und obgleich die Bewohner der Normandie im Ganzen genommen etwas zurück sind, so mißfällt doch das Prahlen des CleruS mit dem Staats­oberhaupte sehr. Die offiziöse« Berichte, die man heute aus Cherbourg erhalten, behaupten, daß Cherbourg durch seine Beleuchtung und dar Feuerwerk, welches es um 9 Uhr abgebrannt, zur Genüge bewiese», welche Helle Begeisterung eS für den Marschall habe. Die liebenSwür- digen Verfasser dieser Gerüchte wollen auchformidable Hochs auf de» Marschall" gehört habe«, als zwei ineinander verschlungene Raketen eine Herzogskrone mit einem Lorberkranz zeigten! Dieselben offiziösen Be­richte melden, daß der Marschall heute um 9 Uhr dir Behörden und die Körperschaften empfing und sich nach dem Empfang in die Kirche der TrinitS begab, um dort einer militärischen Messe deS Bischofs Ger- main anzuwohnen.

London, 20. August. Eine gestrige Depesche deS Daily Telegraph meldet, die Bereinigung Sulriman's und Mrhemet'S geh, nunmehr vor sich. Nach der Daily News befindet sich das kaiserliche und das großfürstliche Hauptquartier in Stuben. Beide Hauptquartiere sollen künftig beisammen bleiben. Die Einmischung Serbiens ist nun- mehr gewiß. Der russische Stab schätzt die wirklich unterwegs brfind- lichen Verstärkungen auf 180,000 Mann.

St. Petersburg, 18. August. AM spezielle« Antrag bei Großfürst-Oberkommandirenden ist dem Generalstabe jetzt noch der Be­fehl zur Mobilmachung von zwei Grenadier-Divisionen und einer Sa» vallerie-Division, die früher zum Grenadier-CorpS gezählt wurde, zuze- gangst.

Konstantinopel, 18. August. Offiziellen Depeschen zufolge fanden sowohl auf dem europäischen wie asiatische« Kriegsschauplätze nur unbedeutende Gefechte statt. Suleiman Pascha ist Herr des Passer vo» Hain-Boghaz, ohne über denselben hinaus vorgerückt zu sein. Rsssim Pascha marschirt auf Schipka. 19. August. Suleiman Pascha meldet, die nach Kasanlik entsendeten Truppen hätten, nachdem sie bie Bulgaren vertrieben und 200 derselben g-tödtet, die mohamedanW Bevölkerung von Kasanlik und den umliegenden Ortschaften befreit unb seien die Einwohner jener Ortschaften in seinem Lager bei Hain-Boghatz eingetroffm. ist». ©t^.]

Konstantinopel» 19. August. Ein Telegramm Monkhtar Paschas vom 18. cr. meldet: Die russische« Truppen rückten von Bhe- dekla und Basdira in einer Stärke von 48 Bataillonen Infanterie, 10 Regimentern Kavallerie und 14 Batterie« aus und griffe« das Armee- Corps Monkhtar Pascha zwischen Geszin und Zailrr an. Sie wurden indessen geschlagen und in die Flucht gejagt. Der Verlust der Russen wird auf 1200 Mann geschätzt, während die Türken nur 10 Mann verloren.

New-Aork» 18. August. Der Schatzsekretär Sherman hat iu einer von ihm in Mansfield (in Ohio) gehaltenen Rede dir Hoff­nung ausgesprochen, daß eS gelingen werde» dir gesammte amerikanische Schuld in vierprozentige Obligationen umzuwandeln, und daß binnen Jahresfrist die Metallzahlung wieder ausgenommen werden könne.

(St n. et-U.r

New-Aork, 18. August. Das PostdampfschiffWeser" vom Norddeutschen Lwyd in Bremen, welches am 4. August zvo» Breme« und am 7. August von Southampton abgegangen war, ist heute wohl­behalten hier angekommen.

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HiWKK- 21. August 1877.

(Schwurgericht.) Bor die diesjährige zweite Schwurgerichts- Periode Hier ist weiter die Strafsache gegen die Ehefrau des Metzgers Peter Gimbel, Katharina, geb. Ruppert, zu Bockenheim, wegen KindeSmordS verwiesen und Verhandlungstermin hierzu auf Samstag den 15. Septbr. d. I.» Morgens 9V< Uhr bestimmt worden.

Eingesandt«

tz Der Vorstand des hiesigen Kriegervereins hatte gestern Abend eine Anzahl hiesiger Herrn in dieCentralhalle" zur Vorbesprechung der diesjährigen Sedanfeier eingeladen. Die Erschienene«, unter denen wir auch den Commandeur unseres Bataillons, Herrn Ma;or». Lüttwitz, bemerkten, waren der Ansicht, daß gerade im gegenwaM Zeitpunkte, wo dir socialdemokratischen Blätter auf alle mögliche Weise gegen die nationale Feier toben und die Erinnerung an die glorreich! Wiederaufrichtung des deutschen Reichs zu verunglimpfen suchen, ein- recht würdige Begehung des Festtages doppelt geboten erscheine. M« beschloß ein größeres ComitS aus unserer Bürgerschaft zu wählen, WtV cheS das Recht besitzen soll, sich durch Zuziehung weiterer Mitgliedel zu ergänzen. Dasselbe wird den Vorstand des KriegervereinS bei Ab­ordnung der Frier unterstützen.

In der Vorbesprechung wurde einmüthig an dem größten Theil deS seitherige« Programms der Feier festgehalten. Nur beschloß man» von dem bisher üblichen geordneten Festzuge «ach WilhelmSbad abzu- sehr», vielmehr das Hingehen zu dem dort stattfindenden Volksfeste den einzelnen Corporationen u. s. w. zu überlassen. Dagegen soll der übrige