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Ijmntr Anzeiger.
Zugleich Amtliches Organ für KreiS und Stadt Hanau.
Erschein? täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage- uud SsmÜLgs mit der Berliner Brovinzial-Correspondenz.
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Samstag den 18. August
1872
Nnülichrr.
Verloren: Ein lederner Beutel, enthaltend 8 Mark. Eine goldene Brose. Ein poldmeS Armband.
GefNNdsK; Eins weiße Perlenkette Ein schwarzer Gönnen- schirm, auf dem Markt stehen geblieben. Ein schwarzer Regenschirm. Hanau am 18. August 1877.
Königl^-S 8a„brattz«amt.
Landwirthschafllicher Lreisverem in Hanau.
Nächste Btrk-mmivng Sonntag den 26. August auf dem
Bahnhöfe zu Langenselbold, Nachmittags 4 Uhr.
Tagesordnung:
1) Berichterstattung der Kommission und Wahl der Speziell- Kommissionen für die Viehausstellung, welche am 5. September in Langenselbold stattfindet;
2) Mittheilung über die von dem Central-Verein in Cassel bereits be* willigte GeU'-Pcäwi?,. Wedsillen, Ehrendiplowe;
3) Beicht der Telrgirtrn über die Versammlung in Eschwege;
4) Berichterstattung über die Ernteergebnisse, Referenten: Bürgermeister Kopp von Großkevtzenburg, Zeh, Bürgermeister von Kilianstädten, W. Koch, Bruderdiebachertok, W. SchupPins, Rüdighrimerhof;
5) Besprechung über Beschaffung und Wahl Her Saataetreide. -
Der Vorstand.
Landwirlhschaftliche Ausstellung in Langenselbold.
D-r ianswirw^chaftliÄe Kreis-Berei» Hanau mranstciltrt am 5. September d. J. in Langenselbold eine mit Prämiirung ver- Wnbei'« Aü«stkll"N! von Zucht-- und Nutz-Vieh aller Gattungen sowie landwirth- schaftlichen Gerathen und Maschinen.
Die Küsst.Uung von zweckmäßigen im Gebrauch befindlichen Ge- räthm ist ebenfalls erwünscht.
Die PiöMiNMg erstreckt sich nur auf Vieh.
D-n Ausstellern wird der NuSstillusgLplatz usrnigeltliK eingeräumt. Für die Ausstellung des Viehs im ©Sato und dsssen Be- fchtzur-g ist gesorgt. Ebenso werden die ttfeibedingn Schilde zur ; Aufichreibung brä Namens und Wohnorts der einzelnen Hrrrn Aus- ! stiller auf dem AMstellungeplatz bereit fein. Zugelassen ist nur Bieb, i weiches Grundbesitzern im Kreise Hanau oder Mitglieder« des Kreis- Bereins selbst gehört. Anmeldungen von Bieb und Maschinen sind bis 4 Tage vor Der Ausstellung an Herrn Bürgermeister Lehr in Langenselbold zu richt«.
Dee Herrn Biehhalter des Kreises werden eingeladen durch recht; zahlreichen Beitrieb das LllgeMeine Interesse fördern zu helfen.
Den Thieren ist das nötige Perional Seitens der Besitzer zu stellen.
Die Ausfüllung beginnt Vmmitiags 8 Uhr. Die Prämiirung findet um 12 Uhr statt. Das Nähere beziiglich der zu verthetlenden Preise wird im KreiSblatt veröffrntli^t.
Bereitwillige Ntriws-t aus Anfragen durch unterzeichneten Vorstand. Hanau am 1. Allstlist 1877.
Der Vorstand des landwirtbschaftliche» Kreis-Vereins, Grundstücksverpachtung.
, Von dem in der Gemarkung Oberisfigheim btk8emn Toma«ial« grvnodrsitz sollen die Ende dieses Jahres powlios werdende«, im Ga«- jen 5 caffeler Rcker 47 7 Rutte« — 1.270 He klare haltenden, Grundstücke anöerwert vom 1. Sanuar 1878 ab auf 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Termin Hierzu ist auf
. .Donnerstag den 23. dss. Mts„ Nachmittags 2 Uhr, die H eck sche Wurhschast zu Oberissigh-im anberaumt. Bei angr- meffimn Püchtgeldtzeiotcn wird der Zuschlag, ohne Abhaltung eines weiteren Termins, ertheilt werde«.
Hanau, am 16. August 1877. (5604)
Der Königl. DomainenÄenimeister: B e l l.
Grundstücksverkäufe.
Die folgenden Dowavialgrundstlcke sollen in den nachstehenden Terminen öffentlich meistbi-tend verkauft werden:
1) Gemarkung Wachenbuche«:
Karte Lit. M. Nr. 240, 7 5 Ruthen = 0 v«g Hektare Grasstück in den Hohlgärten
Donnerstag den 23. d. Mts., Vormittags 8 Uhr, in der £r a ut’fctw. Wirthschaft zu Wachenbuchen;
2) Gemarkung Bruchköbel:
Karte Lit. C. Nr. 214, */» Ar. 12 Rth. ----- Gisst Hektare Land über der Leimenkaute
a« demselben Tage, Vormitttags 11 Uhr, in der L e d n i « g'schen Wirthschaft zu Bruchköbel.
Die Termine werden je eine Stunde offen gehalten und auf an- gemtffene Kaufgeldgibote erfolgt der Zuschlag alSbald. Die Bieter haben dem unterzeichneten Beamten, auf Verlangen, ihre Zahlungsfähigkeit nachzuweisen, was durch Hinterlegung deS zehnten Theiles des gebotenen Kaufpreises in baar oder inländischen Werthpapieren nach dem TegescourS geschehe« kann.
Hanau, am 16. August 1877. (5605)
Der Köniel. Domamen-ReNtmeister; Bell.
Wochenschau«
H. H. C. Der deutsche Kaiser ist am 9. August, unter herzlichem Abschieds vom Kaiser Franz Josef, von Jschl abgereift und hat sich über Passau und Eger nach Schloß BabelSberg begebm. Die Konferenzen der deutschen DeleZikten mit den österreich'UKgar. Kommisfarit« in Wien behufs Berathung über den Abschluß des dentich-österreich. HandeLZvertrageS haben wieder ihren Anfang genommen. Man vereinbarte, de» Verlauf der Verhsudlungen vorläufig geheim zu halten. Schwier-gkeiten scheinen noch wancherlti überwunden werden zu müssen, zqwal Ht auch die Ungern anfangen, schutzzöllnerisSe Anwandlungen zu b komme«. Die magyarische Presse verlar-gt, bereits Zvll zum Schutze der landwttihschaftlichen Produktion Ungarrs. Die jüngst umgehenden Gerüchte Über die ruff. Aufrage, ob Oesterreich sich nicht herbeilassen wolle, die Theilnahme Serbiens am Kriege fügen die Türkei zu dulden, hakten die Pforte Dtranlasst, sich in Wien des Näheren zu erkundigen. Graf Andrasiy soll ruu geantwortet haben, daß Rußland eine solche Zvmuthung gar nicht gestellt habe und daß Oesterreich sich in diesem Punkte nicht von seiner bisherigen Haltung abbringen lassen werdk. Oesterreich wird also weder die Theilnahme S-lbienS noch den Durchmarsch ruff. Truppen durch Serbien dulden. Damit hat Graf Ändrassy bei den Ungmu einte neuen Stein in's Nrett «halten. I« Preßbmg fand eine große Bsiksversammlung statt, welche auf den Antrag Klop- ka's die Regierung aufforderte, die Akiion Serbiens zu verhindern und Bosnien nicht zu besetzen. Midhat Pasche, dessen Charcen betreffs Wledergewinnuvg des Großvezirats in Folge der türk. Siege verringert worden sind, hat Wien verlassen, um sich nach Paris und von da nach London zu begebkn.
Aus Rom wurde dieser Taze berichtet, daß im Kardixa-SkolleMM noch immer eine Partei »xistire, die in ellm Dingen extreme Maßregeln v«meiden möchte, daß der von den Jesuiten geschobene SlaMsikretär Gimeoni jedoch an der rücksichtskoS butdgreiftnben Politik festhaUe und daß der Papst auf Simeonr'S Seite stehe. Der armenische Patriarch in Konstantiropel hat den Heil. Vater telegraphisch ersucht, die Kaiho- likrn in der Türkei zur Theilnahme an der Vertheidigung dts türk. Reiches auszumunter«, weil dieselben nur dadurch, im Falle der türk. Niederloge, vor dem Fanatismus der Mohamedaner bewahrt werden könnten.
In Frankreich dürften nunmehr die Versuche, die konfitvativen Republikaner für die Politik Wcc Mahou's zu gewinnen, als beendet zu betrachten sein. Sie sind schmählich gescheitert, 1 o^em in letzter Stunde sich selbst General Charcy dieser Bemühnngrn annahm. Der Regieiurg oder dem E ysee gehn es nun wie jenem Fuchse, dem die Trauben zu sauer, fie ließ in der „Agince HavaS" versichein, daß sich