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sich^hrute uach Wien begebe«; derselbe überbringtZ eine" Petition um Okkupation Bo-nirnS durch Oesterreich.
— (Die Befestigungen von Paris.) Die Registrande der geographisch, statistischen Abtheilung deS deutschen Großen Generalstabs enthält nach dem „Schw. Merk." über die Befestigungen in der Um* gebung von Paris nachstehende bemerkenswerthe Mittheilungen: An den Befestigungen um Paris ist sehr eifrig gearbeitet worden und sind die verschanzten Lager deS Nordens und SüdwestenS sowohl in den Projekten, als in den Arbeiten so weit gediehen, daß sie sich in ihrer zukünftige» Gestalt vollkommen übersehen lassen. An den verschanzten Lagern deS Ostens und GüdostenS fängt man an, die Arbeiten aufzu- nehmen. Es werden sich demnach die Verhältnisse um Paris folgmder- maßen gestalten: 1) das verschanzte Lager deS Nordens wird bestehe« aus dem Fort von Status, der Batterie von Ecoue«, den Forts von Domont, Montlignon, Montmorency, Cormeil mit den Annexen hierzu, einer Batterie und einem Geschützemplocxment zwischen Cormeil und SannoiS, sowie der Redoute Mont Pin^on. Seinen Abschluß wird das Lager in den alten Werken von St. Denis erhalten. Von tiefen Bamen ist das Fort von Cormeil ziemlich fertig und am 15. August 1876 bereits mit einer Garnison belegt. Die Forts Domont und Stains sind in Arbeit seit 1874, die Forts von Montligvon, Mont« morency und Batterie Ecouen seit 1875, die Batterie und das Geschütz« ewplacement zwischen Cormeil und Sannois auf dem Höhenzuge von Sannois, sowie die Redoute von Mont Pin^on seit 1876. 2) Das verschanzte Lager des Südwestens wird bestehen aus: der 1. und 2. Batterie de la Furr. Prnnay, dem Fort Marly le Roi, den Batterien Tro» d'Kvfer, Noisy^le-Roi, Bois du Chsae, dem Hauptfort von St. Cyr, den Batterien St. Cy', Bouvier und Desert, dem Fort Haut Buc, VilleraS, dem Hauptsort Palaisan, den beiden Batterien de Palaiseau und der Batterie de la Butte Chaumont, den beiden Batterien von Vernöces, dem Fort Chatillo» und der Redoute des HauteS BrvyäkeS. Davon waren seit 1874 im Bau: Fort von St. Cyr, jetzt so ziemlich fertig, die Batterie Bsis du CtzZre, das Fort von Palaiseau nebst den beiden Batternn von Palaiseau (be la Pointe und de l'Jvette), die Forts von Billeras, Haut Buc und Chatillo«. Seit 1875 sind im Bau: das Fort Marly le Roi und die Batterien von Verr'öres, seit 1876 die Redoute des HauteS Bruyöres. Es restiren dann also nur noch die Arbeiten auf dem Hügel von Chaumont. Die ursprünglich geplanten Forts von Aigremont und Jammes sind überhaupt noch sehr zweifelhaft bezüglich ihrer Ausführung. 3) Das verschanzte Lager des OsteuS usd SüdsstenZ ist noch am weitesten zurück. In den Jahren 1874 und 1875 hatten noch keinerlei Arbeiten stattgrfunden; im Jahre 1876 ließ sich Folgendes konstatiert!: die Plätze für die Forts von ChenneviereZ und Noisy le-Grand sind bestimmt, die Arbeiten aber noch nicht vergebsu. Diese Forts sollte« als vorgeschobene Brückenköpfe für die verschied«;! Msrmübergänge dienen. Auf dem rechten Marseufer ist die Stelle für das Fort ChelleL bestimmt. Für das Fort Wille« «mve St. Georges sind die Arbeiten seit Anfang Juni 1876 vergeben und sollen bis 1881 vollendet sein. Bei dem Fort Vanjour auf der Höhe nördlich Comtry sind die Arbeiten in Angriff genommen. Der Bau der Gürtelbahn ist noch nicht begonnen. Im Allgemeinen darf auSgesprochm werden, daß die 1874 begonnenen Arbeiten im Laufe des Jahres 1877 theils zum definitiven Abschluß kommen, theils doch so weit vorwärts getrieben sein werden, daß im Ernstfalle bereits mit i§n$n zu rechnen ist "
— Paris, 15. August. Zu Ehren des heutigen Festtages wurden aus der Boulevardbörse heute keine Geschäfte gemacht; der Messe in St. Augustin zu Ehren des 15. August, des NapoleouStages, wohnten an die 10,000 Personen an, die Paul de Caffagnac, als er erschien, mit Beifallsbezeigungen empfingen; im Urbrigen wurde die Ruhe nicht gestört. — Midhat Pascha traf diesen Morgen in PariS ein und reist morgen früh um 6 Uhr nach London weiter. (^m st«.;
— Aus Rom wird den „Daily News" berichtet: „gras Resi- mont, Delhery, der Herausgeber des Blattes La Croix zu Brüssel, und Berkouvm von GeM, Comite-Mitglieder des Bonifacius Verein? der Niederländischen Zusven, haben dem Papste eine Adresse, von 300 Freiwilligen und einer Anzahl von Delegirten der niederländischen Zuave«- Brüdrrschaften unterzeichnet, überreicht, worin die Unterzeichner ihr Gut und Blut für die Sache Sr. Heiligkeit und die Wiederherstellung der weltlichen Macht anbieten, sobald der Augenblick gekommen. Auch wird versichert, daß die Aühänger der Bourbonen in Neapel unter der Aufsicht von Agenten des Exkönigs und ultramontanen Strebern neuorga« nisirt Werden. Franz II. hält, so wird behauptet, die Hoffnung fest, für den Fall, daß der Krieg ein europäischer werde, auf Sicilien und in stimm ganzen ehemaligen Königreiche einen Aufstand hrrvorzurufen und mit den bemalen Kanzler und Charette gemeinsam handeln zu können. (Trir.)
London, 15. August. Die bei der gestrigen Vertagung bei Parlaments vrrlesmr Botschaft der Königin wird von den meisten Mor« genblärtern m einem der Erhaltung des Friedens günstigen Sinne auf- gefaßt; zugleich wird derselben die Bedrutung beig-legt, daß sie die von Lord Beaconsfisld vertretene Politik einer bedingten Neutralität
adoptire. Der „Standard" meint, der emphatische Ton der Botschaft lasse auf eine größere Einigkeit im Kabinet schließen. pi.«. ®t*ns.j ।
— Bukarest, 15. August. Russische Batterien haben gestern Abend von Slobozia aus Rustschuk beschossen. Die in Folge davon auSgebrochene FeuerSbrunst währte bis Mitternacht. Seit heute Morgen 5 Uhr beschießen türkische Batterien Giurgewo, doch wird Seiten- der Russen das Feuer nicht erwidert.
— Die diesjährige Ernte in Rumänien wird als eine der ausgezeichnetsten angesehen, welche seit 10 Jahren im Lande vorgekoMmen ist.
— St. Petersburg, 15. August. Die Nachricht von der Mo« bilifirung der gesammten russischen Armee wird durch das KriegS-Mi« nisterium offiziell als unbegründet erklärt. — Der „Russische Invalide" erklärt dir Nachrichten ausländischer Zeitungen über die Mobilmachung der gesammten russischen Armee für vollständig unbegründet. Mit Ausnahme derjenigen Theile der Garde und der übrigen Armee, deren Mo« bilifirung bereits früher in Aussicht genommen war, wird die Armee nicht mobilistrt. Es hat sogar bei keiner einzigen Compagnie ein Gar- nisonweHsel stattgrfunden.
— Nach einem Standard-Telegram aus Petersburg vom 13. hat der Großfürst Nikolaus telegraphisch gemeldet: „Ich bitte ein für allemal, den von türkischen Zeitungen und feindlichen Preßorganen systematisch verbreiteten Erzählungen keine Aufmerksamkeit zu schenken. Daß ich keine Nachrichten schicke, bedeutet einfach, daß Alles gut geht und daß nichts Neues da ist. Haben wir eine Schlappe erlitten, so habe ich es sofort selbst durch den Telegraphen angezeigt. (Köln.Zgt.)
— Konstantinopel, 13. August, Der „W. Presse" wird gemeldet : Viele griechische Unterthanen verlassen die Türkei, um als Freiwillige bei der griechischen Armee einzutreten. Vize-Admiral Hussein Pascha erhielt strengen Auftrag, Kreta gegen Ausschiffung von Frei» willigen und jeder KriegSkontrebanbe zu bloktre». Seine ELcadre, welche zwei Panzerfregattm, zwei Holzfregatten, drei Avisodawpfer, vier Kor« vetten und vier Dampfkutter zählt, wurde durch die zwei Panzerfregat- ten „OSmanie" und „Asisije" verstärkt.
— New - Aork, 14. August. Der Präsident HayeS hat an die Regierungs-Departements einen Befehl erlassen, welcher de» Beamten derselbe» jedwede Betheiligung an Wahlen streng untersagt. Diese Maßregel hat de« Zweck, die Reform deS CivildiensteS zu fördern.
L » k K l r K.
Hsss«, 16. August 1877.
— (Schwurgericht.) Vor die am 10. September d. Js. begin- «?nde zweite diesjährige SchwurgerichtSpwiode, unter dem Präsidium des Herrn Kreisgerichtsraths Hellwig, sind bis jetzt folgende Sachen verwiesen und kommen zur Verhandlung: Montag den 10. Sept, Morgens OVa Uhr, gegm Zimmermann Georg M ih m von Ahl, wegen MeineidS; Dienstag den 11. Septbr., Morgens 91/* Uhr, gegen Wirth Peter Müller von Garrod, wegen MeineidS; Mittwoch den 12. Septbr., Morgens 9^ Uhr, gegen Maurer Wilhelm Ger« lach von Langendiebach, wegen Anstiftung zum Memeind; Donnerstag de» 13. Geptbr., Morgens 9Vi Uhr, gegen 1) Dachdecker Heinrich Philipp August Nesselträger genanntDeutschmann vonHanau, 2) Tagelöhner Sebastian Görner genannt Gabel von Wächtersbach und 3) Cigarrenmacher Heinrich Welsch von Hanau, wegen schwere» Diebstahls brzw. Hehlerei; Freitag den 14. Septbr. gegen 1) Schuhmacher Konrad Wagner von Nidda, 2) Tagelöhner Konrad Zehner von Marjoß und 3) Katharina Zehner von Marjoß, we« gm Diebstahls bezw. Hchlsrei; Montag den 17. Geptbr., Morgens 91 A Uhr, gegen Edmund Leibold undHeffe« Ehefrau Juliane geb. Lei bald von Klesberg, wegen MeineidS.
— Wer trotz der schon mehrmals Seitens der Wahlkommission erlassenen Aufforderung (in der heutigen Nr. des „Hanauer Anzeiger" bereits zum 3. Male abgedruckt) vrrsäumt, sich zur Eintragung in die Wählerliste behufs Wahl zweier Abgeordneten der Stadt Hanau zum Communallandtage auf dem Stadthause anzumelden, darf sich später weder wundern noch beschweren, wenn ihm keine Einladung zur Wahl zugeht. So viel uns Besannt geworden, hat bis i-tzt noch Niemand dies- Aufforderung beherzigt. „ ,
— Der Notiz in unserem gestrigen Blatte, bezüglich deS Ankaufs der Grundstücke hiesiger Grmarkung für die Friedberg-Hanaurr Bahn (die wir vor Beendigung deS Termins zur Presse fertig machen muß. te»), haben wir nachzutragen, daß für Grundstücki im j. g. Schwingefurt 1500 Thlr. ä Caffeler Acker geboten, jedoch 2400 Tylr. verlangt wurden.
— Im Atelier unseres Meisters CornieeliuS ist heute, morgen und übermorgen ein von ihm selbst gemaltes Bild „Christus, sein Kreuz tragend" zur Ansicht ausgestellt, worauf Kunstfreunde auch an dieser Stelle aufmerksam zu machen wir nicht versäumen wollen.
— Soeben, 11 Uhr Vor«., zieht dar 1. Bataillon 1. Hess. 3«s.« Reg. Nr. 81 nebst dem Regiment-stabe mit klingendem Spiele ein; die Quartiermacher für dar morgen zu erwartende 3. Bataillon nebst Re« gimentSstab der 80r,Füsiliere sind ebrusalls im Laufe des Vormittags eingetroffen.