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nimuer Anjeiger.
ZUZlsich AmMcheS Orgs« für Kreis unb Stadt Hanau.
ErscheiKt täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage und Samstags mit der Berliner Protzinzial-Lorrespoudenz.
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Ä 187.
Montag den 13. August.
1877»
AMtliches.
DaS AuSschreibeK vom 25. v. M in Nr. 174 des HanaMr T«- jligerS, betreffend den Aufenthalt des Schuhmacherlehrlings Karl Ro- >ert Lenz von Großauheim, wird hiermit als erledigt zurückgezogen.
Hanau am 8. August 1877.
Der Landrath.
Die erste Schulstelle zu Großauheim ist vakant. Bewerber werden zur alSbaldige« Einreichung ihrer Melduvgsgesuche aufgefordert.
Das Stellrueinkommen beträgt 900 Mark, freie Wohnung nebst 90 Mark für Feuerung.
Hanau am 3. August 1877.
Der Landrath.
Gefunden. Ein kleiner Geldtäschchen von gelbem Leder. Ein Notizbuch. Ein eiserner s. g. Spundheber. Ein goldener Uhrschlüssel.
Zugeflogen: Ein Kanarienvogel.
Hanau am 13. August 1877.
.____________________Königliches Landrathsamt.______________________
Landwirthschaftliche Ausstellung in Langenselbold.
Der landwirrdichaftliche Kreis-Verein Hanau veranstaltet am 5. September d. I. in Langeuselbold eine mit Prämiiruug verbundene Ausstellung von Zucht- und Nutz-Vieh aller Gattungen sowie landwirth- schaftlichen Gerathen und Maschinen.
Die Ausst-llung von zweckmäßige« im Gebrauch befindlichen @6» räthen ist ebenfalls erwünscht.
Die Prämierung erstreckt sich nur auf Vieh.
Den Ausstellern wird der Ausstellung? platz unentgeltlich einge« räumt. Für die Ausstellung des Viehs im Schatten und dessen Befestigung ist gesorgt. Ebenso werden die erforderlichen Schilde zur Aufschreibung des Namens und Wohnorts der einzelnen Herrn Aussteller auf dem NusstellungSplatz bereit sein. Zugelassen ist nur Vieh, welches Grundbesitzern im Kreise Hanau oder Mitgliedern des Kreis- Vereins selbst gehört. Anmeldungen von Vieh und Maschinen sind bis 4 Tage vor der Ausstellung an Herr« Bürgermeister Lehr in Langeuselbold zu richten.
Die Herrn Viehhalter des Kreises werde« eingeladen durch recht zahlreichen Beitrieb das allgemeine Interesse fördern zu helfen.
Den Thieren ist das nöthige Personal Seitens der Besitzer zu stelle«.
Die Ausstellung beginnt Vormittags 8 Uhr. Die Prämiirung findet um 12 Uhr statt. DaS Nähere bezüglich der zu vertheilenden Preise wird im Kreisblatt veröffentlicht.
Bereitwillige Antwort auf Ausragen durch unterzeichneten Vorstand. Hanau am 1. August 1877.
2 Der Vorstand des landwirthschaftliche« Kreis-Vereins.
Der gegen die Anna Krug aus Berka zuletzt unter dem5. September 1875 erneuerte Steckbrief wird als erledigt zurückgezogen.
/, Hanau, 10. August 1877.
t Der Staats-Anwalt
4 Sporleder.
T « g e s s ch a
— Der „R. u. St.-A." enthält: Gesetz, betreffend die Untersuchung von Seeunfällm. Vom 27. Juli 1877.
— Berlin, 11. August. Se. Majestät der Kaiser und König . , kamen auf der Rückreise gestern Nachmittag l1/. Uhr in Leipzig an und ■ Kursen von dem General-LteutmaNt von Montds und dem Präsidenten Pape am Bahkhofs empfangen. Die daselbst versammelte Volksmenge / begrüßte Ee. Majestät Mit t«1hnfiastifche« Kundgebusge«, Um IV» W setzten Se. Majestät der Kaiser die Reise fort und sind gestern legen Abend auf Schloß BabelZberg eingetroffm. («. «• ®t^ .
| ' ~ Berli A, 10. August. Die häufig in letzte Zeit festgesüllte«
Fälschungen der LebenSmittel haben in hohem Grade die Aufmerksamkeit ] der Regierung erregt. Es ist nicht nur die Erhebung bezüglicher That« s sachen i« weiteste« Umfange angeordnet, sondern man geht auch damit um, die bestehenden Strasvorschriften zu verschärfen. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß man über die bereits vorhandene äußerst strenge Controls hinaus zu einer besonderen Vorlage eines Gesetzes seine Zuflucht nehmen wird. Schon haben sich die in neuerer Zeit häufig wordene« polizeilichen Revisionen auf Märkten und in Handlungen -hr wirksam erwiesen; die Behörden sollen zu den überraschendsten K ^b« niss?« bei diesen URtersuchungen gelangt und mit umfangreichen B-r- öffmtlichungen derselben bereits beschäftigt sein. — Die Fra der Schulferien während des Sommers wird nach den i« diesem Iaht« mit der neuen Einrichtung fünfwöchentlicher Ferien gemachten Erfahrung demnächst eingehend die entscheidenden Stellen beschäftigen. Bekanntlich ist die Zahl der Gegner zu lang bemessener Schulferien in Stelle der in jedem Vierteljahr zu gewährenden kurzen Ferien ziemlich groß. DaS Unterrichts Ministerium hat darein gewilligt, in diesem Jahre den Versuch mit längeren Sommerferien zu machen und sich Vorbehalten, de« Bericht über die mit dem Versuche gemachten Wahrnehmunge« entgegen- zunehMen und davon weitere Schritte abhängig zu machen. Es liegt jedenfalls in der Absicht, die Ferienfrage möglichst in übereinstimmender Weise für die ganze Monarchie zu ordnen» und eS si«d deßhalb auch Berichte von den Regierungsbehörden in dieser Beziehung eingefordert worden. («mn. 39t.)
— S. M. S. „Niobe" ist am 9. d. Mts. in Dartmouth einge» troffen. — S. M. S. „Nymphe" hat am 21. Juli er. den Hafen von Halifax verlassen und ist nach Plymouth i« See gegangm.
— In einer Untersuchung wec-M einer durch die Presse erfolgten Aufforderung katholischer Lehrer, dir ihnen durch eine Verfügung des Kultus-Ministers zur Pflicht gemachte Ertheiln«« des katholischen Religionsunterrichts in der Volksschule, auch ohne Missio canonica abzu- lehnen, hat das Ober-Tribunal in seinem Erkenntniß vom 5. Juli 1877 folgesde Rechtssätze ausgesprochen: Unter „Obrigkeit" sind sowohl in den §§. 110 und 111 des Strafgesetzbuch» (Aufforderung zum Ungehorsam gegen obrigkeitliche Anordnungen) wie in den §§. 2 und 3 des Gesetzes vom 13. Mai 1873 (betreffend die Grenze« der kirchliche« Strafmittel) alle Behörden und Beamten zu verstehen, welche zur Er- lassung allgemein verpflichtender, zur Ausführung der Gesetze dienender Anordnungen berufen sind, und erscheint dabei gleichgültig, ob diese Anordnungen sich zunächst an die untergebenen Beamten richten. Demnach ist ohne Zweifel auch der Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten als eine Obrigkeit, und eine allgemeine Verfügung, welche derselbe zur Ausführung der bestehenden Gesetze über das Volksschulwesen und Über die Ertheilung der Religionsunterrichts in der Volksschule getroffen hat, als eine Anordnung im Sinne der ° vorgedachten Gesttzessttllr« an- zusehen.
— In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag entgleiste auf der Ostbahn der nach Berlin fahrende Courierzug zwischen den Stationen Netzthal und Weißenhöhe. Der Lokomotivführer und ein Wagenwärter fanden hierbei den Tod, und ein Passagier wurde erheblicher verletzt. Außerdem hat eine geringe Anzahl von Passagiere« und Beamten leichte Kontusionen erlitten. Die Lokomotive, der Packwagen und vier Personenwagen wurden stark beschädigt. Dieser Unfall ist dadurch hrrbeige- führt, daß ein wolkenbruchartiger Regen den Bahndamm überschwemmt und das Geleis auf etwa 20 Meter Länge 20 Centimeter hoch mit Sand bedeckt hatte.
— In den östlichen Provinzen Preußens sind, nach der „Trib.", in letzter Zeit zahlreiche Personen durch allerlei Hausirende Vermittler zum Dienst als Knechte und Mägde, namentlich für Hannover, die Rheinprovinz und Westfalen unter allerlei falschen Vorspiegelungen angeworben worden. Die betreffenden Personen mußten dann, nachdem sie in den Dienst getreten, zu spät erkennen, daß sie getäuscht worden und in eine fest hülflose Lage gerathen waren. Die Provinzialbehörden haben daher Anlaß genommen, das arbeitsuchende Publikum dringend vor solchen Vermittlungen zu warnen; auch sind Mittel in Erwägung