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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich niit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage,! und Samstags mit der Berliner ProAnM-Sorrespondenz.

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M 177. Mittwoch den 1. August. 1877.

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Berlin, 29. Juli. Als Bedingungen für hie Aufnahme in die am 15. Oktober d. J. in Weilburg zu eröffnende Unteroffizier- Borschule hat der KriegS-Minister unterm 15. d. M. ^feftgefcht, daß die Aufzunehmenden in der Regel nicht unter 15 und nicht über 16 Jahre alt sein dürfe», sich untadelhaft geführt haben,vollkommen gesund", im Verhältniß zu ihrem Alteb k- ästig gebaut^ so wie frei von körper­lichen Gebrechen und wahrnehmbaren Anlagen zu chronischen Krankheiten sein, ein fwsrfeS Auge, gutes Gehör und fehlerfreie (nicht stotternde) Sprache haben; ferner leserlich und im Allgemeinen richtig schreiben, Gedrucktes (in deutscher und lateinischer Druckschrift) ohne Asstoß lesen und die vier SprcieS rechnen können müssen. Der Aufzunehmende hat sich in Begleitung seiner Vaters oder Vormundes persönlich dem Lasb- Wehrbezirks- Commandeur - seiner Heimath. vorzuftellen und die vorge­schriebenen Papiere vorzulegen. Die rechtzeitige Einberufung zum 1. Oktober erfolgt jedes Jahr durch Vermittlung des LanLwkhrdezirks« Commandos. Wer nicht spätestens bis zum 1. Dezember Des Jahres einberufen ist, bleibt noch ein Jahr notirt; findet er dann keine Berück­sichtigung, so werden die Papiere zurückgesandt, womit jede AuSsicht auf Einstellung in die Unteroffizier. Vorschule Weilburg erlischt. Bei dem Uebertritt von der Vorschule in die Unteroffizier schule hat derlFpMM lige den Fahneneid zu leisten und steht dann wie jeder andere Soldat des aktiven Heeres unter den militärischen Gesitze». Die in die Unter- offizierschulen (in PotSdam, Jülich, Biebrich, Wrißenfels und EitUngen) eintretenden Freiwilligen habrn übrigens fortan auch den Fahneneid zu leisten. jKöl». ztg.j

Berlin, 31. Juli. Gestern ist die Commission zur Vorbe­reitung der Gesetzentwürfe wegen Einführung einer Reichr-Trempel- und ErbschaftSstruer hier zusammengetreten. Mitglieder derselben sind für Preußen: Geheimer Finanz-Rath Girth, Berlin; Bey rn: RkgieruugS- Rath Freiherr von Stengel, München; Sachsen: Geheimer Fmanz Rath Dr. Diller, Dresden; Württemberg: StaatSrath von Pfleiderer^ Stutt­gart ; Baden: Ministerial Rath Glöckner, Karlsruhe; Hessen: Geheimer Finanz-Rath Müller, Darmstadt; Hamburg: Senator Dr. Bersmann, Stellvertreter: Beamter der indirekten Steuern Roelvffs, Hamburg; Bremen: Senator Dr. Meier, Bremen; Elsaß-Lothringen: Regierungs- Rath Carl, Straßburg i/E.

Der in der Streitsache zwischen den Königreiche» Preußen und Sachsen bezüglich der Berlin-Dresdener Eisenbcha von dem hanseatischen Ober-ApP-llationSgericht zu Lübeck unterm 28. v. M. gefällte und den beiden betheiligten Regierungen bereits unmittelbar zugestellte Schieds­spruch ist sammt den EntscheidungSgründeu Seitens des Reichskanzlers dem Bundesrath zur Kenntnißnahme vorgelegt worden. (». n. ®t.«.)

Die deutsche Heeresleitung widmet in neuester Zeit der Aus­bildung der Infanterie im Schießen eine ganz besondere Auf­merksamkeit. Nachdem (schreibt die Magdeb. Z) in diesem Jahre die gewöhnliche reglementSmäßigr Schi-ßübung beenoet war, folgte derselben im Bereiche sämmtlicher Armeekorps eine zweite, nach einem neuen, von dem bayerischen Hauptmann Migk ausgestellten Systeme. Demselben liegt der Gedanke zu Grunde, auf sehr große Entfernungen durch Mas­senfeuer zu wirke», unbekümmert um den großen Prozentsatz der nicht« treffenden Kugeln. Nach den bereits gemachten Erfahrungen genügt bei der Massenhaftigkeit der abgegebenen Schüsie ein verbättnißmäßig ge­ringer Prozentsatz von Treffern, um die beabsichtigte Wirkung zu erzie­len. So soll, wie uns mit getheilt wurde, eine Abtheilung von etwa 50 Mann, welche 5 Minuten lang ununterbrochen feuert, unter allen Umständen genügen, um eine feuernde Batterie zum Schweigen zu brin­gen und zum Abfahre» zu zwinge», während das Artilleriefeuer nicht im Stande sein würde, der filternden Infanterie erheblichen Schaden zuzufügen. Dir Versuche, welche gegenwärtig wohl überall noch im Gange sind, müssen stets im Terrain angestellt werden, weil die Ent­fernungen, auf welche die Scheebenstände eingerichtet sind, bei Weitem nicht auSreiche». Al» Zielobjekte dienen große Scheibe», durch welche die Frontausdehnung einer Kompagnie, Etkadros oder Batterie darge« stellt wird. Da- System Migk, wie eS offiziell genannt wird, unter­

scheidet sich durch die Masstuwirkung auf große Entfernungen von der 1 jetzigen Echikßweise, welche auf sicherem Zielen bei kleinen Entfernungen beruht. .^Voraussichtlich werden in Zukunft beide Systeme neben einander zur Anwendung kommen, je nachdem dikS durch den gegebenen Fall geboten erscheint. Wahrscheinlich ist das neue System durch die Erfah­rungen hervorgerufen worden, welche im letzten Kriege gegen Frankreich gesammelt worden sind. Die Franzosen befolgten die Taktik, auf an- scheineud übergroße Entfernungen Massenfeuer abzuaeben; trotzdem aber fügten sie unseren Truppen nicht selten empfindlichen Schaden dadurch zu. Vom Geguer zu lernen und seine Kampfes weise fi A zu eigen zu machen, wenn sie Erfolg verspricht, ist eine Klugheit, welche bekanntlich bereits die alten Römer befolgten. <§««. M«w

Bennigsen hat mehrere Tage bei Bismarck in Barzin verweilt. Die Zeitungen beschäftigen sich mit Ve muthungen, was zwischen den beiden dort verhandelt worden sei. Bknnigseu's jüngste italienische Retse, die Volks wirthschaftliche Politik des D. Reichs, sogar die Frage der künftigen Naa-folgerfchaft im Amte deS ReichtkanzlxrS müssen als mutmaßliche Gegenstände der Unterhaltungen der zwei Staatsmänner herhalte», von deren wirklichem Inhalt bis jetzt Niemand etwas er fahren hat.

Trotz ßejjentheiliger Nachrichten wird das StrafvollzugSgefetz auf Grundlage des im preußischen Justizministerium auSgearbeiteten Entwurfs sehr bald in Angriff aenomme», zuvor jedoch eine commissa- rische Berathung Sachverständiger des G^fängnißwrsenS eintrete», deren Borschläge und Erinnerungen B-rücksichtigmsg finde« sollen- cxr«.)

Aus Nassau, 28. Juli. DerSchw. Merk." berichtet: Ein von dem drutichen Kriegerverein in Bremen ausgegangener Vor­schlag, an einem noch festzufitzenden Tage, vielleicht zur Sedanfeier, Haussümmlungen zu veranstalten, um auf diese Weise die noch feienden 300,000 Mark zur Errichtung des NationaldenkmalS auf dem Nieder­wald aulzrbringen (die Gesammtkosten sind bekanntlich auf 750,000 Mark veranschlagt, und es ist biS jetzt etwaS^über die Hälfte gedeckt), hat bei uns den freudigsten Anklang gefunden. Da die Zahl der Krie- gervereine in Deutschland sich nahe auf 3000 beläuft, wird die fehlende Summe leicht beizutreiben sein, namentlich, wen» man die Turn-, Ge­sang- rc. Vereine für die Sache zu gewinne» sucht. Zur weiteren Be­rathung der Angelegenheit wird nächster Tage in Kassel eine Kommission zusammenkomme», zu welcher auch Vertreter der Presse, ReichStagsmit- glieder rc. herangezogm werde« sollen.

3m Garten des Herr» Eppstein in Mombach btfinden sich be­reits reife Trauben.

In Bamb e r g wurde am Dienstag eine Visitation sämmt­licher Wurstläden rc., und beziehungsweise der Wurstfabrrkate rc. vor- genommen und eine Masse von verdorbener Waare beschlagnahmt.

München, 27. Juli. Der Magistrat hat heute beschlossen, die DreikönigS-Dult (am ersten Sonntage nach Sretfönig beginnend und 8 Tage dauernd), die früher in der Hauptstadt, seit einigen Jahren aber in der Vorstadt Haidhausen abgehalte»,wurde, wegen; geringer Frequenz aufzuheben. ----------------------------

In Altbüron (Schweiz) hat dasWetterläuten" wieder ein Opfer gekostet. Der Blitz schlug in den Kirchthurm und tödtete den Kirchendiener, der eben die sogenannte Wetterglocke zog.

Wien, 31. Juli. Telegramm desN. W. Tageblatt" aus Bukarest vom 30. d.: Vorgestern soll am Lomflusse bei Rustschuk zwi- sche» der Armee deS Großfürsten Thronfolgers und den Truppen Ach- meb Ejub. Paschas eine Schlacht stattgefunden haben, in welcher dir Türken geschlagen worden seien. Die Letzteren solle» dabei gegen 30 Kanonen, 10 Fahnen und etwa 5000 Gesangene verloren habe«.

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JBegn, 27. Juli. Heute ist hier die Gotthardkonferenz zu- sammengetreten. I« der Vormittagssitzung erklärten sich die Kantone Zürich, Bafelstadt, Vasilland und Aargau zu weiteren Subv utionen bereit. Unbestimmt und abwartend verhielten sich d.e Kantone Obwal- de», Nidwalden, Zug, Schaffhause» und Thurgau; ablehnend die Kan­tone Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Solothurn, Trjsin, sowie die Nordost-