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Verhältnissen des Vertrages und des Unternehmers und mit Rücksicht auf die allgemeine Lage der Industrie und der Gewerbe die Nieder­schlagung ober Ermäßigung der Conventionalstrafe ohne Schädigung der Verwaltung angängig ist. [«am. gtsj

DiePost" berichtet:Zwischen den Regierungen von Preu­ßen, Königreich Sachsen, beiden Mecklenburg, Oldenburg, Braunschweig und den drei Hansestädten haben im vergangenen Monat Verhandlungen behufs Einleitung von Maßregeln zum Schutze und zur Hebung der Fischerei Statt gefunden. Die königlich preußische Regierung vertrat hierbei zugleich die bei der Uebereinkunft vom 15. Mai v. J. bethei- ligten thüringischen Staaten und das Herzogthum Anhalt. Die Frucht dieser Berathungen, eine Uebereinkunft in 19 Artikeln, unterliegt gegen­wärtig der Begutachtung der einzelnen Regierungen, deren Genehmi­gung und so weit erforderlich die Zustimmung der Landesvertre- tungen vorbehalten worden ist. Allen übrigen Staaten des Reiches so wie der österreichisch-ungarischen Regierung ist der Beitritt ausdrück­lich offengehalten."

Nach amtlichen Nachrichten ist der Koloradokäfer bei Mülheim in der Nähe der früher infizirten Fläche wiederum aufgefunden worden. Der Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten hat sofort den Dezernenten seines Ministeriums, RegierungS-Assessor Sterneberg, behufs Leitung der Vertilgungsmaßregeln an Ort und Grelle entsandt. Auch Professor Dr; Gerstaecker ist ersucht worden, sich nach Mülheim zu brgeben.

OfficiöS wird geschrieben: Ueber den Eintritt pensionirter oder zur Disposition gestellter preußischer Offiziere in die russische Armee werden vielfach irrige Angaben verbreitet. Dem gegenüber ist darauf hinzuweisen, daß in dem ersten Stadium des russisch-türkischen Krieges keine Aufnahme ausländischer Offiziere in das russische Heer seitens der russischen Regierung gestattet wurde. Erst ganz neuerlich haben einzelne Gesuche von preußischen Offizieren eine willigere Auf­nahme gefunden. Diese Gesuche sind jedoch einzeln zur Erledigung ge­bracht worden und k-ineswegs auf Grund einer allgemeinen Anordnung. Von einer allgemein ertheiltn Erlaubniß zum Uebertritt preußischer Offiziere in die russische Armee kann überhaupt nicht die R;de sein; eine solche Anordnung würde gegen alles militärische Herkommen ver­stoßen. (Xrii.)

In Zeulenroda hat man thörichter Weise in diesem Som­mer, wie derDorfzeitung" geschrieben wird, einen Preis von 5 Pf. aus einen Maulwurf, todt oder lebendig, gesetzt, bis jcht sind deren 1200 eingeliefert worden.Welchen Preis wird man nächstes Jahr aus daS Tausend Engerlinge setzen?" fragt dasPößnecker Tageblatt."

Wien, 28 Juli Telegramme der Morgenblätter.N. Fr. Presse" aus Bukarest, 26. d.: Der Kaiser Alexander trifft heute in Frateschti ein. Man erwartet morgen einen Sturm aus Rsstschuk. Beträchtliche Abtheilungen russischer Truppen marschiren über den Land­weg von Krasna, südwestlich von Rustschuk, wohin von Sistowa aus eiligst Belagerungsgeschütz dirigirt wird. An den Geschützständen für die große« Baiterim und den Magazinen wird ununterbrochen gebaut. Seit gestern triff es täglich 10 bis' 12 Züge Verwundeter hier ein. Beket wurde gestern von Rahowa aus stark beschossen, wobei dir Ru- mänier einige Verluste hatten. Die gesummte Garnison von Nisch rückt in Eilmärschen auf den Kriegsschauplatz ab. Telegramme derPresse".

Aus Konstantinopel: Die von den Russen mit einem Verlust von 10 Geschützen geschlagenen Truppen Suleiman Paschas bildeten die Avantgarde seines Corps und bestanden aus 15 Bataillonen und 2 Bat­terien. Bei der Balkanarmee sind 20,000 Mann Verstärkungen über Barm eingetroffen. Aus Bukarest: Der russische DampferVrsta" hatte am Dienstag einen Geschützkampf mit zwei türkischen Panzerschif­fen. DieB-sta" wurde stark beschädigt und zog sich mit einem Ver­lust von 5 Offizieren und 30 Matrosen nach Sebastopol zurück. Telegramme beiN. W. Tageblatt". Aus Turnmagurelli: Dem letzten Gefechte am Lomflusse wohnte der Großfürst Thronfolger und Don Carlos bei; Beide waren einen Moment in großer Gefahr. Bukarest: Nach hier «»gegangenen Berichten aus dem russischen Hauptq m lier hat General Gurko Suleiman Pascha geschlagen und demselben mehrere Kanonen abgenommen. (* « et^a m.

v Wie die W.N. Fr. Presse" vom 28. meldet, ist Midhat Pascha bereits gestern, am 27. Abends, auf der Reise nach Konstanti« nvpel in Wie« ringetroffen. Derselbe hatte heute, den 28., Vormittags eine längere Konferenz mit dem hiesigen türkischen Botschafter Aleto Pascha.

Frankreich. Vor mehreren Gerichtshöfen der Provinz ist neuerdings das Ministerium mit feinen Ansprüchen auf die Unter­drückung der Preßfreiheit unterlegen. In Aurillac, in Bordeaux, in Rouen sind die Personen, welche wegen unberechtigten Verkaufs von Zeitungen angektagt waren, vor Gericht freigesprochen worden. In Tarbes wurde sogar ein Pslizei-Commissar zu 200 FrcS. Entschädigung verurtheilt, weil er einen Zeitung,colpgrteur in der Ausübung seines Geschäfts gestört hatte.

Paris, 28. Juli. Der Wiener Corr. desTemps" mel­

det: Ich hatte eine Unterredung mit Midhat Pascha, welcher^am Dien­stag nach London abreisen wird, weil er glaubt, daß der Augenblick für ihn noch nicht gekommen sei, um nach Konstantinopel zurückzukehren, oder weil er wenigstens vorzieht zu warten, bis er zurückgerufen wird, was noch nicht geschehen ist. Midhat glaubt der Türkei bei der östr. und englischen Regierung mehr Dienste leisten zu können, als in Kon­stantinopel; er ist überzeugt, daß die Regierung des Sultans energisch kriegerische Maßregeln treffen, aber die Fahne deS Propheten nicht ent­falten werde; auch glaubt er, daß England und Oestreich in einen tür­kisch-russischen Separatfrieden nicht willigen werden.

New- Aork, 27. Juli. Die Situation hat sich nicht merk­lich verändert; die öffentliche Stimmung wird indessen wieder zuversicht­licher; unbedeutende Unruhe«, welche in Chicazo und San FranciSes vmkamsn, wurden unterdrückt. Der Strike hat sich auch auf die Cen- tralbahn in Texas ausgedehnt. Später; Die strikenden Beamten und Arbeiter der Eriebahn und der New Ank Centralbahn haben die Arbeit wieder ausgenommen und eine Reduktion ihres Lohaes angenom­men. Ein Arbeiterkomite hat dem Staatssekretär EvartS ein Memo­randum überreicht, in welchem die Regierung ausgefordert wird, zur Beendigung deS Strikt einen Schiedsspruch in Vorschlag zu bringen. Die Grubenarbeiter im Thale Lsckawanna setzten gestern ebenfall? einen Strike ins Werk, die Maschinisten verließen die Gruben und ließen Wasser in dieselben einströmen. In Chicago fanden gestern Abend neue Unruhen statt. Die Miliz gab Feuer und tödtete fünfzehn Anführer. ^(«. n

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H«»KL 80. Juli 1877,

Auf Veranlassung deS hundertjährigen Geburtstages deS am 28. Juli 1877 zu Hasan geborenen und in dasiger Marienkirche bestat­teten Kurfürsten Wilhelm II hat Gräfin Lovife Böse, geborene Gräfin Reichenbach-Lessonitz, am genannten Tage mit Geneh- miguvg der kirchlichen Oberbehörde milde Gaben an die Armen dieser Kirchsprengels zur Vertheilung bringen und die Marienkirche festlich schmücken lassen.

In den Vorstand der JohanniSkirchgemeinde wurden die Herren Turnlehrer Philipp Störger und Kaufmann Georg Treusch er­wählt und; gestern in ihr Amt eingeführt.

Gestern Abend Vs9 Uhr machte ein Hanauer Bürger im Wartesaal zweiter Klasse zu Frankfurt a. M. entschieden Anstalten sich zu entkleiden. Vom Portier auf das Nichtanzävgl-che dieser Handlung aufmerksam gemacht, suchte er mit Gewalt sein Vorhaben durchzuführen, bis schließlich zwei Schutzleute sich ganz energisch breinlegten und den wahrscheinlich Ruhebedürftigen abführten.

Die französische Alle-, welche seit längerer Zeit in einem sehr mangelhaften Zustande sich befand, wird soeben neu plantet und mit Kies belegt.

Versteiger«Kg8- «»d Werp«cht«AgS-KaleKder

für Dienstag den 31. Juli 1877.

Morgens 11 Uhr kommt im hiesigen Gerichtsgebäude eine Kom­mode gegen Baarzahlung zum Verkauf.

gär heute. Spritze Nr. 5 Zusammenkunft (Vorzeigung eine! wirklichen Koloradokäfers).

rn. Birstein, 29 Juli. Gestern Abend gegen 9 Uhr bewegt« sich ein unabsehbarer Fackelzug durch die festlich geschmückten Straßen unseres Ortes, zum fürstlichen Schlöffe, um dem allverehrten Fürsten Carl von Jsenburg am Vorabende seines hohen Geburtstages aber­mals ein Züchen der Anhänglichkeit und Dankbarkeit darzubringen, für die große» Wohlthaten, welche Seine Durchlaucht und das ganze fürst­liche Haus stets der hiesigen Bevölkerung in uneigennützigster Weise er­wiesen haben. Diesen Gefühlen gab der Bürgermeister von Birstein in einer Anrede an Seine Durchlaucht in würdiger Weife Ausdruck. An dem Zuge betheiligten sich nicht nur dir Birsteiner und umliegenden Ortschaften, sondern beinahe jede Gemeinde des alten Jsenburg« Für- , ftenthumr hatte ihre Vertreter entsandt. Heute Abend findet im Koch'schen Gasthause ein von dem hiesigen Bürgerverein neranpaUetea Festessen Statt.

DerFrankfurter Anzeiger" schreibt untern 28 Juli aus Frankfurt am Main: In der Rosengasse schlug gestern Abend ei« Schreiner, der im angetrunkenen Zustande nach Hause kam, seine ganze Möbel zusammen, so daß sie höchstens noch zum Verbrennen taugen. Das Schlagen hatte zunächst der Frau gegolten, dieselbe hatte sich aber noch rechtzeitig fortgemacht, in Folge dessen die Möbel herhalte« mußten. Von einem hiesigen Architekten ging bet städtischen Baube­hörde ein bis ins Detail auSgearbeiteteS neues Markthallen-Pro;ekt, welches auf Grund der neuesten bei diesen Bauten zur Anwendung ge­langenden Prinzipien entworfen ist, zu. Im Unteren Atzrmer wurde ein hierorts neuer Diebstahl verübt. Die Spitzbuben entwendeten näm­lich die in einem Neubau eingesetzten großen Glasscheiben.